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Mittwoch, 24.06.2026
Sascha am 24.06.2026 um 06:12 (UTC)
 Wir nutzen hier schon seit vielen Jahren für die Versorgung der Jung- und der Reisetauben die sogenannten Herwi-Tränken bei denen die Tauben, wie im Kabinenexpress, durch Stäbe trinken müssen und bei denen das Wasser aus einem Gefäß oberhalb der Trinkrinne herunter plätscher. Das funktioniert v.a. bei den Jungtauben sehr gut. Sie lernen das Trinken prima und man hat keine Arbeit damit Jungtiere einmal ins Wasser zu halten zum Trinken o.ä.
In diesem Jahr habe ich zusätzlich zu den Herwi-Tränken beim direkt beim Absetzen der Jungtiere eine herkömmliche, weiße 4-Liter-Tränke mit blauem Untersatz in den Schlag gestellt, weil ich wollte, dass die Jungtauben auch diese Tränke gleich kennenlernen. Auch das hat sehr gut funktioniert. In den letzten Wochen ist mir dann aber etwas aufgefallen, was ich sehr bemerkenswert finde: stehen sowohl die Herwi-Tränke, als auch die herkömmliche Tränke gleichzeitig gefüllt im Schlag, dann trinken die Tauben deutlich mehr und lieber aus der herkömmlichen Tränke. Woran das liegt kann ich nicht sagen, aber wenn ich beide Tränken jeweils mit 2 Litern Wasser befülle, dann ist die herkömmliche Tränke irgendwann leer, während in der Herwi-Tränke oft noch ein knapper Liter Wasser steht.
Auch gestern hörte ich von zwei Sportfreunden, hier aus der Nähe, dass dort Jungtauben abhanden gekommen seien. Es ist natürlich so, dass die Greifvögel auch weiter hungrig sind und gerade bei Angriffen durch Wanderfalken geraten die Jungtauben oft so in panik, dass sie viel zu weit weg fliegen um dann bei der Hitze heimzukehren. Besonders heftig wird es übrigens, so ist meine Erfahrung, mit den Angriffen der Greivögel nach Abklingen der Hitzewelle. Sie jagen dann extrem aktiv. Wahrscheinlich, weil sie während der Hitze nicht so viel jagen und auch nicht so viel Beute finden.
Heute wird wohl sie Absage für das komplette nächste Wochenende durch die FSK für Taubenflüge kommen. Dann wird es wieder Geschrei geben und einige Züchter werden wieder kundtun, dass man früher auch bei Hitze geschickt habe. Aber die Zeiten haben sich halt geändert. Übrigens hört man von den vermeintlich besten Züchtern in Deutschland nie Klagen darüber, dass Flüge ausfallen oder dass es Flugbeschränkungen gibt. Diese Sportfreunde haben wenig Probleme damit und bereiten ihre Tauben so vor, dass sie trotzdem wieder gute Resultate erzielen.
 

