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Mittwoch, 28.01.2026
Sascha am 28.01.2026 um 16:46 (UTC)
 Die Zuchtsaison steht für uns nun wieder unmittelbar vor der Tür. In knapp einer Woche möchte ich die Zuchttauben verpaaren. Ich versuche sie, wie ich bereits beschrieben habe, mit etwas Licht und entsprechender Versorgung in eine gute Zuchtverfassung zu bekommen. Die Zuchtttauben haben ihre Impfungen bekommen und mehr nicht. Ich habe keinerlei Medikamente eingesetzt und werde auch keine Medikamente auf Eiern (z.b. gegen Trichomonaden) o.ä. einsetzen.
Die Zuchttauben müssen während des gesamten Jahres nichts leisten als drei oder maximal vier Gelege Jungtiere aufzuziehen und wenn sie das ohne Medizin nicht schaffen, dann möchte ich sie nicht in unserem Schlag haben.
Zuletzt habe ich die meisten Zuchttiere so nach und nach in die Hand genommen und ihr Gewicht und ihre Verfassung überprüft. Es war alles ok. Die Tiere sind in guter Verfassung. Einzig der alte Vogel 12-118, der ja nun bereits 14 Jahre alt wird, hat doch körperlich ein wenig nachgelassen und hat nicht mehr so viel Volumen. Er hat bis letztes Jahr praktisch jedes Ei befruchtet. Ich werde ihn aber jetzt noch nicht verpaaren, sondern es wahrscheinlich später einmal versuchen mit einem sehr jungen Weibchen sobald es wärmer ist. Wenn er weiter befruchtet, dann ist es gut. Vielleicht lege ich die Eier dann aber um. Aber da er eine junge Täubin bekommen wird, kann es auch sein, dass ich die Eier, falls sie befruchtet sind, liegen und aufziehen lasse. Das entscheide ich später.
Bei den anderen Zucht- und Vermehrungspaaren achte ich darauf, dass ältere Zuchttiere mit jüngeren Partnern verpaart werden. Ansonsten versuche ich so zu paaren, dass die Paarung nicht zu eng in einer Linie ist und dass die Tauben nach meinem Empfinden körperlich gut zueinander passen. Und dann kann ich letztlich nur hoffen, dass wir hier und da eine gute Taube züchten, die später gute Reise- und/oder Zuchtergebnisse abliefert.
Aber wenn man einmal überlegt wieviele Tauben aus einem Jahrgang wirklich nach drei, vier, fünf Jahren noch da sind und sehr gute Leistungen gebracht haben, dann sind es letztlich doch sehr, sehr wenig. Und das völlig abgesehen davon wie der Leistungsstand eines Schlages insgesamt ist.
Andererseits ist es so, dass in jedem Jahrgang tausende von Kindern mit dem Fußballspielen beginnen. Aber wieviele davon haben später wirklich das Talent und den Willen sehr hochklassig zu spielen und vielleicht Profi zu werden? Die Wenigsten! Genauso ist es bei unseren Tauben. Trotz vielleicht bester genetischer Voraussetzungen züchten wir am Ende nur ganz wenige erstklassige Tauben, die vielleicht mehrere Jahre erfolgreich sein können. Ein guter Züchter oder Trainer holt aus durschnittlich begabten Tieren oder Fußballern vielleicht insgesamt etwas mehr Leistung heraus. Aber die wirklichen Topleistungen bringen nur die außergewöhnlichen Talente. Diese zu züchten bleibt in der Brieftaubenzucht immer das Ziel. Aber ob es gelingt - das hat wohl auch ein wenig mit Glück zu tun.
 

Dienstag, 27.01.2026
Sascha am 27.01.2026 um 14:26 (UTC)
 Zu meinem gestrigen Beitrag hier hat mir ein Sportfreund folgende Nachricht geschrieben: "Habe gerade deinen Blog gelesen. Ich bin immer noch der Meinung: Ein Futter für die ganze Woche. Je nach Flugverlauf am Anfang der Woche mit Paddy verdünnt. Das mischen der vielen Futtersorten entfällt." Er reist mit diesem System sehr gut und ich kann auch den Gedanken gut nachvollziehen, dass man mit einer Futtersorte und etwas Paddy-Reis zum Verdünnen oder am Ende der Woche noch etwas fetthaltigen Körnern sehr einfach und gut die Tauben versorgen kann und damit sehr gute Ergebnisse erzielen kann.
