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Samstag, 08.08.2026
Sascha am 08.08.2026 um 16:41 (UTC)
 Als ich heute morgen nach sechs Uhr vom Nachtdienst nach hause fuhr hatte ich wirklich Bedenken ob speziell die Flüge auf unserer Südost-route heute wirklich gut laufen würden. Es war sehr kalt - vielleicht mit einer Inversrionswetterlage - es war stahlblauer Himmel und leichter Südost- also Rückenwind. Schwieriges Wetter für Jungtauben. Oft sind die Konkurszeiten bei Preisflügen unter solchen Bedingungen noch in Ordnung aber nach den Preisen wird es dann häufig sehr dünn mit den nachkommenden Tauben. Ich habe bisher nur einige Preislisten angeschaut und kann nicht beurteilen wie die Flüge insgesamt verlaufen sind hinsichtlich fehlender Tauben, aber ich hoffe dass die Tiere alle im Lauf des Tages nach hause gekommen sind.
Unsere verletzte Jungtaube vom letzten Vorflug hinkt doch stärker als es anfangs zu erwarten war. Es wird eine Weile dauern bis die Täubin wieder fit ist. Vor einigen Wochen hatte ich ein Jungtier mit einem gebrochenen Bein beim Training am Haus. Ich habe die Taube völlig in Ruhe gelassen, aber nicht extra gesetzt o.ä. Sie war durchgängig im Jungtierschlag. Inzwischen ist alles prima verheilt. Dort wo das Bein gebrochen war ist es deutlich dicker. Aber ein Tipes-Ring passt trotzdem problemlos und die Taube war auf allen Vorflügen mit und ist ohne Schwierigkeiten nach hause gekommen. Manchmal muss man einfach Geduld haben. Brieftauben haben auch gute Selbstheilungskräfte.
Heute nachmittag habe ich allen Jungtauben nun ihre Elektronik-Ringe aufgezogen, sodas sie sich noch ein wenig daran gewöhnen können bevor der nächste Flug ansteht. Dann habe ich die Jungtiere fliegen lassen und die Tipes-Anlage im Jungtierschlag getestet. Es funktioniert alles prima.
Auf Preise legen wir hier auf der Jungreise überhaupt keinen Wert. Wenn die Tauben Preise fliegen, dann ist es gut. Wenn nicht, dann macht es nichts. Sie müssen lernen und nach hause kommen und damit hat es sich. Wer den Ehrgeiz hat auf den Jungtierflügen viele Preise zu machen und sich vielleicht auch viel Arbeit mit den Tauben macht, der soll auch gerne erfolgreich sein.
Ich kann dem Jungtierspiel nicht viel abgewinnen und denke auch oft, dass es besser ist, wenn die Jungtiere nicht so viel dressiert werden. Top-Leistungen und Serienergebnisse auf der Jungreise sind v.a. dem Fleiß des Züchters zu verdanken. Aber so viel Arbeit möchte ich mir nicht machen und ich denke mit auch: wer sich in die Tretmühle des großen Aufwandes mit viel privatem Training usw. begibt, der muss das, wenn er erfolgreich sein will, auch auf der Altreise immer so weiter machen. Das ist aber nicht meine Vorstellung vom Hobby Brieftaubensport.
Unsere Jungtauben haben in diesem Jahr übrigens regelmäßig zum Testen zwei Produkte der Firma Rönfried bekommen. Eigentlich seitdem sie nach draußen gehen bekamen sie ein bis zwei Mal in der Woche Opti-breed über das Futter und daran wurde das neue Produkt Spiruplus gemischt. Außerdem dazu auch immer das Mineralpulver von Dr. Marien und das hat mir bisher sehr gut gefallen. Ich weiß nicht ob dadurch die Leistungen besser werden oder irgendetwas, aber auch heute beim Aufziehen der Ringe gefielen mir die Jungtauben in der Hand wirklich sehr gut. Sie sind rund und glatt und fest - so wie ich mir da vorstelle.
