Brieftauben Mimberg

Mai 2011

31.05.11 Der lange ersehnte Regen ist endlich da. Heute hat es hier ab Mittag durchgehend geregnet und das war für die Natur auch dringend notwendig. Dabei hat es sich auch deutlich abgekühlt, was es den Tauben sicherlich etwas angenehmer macht. Unsere Vögel hatten wieder am Morgen (noch im Trockenen) und abends (im Regen) Freiflug. Eigentlich hatten wir gehofft, dass die Tauben den Abendregen nutzen um ein wenig auf dem Dach zu baden. Aber Denkste! Die Vögel waren 50 Minuten in der Luft. Dann ging es auch wieder direkt hinein, denn nass genug waren sie auch so zu diesem Zeitpunkt Wir haben das Futter heute abend nochmals mit Möhrenbrei und Probac 1000 angereichert. Es ist einfach ein Versuch die Schleimhäute aufzubauen. Ob es irgendetwas im Positiven oder Negativen bewirkt muss sich zeigen.
Eine unserer Jungtauben der ersten Zucht kam heute leicht verletzt mit blutigen Schwingen wieder herein. Keine Ahnung was da passiert ist. Abends waren alle wieder da. Zumindest hat kein Greifvogel eine erwischt.
Bei meinem Futtermittelhändler wurde heute über Ausbrüche der Pocken im Raum Rietberg und im Raum Bochum berichtet. Ob da etwas dran ist, weiß ich bislang nicht. Aber sollte etwas dran sein, dann wird es dieses Jahr richtig problematisch was die weitere Reise mit Alt- und besonders Jungtauben angeht. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Industrie nur darauf hofft, dass die Pocken mal wieder richtig um sich greifen, um dann wieder Impfstoff zu produzieren und ihn teuer zu verkaufen. Der aktuelle Zustand in Deutschland ist in jedem Fall höchst unbefriedigend.
Die Schlaggemeinschaft Steffl gehört ja zweifelsohne zu den Spitzenschlägen in Deutschland. Aber was wird wohl bei Franz-Josef und Martin am Wochenende los gewesen sein, als sie von der ersten zur zweiten Taube auf einem 300 Kilometer-Flug geschlagene 13 Minuten warten mussten?! Dass die Steffls am Ende trotzdem 78/55 Preise machten, konnten sie ja zu diesem Zeitpukt nicht ahnen. Und genauso wenig konnten sie ahnen, dass ihr Vogel 786 einen ersten Konkurs fliegt und die ihre zweite Taube trotz des Abstandes noch auf Platz 35 in der RV landet. Klasse wieviel Zeit dieser 786 herausgeflogen hat und einen Herzlichen Glückwunsch an Franz-Josef und Martin. Weiter so!

30.05.11
Der bislang wärmste Tag des Jahres. Auf unseren Dachbodenschlägen herrschen an solchen Hitzetagen schon immer recht tropische Temperaturen. Wenn diese Temperaturen im Sommer über mehrere Tage herrschen, dann ist das für unsere Tauben sicherlich nicht ideal. Heute schien es den Vögeln allerdings sehr wenig ausgemacht zu haben, denn beim abendlichen Freiflug, den wir aufgrund der Hitze schon ein wenig nach hinten verschoben hatten, waren sie freiwillig ohne Pause 50 Minuten in der Luft. Das war für uns sehr überraschend, aber es ist sicherlich ein Zeichen, dass sie sich in guter Verfassung befinden.
Wie gestern schon angedeutet haben die Tauben heute Möhrenbrei mit Probac 1000 und PT 12, sowie - das wie gewohnt - das Konditionspulver über das Futter bekommen. Das Wasser haben wir, ebenfalls wie geplant, nicht angesäuert, sondern einfach klar hingestellt. Bei diesen Temperaturen wechseln wir die Tränke dann aber mittags noch einmal zwischendurch und stellen wieder frisches Wasser hin.
Erfreulicherweise ist der Nr.7, der von gestern noch fehlte, heute schon sehr früh morgens in sehr gutem Zustand heimgekehrt. Egal wieviele Preise man fliegt und wie die Ergebnisse sind: es ist immer das Wichtigste, dass alle Tauben wohlbehalten ihren Heimatschlag erreichen!
Nach dem Wochenende habe ich natürlich wieder die diversen Preislisten studiert. Zunächst v.a. die Liste unserer neuen Fluggemeinschaft mit der RV Hamm. Prozentual hielt sich das Ergebnis zwischen beiden RVen, wie schon in der letzten Woche, die Waage. Leider war der Wind wieder derart stark aus westlichen Richtungen, dass die ersten 57 Konkurse allesamt in unserer RV blieben. Das ist keine gute Entwicklung, denn unsere RV ist sicherlich nicht so viel stärker, als die Lippetaler RV Hamm. Eher im Gegenteil, denn dort gibt es einige sehr, sehr starke Schläge. Man kann nur hoffen, dass sich das an den nächsten Wochenenden ein wenig ausgleicht.
Sehr auffällig war mal wieder das Ergebnis des mehrfachen deutschen Meisters aus der RV Pforzheim. In der letzten Woche fliegt er alles in Grund und Boden und in dieser Woche, wie schon auf einigen Flügen zum Saisonstart, wieder ein, für diesen Maßstab, sehr durchschnittliches Ergebnis. Das mag verstehen wer will - ich verstehe es nicht. Tauben, speziell bei einem Meisterzüchter, sind nicht in der einen Woche so und in der anderen Woche so. Sie fliegen nicht in der einen Woche alles kurz und klein und in der nächsten Woche wieder ein völlig normales Ergebnis. Entweder sind es Klassetauben, die exzellent vorbereitet und in Topform sind oder sie sind es nicht. Klar sind Ergebnisse  nicht in jeder Woche gleich überragend, aber die wechselhaften Leistungen in diesem Schlag sind schon extrem auffällig.
Ich möchte dazu im Vergleich den anderen Meisterschlag der Republik, Günter Prange aus Meppen mal hervorheben. Da ist auch nicht jeder Flug gleich und auch da gibt es bessere und schlechtere Flüge. Trotzdem ist das Leistungsniveau deutlich konstanter und auch nachvollziehbarer für einen Normalzüchter. Günther Prange macht wieder den ersten Konkurs und fliegt ein überragendes Ergebnis mit 24/21 - trotzdem war der Flug nicht so klasse wie der in der letzten Woche. Aber das Leistungsniveau ist annähernd gleichbleibend und nicht so schwankend, wie beim deutschen Champion aus Pforzheim.
Das erfreulichste Ergebnis dieses Wochenendes fand übrigens nicht auf einem Preisflug statt. Freund Dirk de Beer hatte am Donnerstag bei einem privaten Trainingsflug den einzigen jährigen Bruder zu seiner Olympiatäubin 147 verloren. Er war die einzige fehlende Taube dieses Fluges und Dirk war wirklich sehr traurig über den Verlust dieses Vogels, der zu diesem Zeitpunkt schon klasse Leistungen abgeliefert hatte. Ich habe Dirk gesagt, dass der Vogel noch kommen wird. Gestern ist er heimgekehrt und Dirk war zurecht richtig glücklich. Er ist wohl verletzt, aber immerhin ist er wieder da. Das zählt doch mehr als jeder Preis in der Liste!
Wie schon erwartet sind wir mit einer 4-6 Niederlage leider im Wettbewerb der IG-Zukunft ausgeschieden. Das kommt davon, wenn man den eigenen Jährigen zu wenig Vertrauen entgegen bringt

29.05.11
Der fünfte Preisflug liegt hinter uns und wir sind wirklich sehr zufrieden. Es war bei recht böigem West-Südwest-Wind kein einfacher Flug für unsere Tauben und unsere Lage ist auch nicht wirklich ideal, wenn die Tauben so weit östlich einziehen. Aber mit 36/18 sind wir nun wirklich sehr gut bedient. Insbesondere unsere Jährigen haben heute wieder eine super Leistung hingelegt. Von den ersten 13 Vögeln waren gleich zehn Jährige. Da wir - dummerweise - aber sechs Alttauben für die RV-Meisterschaft des Verbandes vorbenannt hatten und für den Wettbewerb der IG-Zukunft nur Alttauben ins Rennen geschickt hatten, war es für diese Wettbewerbe eher schwierig. Immerhin war der 202, der mir wegen seiner Form die ganze Woche schon aufgefallen war, auch gleich unsere erste Taube und rechtfertigte damit, dass wir ihn gestern vorbenannt hatten. Am Ende reichte es auch wieder um vier vorbenannte Tauben in die Preise für die RV-Verbandsmeisterschaft zu bringen. Für die IG-Zukunft haben wir auch vier Vorbenannte in den Preisen und damit dürfte es mit einem Weiterkommen sehr schwierig werden. Aber das wäre dann auch nicht so tragisch.
Die Fluggeschwindigkeit war heute für den hier herrschenden Seitenwind recht hoch, sodass man davon ausgehen kann, dass weiter südlich eher Rückenwind auf der Strecke war. Da die letzten Kilometer in der Heimat dann aber eher schwierig waren sind wir von unserem Versorgungsplan derart abgewichen, dass die Tauben sofort bei der Rückkehr Tollyamin in der Tränke hatten, damit sie schneller regenerieren.
Nach der Untersuchung letzte Woche bei Rene Becker und dem eher schlechten Bild beim Abstrich, ohne das bakteriell etwas im Ansatz gewachsen ist, wollten wir ja nun den Flug abwarten und dann entscheiden, ob und wie wir reagieren. Da die Tauben gut gekommen sind verzichten wir weiterhin auf eine medikamentöse Behandlung. Trotzdem ist uns nicht ganz klar, warum die Kropfschleimhaut im Abstrich nicht gut aussah und wir werden in dieser Woche einmal auf das Ansäuern des Wassers verzichten, da uns hier noch eine Möglichkeit zu liegen scheint, warum die Schleimhaut angegriffen aussah. Stattdessen haben die Tauben, zu dem üblichen Fahrplan, heute über das Futter auch noch PT12 und Probac 1000 erhalten. Gleiches ist für morgen vorgesehen. Wir erhoffen uns von dieser Zufuhr von gutartigen Bakterien einen etwas besseren Wiederaufbau der Schleimhaut. Morgen werden die Tauben statt des Moorkonzentrats Möhrenbrei aus dem Glas (ja, der für Babys) über das Futter erhalten. Das v.a. wegen des Vitamin A bzw. dessen Vorstufen. Auch in der Hoffnung, dass dieses hilft die Schleimhaut aufzubauen. Ansonsten bleibt alles wie gehabt.
Leider fehlt noch ein Vogel.Der 09-7. Wahrlich kein Überflieger, aber er ist noch in der Mannschaft, weil ich ihn im letzten Jahr nach dem 7.Preisflug mit dem PKW aus mehr als 200 KM Entfernung bei einer Nichttaubenzüchterin hinter Köln abgeholt habe. Die Dame sorgte sich damals sehr und gab sich so viel Mühe - da war es selbstverständlich, dass wir den Vogel abholen, auch wenn er sicher kein Leistungsträger war und ist. Wir hoffen er kommt morgen früh noch und kehrt nicht wieder irgendwo ein. Nun geht die Woche wieder los und alles seinen gewohnten Gang. Mal sehen wie unsere kleinen Maßnahmen zum Aufbau der Tauben so anschlagen.

