| | Gestern las ich einen sehr interessanten, wissenschaftlichen Artikel über eine Studie zur Orientierung bei Fledermäusen. In dieser Studie wurde festgestellt, dass diese Tiere in ihrer Orientierung sehr deutlich durch den sogenannten Eletrosmog gestört werden. U.a. wurde in dieser Studie festgestellt, dass Fledermäuse, die für 30 Minuten schwachem Elektrosmog ausgesetzt waren, sogar mehrere Stunden später noch Probleme mit der Orientierung hatten, selbst wenn dieser Elektrosmog gar nicht mehr vorhanden war. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass elektromagnetische Störfelder Tiere auch über den unmittelbare Einfluss hinaus beeinträchtigen.
Auch für Zugvögel gibt es teilweise schon solche Untersuchungen und ich kann mir gut vorstellen, dass auch unsere Brieftauben zumindest unter dem Einfluss von Elektrosmog in ihrer Orientierung leider oder gestört werden können.
Ich finde das alles insofern interessant, da ich nicht nur in unserem Regionalverband, sondern eigentlich deutschlandweit sehr interessiert die Preislisten lese und die Entwicklung der Taubenzahlen beobachte und doch hier und da erhebliche Rückgänge der Satzzahlen beobachte. Ich will nun nicht sagen, dass dieser Rückgang unmittelbar mit dem Einfluss elektromagnetischer Felder und damit verbundenen Taubenverlusten einhergeht. Aber mir kam dazu ein Gedanke: seit Jahren beklagen Sportfreunde allenthalben ja, dass die Tauben einfach schlecht nachkommen zum Abend hin oder am nächsten und übernächsten Tag. Oft hört man: "Was am Flugtag abends nicht da ist, das kann man abschreiben." Das ist einfach eine etwas überspitzte Formulierung für die Beobachtung, dass die Tiere nach schwierigen Flugverläufen oder anderen Problemen viel schlechter wiederkehren als das früher der Fall war.
Leider wird man kaum untersuchen können woran das schlechte Heimkehrverhalten wirklich liegt, aber es kann ja an dieser Stelle durchaus Zusammenhänge geben, die wir einfach noch gar nicht kennen.
Auch hier bei uns hatte ich ja schon die Vermutung angestellt, dass unsere Photovoltaik-Anlage auf dem Dach vielleicht einen negativen Einfluss auf unsere Tauben haben könnte. Es ist jedenfalls so, dass die Tauben seit einigen Jahren einfach ein verändertes Verhalten zeigen. Ich bekomme sie als Jungtiere viel schlechter ans Fliegen und die Alttauben schwieriger in Form und das zeigt sich z.b. darin, dass die Reisevögel einfach kaum noch vom Schlag weg ziehen. Wenn wir sie früher herausließen - besonders morgens - dann zogen sie weg für 15 bis 30 Minuten und kamen dann oft in breiter Front wieder und flogen noch einige Zeit am Haus oder zogen sogar nochmals kurz weg. Inzwischen ist es so, dass sie immer nur in Schlagnähe verbleiben. Selbst dann,wenn bzgl der Greifvogelangriffe endlich irgendwann Ruhe eingekehrt ist.
Ich habe keine Ahnung ob es da irgendwelche Zusammenhänge gibt. Dafür verstehe ich von dieser Materie einfach viel zu wenig. Aber wenn man sich teilweise die Rückgänge der Taubenzahlen ansieht, dann muss es jenseits der Greifvogelplage aus meiner Sicht noch andere Dinge geben, die unseren Tauben Schwierigkeiten bereiten. Ob das am Ende tatsächlich auch der Elektrosmog ist das kann ich aber allenfalls vermuten. | | | |
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