 

Freitag, 07.08.2026
Sascha am 07.08.2026 um 16:45 (UTC)
 Von unserem Vorflug gestern sind inzwischen alle Tauben wieder zuhause im Schlag.Leider ist ein Weibchen verletzt. Sie muss irgendwo gegen geflogen sein. Es fehlen Federn an der Brust und die Täubin hinkt und ist etwas am Bein verletzt. Aber es ist nichts dramatisches. Erfreulich ist, dass alle Tiere wieder zuhause sind. Unsere Reisevereinigung hat nun insgesamt fünf Vorflüge bestritten (40, 65, 40, 65 und 85 KM) und insgesamt scheinen die Flüge ordentlich verlaufen zu sein. Es war zumindest kein richtig schlechter Flug dabei wie ihn anderen RVen doch leider erleben mussten. Ich hoffe dass es auch auf den weiteren Flügen so bleibt. Wie selbst haben die letzten drei Flüge über 40, 65 und 85 Km bestritten und in anbetracht der Tatsache, dass unsere Tauben am Haus nicht gut ziehen (eigentlich ziehen sie gar nicht weg) und gar nicht privat trainiert wurden, bin ich mit dem Verlauf der drei bisherigen Vorflüge erst einmal zufrieden.
Gestern habe ich mir einen Podcast aus den Niederlanden mit Evert Jan Eijerkamp und seinem Schlagpfleger zum Thema Jungtaubentraining und Jungtaubenverluste angesehen. Es war sicherlich sehr interessant. Man schult dort die Jungen extrem hart bei fast jedem Wetter und bis zu mehr als 100 KM Entfernung wird privat trainiert und Sportfreund Eijerkamo stellt fest, dass man dann irgendwann eigentlich keine Tauben mehr verliert. Allerdings ist das ein Profi-Schlag mit sehr großen finanziellen Möglichkeiten.
Für den Hobby-Züchter sind das Methoden, die er praktisch nicht durchführen kann. Die Hobby-Züchter in den Niederlanden, Belgien oder Deutschland sind aber das Rückgrat des Brieftaubensports und wir müssen Ansätze finden mit denen wir bei diesen vielen Sportfreunden Verluste vermeiden können. Davon abgesehen wurde in diesem Podcast nicht davon gesprochen wieviele Tauben insgesamt gezüchtet und privat trainiert wurden und wieviele dann irgendwann erst einmal auf der Strecke blieben. Nein, so einfach ist es eben nicht für Züchter mit 20, 30 oder 40 Jungtieren. Ich sage immer wieder: "wenn ich 150, 200, 250 oder 300 Jungtauben habe und zwei Drittel verliere....dann habe ich am Ende irgendwie immernoch genug. Bei Züchtern die viel weniger Jungtauben züchten sieht das aber ganz anders aus. Deswegen finde ich es auch immer extrem schwierig wenn mir diese Profi- und Verkaufsschläge etwas von "Taubenqualität" oder bestimmten erfolgreichen "Linien" erzählen wollen. Wer Tauben von hoher Qualität in allen Bereichen hat und einen starken Stamm....der muss nicht 150 Jungtauben züchten und an den Start bringen um hier und da am Ende ein paar Asse zu haben. Und wenn ich, wie gestern bei Facebook eine Nachricht sehe, dass ein bekannter Schlag die ersten 20 oder 30 Konkurse auf einem Jungtierflug fliegt und dann davon berichtet wird, dass sich eine bestimmte Linie wieder durchgesetzt habe, dann weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll. Irgendwann wird es auch peinlich und lächerlich. Aber für die Werbung und den Verkauf ist einigen Züchtern einfach nichts zu doof.
