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Samstag, 09.05.2026
Sascha am 09.05.2026 um 04:59 (UTC)
 Heute am späten Nachmittag setzen wir unsere Tauben zum dritten Preisflug ab Lauf an der Pegnitz ein. Das Wetter sollte morgen gut werden. Heute sind ist das Wetter ebenfalls prima und die meisten Kabis sind heute schon unterwegs und stehen an ihren Auflassorten.
Unsere Witwervögel haben gestern abend noch ordentlich trainiert und sie fressen derzeit auch sehr gut und mit großem Appetit. Die Form scheint gut zu sein, aber ob es dann auch morgen für ein gutes Ergebnis reicht weiß ich schlecht einzuschätzen. Insgesamt denke ich allerdings dass die Tauben gut vorbereitet sind.
Gestern gab es noch einmal eine Meldung unseres Verbandes über das Auftreten der Newcastle-Krankheit bzw. Paramyxo-Infektionen im Land Brandenburg. Dort dürfen aktuell leider keine Tauben eingesetzt oder aufgelassen werden. Besonders das Verbot des Einsetzens ist für die betroffenen Sportfreunde und RVen dort selbstverständlich eine Katastrophe. Auflässe kann man so organisieren, dass man die Starts auf Auflassorte ausserhalb des Landes Brandenburg verlegt. Aber wenn das Einsetzen nicht möglich ist, dann hat mein ein echtes Problem.
Das ganze Dilemma zeigt sich heute dann aber auch darin, dass heute nun Kabis am Rand von Brandenburg, also im Bundesland Berlin beispielsweise zum Auflass stehen. Berlin liegt mitten in Brandenburg und dort kann man dann starten, in Brandenburg selbst aber nicht. So ist es leider im deutschen Behördendschungel.
Was aber v.a. als Lehre aus der aktuellen Situation für uns Brieftaubenzüchter bleiben sollte ist, dass man sich darum kümmert, dass der eigene, gesamte Bestand gegen Paramyxo geimpft ist und die Impfung auch jährlich wiederholt wird. Darüber hinaus ist es wirklich wichtig darauf zu achten, dass hinzugeholte Tauben entweder bereits geimpt sind oder aber sofort geimpft werden.
Ein Sportfreund berichtete mir in dem Zusammenhang gestern, dass seine Jungtauben Anzeichen der sogenannten Jungtierkrankheit zeigen. Er hatte sich auch vor einiger Zeit einige Jungtiere von anderen Schlägen geholt und er hat die gesamte Jungtaubenmannschaft dann am vergangenen Wochenende impfen lassen gegen PMV/Rota. Nun fielen mehrere Jungtiere durch schlechten Kot und etwas apathisches Verhalten auf. Interessanterweise hatte ich am Tag zuvor noch mit Dr. Dennis Rubbenstroth, der ja immernoch zur Jungtaubenkrankheit forscht, genau über solch einen Fall aus früheren Jahren, der mir bekannt ist, gesprochen. Es steht zu vermuten, dass durch das Zusammenführen der Jungtauben aus verschiedenen Beständen unterschwellig Infektionen in den Bestand getragen werden und dann in einen latent infizieten Bestand hinein geimpft wird und es dann zu Erkrankungsfällen kommt.
Die Impfung bietet da durchaus einen guten Schutz und wenn man relativ zeitnah zur Anpaarung auch die Zuchttauben gegen PMV/Rota (besonders die Zuchtweibchen) impft, dann hat man über die Weitergabe der Antikörper über das Ei eine recht große Wahrscheinlichkeit, dass man die sogenannte Jungtaubenkrankheit nicht in seinem Bestand beklagen muss.
Unsere Jungtauben der ersten Zucht sind bereits ein Mal gegen PMV/Rota geimpft. Sobald die letzten Jungtiere der zweiten Zucht abgesetzt sind wird die erste Runde das zweite Mal geimpft und gleichzeitig auch die zweite Zucht. Diese zweite Impfung wird dann drei Wochen später auch nochmals wiederholt. Mit diesem Vorgehen sind wir die letzten sieben Jahre hervorragend gefahren und hatten keine Jungtaubenkrankheit im Bestand. Und ich kann sagen dass wir einer der ersten Schläge, wahrscheinlich sogar der erste Schlag waren, der in Deutschland überhaupt gegen die Jungtierkrankheit geimpft hat.
Diese Impfungen gegen Paramyxo und Rota sind wichtiger als alle anderen Impfungen, denke ich. Wer obendrein noch gegen Salmonellen impfen will oder Pocken, der macht da sicherlich auch einiges richtig. Weitere Impfungen wie Paramyxo-Herpes-Adeno (PHA) oder Circoviren oder Mycoplasmen und was es da sonst noch alles so gibt, erscheinen mir allerdings weitgehend nutzlos und überflüssig.
 

