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Mittwoch,12.08.2026
Sascha am 12.08.2026 um 05:25 (UTC)
 Der gestrige 1. Preisflug unserer Reisevereinigung ab Alsfeld war von der Konkurszeit betrachtet einer der schnellsten Flüge der letzten Jahre. In nur zehn Minuten waren die Preise vergeben, was bei einer RV mit unserer Ausdehnung nicht so häufig vorkommt. Die Tauben wurden um 9.15 Uhr in Alsfeld aufgelassen. Das Wetter war prima. In die Strecke zogen bei leichten nordöstlichen Winden ein paar Wolken und die Sicht war hervorragend. Auch die Temperaturen waren den ganzen Tag über sehr angenehm. Gegen 10.30 Uhr schaute ich auf die Uhr und dachte mir, dass die Tauben jetzt bald kommen müssten und nur zwei Minuten später flog hier direkt aus Osten eine kleine Truppe an. Wie bei unseren Jungtauben üblich flogen sie noch etwas um das Haus und dann landeten sie und ich rief sie hinein. Dann flog schon die nächste kleine Gruppe an und ich dachte bei mir, dass es gottseidank nach einem ganz glatten Flug aussah. So war es dann auch. In wenigen Minuten war mehr als die Hälfte unserer Jungtauben zuhause und auch danach kamen sie sehr zügig weiter. Am Abend fehlte noch eine Jungtaube und ich denke, dass auch bei den meisten anderen Sportfreunden fast alle Jungtiere zuhause sind.
Zu meiner Überraschung und auch Freude erbrachte die Auswertung der Ergebnisse dann, dass unsere Jungtauben in der Preisliste bei mehr als 1.300 teilnehmenden Tauben die Plätze eins bis sechs belegen konnten. Ich hatte mit allem gerechnet, aber sicherlich nicht mit so einem Ergebnis. Für die Jugendmeisterschaft hatte ich sechs Jungtiere vorbenennen müssen und auch von denen befanden sich drei Tauben unter diesen ersten sechs Tieren. Das überrascht mich umso mehr, als dass ich bei keinem Vorflug Elektronik-Ringe aufgezogen hatte und nicht wusste wann welche Jungtaube vom Vorflug zurückgekommen war. Das Vorbenennen der Tauben erfolgte also nur nach Gefühl meinerseits und das hat wirklich ausgezeichnet funktioniert dieses Mal.
Am Ende machen wir mit 53/27 Preisen knapp über 50 Prozent Preisanteil und mit den frühen Platzierungen kann man wirklich von einem gelungenen ersten Preisflug sprechen. Erklären kann ich es mir allerdings nicht wirklich, denn obwohl die Jungtauben sehr gut aussehen und einen fitten und gesunden Eindruck machen ist ihr Verhalten im Freiflug doch mehr als bescheiden. Ich hatte ja bereits darüber geschrieben, dass sie niemals weg ziehen außer Sicht und dass sie auch nicht besonders lang am Stück trainieren. Wenn es hoch kommt, dann ist der Schwarm mal 20 bis 30 Minuten in der Luft.
Insofern denke ich, dass dieses gute Flugergebnis auch ein ordentliches Stück weit viel Glück war. Trotzdem freue ich mich selbstverständlich sehr. Die beiden Tauben, die als erste einsprangen sind Schwestern aus der ersten und zweiten Zucht. Auch das ist natürlich eine schöne Sache.
Man muss das jetzt nicht überbewerten. Trotzdem ist es selbstverständlich ein sehr schöner Auftakt für die Jungreise. Im letzten Jahr beispielsweise machten wir bei ebenfalls eingesetzten 53 Jungtauben nur 6 Preise. Damals war es ganz anders. Die Jungreise ist doch auch immer ein stück weit Lotterie.
Es wird nun wirklich spannend wie das Wetter sich zum Wochenende und in der nächsten Woche entwickelt. Die Modelle deuten deutlich auf eine stabile Abkühlung, aber vielleicht auch auf Schauer und Gewitter. Es wird weiterhin nicht einfach ein die Jungtierreise glatt über die Bühne zu bekommen. Aber immerhin hatte unsere RV inzwischen sechs recht ordentliche Flüge und was wir haben, das haben wir.