Wer Qualität und einen durchgezüchteten, starken Stamm hat, der sollte in der Regel mit 40 bis 60 Jungtauben auskommen. Wenn Letzteres aufgrund der Umstände in der Natur (Greifvögel, unerklärliche Verluste etc.) kaum noch möglich ist, dann funktioniert der Brieftaubensport ohnehin nicht mehr.
 

Donnerstag, 06.08.2026
Sascha am 06.08.2026 um 17:08 (UTC)
 Gestern habe ich recht spät nach der Arbeit noch unsere Jungtauben für den heutigen Vorflug eingesetzt. Alle anderen Jungtiere saßen bereits im Kabi. Am Anhänger wurden mir netterweise passend Boxen reserviert, sodass ich die Tauben bequem einsetzen konnte obwohl es schon dunkel wurde. Als ich die Tauben dann tränkte habe ich noch einmal das Licht im Anhänger angemacht und ich sah dann, dass viele Tiere auch in den anderen Boxen noch einmal ordentlich tranken. Ich denke es wäre besser, wenn der Kabi noch einige Zeit in der Einsatzstelle steht und der Fahrer erst in der Nacht los fährt mit einer Zeitschaltuhr o.ä. das Licht im Gang von Kabi und Hänger anzulassen, damit die Tauben weiter trinken können. Es war gestern abend wirklich auffällig wieviele Tiere tranken nachdem ich das Licht angemacht hatte.
Heute morgen wurden die Tauben dann um 8.15 Uhr in Gilserberg auf einer Entfernung von 85 KM aufgelassen. Es war recht spürbarer West-Südwest-Wind und ich hatte erwartet, dass die Jungtiere etwas länger brauchen, aber so gegen 9.20 Uhr trafen die ersten Jungtauben dann ein. Insgesamt kamen sie zügig und gut und ich denke, dass es allgemein ein glatter Flug war. Man merkt nun auch, dass die Jungtiere weniger nervös sind und sicherer werden. Trotzdem ist die Gefahr dass ein Flug nicht gut verläuft immernoch gegeben und man sollte schon weiter vorsichtig sein.
Hier in unserer RV soll es nun - je nach Wetter - Anfang kommender Woche weiter gehen mit den Flügen. Andere Organsiationen hatten teilweise heute einen Flug und morgen abend wird wieder eingekorbt für Samstag, damit man bloß den Preisflug hinbekommt für irgendwelche Meisterschaften. Es ist ja nicht so, als dass Tauben das nicht können würden. Wenn sie gesund sind kann man sie ruhig alle zwei, drei Tage auf Flüge schicken. Aber es scheint auch für einige Züchter nichts anderes und wichtigeres als die Brieftaubenreise zu geben und dann muss es eben immer schnell weiter gehen. Mit Hobby hat das an der Stelle nur noch wenig zu tun. Züchter, die sich diesem Stress eigentlich nicht aussetzen möchten sind im deutschen System aber genötigt dennoch zu schicken, da sonst die Entfernungssprünge für die Jungtauben zu groß werden.
Vorhin habe ich im Nachbarort wieder einmal eine Jungtaube abgeholt, die von besorgten Leuten dort in ihrem Garten festgesetzt werden konnte. Es ist auch wieder ein Tier aus dem Regionalverband 258 aus dem hier schon so viele Tauben gestrandet sind. Ich hoffe, dass sie auch noch wieder abgeholt werden kann. Dass dort dann aber auch noch heute wieder RVen Vorflüge starten, nachdem man so viele Verluste zu beklagen hatte und es scheinbar keine Rolle spielt dass starker Rückenwind dieses Mal die Tauben über das Ziel deutlich hinaus blasen könnte, ist mir persönlich auch schleierhaft. Aber man wird dort schon seine Gründe haben...