Dienstag, 23.06.2026
Sascha am 23.06.2026 um 06:02 (UTC)
 Gestern hat die Flugsicherungskomission bereits eine Vorabinformation an die Flugleiter für das kommende Wochenende herausgegeben. Da die Hitzewelle wohl anhalten und sich zum Ende der Woche eher noch steigern wird, ist es möglich, dass auch am kommenden Wochenende Flugbeschränkungen oder gar eine komplette Flugsperre erteilt wird. Aktuell melden die Wetterberichte dann für die kommende Woche weiter sonniges Wetter, jedoch mit angenehmeren Temperaturen. Vermutlich spekuliert man seitens der Verantwortlichen dararuf, dass man dann Flüge am Montag oder ausnahmsweise auch am Dienstag oder Mittwoch genehmigt und durchführt.
Insgesamt ist die Situation sicher nicht einfach, aber wir machen uns mit unserem veralteten Reisesystem auch selbst das Leben schwer. Wenn dann tatsächlich Alttaubenflüge unter der Woche stattfinden und überall aufgelassen werden darf, dann kann man hinsichtlich der Jungtauben sehen wie man klar kommt. Ein Herauslassen am Vormittag wäre dann ein sehr großes Risiko, denn dort wo größere Schwärme Alttauben durchziehen, da fliegen die Jungtiere auch gerne mal mit - und das durchaus auf große Entfernungen und kommen dann, zumindest teilweise, nicht zurück.
Gestern berichteten mir unabhängig voneinander zwei Züchter von größeren Jungtaubenverlusten, die sie sich nicht erklären konnten. Der eine hatte seine Tiere früg morgens herausgelassen, sie waren weg gezogen und kamen dann in Grüppchen nach längerer Zeit und dann auch einzeln wieder. Am Abend fehlten 15 Prozent seiner Tiere.
Ein anderer Sportfreund in einer anderen Region hatte den Tauben erst kurz nach Mittag Freiflug gewährt. Auch dort kamen die Tiere in Grüppchen heim und dann einzeln und es fehlten am Abend 40 Prozent der Tiere.
Was passiert ist kann man nicht sagen. Es gibt sicherlich sogenannte Sportfreunde, welche die aktuelle Situation in der Altreise nicht aushalten und dann meinen ihre Alttiere privat trainieren zu müssen. Da ist es schon vorstellbar dass Jungtiere mal mitfliegen und nicht wieder zurückfinden. V.a. aufgrund der aufkommenden, hohen Temperaturen. Man weiß leider auch nie wann hier Auflässe polnischer Verbände irgendwo durchgeführt werden. Wenn aber nachmittags Jungtauben verloren gehen, dann liegt das möglicherweise eher an Greifvogelangriffen o.ä. Es ist tatsächlich schwer zu sagen. Vielleicht werden den Züchtern verflogene Jungtauben gemeldet und sie wissend dann, wo die Tiere hingezogen sind.
Unsere eigenen Jungtauben bekommen derzeit Freiflug so gut wie es die Zeit zulässt und können dann den ganzen Tag machen was sie wollen. Auf dem Dach sitzen, fliegen, sich im Schlag aufhalten. Erst am Abend rufe ich sie herein und füttere sie. Wichtig ist, dass sie den ganzen Tag über ausreichend Trinkwasser haben. Dazu stehen im Schlag drei große Tränken. Da unser Jungtaubenschlag oben im Dachfirst ist und es auch aufgrund der dunklen Dachpfannen dort teilweise sehr heiß wird, sitzen die Tiere manchmal trotz der Hitze lieber draußen als im Schlag. Wenn ausreichend Wasser zur Verfügung steht, dann wissen die Tauben, so denke ich, selbst am Besten was gut für sie ist.
 