 

Montag, 10.08.2026
Sascha am 10.08.2026 um 19:28 (UTC)
 Eben habe ich unsere Jungtauben für den morgigen nächsten Flug eingesetzt. Es geht nach Alsfeld. Das sind für uns etwa 110 Kilometer Entfernung. Die Wetterprognosen sind gut. Es soll über Nacht deutlich abkühlen und morgen dann sollen angenehme Temperaturen herrschen. Ich hoffe dass der Flug gut verläuft. Für unsere Jungtiere ist es der vierte Flug, andere Züchter der RV haben die Tauben nun schon zum sechsten Mal im Kabinenexpress. Man sah auch heute beim Einsatzgeschöäft schon wieviele Jungtauben inzwischen wissen wo die Tränken sind und sofort die Gelegenheit nutzten um zu trinken. Es ist einfach wichtig, dass die Jungtauben ruhig werden und alles lernen. Alles Weitere kommt später. Es ist auch nicht so wichtig dass die Entfernungen für die Jungtaubenflüge schnell gesteigert werden. Wichtig ist v.a. dass sie durch Wiederholung lernen was sie tun müssen. Ob eine Jungtaube am Ende der Reise dann mal über 200 KM fliegen musste oder über 300 oder gar 400 KM ist nicht wirklich entscheidend.

Einen interessanten, wenngleich schon etwas älteren Artikel habe ich heute gelesen. Er lautet "Wenn Tauben träumen". Hier ist er nachzulesen: Wenn Tauben träumen
 

Sonntag, 09.08.2026
Sascha am 09.08.2026 um 17:18 (UTC)
 Morgen Abend werden unsere Jungtauben zum nächsten Flug eingesetzt. Wenn ich richtig informiert bin soll es auf 110 Kilometer Entfernung gehen. Am Dienstag haben wir dann hoffentlich, wie vorheresagt, den kühlsten Tag der Woche mit gutem Wetter. Dann muss man einfach hoffen, dass der Flug glatt läuft.
Es gibt leider immer wieder sehr unerklärliche Flugverläufe. Gestern haben im Münsterland vier RVen in einer Fluggemeinschaft zusammen aufgelassen. Der Auflass fand gar nicht weit von hier entfernt statt. Da Wetter hatte ich gestern schon beschrieben. Den Preislisten zufolge hatten aber drei der vier Reisevereinigungen einen recht normalen Flug mit Konkurszeiten um die 15 Minuten. Die vierte RV liegt eigentlich etwas seitlich versetzt zwischen den anderen und fängt schon mit mehr als 200 m/min in der Spitze weniger an als die anderen und der Konkurs dauert zweieinhalb Stunden. Was ist da passiert? Waren die Tauben dieser RV im gleichen Kabi wie die anderen Tauben? Dann wird der Flugverlauf noch unverständlicher. Es ist auf den ersten Blick nicht zu erklären und ich kann nur vermuten, dass da beim Auflass etwas daneben gegangen ist. Aber ansonsten fehlt einem bei so einem seltsamen Flugverlauf wirklich jeglicher Ansatz zur Erklärung.
Bei anderen Sportfreunden, die ihre Tauben schon oft im Kabi hatten und die auch gestern auf dem Preisflug teils gute Ergebnisse erzielt haben, ist genau das passiert, was ich gestern beschrieben hatte: die Tauben haben wohl teils massiv überflogen und taten sich dann nach dem Konkurs schwer mit dem Heimfliegen, sodass hier und da auch noch (teils zu viele) Jungtauben fehlen. Andere Tauben haben es aber sehr gut geschafft. Liegt es nun an der Qualität einzelner Tiere oder ist es auch viel Gück oder Pech in welchem Schwarm so Jungtauben dann unterwegs sind. Ich möchte mir da kein Urteil erlauben. Aber nicht jede ausgebliebene Jungtaube hat nicht die nötige Qualität. Manchmal hatte sie einfach kein Glück.