Donnerstag, 07.05.2026
Sascha am 07.05.2026 um 18:03 (UTC)
 Am kommenden Sonntag steht nun schon der dritte Preisflug der Saison auf dem Programm. Für uns geht es nach Lauf an der Pegnitz. Es ist der erste 300-Kilometer-Flug des Reisejahres geplant. Wenn die Saison ein Mal läuft, dann geht es alles so schnell. Die Zeit rennt. Die Tage sind neben Arbeit und Familie jetzt wirklich gefüllt mit der Beschäftigung mit den Tauben. Die Zuchttauben und die Witwerweibchen müssen versorgt werden, am Wochenende setze ich die zweite Runde Jungtiere ab, die erste Runde Jungtauben hat Freiflug und muss wieder hereingerufen werden, dann gehen die Witwervögel in den Freiflug und werden anschließend gefüttert. Obwohl ich mich aktuell gar nicht viel mit den Reisetauben beschäftige - das müsste eigentlich etwas mehr sein - geht doch für das Hobby eine Menge Zeit drauf. Da spielt es auch am Ende kaum eine Rolle wieviele Tauben man in den einzelnen Abteilen hält. Füttern ist füttern, Sauber machen ist sauber machen und die Tiere beim Freiflug beobachten bleibt auch gleich ob 20, 40 oder 80 Tauben in der Luft sind. Letztlich hätte ich gerne noch etwas mehr Zeit um mich mit den Tauben individuell etwas mehr zu befassen, aber das ist nicht drin. Wenn aber dann zumindest die Gefahr durch die Greifvögel aktuell abgenommen hat, dann macht es bei allem Stress einfach auch Spaß mit den Tauben - unabhängig von den Ergebnissen auf den Preisflügen. Das einzige was mich stets stört sind die Verluste auf den Flügen. Daran werde ich mich nie gewöhnen.
Vom Flugverhalten denke ich, dass unsere Witwervögel insgesamt sehr gut in Form sind. Sie trainieren sehr ausdauernd und fliegen auch mit gutem Tempo und auch das Benehmen im Schlag wird nun zusehends besser. Sie wirken dann ruhiger und selbstbewusster. Ein jähriger Vogel ist immernoch sehr ängstlich beim Herauslassen. Ich weiß aber nicht wie ich seine Nervosität abstellen kann. Er ist auf den beiden Preisflügen auch jeweils sehr spät wieder gekommen. Ich hoffe dass er die nächsten Flüge einfach übersteht und wiederkommt und dann mit der Zeit ruhiger wird. Aber es besteht leider auch immer die Gefahr dass so eine Taube schnell verloren geht.
Auch am kommenden Sonntag scheinen unsere Tauben wieder leichten Rückenwind aus östlichen Richtungen zu bekommen. Mir gefällt das nicht, aber ich kann es auch nicht ändern. Die Fütterung verändere ich deswegen nicht. Ich halte mich da weiterhin an den Plan der Firma Matador und die Tauben bekommen auch immer satt zu fressen. Die Saison ist lang und irgendwann kommen auch Flüge, die den Tauben deutlich mehr abverlangen als die bisherigen Rückenwindflüge und dann kann ich nicht plötzlich damit anfangen die Tauben "aufzufüttern". Was ich auf aber auf jeden Fall schon feststellen kann in diesem Jahr: das Futter wird ausgezeichnet gefressen. Es bleibt nichts liegen und die Tauben sortieren keine Körnersorten aus. Das ist für mich ein Zeichen dass die Qualität des Futters stimmt.