Montag, 22.06.2026
Sascha am 22.06.2026 um 05:23 (UTC)
 Gestern mittag hatte ich es mir in unserem Garten im Schatten bequem gemacht. Es war kurz nach 12 Uhr. Plötzlich rauschte es über mir und zwei große Taubenschwärme flogen direkt über mich hinweg. Leider ging alles so schnell, dass ich es nicht filmen oder fotografieren konnte. Ich dachte bei mir: "Wer lässt denn um diese Zeit Tauben auf?" Als ich dann die Auflasskarte unseres Verbandes im Handy ansah, konnt ich sehen, dass eine RV unseres Regionalverbandes vom Auflassort zurück gefahren war und die Tauben nun heimatnah, etwa fünf Kilometer entfernt, aufgelassen wurden um dann schnell nach hause zu fliegen. Ich denke das wird auch gut funktioniert haben.
Ähnliches haben gestern mehrere RVen auf unserer Südostrichtung praktiziert. Entweder heimatnah aufgelassen oder aber zurück in die Einsatzstelle gefahren und die Tauben aus dem Kabi gefangen. Auch unsere Nachbar-RV, die mit unserem Kabi unterwegs war, während unser Flugleiter für unsere RV abgesagt hatte, musste die Tauben wenige Kilometer von zuhause entfernt starten. Andere Organisationen sind auf sehr kurze Entfernungen zurück gefahren und haben dann Preisflüge von 150 KM o.ä. durchgeführt. Egal was nun im Einzelnen praktiziert wurde, es ist nicht leicht für die Flugleiter oder andere Verantwortliche richtige Entscheidungen zu treffen bei schwierigen Wetterbedingungen. Was mich aber immer wieder wundert: warum fahren einige RVen überhaupt los, wenn das Wetter doch spätestens am Nachmittag des Vortages so absehbar war? Jeder hätte beim Blick auf die Vorhersagen spätestens am Einsatztag ab 16 oder 17 Uhr sehen können, dass es keinen Sinn macht überhaupt die (schon verkürzten) Auflassorte anzufahren. Die Flugleiter sehen das doch auch.
Mein Eindruck ist aber, dass es zumindest einzelne, sehr erfolgsbesessene Sportfreunde gibt, die ihre Tauben und da speziell die Weibchen, lieber im Kabi sitzen haben (auch wenn sie nur durch die Gegend gefahren werden), als dass sie sie ohne Belastung zu hause haben.
Es ist aber so, dass die große Mehrheit der Züchter, die aktuell noch an der Reise teilnimmt, besser mit einer klaren Entscheidung leben können (z.b. einer Absage des Fluges), als mit einem Hin und Her und damit, dass dann, obwohl kein regulärer Flug stattfindet, fast der ganze Sonntag im Eimer ist.
Auch für die nun kommende Woche ist weiter große Hitze angesagt und wenn es so kommt, stehen viele Organisationen am kommenden Wochenende vor ähnlichen Problemen wie zuletzt. Ich denke, dass man sich schon jetzt darüber Gedanken machen sollte und dann frühzeitig Entscheidungen getroffen werden müssen.
Lange kann es in dem Zusammenhang auch nicht mehr dauern, bis unsere Verbandsgremien irgendwelche Anpassungen an den Meisterschaftsbedingungen und As-Tauben-Bedingungen etc. vornehmen werden. Denn es ist schon jetzt wieder absehbar, dass nur wenige Organisationen innerhalb des Verbandes die Mindetbedingungen für die Meisterschaften überhaupt erfüllen können. Einfacher wäre es die Meisterschaften auf Verbandsebene abzuschaffen und endlich wieder in die Hände der Regionalverbände oder was auch immer zu legen. Dann kann man sich dort Gedanken machen und entscheiden wie man auf Flugausfälle und Verlegungen und Veränderungen der Flugstrecken reagiert. Das wäre allemal besser als weiter auf deutschen Meisterschaften zu beharren, die in der aktuellen Situation überhaupt keinen Sinn mehr machen.
 

Sonntag, 21.06.2026
Sascha am 21.06.2026 um 04:29 (UTC)
 Es ist gerade genau 6 Uhr am Sonntagmorgen und hier bei uns geht aktuell ein mächtiges Gewitter herunter. Hoffentlich reinigt das etwas die Luft, denn es war gestern Abend und in der Nacht unerträglich schwül.
Gestern Abend um kurz vor 19 Uhr hatte ich noch einen befreundeten Züchter aus einem anderen Regionalverband eine Nachricht geschrieben, dass er seine Tauben zuhause lassen solle, Denn das Wetter war genau so vorhergesagt worden für heute morgen. Aber er war da wohl schon unterwegs zu Einsatzstelle. Auch der Kabi unserer RV rollte da bereits über die Autobahn. Allerdings nur mit den Tauben unseres Transportgemeinschaftspartners. Der Flugleiter unserer Reisevereinigung hatte den Flug für unsere Züchter aufgrund des Wetters und der gestrigen Flugverläufe am Nachmittag noch abgesagt, Unsere Partner-RV wollte aber wohl unbedingt einen Flug machen.
So war es, wie ich hörte, auch in anderen Regionen und Regionalverbänden. Die einen wollten losfahren, die anderen nicht. Es gab viele Diskussionen allenthalben. Grund dafür waren u.a. sehr schlecht verlaufende Flüge gestern. V.a. auf unserer Südostrichtung. Da wurden tatächlich Auflässe auf etwa 240 - 250 KM Entfernung erst um 8.15 Uhr durchgeführt. Ich hatte kürzlich noch geschrieben, dass die Tauben bei solchen Wetterbedingungen in ihrer großen Mehrheit zwischen 10 und 11 Uhr zuhause sein müssen, sonst wird die Hitze zu groß. Das ist bei einem Start um 8.15 Uhr natürlich nicht möglich und entsprechend schlecht sind dann die Flugverläufe. Ich möchte es hier nicht weiter ausführen, aber solche Entscheidungen sind nicht nachzuvollziehen.
Genauso wenig ist es nachzuvollziehen, dass beispielsweise die RV des Vorsitzenden der FSK meint einen Flug über eine Distanz zu machen, bei der die hinteren Schläge fast 290 KM Entfernung aufweisen. Was soll so etwas?
Gerade bei schwierigen Bedingungen müssen wir den Brieftaubensport und die Auflässe von den schwächeren Schlägen aus denken, denn dort fehlen dann die Tauben noch und kommen schwierig nach aufgrund der Hitze. Aber scheinbar denken einige Verantwortliche den Brieftaubensport immer nur aus Richtung der besten Züchter und die Flüge werden dann für irgendwelche Meisterschaften durchgeführt oder damit die Tiere nicht ein Wochenende mal zu hause sitzen müssen.
Ich kann allen Flugleitern, die heute Tauben in den Kabis zu betreuen haben, nur ein gutes Händchen wünschen, Ein Risiko bei den Auflässen ist in jeder Hinsicht zu vermeiden.
Es ist jetzt 6.35 Uhr und es blitzt und donnert noch immer.