Ein Züchter schrieb mir, dass ihm sehr viele seiner Jungtauben vom Flug gestern fehlen obwohl der Flug für alle anderen Teilnehmer glatt und gut verlaufen ist. Seine Tauben seien gesund, 7x privat trainiert worden und hätten in der letzten Woche sehr gut am Haus geflogen. Aus der Ferne ist da eine Analyse nahezu unmöglich. Aber man kann versuchen sich heran zu tasten. Gab es ein gesundheitliches Problem? Waren die Tauben noch nicht lange genug im Training am Haus, weil sie noch zu jung waren? Hat der Züchter eine sehr besondere Lage innerhalb des Teilnehmerfeldes? Manchmal hilft es einfach sich auszutauschen mit anderen Züchtern und die Situation vor Ort genau zu beschreiben um eine Fehleranalyse vorzunehmen und zu versuchen. Aber manchmal (und scheinbar immer häufiger) findet man keinen wirklich konkreten Ansatz.
 

Samstag, 08.08.2026
Sascha am 08.08.2026 um 16:41 (UTC)
 Als ich heute morgen nach sechs Uhr vom Nachtdienst nach hause fuhr hatte ich wirklich Bedenken ob speziell die Flüge auf unserer Südost-route heute wirklich gut laufen würden. Es war sehr kalt - vielleicht mit einer Inversrionswetterlage - es war stahlblauer Himmel und leichter Südost- also Rückenwind. Schwieriges Wetter für Jungtauben. Oft sind die Konkurszeiten bei Preisflügen unter solchen Bedingungen noch in Ordnung aber nach den Preisen wird es dann häufig sehr dünn mit den nachkommenden Tauben. Ich habe bisher nur einige Preislisten angeschaut und kann nicht beurteilen wie die Flüge insgesamt verlaufen sind hinsichtlich fehlender Tauben, aber ich hoffe dass die Tiere alle im Lauf des Tages nach hause gekommen sind.
Unsere verletzte Jungtaube vom letzten Vorflug hinkt doch stärker als es anfangs zu erwarten war. Es wird eine Weile dauern bis die Täubin wieder fit ist. Vor einigen Wochen hatte ich ein Jungtier mit einem gebrochenen Bein beim Training am Haus. Ich habe die Taube völlig in Ruhe gelassen, aber nicht extra gesetzt o.ä. Sie war durchgängig im Jungtierschlag. Inzwischen ist alles prima verheilt. Dort wo das Bein gebrochen war ist es deutlich dicker. Aber ein Tipes-Ring passt trotzdem problemlos und die Taube war auf allen Vorflügen mit und ist ohne Schwierigkeiten nach hause gekommen. Manchmal muss man einfach Geduld haben. Brieftauben haben auch gute Selbstheilungskräfte.
Heute nachmittag habe ich allen Jungtauben nun ihre Elektronik-Ringe aufgezogen, sodas sie sich noch ein wenig daran gewöhnen können bevor der nächste Flug ansteht. Dann habe ich die Jungtiere fliegen lassen und die Tipes-Anlage im Jungtierschlag getestet. Es funktioniert alles prima.
Auf Preise legen wir hier auf der Jungreise überhaupt keinen Wert. Wenn die Tauben Preise fliegen, dann ist es gut. Wenn nicht, dann macht es nichts. Sie müssen lernen und nach hause kommen und damit hat es sich. Wer den Ehrgeiz hat auf den Jungtierflügen viele Preise zu machen und sich vielleicht auch viel Arbeit mit den Tauben macht, der soll auch gerne erfolgreich sein.
Ich kann dem Jungtierspiel nicht viel abgewinnen und denke auch oft, dass es besser ist, wenn die Jungtiere nicht so viel dressiert werden. Top-Leistungen und Serienergebnisse auf der Jungreise sind v.a. dem Fleiß des Züchters zu verdanken. Aber so viel Arbeit möchte ich mir nicht machen und ich denke mit auch: wer sich in die Tretmühle des großen Aufwandes mit viel privatem Training usw. begibt, der muss das, wenn er erfolgreich sein will, auch auf der Altreise immer so weiter machen. Das ist aber nicht meine Vorstellung vom Hobby Brieftaubensport.