 

Mittwoch, 05.08.2026
Sascha am 04.08.2026 um 19:09 (UTC)
 Heute um kurz vor 17 Uhr wurde ich informiert, dass wir morgen abend die Tauben zum nächsten Vorflug einsetzen sollen. Da ich morgen Spätdienst habe und verständlicherweise den Dienst nun nicht mehr tauschen konnte, wird es dann morgen beim Einsetzen unserer Tauben in den Kabi wohl schon dunkel sein. In Anbetracht der schwierigen Wetterbedingungen ist es nachvollziehbar, dass die Flüge nicht immer mittel- oder langfristig planbar sind. Aber Informationen nur etwas über 24 Stunden vor dem Einsetzen sind dann doch etwas knapp. Ich würde den Freitag ohnehin vom Wetter her für den deutlich besseren Flugtag halten, aber nun soll es der Donnerstag sein und ich muss dann sehen wie ich zurecht komme.
Da der kommende Sonntag wohl wetterbedingt als Flugtag ausfällt nach den heutigen Vorhersagen kann ich mir auch vorstellen, dass man, so wie in anderen RVen auch, überlegt - falls der Flug am Donnerstag halbwegs glatt verläuft - schon am Freitag wieder einzusetzen für Samstag. Im Irrenhaus "Deutscher Brieftaubensport" ist inzwischen alles denkbar nur damit irgendwelche Termine für Preisflüge und Meisterschaften eingehalten werden können.
Zu den Meisterschaften gibt es ohnehin noch einiges zu schreiben, denn ich habe hinsichtlich der Altreise einmal eine Auswertung vorgenommen. Aber dazu möchte ich gesondert und detaillierter einige Ausführungen vornehmen. Nur so viel vorweg: wenn nicht einmal die Hälfte der knapp 60 Regionalverbände in Deutschland überhaupt die Bedignungen für die Deutsche Verbandsmeisterschaft erfüllen, dann muss man doch feststellen, dass die ganzen Bestrebungen zur Erfüllung der Meisterschaftsbedingungen nur noch eine Farce sind.
Für die Jungtaubenreise geht nun vielerorts der gleiche Zirkus wieder los und das obwohl viele RVen aufgrund erheblicher Verluste auf den Vorflügen noch gar nicht wissen wie und ob man die Reise überhaupt weiter organisieren kann. Aber bekannte und kommerziell orientierte Schläge sind weiter daran interessiert dass irgendwie das Programm durchgezogen wird um am Ende die Meisterschaften zu erringen und wieder oder weiter Tauben verkaufen zu können. Das war auf der Altreise so und wird auf der Jungtierreise so sein. Der Brieftaubensport als Hobby geht dabei weitgehend vor die Hunde.
Gestern erfuhr ich von einem kleinen One-Loft-Race in Rumänien. Die Veranstalter haben die Sache sehr professionell aufgezogen. Sämtliche Trainingsflüge über 20 km, 40 km, 60 km und 80 km wurden mit höchster Professionalität und unter Einhaltung der höchsten Standards organisiert und durchgeführt. Die Tauben kehrten bei jeder Trainingseinheit in geschlossenen Schwärmen zurück und bestätigten damit zweifelsfrei, dass sie optimal auf den Wettbewerb vorbereitet waren. Darüber hinaus belegen sowohl die ausgezeichnete körperliche Verfassung der Tauben, die gestern im Livestream zu sehen war, als auch der Zustand der zurückgekehrten Tauben eindeutig ihre hervorragende Vorbereitung und ihre optimale Kondition.