 

Mittwoch, 06.05.2026
Sascha am 06.05.2026 um 18:19 (UTC)
 Zu meiner Freude und Überraschung haben die ersten Aufenthalte unserer Jungtauben im Freien bisher gut funktioniert. Gestern abend, als ich vom Spätdienst kam, waren alle Jungtiere wieder im Schlag. Auch heute nach dem Freiflug waren bis auf eine Jungtaube alle wieder drin. Das eine Jungtier saß eben in der Nähe der Ausflüge unserer Witwer auf dem Dach und als ich rief wollte es mich im Garten anfliegen. Die Ausflüge sind noch geöffnet und "auf Fang" sodass sie einspringen kann. Vielleicht bringt sie auch eine Nacht im Freien zu. Aber morgen wird sie dann sicherlich irgendwann hereinkommen.
Heute hat es hier den ganzen Tag über geregnet. Für die Natur ist das nach dem trockenen April sicherlich gut. Unsere Witwervögel hat der Regen nicht gestört und sie haben am Abend fast auf die Minute genau eine Stunde im leichten Regen geflogen. Das hat mir sehr gut gefallen nachdem sie gestern aus Zeitgründen keinen Freiflug bekommen hatten. Wenn ich arbeiten bin werden sie weiterhin zu einer Mahlzeit über die elektrischen Futterautomaten versorgt und das gefällt mir weiter prima. Pünktlich auf die Minute bekommen sie ihr Futter und diese Regelmäßigkeit ist, so denke ich, doch gut für die Tauben. Nach dem Freiflug füttere ich sie dann aus der Hand im gemeinsamen Trog und später bekommen sie dann noch eine Kleinigkeit in ihren Zellennäpfen. So sind sie etwas zahmer und bekommen auch mehr Bindung an ihr Revier.
Ich füttere in diesem Jahr, darüber hatte ich bereits geschrieben, die Mischungen der Firma Matador. Bei Youtube gibt es nun ein Interview, dass der niederländische Sportfreund Falco Ebben (Pigeon Pixels) mit Willen Mulder geführt hat, zu sehen. Willem Mulder hat für die Firma Matador viele Futtermischungen entwickelt. U.a. auch jene Mischungen, die wir in diesem Jahr wieder hier verwenden. Das Interview ist wirklich interessant. Allerdings ist es auf niederländisch geführt. Man kann es sich aber mit Untertiteln verständlicher gestalten, Hier geht es zu diesem Interview:

In gesprek met Willem Mulder: ‘Het driefasensysteem is ontstaan in de praktijk’
 

Dienstag, 05.05.2026
Sascha am 05.05.2026 um 14:06 (UTC)
 Über positive Rückmeldungen zu unseren abgegebenen Tauben freue ich mich immer sehr. Nachdem Sportfreund Thorsten Bornhoff am vorletzten Wochenende einen ersten Konkurs in der Fluggemeinschaft gegen mehr als 3.000 Tauben mit einem Sohn eines Vogels geflogen hat, den er von uns erhalten hatte, erhielt ich nun auch wieder schöne Ergebnisse vom zurückliegenden Wochenende berichtet.
Der Sportfreund Markus Kempkensteffen fliegt den 1. Konkurs in der RV Gütersloh und Umgebung gegen 1.400 Tauben (gleichzeitig der 5. Konkurs in der Fluggemeinschaft fgegen mehr als 5.000 Tauben) . Der Siegervogel stammt aus einer Täubin, die wir selbst bei uns als Jungtier gereist haben und die Markus dann von uns bekommen hat. Die Täubin ist ein Halbgeschwister zu dem Vogel aus dem Thorsten seinen Siegervogel gezüchtet hat.
Am vergangenen Freitag fand außerdem der Endflug beim Algarve Great Winter Race statt. Das ist ein One-Loft-Race in Portugal und das Finale ging für die Tauben über eine Distanz von 540 KM. Zu Beginn waren dort mehr als 2.000 Tauben am Start und zum Endflug wurden noch mehr als 1.300 Tiere eingesetzt. Der Sporfreund Michael Kemper belegt dort mit einer Täubin abschließend den 12. Platz in der As-Tauben-Wertung über alle sieben Preisflüge von 120 bis 540 KM. Seine Täubin konnte sich auf allen sieben Flügen in den Preisen platzieren. Er hat sie gezüchtet aus seinem Stammvogel, den er gepaart hat an eine Täubin aus unserem Zuchtschlag, die wiederum eine Halbschwester zu den beiden oben beschriebenen Tauben ist. D.h. innerhalb von nur zwei Wochen fliegen drei Kinder aus Halbgeschwistern aus unserem Schlag so schöne Ergebnisse ein. Das freut mich wirklich außerordentlich für diese Sportfreunde.
In unserem Schlag versuche ich nun endlich den Jungtauben der ersten Zucht Freiflug zu geben. Aufgrund der Greifvogelsituation geschieht das aktuell etwa drei Wochen später als in anderen Jahren. Da vor unserem Jungtierschlag kein Gewöhnungskäfig o.ä. angebracht ist und die Jungtiere nur durch das Dachfenster schauen können tun sie sich recht schwer damit wieder in den Schlag zu gehen und einige Tiere fliegen auch direkt hoch und man sieht sie dann eine Weile nicht mehr. Ich bin gespannt wie viele nach einer Woche Freiflug schließlich noch da sind. Hätten wir die Möglichkeit die Tiere in einer Voliere zu gewöhnen wäre das etwas einfacher, aber das geht auf unserem Hausboden leider nicht. Es muss nun in diesem Jahr so gehen und wenn die Tiere ein bisschen Grips im Kopf haben, dann werden sie sich schon irgendwie wieder einfinden. Das hoffe ich zumindest.