Unsere Jungtauben haben in diesem Jahr übrigens regelmäßig zum Testen zwei Produkte der Firma Rönfried bekommen. Eigentlich seitdem sie nach draußen gehen bekamen sie ein bis zwei Mal in der Woche Opti-breed über das Futter und daran wurde das neue Produkt Spiruplus gemischt. Außerdem dazu auch immer das Mineralpulver von Dr. Marien und das hat mir bisher sehr gut gefallen. Ich weiß nicht ob dadurch die Leistungen besser werden oder irgendetwas, aber auch heute beim Aufziehen der Ringe gefielen mir die Jungtauben in der Hand wirklich sehr gut. Sie sind rund und glatt und fest - so wie ich mir da vorstelle.
 

Freitag, 07.08.2026
Sascha am 07.08.2026 um 16:45 (UTC)
 Von unserem Vorflug gestern sind inzwischen alle Tauben wieder zuhause im Schlag.Leider ist ein Weibchen verletzt. Sie muss irgendwo gegen geflogen sein. Es fehlen Federn an der Brust und die Täubin hinkt und ist etwas am Bein verletzt. Aber es ist nichts dramatisches. Erfreulich ist, dass alle Tiere wieder zuhause sind. Unsere Reisevereinigung hat nun insgesamt fünf Vorflüge bestritten (40, 65, 40, 65 und 85 KM) und insgesamt scheinen die Flüge ordentlich verlaufen zu sein. Es war zumindest kein richtig schlechter Flug dabei wie ihn anderen RVen doch leider erleben mussten. Ich hoffe dass es auch auf den weiteren Flügen so bleibt. Wie selbst haben die letzten drei Flüge über 40, 65 und 85 Km bestritten und in anbetracht der Tatsache, dass unsere Tauben am Haus nicht gut ziehen (eigentlich ziehen sie gar nicht weg) und gar nicht privat trainiert wurden, bin ich mit dem Verlauf der drei bisherigen Vorflüge erst einmal zufrieden.
Gestern habe ich mir einen Podcast aus den Niederlanden mit Evert Jan Eijerkamp und seinem Schlagpfleger zum Thema Jungtaubentraining und Jungtaubenverluste angesehen. Es war sicherlich sehr interessant. Man schult dort die Jungen extrem hart bei fast jedem Wetter und bis zu mehr als 100 KM Entfernung wird privat trainiert und Sportfreund Eijerkamo stellt fest, dass man dann irgendwann eigentlich keine Tauben mehr verliert. Allerdings ist das ein Profi-Schlag mit sehr großen finanziellen Möglichkeiten.
Für den Hobby-Züchter sind das Methoden, die er praktisch nicht durchführen kann. Die Hobby-Züchter in den Niederlanden, Belgien oder Deutschland sind aber das Rückgrat des Brieftaubensports und wir müssen Ansätze finden mit denen wir bei diesen vielen Sportfreunden Verluste vermeiden können. Davon abgesehen wurde in diesem Podcast nicht davon gesprochen wieviele Tauben insgesamt gezüchtet und privat trainiert wurden und wieviele dann irgendwann erst einmal auf der Strecke blieben. Nein, so einfach ist es eben nicht für Züchter mit 20, 30 oder 40 Jungtieren. Ich sage immer wieder: "wenn ich 150, 200, 250 oder 300 Jungtauben habe und zwei Drittel verliere....dann habe ich am Ende irgendwie immernoch genug. Bei Züchtern die viel weniger Jungtauben züchten sieht das aber ganz anders aus. Deswegen finde ich es auch immer extrem schwierig wenn mir diese Profi- und Verkaufsschläge etwas von "Taubenqualität" oder bestimmten erfolgreichen "Linien" erzählen wollen. Wer Tauben von hoher Qualität in allen Bereichen hat und einen starken Stamm....der muss nicht 150 Jungtauben züchten und an den Start bringen um hier und da am Ende ein paar Asse zu haben. Und wenn ich, wie gestern bei Facebook eine Nachricht sehe, dass ein bekannter Schlag die ersten 20 oder 30 Konkurse auf einem Jungtierflug fliegt und dann davon berichtet wird, dass sich eine bestimmte Linie wieder durchgesetzt habe, dann weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll. Irgendwann wird es auch peinlich und lächerlich. Aber für die Werbung und den Verkauf ist einigen Züchtern einfach nichts zu doof.