Ein Blick aktuell aus unserem Fenster



Das aktuelle Radarbild


 

Samstag, 20.06.2026
Sascha am 20.06.2026 um 05:42 (UTC)
 Gestern am späten Abend ist hier eine mächtige Gewitterfront durchgezogen mit. Starkregen, etwas Hagel und teilweise sehr starkem Wind. Das war schon eindruckvoll und hat dafür gesorgt, dass zumindest heute morgen die Luft vorrübergehend ein wenig besser ist. Aktuell ist es noch recht stark bewölkt, aber gleich werden die Wolken weg gezogen sein bzw. sich auflösen und dann wird erneut Hitze Einzug halten.
Heute sind nicht allzu viele RVen und Transportgemeinschaften unterwegs. Viele haben bereits aufgelassen. Andere müssen noch warten.
An wetterbedingt solch schwierigen Wochenenden wäre es vielleicht zielführend, wenn man die Flüge einmal näher analysieren würde. Oft wird nur auf die Konkurzeiten geschaut, aber nicht darauf wie die Flüge verlaufen sind.
Wenn es nun eine Anweisung für dieses Wochenende gäbe, dass alle RVen mit ihren Züchtern das Auslesen der Konstatiergeräte einmal erst ab 13 oder 14 Uhr vornehmen und die Züchter bitte die Geräte auch so lange angeschlossen lassen, dann könnte man über die Preislistenhersteller und die Daten einmal sehen wieviele Tauben um diese Zeit noch fehlen. Sind fast alle da? Fehlen noch zu viele? Es wäre interessant das einmal zu sehen, denn bei der Hitze kommen dann am Nachmittag erst einmal kaum Tauben nach. Wir haben inzwischen so viele Daten zu den Flügen. Wir können Wind, Temperaturen, Inversion etc. alles auswerten. Und wir haben unsere elektronischen Konstatiersysteme mit denen wir genau sehen können wann noch wieviele Tauben fehlen, wie die Tauben insgesamt gekommen sind usw. Aus diesen Daten könnten wir, wenn wir wollten, sehr viel lernen für künftige Auflässe, Flugverläufe und auch Auflassempfehlungen oder Kilometerbeschränkungen durch die FSK. Diese Daten sollten wir viel mehr nutzen.
Hier und da höre ich derzeit weiterhin von kranken Jungtauben und vereinzelt auch Schlägen auf denen es Todesfälle gibt, wenn die Tauben noch nicht gegen das Rotavirus geimpft waren. Unsere Jungtiere waren aus Zeitgründen bisher nur ein Mal geimpft und ich merke einzelnen Jungtauben an, dass da manchmal etwas "im Busch" ist. Sie fressen ein oder zwei Tage nicht so gut, sie setzen schon einmal wässrigen oder etwas grünen Kot ab usw. Bisher waren es so drei, vier Tiere. Es waren ausschließlich Tiere der zweiten Zucht, die vor vier Wochen das erste Mal geimpft wurden. Ich setze sie dann alleine und warte und nach zwei Tagen ist es dann überstanden. Ich bin aber überzeugt, dass ohne die Impfung mit dem RP-Impfstoff hier auch Todesfälle zu beklagen wären. Hätte ich bereits zwei Mal geimpft wäre vermutlich alles in bester Ordnung und mir würde gar nichts auffallen. Insofern ist es aber für mich weiterhin klar, dass die Impfung ihren Dienst tut. Das ist das Wichtigste.
 

