| | Zu unserem zweiten Preisflug wurden unsere Tauben heute bereits um 7.30 Uhr in Hoechstadt an der Aisch aufgelassen. Für unseren Schlag sind das fast exakt 270 Kilometer Entfernung. Ich hatte aufgrund des Windes und des frühen Auflasses einen schnellen Flug erwartet und genau so kam es dann: die ersten Tauben in der RV flogen etwa 1550 m/min. Wie ich dieser Tage schon schrieb: für unsere Vögel ist das selten besonders gut. Gestern beim Einkorben waren sie außerdem sehr aufgedreht und unruhig und so dachte ich mir schon, dass es kein überragender Flug für uns wird.
Die Tauben kamen allesamt genau aus dem Norden zurück. Wir fingen recht spät mir den Preisen an, aber am Ende reichte es, wie schon in der Vorwoche, erneut für 16 Preise (bei 35 eingesetzten Tauben). Mit diesen 45,7 Prozent Reiseleistung erzielen wir unter den 19 Sportfreunden von insgesamt 38 reisenden Schlägen), die in unserer RV ausschließlich mit Witwervögeln reisen, immerhin noch das zweitbeste Ergebnis.
Und da bin ich auch schon bei einem Punkt, der mir immer mehr auffällt und über den man ja auch inzwischen sehr regelmäßig liest in den Fachzeitschriften: Täubinnen fliegen einfach konstanter und besser auf die Dauer und gerade auch bei schwierigem Wetter oder auch bei den Rückenwindflügen.
Das Ganze fängt schon beim Einsatzgeschäft an: die Weibchen legen sich in die Kabinen und ruhen. die Vögel machen in ihrer Mehrheit, wenn man mal um den Kabinenexpress geht und beobachtet, einfach Radau. Wenn die Kabiboxen dann recht dicht besetzt sind - das waren sie bei uns gestern aufgrund des gemeinsamen Transportes mit unserem FG-Partner - dann verbrauchen die Männchen im Korb und in der Kabi-Box schon deutlich mehr Energie als die Täubinnen. Sie trinken dann auch bei Weitem nicht alle, wenn die Boxen mit mehr als 20 Tauben besetzt sind und entwickeln mehr Durst. So kommt halt eins zum anderen.
Insofern war das Ergebnis wirklich nicht schlecht und da bin ich auch zufrieden, selbst wenn die Tauben etwas früher hätten kommen können.
Aber es fehlen erneut zwei jährige Vögel und das geht mir tatsächlich auf die Nerven. Einer der beiden scheint irgendwann in den letzten Wochen mal mächtig vom Greifvogel gejagd worden zu sein, denn er wollte einfach sehr schlecht aus dem Schlag zum Freiflug. Wenn er dann raus war setze er sich, während alle anderen Witwer trainierten, auf den Dachfirst und saß dort oft 10 oder 15 Minuten. Ich dachte erst, dass er verletzt sei, aber irgendwann flog er dann klatschend ab und trainierte auch mit den anderen Tauben mit. Aber auch da war wieder etwas im Kopf nicht ganz richtig.
Die jährigen Tauben machen mir also in diesme Jahr bisher wirklich Sorgen. Egal wie die Ergebnisse am Ende sind: die Tauben sollen nach hause kommen, aber irgendwas ist hier bis jetzt jedenfalls so, dass insbesondere die jährigen Tauben extreme Probleme haben vernünftig heimzukehren.
Abschließend für heute noch kurz etwas zu diesem Flugwochenende: unsere Flugleiter hier haben sich gottseidank nicht verrückt machen lassen von den Wetterprognosen am Mittwoch und Donnerstag. Da hieß es teilweise dass Flüge am Sonntag nicht möglich seien, dass man vorziehen müsse usw. Auch auf der Südwest-Richtung wurde empfohlen die Flüge unbedingt auf den Samstag zu legen. Mit dem Ergebnis dass heute bestes Flugwetter war und das Vorziehen, welches einige RVen und Regionalverbände aufgrund der Vorhersagen durch Wettermanufaktur und FSK oder Oberflugleiter zum Teil durchführt haben, war völlig überflüssig. So geht es fast Woche für Woche. Dieses ganze Modell mit Wettermanufaktur, Flugsicherungskomission, Oberflugleitern und Flugleitern gehört dringend geändert und überdacht. Und v.a. müssen nicht ständig Flüge verlegt werden, weil irgendwann Mitte der Woche ein Wetterbericht irgendeine schlechte Prognose abgibt. | | | |
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