Wir haben das hier auch schon so gehandhabt. Eine Grundmischung, etwas Paddy-Reise oder Gerste am Anfang der Woche um das Futter leichter zu machen und Mitte/Ende der Woche etwas Hanf, Nüsse oder Sonnenblumenkerne gab es dann. Es funktionierte auch gut.
Aber es funktionierte hier bei uns nicht so gut wie mit den fertig gemischten Sorten von Matador. Mit Letzteren flogen die Tauben einfach mehr Spitze und es gelang uns die Tauben besser "auf den Punkt", also den Flugtag hin zu füttern.
Versorgt man die Reisetauben nur mit einer Sorte und ergänzt diese dann nur ein wenig, dann muss man, so denke ich, die Tauben gut beobachten. Was brauchen sie? Wie leicht darf ich füttern oder wieviel Fett muss ich Ende der Woche ergänzen. Das ist sehr stark eine Sache der Beobachtung und des Gefühls.
Es geht auch immer darum: was möchte ich mit den Tauben erreichen? Wenn ich sage: ich möchte viele Tauben mit möglichst vielen Preisen haben, dann geht es mit einer sehr simplen Versorgung meistens recht gut. Wenn es einem wichtiger ist mehr Spitzenpreise zufliegen auch auf die Gefahr hin, dass die Tauben mal "daneben hauen", dann denke ich, ist eine Fütterung mehr auf den Punkt besser wie wie sie hier beispielsweise mit dem Matador-Plan verfolgen.
Ich freue mich selbstverständlich auch über Tauben, die viel und zuverlässig ihre Preise fliegen. Aber noch mehr freue ich mich über Tauben, die immer wieder mal Spitze fliegen können. Tauben, die zweistellig und sehr oft Spitze fliegen sind selten. Häufiger gibt es Tiere, die zweistellig fliegen. aber dann nicht so oft in die Spitze und es gibt auch häufiger Tauben, die sieben, acht oder neun Preise fliegen, aber dann doch relativ oft vorne in die Spitze fliegen.
Ich selbst freue mich zunehmend in den letzten Jahren mehr über Tauben, die in die Spitze fliegen können - und das mehrfach. Wenn sie dann noch viele Preise fliegen ist es super. Aber wenn sie Spitze und ein paar Preise weniger fliegen, dann ist das auch prima.
Mein Gefühl und meine Erfahrung ist, dass das für uns hier besser mit einem Programm, wie beispielsweise dem gestern dargestellten von Matador, funktioniert. Nicht notwendigerweise. Aber bei uns ist es wohl so.
Davon abgesehen ist es für mich auch einfacher damit die Tauben zu versorgen, wenn ich wenig Zeit habe. Wenn ich weiß dass am kommenden Wochenende 400 KM auf dem Programm stehen und ich anhand von Wind und Wetter etwa weiß wie lange die Tauben fliegen, dann kann ich auf den Plan schauen und weiß was ich füttere. Und damit bekomme ich in der Regel die Tauben sehr gut hin.
Füttere ich nur eine Mischung, die über die Woche praktisch gleich ist, dann ist meine Erfahrung, dass einige Tauben (gerade bei unseren Witwervögeln) schon donnerstags oder freitags in Topform sind und die Form dann wieder etwas abfällt zum Flug hin und andere erst zu spät in die richtige Verfassung kommen usw. Kurz gesagt: mit den drei Mischungen gelingt es mir persönlich etwas besser die Form der Vögel zu steuern. Mit nur einer Mischung tue ich mich da insgesamt schwerer, aber es mag Züchter geben bei denen es genau anders herum ist. Jeder muss das letztlich für sich herausfinden und entscheiden.