Es stand dann ein Flug über 120 KM Entfernung auf dem Programm und die Tauben konnten bei bestem Wetter am Morgen frühzeitig gestartet werden. Es waren 20 Tauben mit "GPS-Ringen" zusätzlich unterwegs im Teilnehmerfeld. Unmittelbar nach dem Auflass flogen die Tauben zunächst in die richtige Richtung und legten etwa 40 km in Richtung des Heimatschlages zurück. Sie erreichten dabei einen Punkt, der sich ungefähr 10 km von dem Auflassortes des vorherigen Trainings befand. Anschließend änderten sie jedoch plötzlich ihre Flugrichtung und kehrten in den Bereich des aktuellen Auflassortes und darüber hinaus zurück. Teilweise flogen Tiere auf eine Entfernung von bis zu 150 KM vom Heimatschlag in die entgegengesetzte Richtung. Am Abend waren nur etwas mehr als 10 Prozent der eingesetzten Tauben zurück. Heute sind noch Tauben nachgekommen sodass etwa 25 Prozent der gestarteten Tiere wieder im Schlag ist. Von zwanzig Tauben mit GPS-Ringen sind inzwischen 7 wieder im Heimatschlag angekommen.
Niemand hat eine Erklärung dafür was passiert sein kann. Die Tauben waren komplett richtig abgezogen und völlig auf dem richtigen Kurs und drehen dann fast vollständig um und fliegen in Richtung des Auflassortes zurück.
Es ist und bleibt alles unerklärlich. Dort in Rumänien genauso wie teilweise hier bei uns in Deutschland oder anderswo. Insofern stellt sich ingesamt die Frage inwieweit wir alle aktuell Jungtaubenflüge überhaupt verantworten können. So sehe ich es jedenfalls....
 

Montag, 03.08.2026
Sascha am 03.08.2026 um 04:40 (UTC)
 Die Jungtaubenflüge am zurückliegenden Wochenende sind allgemein sowohl samstags, als auch sonntags wohl ordentlich verlaufen. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass es auch einzelne Organisationen oder Züchter gab, wo es ingesamt schwierig war, aber allgemein scheint es mir doch so zu sein, als seien die Flüge relativ glatt gelaufen.
Auch unsere RV hatte gestern wieder einen Vorflug ab Frankenau über ca 65 Kilometer Entfernung. Die Tauben konnten kurz vor 9 Uhr gestartet werden und kamen pünkltich gegen 9,40 Uhr an. Hier bei uns waren in ca. 5 Minuten etwa die Hälfte unserer eingesetzten Tauben da. Danach kamen sie auch weiter. Aber als es etwa 11 Uhr war oder etwas später fehlten noch 7 Tiere von denen nur ein einziges am späten Nachmittag noch wieder kam.
Interessanterweise bekam ich von einem Sportfreund aus einem anderen Regionalverband, ohne das er wusste wie der Flug bei uns gelaufen war, gestern folgende Email:
"Gestern wieder so ein Flug erlebt denn man nicht verstehen kann. Auflass gut 93 km 9"40 planmäßig kommen die ersten tauben genau um 11 Uhr in 6 Minuten 36 st von 55 in 25 min 47 st. Also um 11"25 danach keine einzige taube mehr den ganzen Tag. 2. und 3. vortour keine taube verloren
Das komische ist bei anderen Kollegen ist es ähnlich..und einige haben alle da oder es fehlen nur 1 bis 2 tauben
Wie ich gehört habe in unserer Nachbar-RV ähnlich einige gut und einige viele verluste..Warum kommen die einen gut und die anderen gar nicht?


Ich hatte vor ein paar Tagen einen interessanten Austausch mit einem erfahrenen und wirklich sehr erfolgreich spielendem Züchter. Er sagte mir hinsichtlich der Verluste etc. dass er glaubt, dass ein großer Teil auf gesundheitliche Ursachen zurückgeht. Das muss nicht notwendigerweise das sein, was wir "Jungtierkrankheit" nennen, sondern kann auch etwas anderes sein. Aber er glaubt, dass viele fehlende Jungtauben einfach nicht einhundertprozentig in Ordnung sind.