28.05.11
Wir haben heute am Spätnachmittag 36 Vögel für den morgigen Flug ab Altdorf zum Einsatz gebracht. Am Morgen fraßen die Vögel noch auffällig viel, obwohl sie gestern abend satt gefüttert worden waren. Ein wenig mag es aber mit den kalten Nachttemperaturen zusammenhängen. Ob es sich auf den Flug morgen auswirkt? Keine Ahnung - wir werden es sehen.
Heute mittag um 12.55 Uhr - wir sägten gerade Holz hinter dem Haus - war plötzlich ein Schatten über uns. Und wie es bei Taubenzüchtern so geht ging der Blick gleich in die Luft. Der 684, der von letzter Woche noch fehlte, war im Anflug. Er war bestens in Form, hatte allerdings sehr abgewaschene Füße. Regen hat er also gehabt, aber er muss auch irgendwo gepflegt worden sein. Nachdem er bereits nach dem zweiten Preisflug drei Tage verspätet kam, dann pausierte und nun wieder so viel Verspätung hatte, hat er nun erst einmal länger Pause. Es wird sicher nichts bringen ihn nun schnell wieder zu reisen. Andererseits glaube ich, dass er kein Schlechter ist. Sein Nestbruder 685 hat bisher 4/4 Preise. Mal sehen wie wir weiter mit im Vorgehen. Er hat erst einmal ausreichend zu fressen bekommen und später dann eine Chevicol-Kapsel gegen Trichomonaden.
Inzwischen sind alle Jungtauben abgesetzt bis auf drei Nachzügler.Diese werden wir auch noch auf den Jungtierschlag setzen, wenn sie soweit sind, weil sie aus Paaren stammen, von denen wir uns wirklich etwas erhoffen (2931 x 1440 und 556 X 1162). Zwei Jungtauben hat heute noch ein Sportfreund aus unserer RV bekommen, der einen Gutschein von uns hatte. Man hofft ja immer, dass abgegebene Tauben dann auch etwas bringen.
In Belgien hat heute mit Bourges der erste Nationalflug stattgefunden. Hier in Deutschland schaffen es nicht einmal Regionalverbände (z.b. der unsere) gemeinsame Auflässe zu starten und die Belger starten in Bourges mal eben 45.056 Tauben. Wahnsinn! Hier bei uns herrscht leider weiter Kirchturmdenken wie im tiefsten Taubenmittelalter!! Der Nationalsieger bei den Alttauben auf Bourges ist mit Rik Hermans ein Züchter, der in dieser Saison schon manch überragendes Ergebnis hingelegt hat. Und welche Taube gewinnt für Rik Hermans den Wettbewerb? Seine zweijährige Täubin Cow Girl, die bereits 1. Olympiataube in Posen in der Kategorie G für Belgien war. Überragend!
Die schnellste Taube des Wettbewerbs und damit auch die schnellste jährige Taube stellt Jan van Oeckel aus Turnhout. Da kann man nur gratulieren!
Hier in Deutschland scheinen die Flüge heute allgemein wieder glatt und ruckzuck über die Bühne gegangen zu sein. Die 300 Kilometer-Flüge in unserem Regionalverband auf der Südostrichtung waren wieder innerhalb von etwa 15 Minuten beendet. Da werden sich unsere Renner morgen beeilen müssen, wenn sie in die Preise kommen wollen. Warten wir es ab

27.05.11
Heute morgen habe ich also, wie abgesprochen, mit Rene Becker telefoniert und mich nach dem Befund der Untersuchung am Dienstag erkundigt. Das Ergebnis: es gibt keinen Befund   Obwohl der Kropfabstrich nicht wirklich klar war, die Zellen nicht eindeutig umrissen etc. ist nicht wirklich etwas Schlimmes gewachsen auf der Petrischale. Das erstaunt natürlich etwas, denn so wirklich gut sah das tatsächlich nicht aus. Rene war selbst verwundert. Also riet er dazu erst einmal keine "größeren Geschütze" aufzufahren und allenfalls, abhängig von der Leistung der Tauben, eine Kropfspülung mit dem dafür bekannten Präparat zu machen. Wir werden also abwarten, wie die Tauben den nächsten Flug bestreiten. Ich bin wirklich etwas irritiert darüber, dass sich nun nichts großartiges ergeben hat. Denn auf dem Monitor bei Rene sah es so aus, als müsse da etwas sein, weil die Zellen nicht klar waren und auch einige Sporenbildner unterwegs waren. Tja, das ist schon alles sehr merkwürdig, aber doch immerhin ein Zeichen dafür, dass die Führung unserer Tauben nicht komplett falsch sein kann, wenn zumindest keine grampositiven oder gramnegativen Erreger oder ähnliche Bakterien in pathogener Zahl vorhanden sind. Nun hatte ich ja auch die eher auffälligen Tiere mitgenommen und da andere unserer Tauben ja weitaus besser "in Schuss" sind, muss ich mir wohl vorerst keine Sorgen machen. Wie wir nun weiter vorgehen machen wir von den folgenden Ergebnissen abhängig.

26.05.11
Da die Jungen der zweiten Zucht mich gestern geärgert hatten und es heute außerdem sehr, sehr windig war, sind sie heute, bei etwas weniger Futter, im Schlag verblieben. Wenn der Wind morgen nachgelassen hat, kommen sie wieder heraus und ich hoffe, dass sie dann auf mein Signal besser hereinkommen.
Die Witwer fliegen aktuell nicht mehr mit so viel Dampf und Zug, sondern segeln teilweise in recht großer Höhe einzeln durch die Gegend. Ob das nun ein schlechtes oder ein gutes Zeichen ist, das weiß ich nicht. Im letzten Jahr taten sie das auch etwa zur Mitte der Reisesaison und sie flogen weiter ihre Preise. Mal sehen wie es am kommenden Sonntag wird.
Eine schöne Geschichte über einen 95-jährigen Taubenzüchter findet sich heute hier im Internet:
http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokalausgaben/schoenebeck/?em_cnt=2027531

25.05.11
Wenn man es mit den Jungtauben zu gut meint, dann ärgern sie einen. Und trotzdem macht man immer wieder die gleichen Fehler und füttert sie satt. Das hatte ich bei den Jungen der zweiten Zucht gestern abend getan. Mit der Folge, dass sie heute nachmittag, nachdem sie etwa drei Stunden das Dach und die Umgebung erkundet hatten, auf mein Signal nicht alle herein kamen. Bei vier dieser Jungspunde half kein bitten und kein betteln. Sie blieben auf dem Dach. Also habe ich den Jungtierausflug geschlossen und unsere Witwer am Abend, wie gewohnt, herausgelassen. Mit der Folge, dass die Vögel zwar eine gewisse Zeit flogen, sich dann aber den Spaß machten die Jungtauben zu ärgern und sie über das Dach zu jagen. Die Witwer flogen dann immer wieder ab, landeten wieder und jagten wieder die vier Jungtauben und einen fremden Jährigen, der sich dazu gesellt hatte. Dann habe ich die Witwerausflüge nach einer Zeit wieder aufgemacht und sie kamen herein. Die Jungtiere waren von der Hatz auch kuriert uns saßen bereits vor dem Jungtierausflug und baten um Einlass...
Im Pokal der IG-Zukunft müssen wir in Runde zwei gegen die SG Stumme, K.H. + M. aus der RV Deister-Süntel antreten. Mal sehen wie es läuft, aber das ist ein Wettbewerb, der einfach richtig Spaß macht.
Allemal besser als all die unsinnigen Meisterschaften mit zig vorbenannten Tauben auf Regionalverbands- oder Verbandsebene.