Was ich aber auch noch sagen möchte: ich bin bezogen auf unsere Reisevögel kein Freund von Paddy-Reis oder Gerste etc. Mein Vater sagte immer: "Das ist Hühnerfutter." Ich erinnere mich daran, als wir 2008 schon das Matador-Programm fütterten. Damals gab es die Mischung "Super-Start" noch nicht, die sehr gehaltvoll ist. Es gab die Mischungen "Start", "Reise" und "Turbo-Fett". Die Vögel kamen vom Flug und erhielten die Mischung "Start", die sehr viel Gerste und Paddy-Reis enthält. Sie wurden reichlich gefüttert, aber irgendwie hatten sie trotzdem noch Hunger. Mein Vater sagte damals: "Was ist das für ein Scheißfutter?! Die fressen Gerste und Paddy nicht gerne. Gib denen was Gescheites." Und das haben wir dann auch getan und die Tauben fraßen gut und erholten sich besser. Dann wurde irgendwann die Mischung "Super-Start" herausgebracht und damit lief es für uns einfach am Besten. Ein leichtverdauliches und sehr gehaltvolles Futter für den Rückkehrtag und ein, zwei Tage danach. Für unsere Ansprüche war es perfekt.
Trotzdem haben wir zwischenzeitlich auch immer mal wieder etwas ausprobiert. Mit nur ein oder zwei Mischungen und im letzten Jahr auch (aus Zeitgründen) mit Standfutter. Am Ende ist alles machbar und man kann erfolgreich sein mit allen denkbaren Futtermethoden. Hier aber habe ich immer das beste Gefühl mit der Systemfütterung gehabt und hatte auch immer den Eindruck, dass es für unsere Tauben am Besten ist.
 

Montag, 26.01.2026
Sascha am 26.01.2026 um 16:08 (UTC)
 Seit heute morgen ist hier noch einmal ordentlich Schnee vom Himmel gefallen. Ein wenig schneit es immernoch. Eigentlich ein normaler Wintertag, aber in den letzten Jahren sind wir insgesamt ja nicht mehr an so sehr viel Schnee gewöhnt. Die Tauben picken, wie immer wenn frischer Schnee gefallen ist, viel darin herum. Warum sie das tun kann ich nicht sagen. Anschließend ist bei vielen Tieren der Kot weicher. Aber darum mache ich mir keine Gedanken. Die Temperaturen sind auch insgesamt nicht besonders niedrig, sondern liegen nur knapp unter dem Gefrierpunkt, sodass ich die Fütterung nicht anpassen muss. Da die Zuchttauben bald verpaart werden wird das Futter, so wie ich es bereits beschrieben hatte, ohnehin jetzt ein wenig gehaltvoller gemacht. Von der Menge her gibt es aber nicht mehr.
Unser Zuchtfutter, welches ich in diesem Jahr verwenden möchte, wird wohl auch in Kürze geliefert, sodass dann alles für die Zuchtphase vorbereitet ist. Ich werde das Futter einmal vorstellen, wenn ich es erhalten habe. Es ist eine Mischung, die ich bisher noch nicht verwendet habe, aber von der Qualität des Futters habe ich mich im Vorfeld schon überzeugt.
Weiterhin befasse ich mich gerade in Gedanken schon mit der kommenden Reisesaison und was die Fütterung der Tauben betrifft werde ich wieder, nachdem ich in den letzten zwei, drei Jahren einige Versuche gemacht hatte, zum Matador-Programm zurückkehren. Insgesamt bin ich mit der Versorgung der Reisetauben in Anlehnung an den Futterplan "Atheltic-Südost" von Matador immer am besten zurecht gekommen. Ich will nicht sagen, dass die Tauben damit besser fliegen als mit anderem Futter oder gar, dass das Futter besser ist. Aber hier bei uns im Schlag funktionierte es mit dieser Form der Versorgung einfach am Besten.