Das ist schwer zu beurteilen. Ich kann aber für uns hier sagen, dass bei den fehlenden 6 Jungtauben mindestens drei Tiere dabei sind, die nie richtig krank waren. Aber die auch irgendwie nicht so waren und sind wie ich mir das vorstelle. Es ist für mich schwer zu erklären. Ein fehlender Vogel war auf dem ersten Vorflug nicht mit. Er gefiel mir einfach die ganze Zeit nicht. Er wurde nie richtig rund, wurde nie fest im Fleisch....ich wollte ihn eigentlich aus der Mannschaft nehmen und dachte dann: tu ihn mal rein und schau was passiert. Nun fehlt er. Zweit weitere Jungtiere sind dabei, die eigentlich rund waren, fest waren...aber die eine der beiden hatte immer Hunger und die andere ist eine der flugfaulsten Jungtiere, die wir haben. Beide sind mir schon negativ aufgefallen.
Ich mache mir in einer Tabelle immer Notizen zu den Jungtieren und da hatten diese beiden fehlenden Tiere beide schon negative Bemerkungen.
Es mag sein, dass verschiedene Faktoren zusammen kommen. Einerseits grundsätzlich Orientierungsschwierigkeiten der Tauben und andererseits eben doch die Gesundheit. Die muss heutzutage einfach 110prozentig sein, wenn man die Tauben gut und vernünftig wieder bekommen will.
Es gibt Züchter, die verlieren kaum Jungtiere. Sie spielen sie viel und so oft es geht. Leider berichten diese Sportfreunde selten oder gar nicht darüber wie sie ihre Jungtauben hinsichtlich der Gesundheit führen während der Flüge. Es wäre für alle Sportfreunde sicherlich eine große Hilfe.
Geben diese Züchter nach jedem Flug Medikamente "zur Sicherheit"? Geben sie ganz bestimmte Beiprodukte? Wenn man die Jungtauben über mehrere Wochen alle drei Tage einkorbt zu flügen, dann würde ich sagen, dass das ohne Verluste und bei sehr guten Leistungen kaum möglich ist ohne sehr regelmäßig Medizin zu geben.
Ich bin aber wirklich kein Jungtierspezialist. Wir hatten schon gute Jahre mit den Jungtauben und auch weniger gute Jahre. Aber ich bin was Medikamentengaben betrifft tatsächlich sehr zurückhaltend. Ich würde nie den Tauben regelmäßig diese oder jene Medikation nach einem Flug geben. Aber: wenn es auf dem Weg möglich ist die Tauben gesunder zu halten und Verluste zu vermeiden, dann muss man es zumindest diskutieren.
Möglicherweise hat es auch mit den Schlägen und der Haltung der Tauben zu tun wie die Gesundheit der Tiere sich darstellt. Ein Sportfreund berichtete mir gestern, dass er seinen Jungtierschlag in diesem Jahr etwas "dichter" gemacht hat und dass er noch keinerlei Verluste hatte und er darüber nachdenkt ob die Atemwege der Tauben (die für die Orientierung ja sehr entscheidend sind) nun besser sind, weil sein Schlag vielleicht besser funktioniert. Er hält auch weniger Tiere in seinem Schlag als früher bzw. stellt ihnen mehr Fläche zur Verfügung, da er nur Jungtauben und keine Alttauben reist.
Es ist und bleibt für mich ein spannendes Thema. Ich war bereits sehr früh heute morgen im Jungtierschlag, Der Kot der Tauben war perfekt, die Tauben sehen gut aus und hatten schon wieder Hunger. Das ist immer ein gutes Zeichen. Ich versuche gerade am Tag nach einem Flug immer genau zu beobachten was mit den Tieren so ist. Die Beobachtung ist das alles Entscheidende im Taubensport und daraus richtige Schlüsse zu ziehen. Aber das scheint mir insgesamt auch nicht so einfach zu sein wie man denkt.