24.05.11
Da ich heute einen freien Tag hatte, habe ich mich gestern kurzfristig entschlossen, doch noch zu unserem Tierarzt Rene Becker zu fahren. Weil das alles zeitlich recht knapp war, konnte ich nur noch einen Termin heute am Nachmittag bekommen, was aber den Vorteil hat, dass eventuell am Wochenende eingeschleppte Keime auch garantiert festzustellen sind, während es bei der sonst üblichen Praxis, die Tauben Montag morgens oder gar schon Sonntags abends zu untersuchen, ungemein schwieriger ist, eingeschleppte Keime festzustellen.
Ich habe also unseren 24, der bisher so viele Probleme hat, den Jährigen 988 und den 08-166, sowie eine der beiden Jungtauben, die etwas Schwierigkeiten haben, eingepackt und bin die knapp 90 Kilometer zu Rene gefahren.
Es macht immer Spaß mit ihm über Tauben zu reden. Er kennt sich aus und bekommt ja auch jeden Tag gute und weniger gute Tauben in die Hand. Außerdem reist er selbst ganz hervorragend - also merkt er schon, ob Tauben ok sind oder nicht.
Die Handbeurteilung war bei allen unseren Tauben gut. Sie sind glatt und gut in der Muskulatur. Das ist ja immer ein gutes Zeichen. Der Kropfabstrich ergab dann, dass die Vögel frei von Trichomonaden sind. Aber bakteriell könnte es schon besser sein. Besonders Sorgenkind 24 fiel negativ ab. Immerhin hat man jetzt den Ansatz einer Erklärung, warum er nicht in die Preise kommt. Was genau an Erregern Probleme macht, muss jetzt der bakterielle Ansatz klären. Ich werde das am Freitag telefonisch mit Rene absprechen.
Wir haben schon eine Idee, wie wir es therapeutisch angehen, aber wollen erst noch das Endergebnis der Untersuchung abwarten. Da es schon Dienstags ist, kann man ohnehin nicht unbedingt noch etwas anstellen. Außerdem sind die Tauben ansonsten in einem sehr guten Zustand und fliegen auch weiterhin gut am Haus, sodass man jetzt nichts überstürzen muss.
Der Kloakenabstrich blieb ohne Befund, sodass ich jetzt das Telefonat mit Rene abwarten muss. 
Die Jungtaube hatte - wie ich es schon erwartet hatte - einige Trichomonaden. Es kann sogar sein, dass daher das nasse Auge kommt, wenn sich diese im Tränenkanal festsetzen. Aber bei den Jungtauben gibt es ja keine Eile und das Jungtier war auch nicht übermäßig befallen. Ich werde zunächst mal alle Tauben der zweiten Runde zu Ende absetzen und dann mal weitersehen.
Über die reine Untersuchung hinaus ist es immer wieder nett sich mit Rene Becker über Tauben zu unterhalten, weil er ein absoluter Fachmann ist und viel über den Tellerrand blickt. Deswegen sind seine Reiseleistungen nicht umsonst so stark.
Mein Fazit dieses Tages: wir haben es bisher während der Reise vollständig ohne Medikamente versucht. Das ging bislang sehr gut. Aber 13 Flüge durchzuhalten ohne irgendein Medikament zu geben erscheint extrem schwierig. Deswegen muss man skeptisch sein, wenn Züchter, auch ganz stark reisende Züchter, sagen, dass sie nie etwas geben. So ganz kann man das nicht glauben. Andererseits ist es in meinen Augen grober Unfug ständig auf Verdacht dieses oder jenes zu behandeln, weil man zu faul ist zu einem Tierarzt zu fahren. Unsere Reisetauben haben keine einzige Trichomonade, obwohl sie nicht gegen diese Geißeltierchen behandelt wurden in den letzten Wochen. Ich würde mich ärgern, wenn ich nun alle zwei oder drei Wochen irgendein Präparat gegen Trichomonaden gegeben hätte. Weil es meinem Geldbeutel und meinen Tauben dann nur geschadet hätte.

23.05.11
Wenn die Vögel, so wie heute, schon wieder 45 Minuten freiwillig trainieren, ohne ein Mal das Dach aufzusuchen, dann scheint mit der Gesundheit jedenfalls alles in Ordnung, auch wenn der gestrige Flug nicht ganz so gut war, wie die vorangegangenen. Manchmal passt es vielleicht nicht so und vielleicht hat man auch in der Vorbereitung irgendwo einen kleinen Fehler gemacht. Man darf aber auch nicht vergessen, dass es letztlich doch oft nur die Qualität der Tauben ist, die über mehr oder weniger Preise entscheidet.
Unsere Jungtauben gefallen mir aktuell nicht so. Zumindest die Jungen der ersten Zucht. Äußerlich sind sie soweit ok, aber es scheint doch so, als ob sie ein paar Kinderkrankheiten durchmachen. Zwei von ihnen haben ein ganz bißchen ein nasses Auge einseitig. Ich habe sie alleine gesetzt und wir werden sehen, wie es sich entwickelt. Ich habe aber einen kleinen Verdacht: am Giebel vor den Holzbohlen an unserem Jungtierschlag war sonst immer der Efeu. Dieser ist wegen des Hausumbaus nun entfernt und fängt den Wind nicht mehr ab. Man merkt auf dem Schlag, speziell wenn die Schlagtür auf ist, ein wenig mehr Luftbewegung. Das kann es schon sein. Vielleicht haben diese beiden Jungen irgendwie Zug bekommen durch einen besonders breiten Spalt, der sich zwischen den Bohlen befindet. Zumal der aktuelle Süd-Süd-West-Wind dort ordentlich hineinwehen kann. Wir werden dort morgen abdichten und weiter beobachten. Man muss - gerade bei den Jungtauben - immer auf der Hut sein.
Apropos Jungtauben: ich stehe aktuell mit einem Sportfreund im Email-Kontakt, der mit seinen Jungtieren einiges ausprobiert. Das ist sehr spannend. Ich werde noch ausführlich darüber schreiben.
Lieber Wolfgang, falls du das hier liest: ich bin echt gespannt darauf, was daraus wird und wünsche dir ganz viel Erfolg!
Zum Schluss noch meine Gratulation an Freund Dirk de Beer zum ersten, zweiten und dritten Konkurs ab Butzbach und gleichzeitig zum zweiten, dritten und vierten Konkurs in der Fluggemeinschaft. Langsam wird es, lieber Dirk 

22.05.11
Das Wetter zum vierten Preisflug war längst nicht so schlecht, wie es vorausgesagt wurde und so nahm der Flug ab Tennenlohe gottseidank einen glatten Verlauf. Um 6.35 Uhr erfolgte der Auflass von insgesamt 3699 Tauben aus den RVen Hamm und Warstein. Unsere ersten beiden Tauben fallen um 9.54 Uhr. Damit belegen wir dir Plätze 35 und 37 in der RV Liste und die Plätze 37 und 39 in der FG-Liste. Die Spitze in der Fluggemeinschaft liegt also eindeutig in unserer RV, aber am Ende nimmt die RV Hamm der RV Warstein 6 Preise ab. Insgesamt also ein sehr ausgeglichenes und durchaus zufriedenstellendes Ergebnis für den Anfang. Dass die Spitze so eindeutig in der RV Warstein liegt, mag am relativ starken Süd-Süd-West-Wind gelegen haben, denn die Tauben scheinen doch stark östlich eingezogen zu sein.
Wir selbst erzielen bei diesen Winden Jahr für Jahr eher schwächere Ergebnisse, aber mit 37/14 sind wir immernoch zufrieden. Man hat ja keinen Anspruch darauf jede Woche 50 Prozent oder mehr zu fliegen. Und unsere Tauben sind halt nicht so schnell oder solche Einzelgänger, dass sie allein ihren Weg nach hause suchen. So kommen sie mit den Schwärmen und entsprechend ist dann das Ergebnis. Dokumentiert wird das Schwarmverhalten der Tauben auch durch die relativ großen Pausen während der Konkurszeit. Zwei Tauben um 9.54 Uhr, dann 5 Minuten Pause, dann wieder 3 Minuten Pause, wieder drei Tauben, dann wieder 4 Minuten Pause und 4 Tauben usw. Wir kennen das aus früheren Jahren und mehr gibt unser aktueller Taubenbestand nicht her. Wir hoffen, dass sich das künftig durch die Neueinführungen der letzten beiden Jahre ein wenig bessert.
Sehr erfreulich aber sind in diesem Jahr unsere jährigen Tauben. Während andere Schläge nur wenige Jährige in die Preise bringen, machen bei uns die Jährigen mehr Preise als die Alttauben. Und auch heute sind unsere ersten drei Tauben sind alles Jährige. Das lässt doch hoffen.
Leider fehlt jetzt am Abend wieder der 684, der schon vor zwei Wochen fehlte und erst nach einigen Tagen zurückkam. Er war äußerlich wieder in einer sehr guten Verfassung, aber scheinbar psychisch noch nicht. Sollte er, was wir stark hoffen, erneut verspätet zurückkehren, wird er erst einmal längere Zeit geschont. V.a. auch deswegen, weil sein Nestbruder 685 bisher 4/4 Preise hat.
Sehr erfreulich ist, dass der 0459-06-281 von unserem Verwandten Karl Mimberg (ein Vollbruder, der 10-288 sitzt bei uns auf dem Zuchtschlag), wieder einmal zeigt, dass er ein Klassevogel ist und den 3.Konkurs in der RV und der FG fliegt. Immer wieder glänzt dieser Vogel durch Spitzenpreise. Aber es liegt auch in der Familie. Unser erster Vogel heute, der 10-228 stammt ebenfalls aus dieser Sorte, nämlich aus einem Cousin des 281.
Die Vögel hatten heute nach der Rückkehr recht großen Appetit, erhielten Futter nach Plan und auch ordentlich Nüsse. Aber nicht so viele, wie bei unserem Freund Dirk de Beer. Der hat ja das Futtersystem des niederländischen Top-Züchters Willem de Bruyn übernommen und gibt bis zu 70 Prozent Nüsse nach der Heimkehr der Tauben. Dirk beweist ja Woche für Woche, dass auch das funktioniert. Morgen abend erhalten unsere Vögel dann wieder Freiflug. Gegen eventuelle Erkrankungen machen wir weiterhin nichts. Die Tauben scheinen durchaus gesund zu sein.