Die Firma Matador hat diesen Plan zum kommenden Jahr wieder ein wenig verändert, weil man nochmal eine neue Mischung auf den Markt gebracht hat, aber ich bleibe hier bei dem Plan, der sich in einigen Jahren sehr gut bewährt hat mit den Futtermischungen Premium Superstart, Premium Athletic und Turbo Extrem. Das ist letztlich das Gerüst mit dem wir in der Saison die Tauben versorgen werden. Alles andere werde ich zur Reise hin einmal hier niederschreiben.

 

Samstag, 24.01.2026
Sascha am 24.01.2026 um 07:22 (UTC)
 Mein Plan ist in diesem Jahr die Zuchttauben in der ersten Februar-Woche anzupaaren. Dazu habe ich mir auf der Arbeit einige Tage frei genommen um die Paarung der Tauben in aller Ruhe durchführen zu können. Es ist jetzt etwa eine Woche her da meldeten die Wetterberichte unisono in den Langzeitberichten für Ende Januar und Anfang Februar für unsere Region Dauerfrost und Nachttemperaturen bis Minus 10 Grad Celsius. Diese Wettervorhersagen sind inzwischen in komplette Gegenteil umgeschlagen und die Vorhersagen sind so, dass wir ab dem kommenden Wochende durchgängig nachts und am Tag von 5 bis 10 Grad Plus bekommen sollen. Ich hoffe, dass die Prognosen so bleiben, denn das wäre für die Paarung der Tauben deutlich angenehmer. V.a. auch für mich.
Ich verfolge auch in den Wintermonaten die Wettervorhersagen sehr genau und kann nur feststellen, dass sie sehr ungenau geworden sind. Maximal ein oder zwei Tage können die Meteorologen das Wetter wirklich einigermaßen präzise vorhersagen. Da gehen dann meine Gedanken wieder in unsere Brieftauben-Reisesaison in der die Flugleiter regelmäßig schon montags, dienstags oder mittwochs Überlegungen anstellen, ob Flüge vorgezogen oder nach hinten geschoben werden müssen. Wenn man einmal Analysen betreiben würde im Nachgang zu einer Saison, dann würde man feststellen, dass sicherlich zwei Drittel der Flugverlegungen unnötig waren und am Ende keine besseren und leider oftmals sogar schwierigere Flugverläufe mit sich gebracht haben als wenn man es beim ursprünglichen Flugtag belassen hätte. Mein Eindruck ist aber, dass man sich um diese Dinge in der Flugsicherungskomission und im gesamten Flugleiterwesen leider wenige Gedanken macht. Die vielen Verschiebungen kosten uns auf ein Jahr gesehen eher Züchter und Tauben, als wenn wir unsere Flugtermine größtenteils so wahrnehmen würden, wie sie ursprünglich angesetzt waren.
Zur Zuchtvorbereitung werde ich die Zuchttauben ab etwa Montag belichten und zwar von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. 14 Stunden Licht reicht allemal um die Tauben, die teilweise jetzt schon recht paarig sind, in gute Verfassung zu bringen. Und die Belichtung erfolgt auch nicht länger als 7 Tage. Vor einigen Jahren wollte ich die Zuchttauben einmal für mehr als 10 Tage belichten mit dem Ergebnis, dass die Zuchttäubinnen in ihrer Voliere begannen unter einander zu paaren und viel zu früh die ersten Eier fielen.
An der Versorgung ändere ich hier nichts. Sie geht so weiter wie bisher und wie es immer gemacht wird. Nur in das Winterfutter gebe ich zusätzlich etwas Hanf und die Ölsämereien der Firma Spinne und ich lasse etwas vom geschälten Hafer weg. Auch die Menge wird nicht erhöht. Die Tauben sind in einer prima Verfassung. Nicht zu schwer und nicht zu leicht. Letztlich sind sie genau so wie sie zur Anpaarung sein sollten.
