| | In unserem Zuchtschlag schlüpft nun die zweite Runde der Jungtauben 2026. Bisher ist die Zuchtperiode sehr gut und völlig problemlos verlaufen. Beim zweiten Gelege scheint es, wenn ich richtig nachgesehen habe, kein einziges unbefruchtetes Ei zu geben und ich hoffe, dass die Jungtiere dann auch entsprechend alle schlüpfen. Die Jungtauben der ersten Zucht sind inzwischen alle zum ersten Mal gegen PMV/Rota geimpft und müssten eigentlich langsam nach draußen. Allerdings wr mir bislang die Bedrohung durch die Greifvögel einfach zu groß. Ich muss schauen wie es da in den nächsten Tagen weiter geht.
Gestern war es hier doch sehr windig. Die Tauben machten beim Freiflug am Nachmittag doch gehörig Tempo. Das sieht toll aus und ist sicherlich auch ein Zeichen von guter Verfassung, wenn sie so fliegen. Allerdings habe ich doch auch immer Bedenken, dass dann plötzlich mal ein Schiefflieger dabei ist. Bisher ist alles gut gegangen und ich hoffe dass es auch so bleibt. Die Männchen scheinen mir bezüglich der Schiefflieger-Problematik auch insgesamt anfälliger zu sein als Täubinnen. Warum auch immer. Ich versuche dahingehend vorzubeugen, dass die Tauben derzeit sehr viel Mineralien bekommen. Mineralpulver über das Futter, Elektrolyte über die Tränke und selbstverständlich auch zwei Mal am Tag frisch Grit und Mineralien zur freien Aufnahme. Ich kann nur hoffen, dass das unterstützend etwas hilft.
Nachdem die Vögel gestern so etwa eine gute halbe Stunde in der Luft waren tauchte auch der Habicht hoch am Himmel auf. Allerdings schien er nur zu schauen und griff nicht an und wurde dann auch von zwei Turmfalken, die hier gerade paaren, immer wieder angeflogen und schließlich vertrieben. Insgesamt schien der Greif keinen großen Hunger zu haben.
Ich hatte vor ein paar Tagen über einen blauen Zuflieger geschrieben, der hier auf der Voliere saß. Ich konnte ihn leider nicht fangen, habe ihn aber immer mit Futter versorgt. Wenn ich unsere Vögel herausließ flog er auch immer eine Weile mit ihnen. Seit dem Habichtsangriff vorgestern ist er allerdings verschwunden. Entweder hat er sich aufgrund der Bedrohung auf den Weg nach hause gemacht oder aber er wurde bei der Attacke geschlagen. Ich hoffe einfach, dass Ersteres der Fall ist.
Ich hoffe dass die Vorflüge gestern hier in der Region gut verlaufen sind. Das Wetter war den ganzen Tag über sehr gut. Allerdings war es doch wirklich sehr windig und das kann dann doch, gerade für unerfahrene Tauben, schon zu einem Problem werden, wenn sie bei Rückenwind mit hoher Geschwindigkeit über das Ziel hinaus schießen. Außerdem ist es hier doch immer ein ordentliches Durcheinander. Da werden Tauben auf der Südost- und auf der Südwestrichtung fast gleichzeitig gestartet oder so versetzt, dass sie sich durchaus kreuzen können. Auch das kann hier und da Schwierigkeiten mit sich bringen. In der vergangenen Nacht hat es dann ordentlich geregent, aber heute am Tag ist das Wetter wieder ok. Vielleicht schafft es dann noch die ein oder andere verflogene Taube nach hause. Es ist allerdings erneut recht kühl.
Gestern hörte ich von zwei weiteren Züchtern aus unserer RV mit relativ kleinen Reisebeständen von unter 20 Tauben, dass sie vielleicht gar nicht an der Altreise teilnehmen können oder wollen, weil sie zum jetzigen Zeitpunkt schon zu viele Tauben aus ihrem kleinen Bestand an die Greifvögel verloren haben. Wenn ich dann andererseits höre, dass sich einzelne Sportfreunde aus unserer RV darüber ärgern, dass die Vorflüge noch nicht begonnen haben, dann frage ich mich, auf welchem Planeten diese Züchter eigentlich leben. Wir können den Brieftaubensport nur gemeinsam ausüben. Wenn jeder nur an sich selbst denkt, dann funktioniert es nicht. Gemeinsamkeit heißt aber auch daran zu denken, dass es Sportfreunde mit kleineren Beständen gibt, die nicht mal eben auf mehrere Tauben verzichten können, die durch Greifvögel geschlagen wurden. Ich habe allerdings das Gefühl, dass dieses Gemeinschaftsgefühl heutzutage kaum noch existent ist.
Unsere Verbandszeitschrift "Die Brieftaube" bekomme ich immer als Online-Ausgabe. Die aktuelle Ausgabe ist allerdings noch nicht zum Download bereit gestellt, obwohl sie als Papierausgabe den Lesern, zumindest teilweise, schon zugestellt ist. Als ich auf der Homepage unseres Verbands nachschaute, ob die Zeitschrift verfügbar ist, fiel mir auf, dass der letzte Artikel, der für alle dort zugänglich lesbar ist, genau 4 Wochen alt und auch nur ein Verweis auf die Folge 5 ist, in der die Bestimmungen zur Reisesaison nachzulesen sind. Um es kurz zu machen: die Öffentlichkeits- und Mitgliederarbeit unseres Verbandes über die Verbandshomepage ist insgesamt ein Desaster! | | | |
|