21.05.11
Wir haben heute abend alle 37 Vögel zum Einsatz für den 4. Preisflug ab Tennenlohe gebracht. Jetzt hoffen wir, dass das Wetter morgen auch mitspielt. Körperlich scheinen die Tauben in einer guten Verfassung. Aber es muss halt auch das Wetter mitspielen und an unserem Auflassort hat es heute abend bereits mächtig geregnet. Selbst wenn der Regen abzieht ist ja mit Dunst oder Nebel am Morgen zu rechnen...und wenn wir dann die Tauben nicht früh rausbekommen, wird es schwierig, weil bis mittag das Regen- oder Unwettergebiet von Westen nach hier herein ziehen soll.
Heute war in der RV Pforzheim der erste Flug über 300 KM...und nachdem der Serienmeister Andreas Drapa bisher für seine Verhältnisse eher bescheidene Ergebnisse hingelegt hat, fliegt er nun wieder, wie gewohnt, die ersten Konkurse. Das muss ein echter Könner sein, wenn er die Tauben nach drei Wochen mit normalen Leistungen plötzlich so in Form bringt. Noch bemerkenswerter ist es, dass seine Tauben auf den ersten Plätzen, wie schon im letzten Jahr, fast genau 30 m/min schneller fliegen, als die Tauben eines Spitzen-Schlages in der Nachbar-RV Rastatt, mit dem eine enge Freundschaft besteht. Ganz erstaunlich wie sich all das Jahr für Jahr wiederholt. Ich für meinen Teil habe vermutlich zu wenig Ahnung von Brieftauben, um annähernd verstehen zu können, wie man so etwas anstellt. Aber muss ich ja auch nicht. Immerhin muss ich mein Geld nicht mit Brieftauben verdienen.

20.05.11
Die Vögel haben auch heute nochmals morgens und abends Freiflug gehabt. Der Freiflug am Freitag abend ist ja eigentlich nicht mehr wirklich nötig. Aber danach fressen die Tauben doch deutlich besser, als wenn man sie im Schlag ließe. Und das was sie Freitags abends noch zu sich nehmen, das steht ihnen auch zum Flug zur Verfügung. Insofern ist etwas Bewegung am Abend vor dem Einsetzen sicher nicht schlecht. Die Wetteraussichten für den Sonntag sind allerdings bescheiden. Sollten wir die Tauben aufgrund von Nebel nicht früh rausbekommen, dann wird es wohl heikel, weil ab Mittag Schauer mit Starkregen usw. gemeldet sind. Aber die Flugleiter werden es hoffentlich richten und alles zum Wohle der Tauben hinbekommen. Wichtig ist an erster Stelle immer, dass alle Tauben, also auch die Nicht-Preistauben, es in guten Wetterbedingungen nach hause schaffen können. Das Schlimmste im Taubensport sind doch Verluste. Und die sollten wir immer versuchen zu vermeiden. Von daher hoffe ich, dass unsere Flugleiter auch am Sonntag ein glückliches Händchen haben.

19.05.11
Auf den letzten Drücker habe ich heute unsere 8 Vorbenannten für den Wettbewerb der IG-Zukunft gemeldet. Das ist eine spaßige Angelegenheit mit diesem K.O.-Modus. Im letzten Jahr waren wir auch schon dabei und Ziel ist es, dieses Jahr eine Runde länger zu überstehen. Hoffentlich haben wir Losglück und treffen nicht sofort auf einen der absoluten Top-Schläge.
An diesem Wochenende müssen wir auch unsere Tauben für die Deutsche Mittelstreckenmeisterschaft vorbennen. 30 Tauben....nicht dass wir uns da irgendwelche Chancen auf vordere Platzierungen ausrechnen. Dafür ist unser Schlag natürlich nicht stark genug. Aber alleine die Bedingungen haben mich heute schon zum Lachen gebracht. 30 Tauben vorbennen! Warum sagt man nicht gleich: es zählen alle Tauben eines Schlages. Das alles hat nichts mehr mit Brieftaubenzucht und Beziehung zu seinen Tieren zu tun, sondern ist nur noch auf Massenzucht und Massentaubenhaltung ausgerichtet. Diejenigen, die dieses Konzept und diese Meisterschaften beschlossen haben, haben meiner Meinung nach nicht mehr alle Latten am Zaun! Ich glaube in Belgien lacht man sich über uns deutsche Brieftaubenzüchter nur noch kaputt. Aber was will man erwarten - die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind seit Jahren überwiegend Kokolores und sind in keiner Weise auf eine Zukunftssicherung des Brieftaubensportes ausgerichtet.
Auf unserem Schlag gab es heute nichts Besonderes. Die Tauben haben ihre Zeit geflogen....mit Ausnahme unserer beiden schwulen Herren. Die nahmen nach dem Herauslassen heute morgen zunächst auf dem Dachfirst Platz. Ich bin dann ans Dachfenster des Jungtierschlages und habe es geöffnet und mit der roten Baseballkappe auf das Dach geschlagen. Darauf haben die beiden sich dann aufgemacht und sind mit den anderen Vögeln ganz normal geflogen. Es geht natürlich dauerhaft nicht, dass sie sich auf dem Dach vergnügen.
Ein weiterer interessanter Aspekt bei den beiden Vögeln ist der folgende: die Tür zu unserem großen Witwerschlag schließt manchmal nicht richtig und bleibt, wenn man in den Schlag geht, einen Spalt breit offen. Der 225 schlüpft nun seit zwei Tagen durch diesen Spalt, wenn man nicht aufpasst und sammelt auf dem Dachboden vereinzelt herumliegende Strohhalme auf, um diese wieder auf den Schlag zu schleppen. Es ist schon sehr spaßig dieses ganze Treiben zu beobachten. Natürlich ist es ungewohnt, aber auf eine gewisse Art machen diese Eigenheiten der Tauben doch auch Freude. Man sollte ja nicht immer alles zu eng sehen.

18.05.11
Wie geplant konnten die Jungtiere der zweiten Zucht heute zum ersten Mal nach draußen. Natürlich gingen sie nur vorsichtig auf den Ausflug und dann schnell auch wieder in den Schlag. Aber so soll es ja auch sein. Die Jungen der ersten Zucht fliegen inzwischen recht gut, nachdem wir das Futter von der Zuchtmischung auf die Prange-Mischung umgestellt haben. Ansonsten erhalten die Jungtauben aber nur die Grit-Mineralienmischung und das Wasser wird unregelmäßig zwei oder drei Mal die Woche angesäuert.
Die Vögel hatten wieder zwei Mal Freiflug und haben am Abend, nach Plan, Blitz über das Wasser bekommen. Sonst war eigentlich nichts Besonderes. Außer das der 988, den wir am Wochenende zuhause gelassen hatten, einfach nicht richtig ok ist. Er muss noch Schmerzen haben nach dem Freiflug, denn er sitzt dann ruhig in seiner Zelle und frisst auch zunächst nicht. Das kommt erst nach einiger Zeit. Ich denke, wir werden ihn auch am nächsten Wochenende nicht mitgeben.

17.05.11
Wenn die Saison einmal läuft, dann geht es wirklich ruckzuck vorwärts. Jetzt geht es schon auf den vierten Preisflug zu. Alles läuft weiter nach Plan. Bisher sind die Ergebnisse gut, es gibt keinen Grund irgendetwas zu ändern oder irgendwelche besonderen Maßnahmen zu ergreifen. Seit dem ersten Vorflug haben unsere Tauben auch keinerlei Medizin erhalten. Weder gegen Trichomonaden, noch etwas gegen Erkrankungen der oberen Luftwege. Bisher geht das sehr ordentlich und heute flogen die Tauben morgens und abends am Haus schon wieder richtig mit "Pfeffer" - wobei man sagen muss: es ist auch immer "Angstfliegen" dabei. Richtig entspannt sind die Tauben nicht. Das Herausgehen aus dem Schlag ist - gelinde gesagt - immernoch eine Katastrophe. Sie sind ungemein ängstlich.
Auch die Jungtauben der ersten Zucht fliegen inzwischen ordentlich. Die zweite Zucht soll morgen zum ersten Mal aufgestellt werden und Gelegenheit erhalten, den Ausflug zu erkunden. Es ist in dieser Phase schon recht viel Arbeit die Tauben herauszulassen. In der Reihenfolge Reisevögel, 2. Zucht Jungtauben, 1.Zucht Jungtauben und abends nochmal Reisevögel ist das schon mit einigem Aufwand verbunden und es ist gut, dass unsere Schlaggemeinschaft aus zwei Personen besteht. Alleine wäre das alles kaum umsetzbar.
Gestern habe ich hier über die großartigen Leistungen verschiedener deutscher Spitzenschläge berichtet. Natürlich will ich auch unseren Freund Dirk de Beer nicht vergessen, der in der Fluggemeinschaft beim Flug ab Wuppertal 76/47 Preise erzielt beginnend mit dem 7.8.9.10. und 12. Konkurs. Bemerkenswert ist dabei, dass Dirk dieses Wochenende gar nicht zuhause war, weil er beruflich stark eingespannt ist und auch unter der Woche teilweise wenig Zeit hat. Vielleicht führte das dazu, dass seine Favoriten dieses Mal nicht wirklich in die Preise kamen und für die RV-Meisterschaft des Verbandes nur zwei Tauben in die Wertung kamen. Aber das wird wieder besser - darauf wette ich, wenngleich Dirk sagt, dass seine Tauben dieses Jahr noch längst nicht so in Form sind, wie in der letzten Saison.
Ganz besonders in Form sind hingegen schon zwei Brüder des belgischen Meisterschlages Albert Derwa: die beiden Vögel, "Primo" und "De Zoon" genannt, fliegen innerhalb von drei Wochen folgende Preise: 