 

Montag, 04.05.2026
Sascha am 04.05.2026 um 16:36 (UTC)
 Vor einiger Zeit habe ich hier einmal über den völlig unsinnigen Beschluss der Mehrheit der Züchter im Regionalverband 410 geschrieben, nach dem man bereits zur Altreise mit den Tauben von der Südost- auf die Südwestrichtung wechseln wollte. Noch die Jungtauben hatte man im vergangenen Jahr auf Südost gereist. Jetzt sollten die gleichen Tiere von Südwesten geschickt werden. Schon beim zweiten Preisflug des Jahres, den man auch noch als Regionalflug bestritten hat mit gemeinsamem Auflass und dass schon um 7.30 Uhr am Samstag morgen konnte man schließlich sehen, was bei diesem Unfug herauskommt. Bei Entfernungen von um die 200 KM und Fluggeschwindigkeiten von über 1600 m/min in der Spitze betrugen die Konkurszeiten um die eine Stunde oder deutlich mehr in den einzelnen RVen. Teilweise endeten die Konkurse mit knapp über oder sogar unter 1.000 m/min. Man kann nur hoffen, dass viele Tauben über den Samstag und Sonntag noch nach hause gekommen sind. Ich weiß es nicht. Aber dass in der heutigen Zeit noch solche Beschlüsse gemacht werden - da kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen.
Ich schaue mir, wenn ich Zeit habe, auch immer gerne alle möglichen Preislisten an. Im Regionalverband 402 gab es einen ganz seltsamen Flugverlauf ab Rüdenhausen (ca. 260 KM). Bei gleichzeitigem Auflass gab es in der einen RV Konkurszeiten von 20 Minuten, in der anderen von 30 oder 40 Minuten und in einer RV sogar von einer Stunde und 20 Minuten. Zumindest aus der Ferne betrachtet ist das so gar nicht zu erklären.
Interessant ist auch was aus dem Wechselparagraphen und den strengeren Richtlinien unseres Verbandes zu RV-Wechseln etc. geworden ist. In allen möglichen Regionen sind Züchter von der einen in die andere RV gewechselt ohne dass es dafür wirklich erkennbare Gründe gab bzw. gibt. Schaut man genauer hin, dann ist es in deutlicher Mehrheit oft nur ein Wechsel von einer kurzen Vermessung in eine lange Vermessung. Bei den heutigen oft hohen Fluggeschwindigkeiten liegt man zumindest in der Mehrheit mit einer langen Vermessung etwas günstiger und das versuchen in jedem Jahr einige Sportfreunde zu nutzen. Mir ist das letztlich inhaltlich weitgehend gleichgültig, aber wenn unser Verband schon neue Statuten erlässt, dann sollte man sie doch zumindest annähernd umsetzen. Aber wie ich auch da früher schon einmal schrieb: es ist Unsinn solche Regelungen zu treffen. Es wäre besser wenn jeder da reisen kann wo er mag.
Hier bei uns ist es heute so gewesen, dass ich unseren Tauben eben am späten Nachmittag etwas Freiflug gegeben habe. Das mache ich am Tag nach dem Preisflug eigentlich eher nicht. Aber ich weiß noch nicht wie es morgen zeitlich klappt und ob ich die Tauben überhaupt herauslassen kann und somit sind sie vorhin ein wenig geflogen. Ab Mittwoch können sie dann wieder normal ihr Training aufnehmen.
 