 

Donnerstag, 22.01.2026
Sascha am 22.01.2026 um 06:46 (UTC)
 In gut zwei Wochen beginnt in Dortmund die früher als "Brieftauben-Olympiade" bezeichnete Veranstaltung "International Racing Pigeon Fair". Aus namensrechtlichen Gründen darf diese dreitägige Zusammenkunft von Brieftaubenzüchtern aus aller Welt nicht mehr als "Olympiade" bezeichnet werden. Ich finde es etwas schade, aber es geht halt, wie fast immer im Leben, selbst bei solch einer Namensgebung immer um viel Geld.
Viele Informationen zu dieser Verabstaltung findet man auf der eigens dafür eingerichteten Homepage

39. International Pigeon Fair Dortmund 2026

Ich habe mich zuletzt dort auch ein wenig informiert. Planerisch scheint das alles sehr gut durchdacht zu sein. Man kann Tickets vorab kaufen, man kann sich das Programm ansehen und die Versteigerungstauben und es gibt einen Hallenplan mit den Ausstellern. Unser deutscher Verband bewirbt derzeit über die sozialen Medien die Abendveranstaltungen und die Eröffnungsfeier. Ich denke, dass gerade bei den doch recht hohen Preisen für die Abendveranstaltungen so mancher Züchter auf eine Teilnahme dort verzichten wird. Ich weiß nicht ob es wirklich notwendig ist, dass Eintrittskarten für das Gala-Dinner am Samstag 150 Euro kosten müssen. Ja, Getränke, Essen und Eintritt ins deutsche Fußballmuseum sind inklusive. Aber das ist trotzdem ein wirklich stolzer Preis.
Ohnehin kann ich persönlich gar nicht einschätzen wie die Besucherzahlen auf diesen drei Tagen sein werden. Wieviele Sportfreunde aus Deutschland machen sich auf den Weg nach Dortmund? Wieviele Züchter kommen aus dem Ausland? Das ist alles schwer zu sagen. Ich selbst werde mich sicherlich samstags auf den Weg nach Dortmund machen und vielleicht auch am Freitag oder Sonntag. Je nachdem wie ich Zeit und Lust habe. Für alle Züchter, die freitags schon an der Eröffnungsveranstaltung teilnehmen ist der Eintritt zur Messe am Freitag übrigens frei.
Was mich beim Blick auf das Ausstellerverzeichnis ein wenig wundert ist die Tatsache, dass dort einige große und bekannte Firmen im deutschen oder internationalen Taubensport nicht vertreten sind. So scheint die Firma Tollisan nicht vor Ort zu sein, oder die polnischen Futtermittelfirmen Elpol, Kampol oder MDM. Warum das im Einzelnen so ist kann ich nicht sagen, aber wie gesagt: es wundert mich etwas.
Am Samstag Nachmittag findet ab 15 Uhr ein Tierärzteforum mit den Tierärzten Elisabeh Peus, Pascal Lanneau, Dennis Rubbenstroth statt. Dennis hat mich bereits informiert, dass er vornehmlich zum Thema Jungtaubenkrankheit sprechen wird, aber auch diverse andere Themen behandelt werden sollen. Ich werde auf jeden Fall dort hingehen und mir anhören was die Fachleute zu berichten haben. Leider steht bisher kein Züchterforum oder etwas in der Art auf dem Programm. Es wäre doch eine herausragende Gelegenheit einmal ein ausführliches Forum mit erfolgreichen Sportfreunden (vielleicht Olympiateilnehmern) aus verschiedenen Ländern zu führen zu bestimmten Themen.
Aber bis zur "International Pigeon Fair" ist auch noch etwas Zeit und in der Woche zuvor werde ich unsere Zuchttauben wohl anpaaren. Dafür habe ich mir ein paar Tage frei genommen. Wenn das Wetter mitspielt und alles gut funktioniert werde ich eventuell auch die Reisetauben zu der Zeit verpaaren. Letzteres ist aber noch nicht sicher.
 

Mittwoch, 21.01.2026
Sascha am 21.01.2026 um 07:18 (UTC)
 Neben diversen Brieftaubenzeitschriften gibt es inzwischen viele Möglichkeiten sich per Internet über unser Hobby Brieftaubensport zu infomieren. Ich nutze das auch recht viel. Gerne lese ich auch in alten Büchern oder schaue einmal ältere Filme auf DVD an, aber online finde ich auch fast täglich interessante und lehrsame Filme und Beiträge. In anderen Ländern wie Polen, den Niederlanden oder auch Enland und den USA gibt es viele Sportfreunde, die unser Hobby in verschiedenen Formen im Netz präsentieren.