"Primo":       17.04. 1e Soissons gegen 224 alte Tauben
                   24.04. 1e Soissons gegen 488 alte Tauben
                   01.05. 1e Nanteuil gegen 471 alte Tauben
                   08.05. 1e Pithviers gegen 149 alte Tauben
"De Zoon":   17.04. 1e Soissons gegen 212 Jährige
                   24.04. 1e Soissons gegen 577 Jährige
                   01.05. 1e Nateuil gegen 615 Jährige
                   08.05. 2e Pithviers gegen 178 Jährige

Das sind Leistungen, was?! Albert Derwa ist ja seit langer Zeit ein überragender Züchter, aber zwei Vollbrüder mit solchen Leistungen - das ist eine echte Rarität. Man wird diese beiden Raketen weiter beobachten müssen.
Wo ich gerade in Belgien bin, muss ich noch erwähnen, dass Jozef Haest, der Züchter des "Jef" von Wolfgang Röper, aus dessen Linie Wolfgangs Olympiatauben stammen (siehe auch unser Zuchtpaar 184 X 605), am 08.05. ab Quievrain auch schon wieder einen ersten Konkurs gegen 440 Jährige fliegt.
Und Herman Lenaerts, der Züchter des 4.ASVogels Snelheid in Belgien 2009 (siehe Zuchtpaar 556 X 1162) fliegt auch wieder einen ersten Konkurs ab Noyon gegen 791 Jährige, sowie einen ersten Konkurs ab Quievrain gegen 143 Alttauben. Klasse Leistungen!

16.05.11
Heute hat es hier seit langer Zeit zum ersten Mal wieder etwas ausgiebiger geregnet. Auch als die Vögel am Abend ihren Freiflug hatten. Es gibt ja Züchter, die sagen, dass es nicht so ideal sei, wenn sie Tauben abends nass werden - zumal wenn es draußen nicht so warm ist - und dann vielleicht zur Nacht nicht mehr trocken werden. Deswegen lassen sie ihre Tauben am Abend bei Regen dann nicht heraus. Wir finden, dass es Blödsinn ist seine Tauben derart in Watte zu packen. Sie müssen schon ein bißchen was ab können. Und da wir sie um 18.30 Uhr wieder hereingelassen haben nach etwa 40 Minuten Freiflug, blieb ja auch genug Zeit zum trocknen. Die deutlich niedrigeren Temperaturen merkt man den Tauben natürlich auch am Appettit an. Aber eigentlich ist es doch gut, wenn sie reichlich fressen.
So langsam kommen die richtig großen Spitzenschläge auch in die Gänge. Günter Prange deklassiert die RV Meppen, Wolfgang Röper dominiert die RV Südholstein und auch Stienecker/Rosenbusch in Lengerich oder Horst & Frank Sander in Münster legen gewaltige Ergebnisse hin. Mit einem Ergebnis von 77,4 % Reiseleistung spielt auch unser Tierarzt Rene Becker in seiner RV Lüdinghausen verdammt stark.
Wir werden nun ab nächster Woche eine Fluggemeinschaft mit der RV Hamm bilden. Auch in Hamm gibt es einige richtig starke Schläge und wir sind schon gespannt wie sich diese neue Fluggemeinschaft entwickelt. In den letzten Jahren reisten wir ja zu Beginn schon mit der RV Meschede, die aber in diesem Jahr mit der RV Hohe Bracht auflässt. Dass die RV Hohe Bracht lagebedingt mit unserem Regionalverband nichts zu tun hat, dokumentiert sich schon beim ersten gemeinsamen Auflass dieser beiden RVen: die RV Meschede beginnt ihren Konkurs mit 1257 m/min, die RV Hohe Bracht mit 1274 m/min. Bemerkenswerter aber noch: als die RV Meschede 20 Tauben im Konkurs hat, hat die RV Hohe Bracht über 90 Tauben zuhause. Letztere beendet ihren Konkurs mit 1173 m/min, während unsere Nachbarn aus Meschede mit 1111 m/min aufhören. Jeder kann sich ausmalen was das für eine Gemeinschaftsliste bedeutet hätte....dass die RV Hohe Bracht überhaupt in unserem Regionalverband reist, ist eigentlich ein Witz. Aber wer sich dafür interessiert, der sollte mal bei unserem Regionalverbandsvorsitzenden nachfragen, warum dem so ist....wenn er denn eine Antwort bekommt. Meine höfliche Anfrage, warum ein Antrag unseres Regionalverbandes 412 auf der diesjährigen Mitgliederversammlung durch den Vorsitzenden zurückgezogen wurde, blieb bis heute unbeantwortet. Da wird dann ein neuer Internetauftritt des Regionalverbandes angelegt....aber kommunizieren will man mit den Mitgliedern scheinbar nicht. Traurig, aber wahr...!

15.05.11
Nach den Feierlichkeiten bis tief in die Nacht schaffte ich es heute gerade noch pünktlich, mich zur Rückkehr der Tauben vom 3.Preisflug ab Forchheim, aus dem Bett zu quälen. Ich wurde allerdings dadurch entschädigt, dass unsere Vögel sehr zügig und schnell nacheinander kamen und am Ende mit 35/22 unser bisher bestes Saisonergebnis einfuhren. Der Flug unterschied sich von den beiden vorhergehenden v.a. dadurch, dass durch den leichten bis mäßigen Kopfwind und die relativ niedrigen Temperaturen längst nicht so hohe Fluggeschwindigkeiten erzielt wurden. Wir beginnen mit dem 39.Konkurs. Mal wieder nicht ganz die Spitze, aber wenn sie dann so ordentlich kommen, dann macht das auch nichts. Innerhalb einer guten Stunde waren - und das ist immer noch das Wichtigste - alle 35 Witwer wieder zuhause.
Sie wurden nach etwa 2 Stunden Beisammensein von den Weibchen getrennt und erhielten Enzymhefe und Mineralpulver und über die Tränke Tollyamin. Jetzt ruhen sie aus und erhalten dann Montag abend wieder Freiflug.
Rätselhaft bleibt weiter unser 09-24. Er kam wieder sehr spät und hat noch keinen Preis, obwohl er ja letztes Jahr als Jähriger 10 Preise hatte. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen mit ihm. Vielleicht lassen wir ihn zuhause. So bringt es nichts, ihn zu reisen.
Ein Wort muss ich noch über unsere beiden schwulen Vögel 08-166 und 10-225 verlieren. Die beiden Herren haben nun beide 3/3 Preise. Inzwischen ist es soweit, dass sich auch der alte Vogel kaum noch an sein Weibchen stört, obwohl die Täubin wirklich sehr paarig ist. Natürlich werden wir das Experiment fortsetzen und sehen, wie die beiden weiter fliegen. Aber es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig das Treiben (im wahrsten Sinne des Wortes) der beiden Vögel zu beobachten.

14.05.11
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Meisterfeier in der Fußballhauptstadt Dortmund. Dort spielten sich bis tief in die Nacht unglaubliche Szenen ab. Vater hat 35 Vögel zum 3.Preisflug eingesetzt. Der leicht verletzte 988 ist ebenso zuhause geblieben, wie der am Donnerstag zurückgekehrte 684. Obwohl die Vögel am Freitag abend richtig satt gefüttert wurden, hatten sie am Samstag morgen noch ordentlichen Appetit und fraßen noch einiges.



13.05.11 Die weltfremde "Tierschutzorganisation Peta" hat mal wieder eine Aktion gestartet. Gottseidank hat sich der Deutsche Sportbund mit dem Unfug der Peta nicht lange aufgehalten. Aber wenn man die folgenden Zeilen liest, dann kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln! Dass sich zunehmend linksgerichtete Parteien und Organsiationen für diesen Blödsinn hergeben, überrascht hingegen schon etwas. Oder glauben die Politiker, dass sie mit derart inhaltsleerem und sachlich falschem Geschreibsel irgendeinen Wähler gewinnen?! Naja, jeder wie er mag. Lest selbst: http://www.scharf-links.de/42.0.html
Ganz anders dagegen der seh, sehr schöne Bericht im Internetportal "Der Westen" über eine 13-jährige Brieftaubenzüchterin.
www.derwesten.de/nachrichten/zeusmedienwelten/zeus/fuer-schueler/zeus-regional/castrop-rauxel/Tauben-sind-Kimberleys-grosse-Leidenschaft-id4633031.html
Unsere Reisevögel hatten heute am Vormittag Freiflug. Das muss für heute reichen, denn am Abend stehen noch andere Verpflichtungen an. Es kann sich ja nicht immer nur alles um die Tauben drehen. Morgen wird dann zum 3.Preisflug eingekorbt. Hoffentlich hält das Wetter am Sonntag vormittag, so wie es vorhergesagt ist.
Endlich wird auch unser Verband in Richtung Greifvogelplage aktiv. Der Bericht aus der aktuellen Verbandszeitschrift befindet sich auch auf der Verbandshomepage als PDF-Dokument zum Download. www.brieftaube.de/web/index.php

12.05.11
Der heutige Tag begann schon mit einer freudigen Überraschung. Der 684, der fehlende Jährige vom Sonntag, saß um 7.45 Uhr auf dem Dach. Schwer zu sagen, ob er irgendwo gepflegt worden ist. Insgesamt war er in sehr gutem Zustand, hatte allerdings gewaltigen Hunger. Leider hat sich der 05-882 in den letzten drei Tagen schon vor der geschlossenen Zelle des 684 platziert, wodurch es sofort zu einer Beißerei kam. Der 684 wird nun bis zum Wochenende zunächst alleine gesetzt und erhält alles, damit er wieder rundum fit wird. Wenn er dann am Sonntag soweit ist, wandert er wieder auf den Schlag und wird sich dann auch seinem Widersacher erwehren können. Die Tauben erhielten morgens und abends Freiflug, wobei am Abend unser "grauer Freund" mal wieder vorbei sah. Die Vögel gingen ja auch gerade wieder ein bißchen besser hinaus.
Der Wetterbericht für kommenden Sonntag ist nicht so ideal. Morgens scheint es aber noch zu gehen, sodass ein Flug evtl möglich scheint. Für uns stehen etwa 280 KM auf dem Programm.