Freitag, 19.06.2026
Sascha am 19.06.2026 um 04:18 (UTC)
 Auf meinen gestrigen Beitrag gab es insgesamt sehr viele Reaktionen. Ich finde es angenehm, dass man Themen wie Hitzeflüge und Auflässe bei hohen Temperaturen durchaus kontrovers diskutieren kann, ohne dass man sich gleich angiftet, weil man unterschiedlicher Meinung gibt.
Es gibt Sportfreunde, die ihren Tauben Flüge bei hohen Temperaturen zutrauen und es gibt Züchter, die das nicht möchten. Ich finde beides in Ordnung. Ich denke auch, dass die allermeisten Sportfreunde sehr verantwortungsvoll mit so einer Wetterlage umgehen und sich Gedanken machen und v.a. auch ihren Flugleitern vertrauen, dass diese die richtigen Entscheidungen treffen.
Aktuell sieht es so aus, als ob auf der Südwest- oder Westrichtung der Samstag der bessere Flugtag ist und auf der Südostrichtung und vielleicht auch auf der Ostrichtung (ich habe da nicht immer alles genau im Blick) der Sonntag.
Das Wetter scheint so, als ob Flüge ordentlich möglich sind, wenn die Tauben in ihrer Mehrheit zwischen 10 und 11 Uhr daheim sein können. Man darf nicht vergessen, dass die Tiere inzwischen in bestern Verfassung sein sollten und eingeflogen sind und auch wissen was sie tun müssen. Das wäre zu einem früheren Zeitpunkt in der Saison schwieriger.
Ein anderer Punkt ist das Einkorben der Tauben bei hohen Temperaturen, der Transport zur Einsatzstelle und das Einsatzgeschäft. Da ist entwickeln die Tauben schon ordentlich Durst und am wichtigsten ist, dass sie schon beim Einsetzen, beim Transport und am Auflassort immer gut getränkt werden. Auch direkt vor dem Auflass sollten die Fahrer noch einmal frisches Wasser nachlaufen lassen. Allerdings ist es so, dass die Tauben oft frühmorgens zwischen 5 und 6 Uhr nur wenig trinken, selbst wenn man die Tränken im Kabi frisch befüllt. Aber aufgrund der Temperaturen müssen die Tauben an diesem Flugwochenende halt früh aufgelassen werden.
Ein Problem bekommen leider jene Tauben, die es, aus welchen Gründen auch immer, nicht rechtzeitig nach hause schaffen, denn wenn sie bei den hohen Temperaturen erst einmal sitzen, dann sitzen sie.
Letztlich bleibt es dabei, dass der Züchter individuell entscheiden muss was er möchte, was er den Tauben zutraut und wie er selbst die Wetterbedingungen einschätzt.
Es wäre auch alles kein großes Thema, wenn wir in Deutschland nicht so ein veraltetes Reisesystem hätten. Die Züchter und Flugkeiter treffen in aller Regel richtige Entscheidungen. Fehlentscheidungen hinsichtlich Auflässen oder ob man seine Tauben überhaupt reist, entstehen v.a. durch unsere Meisterschaftsmodelle und dadurch, dass in Deutschland praktisch nichts mehr wichtig ist im Brieftaubensport als irgendeine Meisterschaft auf RV-, Regionalverbands- oder Bundesebene.
Dieser Druck bestimmte Flüge durchzuführen oder der Druck unbedingt Tauben reisen zu müssen, wenn man eine Meisterschaft gewinnen will, muss aus unserem Reisesystem heraus. Wir sollten viel mehr Wert auf einzelne Flüge legen - wie auch immer diese dann gestaltet sind. Das würde es praktisch allen Beteiligten vom Züchter, über die Flugleiter bis hin zur Flugsicherungskomission viel einfacher und leichter machen.
 

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