Sonntag, 03.05.2026
Sascha am 03.05.2026 um 18:34 (UTC)
 Zu unserem zweiten Preisflug wurden unsere Tauben heute bereits um 7.30 Uhr in Hoechstadt an der Aisch aufgelassen. Für unseren Schlag sind das fast exakt 270 Kilometer Entfernung. Ich hatte aufgrund des Windes und des frühen Auflasses einen schnellen Flug erwartet und genau so kam es dann: die ersten Tauben in der RV flogen etwa 1550 m/min. Wie ich dieser Tage schon schrieb: für unsere Vögel ist das selten besonders gut. Gestern beim Einkorben waren sie außerdem sehr aufgedreht und unruhig und so dachte ich mir schon, dass es kein überragender Flug für uns wird.
Die Tauben kamen allesamt genau aus dem Norden zurück. Wir fingen recht spät mir den Preisen an, aber am Ende reichte es, wie schon in der Vorwoche, erneut für 16 Preise (bei 35 eingesetzten Tauben). Mit diesen 45,7 Prozent Reiseleistung erzielen wir unter den 19 Sportfreunden von insgesamt 38 reisenden Schlägen), die in unserer RV ausschließlich mit Witwervögeln reisen, immerhin noch das zweitbeste Ergebnis.
Und da bin ich auch schon bei einem Punkt, der mir immer mehr auffällt und über den man ja auch inzwischen sehr regelmäßig liest in den Fachzeitschriften: Täubinnen fliegen einfach konstanter und besser auf die Dauer und gerade auch bei schwierigem Wetter oder auch bei den Rückenwindflügen.
Das Ganze fängt schon beim Einsatzgeschäft an: die Weibchen legen sich in die Kabinen und ruhen. die Vögel machen in ihrer Mehrheit, wenn man mal um den Kabinenexpress geht und beobachtet, einfach Radau. Wenn die Kabiboxen dann recht dicht besetzt sind - das waren sie bei uns gestern aufgrund des gemeinsamen Transportes mit unserem FG-Partner - dann verbrauchen die Männchen im Korb und in der Kabi-Box schon deutlich mehr Energie als die Täubinnen. Sie trinken dann auch bei Weitem nicht alle, wenn die Boxen mit mehr als 20 Tauben besetzt sind und entwickeln mehr Durst. So kommt halt eins zum anderen.
Insofern war das Ergebnis wirklich nicht schlecht und da bin ich auch zufrieden, selbst wenn die Tauben etwas früher hätten kommen können.
Aber es fehlen erneut zwei jährige Vögel und das geht mir tatsächlich auf die Nerven. Einer der beiden scheint irgendwann in den letzten Wochen mal mächtig vom Greifvogel gejagd worden zu sein, denn er wollte einfach sehr schlecht aus dem Schlag zum Freiflug. Wenn er dann raus war setze er sich, während alle anderen Witwer trainierten, auf den Dachfirst und saß dort oft 10 oder 15 Minuten. Ich dachte erst, dass er verletzt sei, aber irgendwann flog er dann klatschend ab und trainierte auch mit den anderen Tauben mit. Aber auch da war wieder etwas im Kopf nicht ganz richtig.
Die jährigen Tauben machen mir also in diesme Jahr bisher wirklich Sorgen. Egal wie die Ergebnisse am Ende sind: die Tauben sollen nach hause kommen, aber irgendwas ist hier bis jetzt jedenfalls so, dass insbesondere die jährigen Tauben extreme Probleme haben vernünftig heimzukehren.
Abschließend für heute noch kurz etwas zu diesem Flugwochenende: unsere Flugleiter hier haben sich gottseidank nicht verrückt machen lassen von den Wetterprognosen am Mittwoch und Donnerstag. Da hieß es teilweise dass Flüge am Sonntag nicht möglich seien, dass man vorziehen müsse usw. Auch auf der Südwest-Richtung wurde empfohlen die Flüge unbedingt auf den Samstag zu legen. Mit dem Ergebnis dass heute bestes Flugwetter war und das Vorziehen, welches einige RVen und Regionalverbände aufgrund der Vorhersagen durch Wettermanufaktur und FSK oder Oberflugleiter zum Teil durchführt haben, war völlig überflüssig. So geht es fast Woche für Woche. Dieses ganze Modell mit Wettermanufaktur, Flugsicherungskomission, Oberflugleitern und Flugleitern gehört dringend geändert und überdacht. Und v.a. müssen nicht ständig Flüge verlegt werden, weil irgendwann Mitte der Woche ein Wetterbericht irgendeine schlechte Prognose abgibt.
 

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