11.05.11
Da es abends wirklich sehr warum und drückend ist, haben wir unsere Vögel heute auch vormittags herausgelassen. Es war doch ein Unterschied, denn sie flogen etwa 70 Minuten mit viel Tempo und teilweise auch sehr hoch. Als wir dann die Ausflüge aufgemacht haben, kamen sie aus der Luft herein. Das war Glück, denn als nur noch unser 10-217 draußen war, erschien der Habicht mal wieder. Der 217 startete noch einmal, kam dann aber auch herein. Nachmittags waren dann die Jungen raus, die zuletzt komischerweise überhaupt nicht vom Greifvogel attackiert wurden. Abends gab es ab 18.30 Uhr nochmal Freiflug für die Vögel und sie flogen nochmal sehr ordentlich. Man muss nun sehen, wie sich das Wetter entwickelt. Am Sonntag scheint nach heutigem Bericht vormittags durchaus ein normaler Flug möglich. Aber die Gewitterluft könnte Schwierigkeiten machen.
Der 10-988, der am Sonntag erst am Nachmittag vom Flug zurück kam, fiel in den letzten Tagen dadurch auf, dass er nicht so lebhaft war und auch den Schlag zum Freiflug noch schlechter verließ, als seine ängstlichen Schlaggenossen. Ich habe ihn mir noch einmal ganz genau angesehen und siehe da: er hat einen Bluterguss im Brustmuskel. Sehr weit seitlich, sodass man das Hämatom nur sehr, sehr schlecht finden kann. Aber das erklärt einiges. Deswegen habe ich ihn am Abend nicht mit heraus gelassen zum Freiflug und auch am Sonntag wird er nicht am Preisflug teilnehmen. Mit ein bißchen Ruhe wird sich die Verletzung sicher bald geben.

10.05.11
Am Abend, als unsere Witwer Freiflug hatten, war es mit 29°C noch sehr warm und dazu herrschte auch Gewitterluft. Die Vögel wurden wieder vorsichtig aus dem Schlag "gebeten", weil sie immernoch recht ängstlich sind. Als die Tauben draußen waren wurden, wie immer die Ausflüge geschlossen. Sie flogen dann wohl, aber in Anbetracht der Temperaturen erwartbar, nicht so sehr viel. Also haben wir dann die Ausflüge wieder auf gemacht und die Tauben konnten ein und aus fliegen, wie sie wollten. Nachdem zunächst alle Vögel direkt wieder in den Schlag gegangen waren (wie immer, wenn die Ausflüge aufgehen), gingen dann doch mindestens 15 nochmals auf das Dach, flogen und bewegten sich. Es besteht die Hoffnung, dass sie dadurch etwas mehr Sicherheit bekommen und heute vielleicht wieder ein wenig besser nach draußen gehen. Die Witwer bekamen dann das Prange-Futter, versetzt mit Paddy-Reis und klares Wasser. Man muss nun sehen wie sich das Wetter zum Wochenende entwickelt - es soll Regen geben und kühler werden und der Wind soll auf westliche Richtung drehen. Viel müssen wir da an der Fütterung nicht verändern, aber eventuell ein klein wenig schwerer füttern, d.h. keinen Paddy-Reis mehr zumischen.
Unsere Jungtauben der ersten Zucht fliegen mittlerweile einigermaßen. Sie wurden absichtlich sehr lange mit unserer sehr eiweißreichen Zuchtmischung gefüttert. Dadurch sitzen sie automatisch viel auf dem Dach. Aber sie können die Gegend erkunden und erhalten Standortsicherheit. Durch dieses Vorgehen konnten wir in den letzten Jahren die Verluste am Haus auf fast Null minimieren.
Seit Beginn der Woche haben wir aber nun das Futter für die erste Jungtaubenrunde umgestellt und sie bekommen das Prange-Grand-Prix mit ca. 10% Paddy-Reis. Die Jungen der zweiten Runde bekommen aber weiter die Zuchtmischung.
Sehr interessant ist immer dei Newsletter des niederländischen Tierarztes Dr. Peter Boskamp. Der aktuelle Newsbrief kann hier gelesen werden: www.pigeon-marketplace.com/Default.aspx

09.05.11
Heute hab ich festgestellt, dass eine Junge aus den Eiern von Dirk de Beer, welche alleine im Nest lag, da das andere Ei wohl die Fahrt nicht überstanden hatte, ein Bein abgespreizt hatte. Ich habe dann im Internet-Taubenschlag die Frage gestellt, was man machen kann und es wurde mir geraten die Beine zusammen zu binden. Also hab ich den Faden um den normalen Fußring gebunden, auf das andere Bein einen Erkennungsring aufgezogen und den Faden dann dort zusammen gebunden. Hoffentlich wird es noch etwas. Die Jungtaube stammt aus eine Sohn des Olympiade von August Janssen mit einer Vollschwester des Blue Dream von August Wouters. Sollte es einigermaßen etwas werden, die Taube aber vielleicht nicht unbedingt für die Reise zu gebrauchen sein, dann bleibt sie sofort im Zuchtschlag.
Die Witwervögel haben heute das Konditionspulver über das Futter bekommen. In diesem Jahr habe ich übrigens bisher noch keinen Konditionssirup von Fernand Marien besorgen können. Vermutlich geht es auch ohne....
Die Witwerweibchen hatten heute Fastentag. Da ich noch keine gute Gerste bekommen konnte, haben sie zuletzt über die Woche immer sehr knapp eine Zuchtmischung bekommen. Jetzt habe ich endlich wieder einen Sack sehr gute Gerste und die bekommen sie dann bis Donnerstags. Dann wird zum Wochenende aufgefüttert, damit sie in Stimmung kommen.

08.05.11
Der zweite Preisflug brachte heute eine gewaltig hohe Fluggeschwindigkeit der Tauben. In der Spitze mit mehr als 1.800 m/min. Das ist man auf der Südostrichtung nicht gewohnt. Ich hatte schon früh mit Tauben gerechnet, aber als ich gerade die ersten Jungtiere der zweiten Zucht absetzte, wurden die Witwerweibchen unruhig und bei einem Blick in den Schlag sah, ich wie unser 08-149 einsprang. So früh hatte ich die Tauben dann doch nicht erwartet.
Aber was heißt schon früh?! Wir fangen dieses Mal erst mit dem 90.Konkurs an. Trotzdem sind wir am Ende mit einem Ergebnis von 37/19 natürlich zufrieden. Und unsere Vorbenannten für die RV-Meisterschaft des Verbandes kamen auch recht flott als 1. 3. 5. und 7. Taube. Leider fehlt heute abend mit dem 10-684 ein Jähriger. Er stammt vom Schlag unserer RV-Meister Heinz & Jens Reinecke. Der Nestbruder 685 fliegt heute seinen zweiten Preis. Ich hoffe er kommt morgen früh noch.
In der Preisliste ist schon zu erkennen, wie der Wind die Preise verteilt. Im vorderen Bereich der RV haben wir auch einige sehr gute Schläge, aber bei diesen hohen Fluggeschwindigkeiten haben diese doch Mühe ihre Preise zu machen, weil die Tauben fast alle überfliegen.
Die Witwer wurden heute sehr schnell wieder getrennt, weil Vater einen Termin hatte und ich zum Dienst musste. Dann muss es halt mal hopplahopp gehen. Anschließend erhielten sie flüssige Hefe mit Mineralpulver und über das Wasser Avidress. Das war alles. Sie erhalten morgen abend wieder Freiflug. Heute bei der Rückkehr, als 11 Tauben da waren, erschien der Habicht am Himmel und mehrere Tauben flogen fünf bis sechs Minuten lang mit Tempo vom Schlag weg. Ich dachte schon sie wären damit alle aus den Preisen gefallen, aber es ist noch gut gegangen. Der 10-988 - ein originaler von Dirk de Beer - kam erst am Nachmittag und erhielt dann heute abend von mir noch kurz sein Weibchen zu sehen. Ab morgen früh geht dann der normale Rhytmus wieder los.
Ach ja nochwas: wenn ich höre, dass ein überragender Schlag in unserer RV in dieser Woche gleich mehrere Tauben mit Schieffliegersymptomatik zu beklagen hatte - wohlgemerkt eine Woche mit bestem Wetter und nicht übermäßig viel Wind - dann stelle ich mir doch die Frage, was dort mit den Tauben angestellt wird. Tauben, die derartig trainieren, dass sie sich am Haus solche Verletzungen bei besten Wetterbedingungen zuziehen, werden meiner bescheidenen Ansicht nacht - bei Respekt vor aller Leistung und allen Erfolgen - nicht so geführt, wie man seine Tauben führen sollte. Ich weiß nicht, wie man es anstellt, dass die Tauben so scharf trainieren, aber ob das auf Dauer richtig ist, ist eine Frage, die man sich mal grundsätzlich stellen sollte. 