 

Samstag, 01.08.2026
Sascha am 01.08.2026 um 06:06 (UTC)
 Ein Sportfreund aus dem Regionalverband 258 war gestern hier in der Region und hat eine ganze Menge verflogene Jungtiere (und eine zweijährige Täubin) abgeholt, die bei Züchtern in unserer Reisevereinigung eingesprungen waren und dann gemeldet wurden. Der Sportfreund tat mir persönlich leid. Er war gesundheitlich auch schwer angeschlagen und hatte von seinen 32 eingesetzten Jungtauben gerade einmal 3 Tiere vom Vorflug zuhause. Nun war auch bei den gemeldeten Tauben eine dabei. So oder so ähnlich ging es dort mehreren Züchtern. Am Abend wurde dann über die Kommunikationskanäle unserer RV besprochen, dass für die kommende Woche ein weiterer Rücktransport von Tauben aus dem genannten Regionalverband organisiert wird, denn inzwischen hatten sich noch mehr Züchter mit zugeflogenen Tauben gemeldet bzw. waren weitere Tiere eingesprungen. Wir hoffen einfach, dass wir auf diesem Weg ein bißchen helfen können.
Heute stehen sehr viele Kabis zu Flügen an ihren Auflassorten und ich kann nur die Daumen drücken, dass die Flüge gut verlaufen. Es haben sich in den letzten Tagen auchn Sportfreunde aus ganz anderen Regionen bei mir gemeldet und über teilweise immense Verluste auf kurzen Vorflügen geklagt und es geht sogar soweit, dass verschiedene Züchter keine Jungtauben mehr reisen möchten. Ich kann das irgendwie verstehen, denn es gibt einfach nichts Schlimmeres als Taubenverluste für uns Brieftaubenzüchter. Neben vielleicht anderen Faktoren bin ich weiter der Meinung, dass dieses Auflassen in Deutschland in zig verschiedenen Himmelsrichtungen und mit zig verschiedenen Flugrouten einfach ein gewaltiger Fehler ist und dort dringend Handlungsbedarf besteht. Aber auch da wird, fürchte ich, nichts zum Besseren passieren.
Nochmals möchte ich auch von hier aus appelieren, dass sich jeder Züchter um seine gemeldeten Tauben kümmert. Das ist das Mindeste was man erwarten kann und sollte von einem Brieftaubenzüchter. Antworten nach dem Motto: "Lass sie fliegen." oder "Die findet schon nach hause." oder gar die gemeldete Taube zu entsorgen sind eine absolute Schande für unser Hobby.
Leider klagen viele Nicht-Brieftaubenzüchter, z.b. aus der Tauben-Hilfe, darüber, dass sie von Seiten unseres Verbandes überhaupt keine Hilfe bekommen. Dort sei oftmals trotz zig Versuchen nicht einmal telefonisch jemand erreichbar. Ich kann es nicht beurteilen, weil ich selbst noch nicht versucht habe in der Verbands-Geschäftstelle anzurufen. Ich möchte nur weitergeben was mit so mehrfach mitgeteilt wurde.
Für uns selbst soll heute abend wieder ein Einsetzen zum Vorflug stattfinden. Er ist über 65 Kilometer Entfernung geplant. Auch da kann man einfach nur versuchen, dass die Jungtauben in guter Verfassung sind und dann hoffen, dass alles gut verläuft und sich auf den Flugleiter verlassen und gleichzeitig immer für sich selbst entscheiden ob man das Wetter und die Umstände für in Ordnung hält um die eigenen Tauben zu setzen und selbstverständlich sollte man auch - vielleicht noch mehr als ohnehin scho - darauf achten in welcher Verfassung und Form sich die eigenen Jungtiere befinden. Wobei ich einfach sagen muss: wenn heutzutage Jungtauben einspringen als Zuflieger, dann sind sie in der Regel deutlich besser in Verfassung als zu Zeiten in denen wir alle mit der Jungtierkrankheit bzw. dem Rotavirus zu kämpfen hatten. Damals kamen oft Tauben in schlimmem Zustand, mehr tot als lebendig, in den Schlag. Das scheint dank der Impfung gottseidank vorbei zu sein.
 

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