Meistens schaue ich diese Filme und Podcasts am Laptop und dann habe ich hier immer einen kleinen Kalender neben mir liegen, den ich auch als Notizbuch nutze und schreibe mir dann gelegentlichd das ein oder andere auf, was mir interessant erscheint.
Der niederländische Jungtaubenspezialist Willem de Bruijn veröffentlichte zuletzt einen Beitrag, in dem er beschrieb, dass er seine Jungtauben immer mit etwa 24 Tagen absetzt. Dann hat er in seinem Schlag einen bestimmten Bereich mit einer Holzlatte abgeteilt und in dem abgeteilten Bereich hat er Hanfstreu liegen über einer Heizplatte. So setzen sich die Jungtiere genau in diesen Bereich bis sie später in die Regale gehen. Er stellt auch mehrere Schalen mit Futter auf und achtet sehr darauf, dass die Jungtiere schnell trinken. Willem de Bruijn sagt, dass er damit die Phase, in der die Jungtauben nach dem Absetzen etwas "abbauen" nach der reichlichen Fütterung durch ihre Eltern so überbrückt, dass sie eben nicht "abbauen". In unserem Schlag kann ich keine Heizung anbringen, aber ich überlege schon ob es Sinn machen kann so eine Ecke abzuteilen, in der ich die Jungen für die erste Zeit auf einer weiteren Unterlage wie Stroh oder Hanfstreu oder Buchenspäne (oder alles zusammen) sitzen lasse. Das ist vielleicht nicht verkehrt, auch wenn unser Schlag oben im Dachfirst wirklich sehr trocken ist. Die Idee verschiedene Schalen mit Futter hinzustellen, damit die Jungtiere auf jeden Fall schnell fressen finde ich auch sehr gut.
In einem anderen Beitrag im Internet berichtete ein Sportfreund über die Verwendung verschiedener Kräuter als Badewasserzusatz. Er erklärte, dass die ätherischen Öle aus den Kräutern, wenn man sie regelmäßig anwendet, sich an die Federn und auf die Haut "heften". Wenn man dann die "richtigen" Kräuter verwendet hat man eine Art antibakterielle oder antivirale Wirkung "von außen". Ich selbst verwende ungerne Badesalz oder andere Zuätze, sondern habe oft, als es noch auf dem Markt war, das Produkt "Avibac Stabilizer", verwendet. Inzwischen habe ich auch einen Tipp zu einer Alternative für dieses Mittel bekommen, aber ich habe es noch nicht bestellt und getestet. Die Idee mit dem "Kräuterbad" finde ich allerdings auch sehr spannend und werde versuchen es in nächster Zeit einmal zu testen. Ich schaue dann wie die Tauben es annehmen und ob ich irgendetwas feststelle. Solche Versuche finde ich spannend und so finde ich immer mal wieder neue Ideen für Tests im eigenen Schlag.
Für die kommende Zeit habe ich übrigens von zwei Sportfreunden zwei, bzw. drei neue Beiprodukte zugesandt bekommen, um diese zu testen. Da bin ich auch schon sehr gespannt. Solche Versuche mache ich immer gerne, wenn es hier in unser Versorgungssystem passt und dann schaue ich ob sich irgendetwas bei den Tauben verändert. In diesem Jahr werde ich versuchen bei den Jungtauben etwas auszuprobieren und auch bei den Alttauben vor der Reise. Ich werde dann zu gegebener Zeit darüber schreiben, aber das dauert noch ein wenig. Es ist für mich einfach spannend zu sehen ob die Tauben und wie die Tauben auf neue oder andere Produkte reagieren, zumal ich, was die Wirkung und den Nutzen verschiedenster Mittel, ja immer sehr skeptisch bin.
 

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