07.05.11
Die Tauben wurden heute zum zweiten Preisflug ab Schweinfurt eingesetzt. Wir haben 37 Vögel an den Start gebracht. Mal sehen wie sie sich morgen zeigen. Der Wind weht wieder von hinten. Letzte Woche eher östlich, diese Woche eher südlich. Insgesamt ist sowieso auffällig, wenn man sich die Preisten der letzten Woche und die heutigen Ergebnisse ansieht, dass einige Züchter, die bei anderen Winden teilweise sehr gut reisen, mächtig auf dem Bauch liegen. Behaupte also niemand, dass der Wind keinen Einfluss hat. Andererseits: das macht es ja auch spannend. Häufig gleicht es sich über die Reisesaison doch annähernd wieder aus. Aber man weiß nie...
Gestern abend auf dem Heimweg von der Arbeit, gegen 21.15 Uhr, hatte ich einen Kabinenexpress samt Hänger aus einer RV des Regionalverbandes 250 vor mir. Ein tolles neues Fahrzeug, schön lackiert und mit der notwendigen Werbung für einen Sponsor versehen. Eigentlich alles gut. Aber ich werde nie verstehen, warum wir Brieftaubenzüchter auf diesen tollen Fahrzeugen nicht mehr Werbung für uns selbst machen. Da sind dann nur auf der Rückseite ein oder zwei (schwer erkennbare) Brieftauben angebracht und darunter ein Schrifzug "RV "XYZ" e.V." - so als wisse ein vorbeifahrender LKW- oder PKW-Fahrer dann, was eigentlich RV bedeutet. Vielleicht Reiterverein oder etwas in der Art. Es sollte doch das mindeste sein, dass auf einem Kabinenexpress der Schriftzug "Brieftaubenreisevereinigung XYZ" zu lesen ist. Aber mit Werbung in eigener Sache hatten wir es ja noch nie im Taubensport.

06.05.11
Wir sind heute das Risiko eingegangen und haben die Witwer vormittags herausgelassen. Mit dem Ergebnis, dass der Habicht bereits über den Tauben war, als noch gar nicht alle den Schlag verlassen hatten. Er war allerdings auf ein anderes Beutetier konzentriert, flog zunächst vorbei und kam nachher noch einmal in nicht sehr großer Höhe in die Nähe des Schlages. Ein Schuss mit der Schreckschusspistole hat ihm wohl nicht so gefallen und von da an war er nicht mehr zu sehen. Die Vögel hatten eine Stunde Freiflug, dann ging es zurück in den Schlag. Als Ergebnis dieses Versuchs kann man nun sagen, dass der Habicht hier ganz in der Nähe sitzt und die Tageszeit egal ist, an der wir den Tauben Freiflug geben. Er kommt sowieso. Nachbar Heinz hatte gestern erneut einen Verlust zu beklagen. Der zweite Witwervogel in dieser Woche.
Die Vögel haben nach dem Hereinkommen ein paar Sämereien in der Zelle bekommen und über das Futter, schwach dosiert, Flüssige Hefe mit Mineralpulver. Wir füttern allerdings nach der gabe des Futters welches behandelt worden ist, noch einmal mit purem Futter nach und es ist schon auffällig, dass einige Vögel dann doch noch einmal gut fressen.
Heute werde ich eine Keimprobe unseres Futters ansetzen. Nachdem man zuletzt vermehrt hörte, dass die Firma Ovator bei ihren Premiummischungen größere Lieferschwierigkeiten aufgrund von Qualitätsmängeln hatte, wollen wir auch unser Beyers-Futter einmal testen. Optisch ist es allerdings sehr gut und wird auch gut aufgenommen von den Tauben. Aber sicher ist sicher. Die Probleme der Firma Ovator waren mir schon seit längerem über Dirk de Beer bekannt, der mir erzählt hatte, dass in Nordeutschland mehrere Züchter ihr Ovator-Futter zurückgehen lassen hatten. Da fällt mir übrigens ein: der Weizen in den Beyers-Zuchtmischungen scheint auch nicht unbedingt von erstklassiger Qualität zu sein. Er wird von den Tauben gerne liegen gelassen....und gleiches fiel mir bei meinem Besuch bei Dirk, der auch die Beyers-Olympia-Mischungen füttert, auch auf. Im Grunde genommen ist es ein Witz, dass die Futterpreise ständig steigen, aber die Qualität teilweise wirklich schlecht ist! Aber inzwischen wird ja Getreide vermehrt für unsere Autos gebraucht. Dafür wird die Qualität sicher reichen.
Aktuell befinden sich in der Presse wieder einige schöne Artikel über den Taubensport. Sehr spaßig ist beispielsweise ein Bericht in der österreichischen Zeitung "Der Standard" über Privatkliniken in unserem Nachbarland. Hier liest man u.a. folgendes:
"Zu den bizarrsten Erfahrungen gehört jener Urlauber, der in Deutschland einen Autounfall erlitt. Mit an Bord: Eine Kiste mit zwölf Brieftauben. Tagunoff: "Die Kiste wurde ordentlich durcheinandergewirbelt, der Taubenbesitzer war sehr besorgt, um seine wertvollen Vögel." Der vor dem "Heimflug" herbeigerufene Arzt verlangte zehn Euro pro untersuchtem Tier. Der Mann war offenbar seinen Preis wert - bei einer der Brieftauben wurde tatsächlich eine Gehirnerschütterung festgestellt."
Ansonsten wird in der Presse jetzt allerorten über den Saisonstart bei den Tauben berichtet. Schön z.b. dieser Beitrag vom Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag:
www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein/artikeldetail/article/111/brieftauben-sind-8217was-besseres.html

05.05.11
Auf Freiflug der Vögel wurde am Abend verzichtet. Sie wollen sowieso nicht heraus. Mein Vater kriegt es an den Nerven, wenn er die Vögel aus dem Schlag treiben muss. Stattdessen haben wir sie am Morgen auf 35 KM weggebracht. Auf die Dauer ist das aber alles kein Zustand. Den Tauben fehlt es doch an Selbstvertrauen, wenn ständig ein Greifvogel hinter ihnen her ist. Sie fliegen wohl am Haus, aber die Hälfte ist doch Angstfliegen...so werden wir natürlich dauerhaft keine guten Ergebnisse erzielen können. Aber es ist einem doch auch absolut zuwider, die Tauben aus dem Schlag zu jagen, wo sie genau wissen, dass draußen wieder der Habicht lauert und wenn sie dann auf dem Ausflug schon einen halben Meter hoch springen, wenn nur eine Schwalbe über den Schlag segelt. Durch die vielen Habichtsangriffe und den Schichtdienst etc. ist ein richtig geregelter Reisebetrieb über 14 Wochen kaum machbar. Zumindest wenn sich der Greifvogel nicht langsam vom Acker macht. Auf den kommenden Flug am Sonntag sehe ich jedenfalls nicht sonderlich optimistisch.

04.05.11
Heute ist, zusammen mit der neuen Ausgabe der Brieftaubensport-International, der Zuchtkatalog von Rainer Püttmann eingetroffen. Vorweg muss man sagen: die Qualität dieses Katalogs ist erstklassig!! Sowas bekommt man nicht alle Tage.
Und auch viele Tauben, die dort präsentiert werden, sind sicherlich erstklassig. Da braucht man nicht drumherum zu reden. Trotzdem wollen mir einige Dinge nicht so wirklich in den Kopf. Dass eine Jungtaube aus absoluten Assen wie dem "Super-Dohmen 100" oder dem "Hurrican 51" 1.500 Euro kosten soll, ist für mich bei der derzeitigen Marktentwicklung im Brieftaubensport noch nachvollziehbar. Qualität hat ihren Preis - auch wenn sich noch herausstellen muss, ob man dann auch wirklich eine gute Taube gekauft hat. Aber die Abstammung zeigt zunächst einmal, dass leistungsmäßig die Voraussetzungen ein As gekauft zu haben, durchaus vorhanden sind.
Was mich am Püttmann-Katalog stört ist die Preisentwicklung in der "unteren Kategorie". Es ist doch verrückt für "Enkel X mal Enkelin Y 300 Euro auf den Tisch zu blättern. Zweifelsohne befinden sich in den Abstammungen dieser Tauben auch wirklich gute Tauben, aber man muss sich immer bewusst sein: man kauft für 300 Euro einen Urenkel von einem Ausnahmevererber. Zieht man daraus Junge, dann sind das schon Ururenkel. Und über drei oder vier Generationen ist dann bei diesen Tauben oftmals keine Reiseleistung mehr vorhanden und dokumentiert. Ich will nicht sagen, dass man da nicht auch die ein oder andere gute Taube erwerben kann, aber die Wahrscheinlichkeit scheint mir doch nicht mehr sonderlich groß - und dann dieser doch recht happige Preis. Ich weiß nicht, ich weiß nicht...
Auf unserem Zuchtschlag sitzt eine Tochter des 1009 von Günter Prange (siehe Paar 2931 X 1440). Wenn ich Jungtauben aus diesem Paar verkaufen wollte und die Maßstäbe von Herrn Püttmann anlegen wollte, dann müsste ich 250 bis 300 Euro pro Jungtaube nehmen. Das erscheint mir dann doch etwas zu hoch gegriffen. Nun haben wir nicht den Namen wie Herr Püttmann und auch nicht so einen schönen Katalog....aber entscheidend ist doch die Qualität der Tauben und die Abstammung. Und da wäre mir doch etwas unwohl solche Summen zu verlangen. Aber wenn es der Markt hergibt....Man sollte Herrn Püttmann da keinen Vorwurf machen. Scheinbar hat er ausreichend Käufer auch bei diesen Preisen. Die Züchter sollten sich aber immer bewusst sein, was sie da kaufen und dass oft über zwei oder drei Generationen schon keine Taube mehr den Korb gesehen hat. Das ist schon immer ein Risiko. Trotzdem ist der Katalog natürlich eine echte Pracht und wenn ich das nötige Kleingeld hätte, dann würde ich sicher auch mal in ein Kind eines echten Toppers investieren.
Nachbar Heinz berichtete übrigens heute, dass der gestrige Habichtangriff ihn nun die achte Taube in diesem Frühjahr gekostet hat. Wir haben nicht beobachten können, wann und wo der Habicht zugeschlagen hat. Vielleicht sitzt die Taube auch immernoch verängstigt irgendwo herum. Dass eine Taube gegriffen wurde war unter unserer Beobachtung jedenfalls nicht zu sehen. Aber schlimm ist das ohnehin, wenn eine fehlt.