Wer Qualität und einen durchgezüchteten, starken Stamm hat, der sollte in der Regel mit 40 bis 60 Jungtauben auskommen. Wenn Letzteres aufgrund der Umstände in der Natur (Greifvögel, unerklärliche Verluste etc.) kaum noch möglich ist, dann funktioniert der Brieftaubensport ohnehin nicht mehr.
 

Donnerstag, 06.08.2026
Sascha am 06.08.2026 um 17:08 (UTC)
 Gestern habe ich recht spät nach der Arbeit noch unsere Jungtauben für den heutigen Vorflug eingesetzt. Alle anderen Jungtiere saßen bereits im Kabi. Am Anhänger wurden mir netterweise passend Boxen reserviert, sodass ich die Tauben bequem einsetzen konnte obwohl es schon dunkel wurde. Als ich die Tauben dann tränkte habe ich noch einmal das Licht im Anhänger angemacht und ich sah dann, dass viele Tiere auch in den anderen Boxen noch einmal ordentlich tranken. Ich denke es wäre besser, wenn der Kabi noch einige Zeit in der Einsatzstelle steht und der Fahrer erst in der Nacht los fährt mit einer Zeitschaltuhr o.ä. das Licht im Gang von Kabi und Hänger anzulassen, damit die Tauben weiter trinken können. Es war gestern abend wirklich auffällig wieviele Tiere tranken nachdem ich das Licht angemacht hatte.
Heute morgen wurden die Tauben dann um 8.15 Uhr in Gilserberg auf einer Entfernung von 85 KM aufgelassen. Es war recht spürbarer West-Südwest-Wind und ich hatte erwartet, dass die Jungtiere etwas länger brauchen, aber so gegen 9.20 Uhr trafen die ersten Jungtauben dann ein. Insgesamt kamen sie zügig und gut und ich denke, dass es allgemein ein glatter Flug war. Man merkt nun auch, dass die Jungtiere weniger nervös sind und sicherer werden. Trotzdem ist die Gefahr dass ein Flug nicht gut verläuft immernoch gegeben und man sollte schon weiter vorsichtig sein.
Hier in unserer RV soll es nun - je nach Wetter - Anfang kommender Woche weiter gehen mit den Flügen. Andere Organsiationen hatten teilweise heute einen Flug und morgen abend wird wieder eingekorbt für Samstag, damit man bloß den Preisflug hinbekommt für irgendwelche Meisterschaften. Es ist ja nicht so, als dass Tauben das nicht können würden. Wenn sie gesund sind kann man sie ruhig alle zwei, drei Tage auf Flüge schicken. Aber es scheint auch für einige Züchter nichts anderes und wichtigeres als die Brieftaubenreise zu geben und dann muss es eben immer schnell weiter gehen. Mit Hobby hat das an der Stelle nur noch wenig zu tun. Züchter, die sich diesem Stress eigentlich nicht aussetzen möchten sind im deutschen System aber genötigt dennoch zu schicken, da sonst die Entfernungssprünge für die Jungtauben zu groß werden.
Vorhin habe ich im Nachbarort wieder einmal eine Jungtaube abgeholt, die von besorgten Leuten dort in ihrem Garten festgesetzt werden konnte. Es ist auch wieder ein Tier aus dem Regionalverband 258 aus dem hier schon so viele Tauben gestrandet sind. Ich hoffe, dass sie auch noch wieder abgeholt werden kann. Dass dort dann aber auch noch heute wieder RVen Vorflüge starten, nachdem man so viele Verluste zu beklagen hatte und es scheinbar keine Rolle spielt dass starker Rückenwind dieses Mal die Tauben über das Ziel deutlich hinaus blasen könnte, ist mir persönlich auch schleierhaft. Aber man wird dort schon seine Gründe haben...
 

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