03.05.11
Eigentlich wollte ich hier heute ein anderes Thema kurz behandeln, aber eine erneute Greifvogelattacke auf unsere Witwer hat mir die Lust genommen groß etwas zu schreiben. Zwar hat der Habicht keinen Vogel erwischt, aber die Tauben hatten natürlich wieder entsprechend Angst. Es verwundert nicht, dass sich das Herauslassen so schwierig gestaltet. Sie wissen genau wer draußen auf der Lauer liegt. Zwischenzeitlich flog der Schwarm, also unsere und die Tauben unseres Nachbarn so dermaßen hoch, wie ich es noch nie gesehen habe. Sie versuchen halt über die Flughöhe ihres Fressfeindes zu kommen. Komischerweise blieben die Jungtauben am Nachmittag verschont, aber vermutlich sitzt das Vieh weiter weg und sieht bei diesem klaren Wetter nur den Schwarm der Witwer aus der Entfernung ziehen.
Unsere beiden schwulen Witwer liegen weiter den ganzen Tag zusammen in der Ecke. Wir wollen einfach sehen wie sich das entwickelt. Am Samstag machten jedenfalls beide Vögel Preis. Aber das wird sicher nicht von Dauer sein. Es ist einfach ein Experiment.
Nachts ist es ja derzeit saumäßig kalt und das merkt man auch am Appetit der Tauben. Sie haben schon ordentlich Kohldampf. Aber sie kriegen dann natürlich auch immer satt zu fressen. Hungrige Tauben gehen gar nicht!
Etwas merkwürdig verhält sich dieses Jahr unser 24 - letztes Jahr unser bester Jähriger. Er hat eine Zelle unten in der Ecke. Aber er zieht es seit einiger Zeit vor immer mal wieder mitten auf dem Schlag zu liegen und zu schlafen. Geht ein Vogel in seine Zelle schmeisst er ihn heraus, um sich anschließend wieder in die Schlagmitte zu begeben. Bisher konnten wir noch nicht ausmachen, was der Grund für das Verhalten ist. Wir werden es weiter beobachten.

02.05.11 Leider ist der einzige fehlende Jährige vom ersten Preisflug, der 200, noch nicht wieder heimgekehrt. Aber wir hoffen natürlich, dass er noch wieder zurückkommt in den nächsten Tagen. Der Vogel war schon während der Freiflüge beim Haus sehr auffällig - vermutlich ist er sehr, sehr weit drüber geflogen.
Nachdem die Jungtauben von etwa mittags bis 16.30 Uhr offen waren und sich draußen bewegen konnten, hatten dann ab 17.15 Uhr die Witwer für etwa eine Stunde Freiflug. Sie gehen immer noch nicht so gut aus dem Schlag, wie wir das kennen. Man merkt ihnen an, dass sie immernoch schreckhaft sind, wenn sie den Schlag verlassen sollen oder wollen.
Heute wurde mir mitgeteilt, dass unser nächster Preisflug nicht wie vorgesehen erneut ab Schweinfurt, sondern ab Forchheim stattfindet. In Schweinfurt hat es wohl Probleme mit dem zertifizierten Auflassplatz gegeben, der nicht zu benutzen war. Der Kontaktmann vor Ort hat unserem Fahrer dann einen anderen Platz zugewiesen.
Unser Freund Dirk de Beer hat gestern wieder ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Beim Preisflug ab Hamm macht er 84/49 Preise beginnend mit dem 3.4. und 7. Konkurs gegen 2470 Tauben. Besonders erfreulich: der 132 (Vater unserer 589 - siehe Zuchttauben) fliegt mit dem 4.Konkurs erneut einen Spitzenpreis. Vor ihm war im Schlag von Dirk nur die 28 - Vollschwester zur Olympiatäubin 147 und Mutter unseres 590 mit dem 3.Konkurs. Die ersten vier Tauben bei Dirk waren allesamt für die RV-Meisterschaft des Verbandes vorbenannt. Ein tolles Ergebnis!
Beim genaueren Durchblättern der "Duif" vom letzten Donnerstag bin ich auch noch auf ein weiteres hervorragendes Ergebnis aufmerksam geworden: Tierarzt Fernand Marien, von dem wir ja das Mineral- und das Konditionspulver beziehen erzielt am 24.04. beim Preisflug ab Noyon gegen 1108 jährige Tauben den 1.2.8.9.10 usw. Konkurs und beim gleichen Wettflug gegen 853 alte Tauben den 2. und 8. Konkurs. Hut ab!


01.05.11
Einer der beiden gestern abend noch fehlenden Jährigen ist bereits um 8.40 Uhr heimgekehrt. Sehr schön!
Nun ist der erste Preisflug also geschafft. Wie erwartet wurde es für die Tauben nicht ganz einfach. Bedingt durch den recht starken Rückenwind kamen die Tauben im Prinzip von Beginn an aus dem Westen wieder zurück. Gerade für die Jährigen ist das nicht ganz leicht, denn sie neigen ja häufig dazu weit zu überfliegen. Dieses Überfliegen merkte man schon während des Konkurses sehr deutlich. Immer wieder gab es für einen Flug von "nur" gut 200 Kilometern recht untypische Pausen. Zwar hatten wir binnen 12 Minuten 13 unserer 38 Vögel daheim, doch dann gab es eine Pause von 9 Minuten für uns, in der gar keine Tauben kamen. Erst danach kamen sie dann wieder recht regelmäßig. Sehr erfreulich ist allerdings für uns, dass diese 13 Tauben doch recht früh ihre Preise machen und nur unsere beiden RV-Meister der letzten Saison, die Schlaggemeinschaften Bürger/Cramer und Heinz & Jens Reinecke ihre Tauben noch schneller bekamen. In Anbetracht der Tatsache, dass uns diese Züchter vom Leistungsvermögen sicher noch ein Stück voraus sind, können wir mit 19 Preisen und somit 50 Prozent Reiseleistung zum Saisonauftakt sicher zufrieden sein. Alles weitere wird sich im Verlauf der Saison zeigen.
Ein wenig schade ist, dass unsere beiden besten Jährigen des letzten Reisejahres, der 24 und der 50, sich dieses Mal nicht in der Preisliste platzieren konnten. Beim 24 hatte ich das allerdings schon erwartet, denn er war auch auf den Vorflügen zwei Mal spät dran. Der Ostwind ist scheinbar nichts für diesen Vogel. Der 50 fällt knapp aus den Preisen. Erfreulich hingegen unser Jähriger 202. Er war schon unter der Woche in sehr guter Verfassung und zeigte das dann auch, indem er als erste Taube kam. Er segelte allerdings zwei Minuten um das Haus bis zwei weitere Vögel eingetroffen waren und lief dann als zweiter über die Antenne.
Die Vögel verblieben nach der Rückkehr für etwa zwei Stunden bei ihren Weibchen und wurden danach getrennt. Fütterungstechnisch wurde nach Plan vorgegangen, d.h. Mineralpulver mit flüssiger Hefe und über die Tränke Avidress mit Tollyamin. Damit dürften die Tauben schnell regenerieren.
Interessant ist ja um diese Zeit auch immer der Blick in die Preislisten anderer Reisevereinigungen. Leider hat der mehrfache deutsche Meister Wolfgang Röper zu Saisonbeginn ein Debakel erlebt. Auch er ist stark wie nie von der Greifvogelplage betroffen und hat schon in der Saisonvorbereitung mehrere Tauben durch den Greifvogel verloren. Dieses Mal erwischte es ihn direkt bei der Rückkehr der Tauben vom Preisflug. Eine Taube wurde gegriffen, die weiteren flogen und flogen vor Angst um das Haus und kamen dann zu spät, praktisch alle zusammen, in den Schlag. Es reichte für Wolfgang dadurch nur noch für vier "Schwanzpreise" in der Liste. Vor solchen Dingen ist also auch ein Ausnahmezüchter wie Wolfgang Röper nicht sicher. Man kann ihm nur die Daumen drücken, dass es irgendwann besser wird mit der Greifvogelplage.
Die Schlaggemeinschaft Kessel aus Dormagen (siehe Abstammung unserer 1162 bei den Zuchttauben) hatte schon ihren zweiten Preisflug in der RV Nievenheim und erzielte mit 80/53 beginnend mit dem 6. 7. und 18. Konkurs ein sehr gutes Ergebnis, nachdem man bereits in der Vorwoche mit 80/45 beginnend mit dem 4.5. und 16.Konkurs geglänzt hatte.
Auch den Kessels wünschen wir für die weitere Reise natürlich viel Erfolg.
Heute ist für die Tauben erst einmal Regeneration angesagt. Eventuell erhalten sie am Abend etwas lockeren Freiflug.

Ach...und nochwas: Deutscher Meister ist nur der BVB !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!  


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