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Samstag, 31.03.2026
Sascha am 31.01.2026 um 16:07 (UTC)
 Heute habe ich unser Zuchtfutter für die Zuchtsaison 2026 abgeholt. Das Futter zu holen ist keine große Schwierigkeit - egal wo ich es letztlich kaufe oder abhole. Aber die Säcke anschließend durch unser Haus die Treppen hoch zu tragen auf den Dachboden ist schon immer eine ordentliche Anstrengung. Etwas Bewegung und Kraftanstrengung schadet mir natürlich nicht, aber ich bin auch immer wieder froh, wenn ich die Säcke dann oben habe. Ich lege sie dann auf Europaletten auf die ich vorher noch Pappe oder alte, leere Futtersäcke lege. Auf dem Dachboden lagert das Futter immer sehr gut, auch wenn es im Sommer mal recht warm werden kann, aber wir haben noch nie festgestellt, dass die Wärme dem Körnerfutter schadet. Wichtig ist, dass die geschlossenen Säcke gegen Feuchtigkeit geschützt sind. An der Stelle, an der sie auf dem Dachboden liegen, ist es obendrein relativ dunkel und lichtgeschützt.
Beim Zuchtfutter probiere ich immer wieder einmal gerne etwas aus. So habe ich in den letzten Jahren schon diverse Mischungen von unterschiedlichen Herstellern getestet. Wichtig ist mir eigentlich nur, dass das Futter von guter Qualität ist, sauber und keimfähig und dass im Zuchtfutter nicht zu viele Hülsenfrüchte sind. Außerdem achte ich darauf, dass nicht allzu viele Körner enthalten sind, welche die Tauben während der Zuchtphase oder ganz allgemein nicht so gerne fressen. Also nicht zu viel Weizen oder nicht zu viel Mais und selbstverständlich auch nicht zu viel rohfaserreiche Körner. Vor einigen Jahren haben wir mal eine Futtermischung gegeben, die sehr teuer und insgesamt auch sehr gut zusammengestellt war (aus unserer Sicht). Aber in dem Futter war relativ viel Paddy-Reis und Kanariensaat enthalten und das möchten die Zuchttiere kaum fressen. Da wir in der Zuchtphase praktisch Standfutter füttern lagen dann diese Körner immer im Trog und wurden nicht aufgenommen. So etwas möchte ich einfach nicht.
Ich hatte dieser Tage nochmal Kontakt zu einem Futterexperten aufgenommen, weil ich mich erkundigen wollte wie er die Zusammenstellung verschiedener Zuchtmischungen hinsichtlich der Hülsenfrüchte beurteilt und er hatte mir gemailt. dass zu viele Hülsenfrüchte auch in der Zuchtphase sehr belastend für die Zuchttiere sein können und man dann eher nicht mehr als zwei Runden Jungtiere züchten sollte nacheinander. Dabei hatte ich ihm eine Zuchtmischung gezeigt, die mehr als 40 Prozent Hülsenfrüchte enthält und er meinte, dass das sicherlich "keine moderne Zuchtmischung" sei.
In der Mischung, die wir in diesem Jahr verwenden sind etwas 25 Prozent Hülsenfrüchte, dazu 10 Prozent Hanf und nicht zu viel Mais oder Weizen etc. V.a. sind auch wenige Körner enthalten, welche die Tauben aufgrund des Rohfasergehaltes nicht gerne fressen. Lediglich wenige Haferkerne und etwas geschälte Gerste.
Ich bin gespannt wie die Tauben das Futter demnächst fressen und aufnehmen. Ich werde auch nochmal eine Keimprobe machen, aber ich denke, da wird es keine Probleme geben.

 

Freitag, 30.01.2026
Sascha am 30.01.2026 um 07:03 (UTC)
 Gestern las ich eine interessante und sehr neue Studie zum Thema Kokzidien in Kaninchenpopulationen. In der Kaninchenzucht und der Kaninchenmast sind Kokzidien durchaus ein großes Problem hinsichtlich Wachstum der Tiere oder auch Sterbefällen und sind sie einmal in einer Population vorhanden, dann ist es extrem schwierig den Bestand wieder frei von diesen Erregern zu bekommen.
Auch wenn gerade erwachsene Brieftauben recht gut mit Kokzidien umgehen können und man durch eine gute Schlaghygiene einen allzu großen Befall bei unseren Tauben durchaus verhindern kann, so bin ich doch der Meinung, dass in der Reisezeit so manchber Leistungsabfall oder Leistungseinbruch nach einigen Flügen durchaus auch mit Kokzidien zusammenhängen kann. Die Tauben sehen dann gut aus, sind frei von Trichomonaden und auch die Atemwege sind in Ordnung, aber die Leistung ist einfach nicht so, wie sie sein könnte. Man sollte dann immer auch eine Kotprobe untersuchen lassen, denn Kokzidien können dann unterschwellig ein Problem sein.
In der Studie hinsichtlich der Kaninchen untersuchte man nun die Wirkung von Kokzidienmedikamenten (z.b. das Diclazuril, welches wir auch bei unseren Tauben einsetzen) oder auch pflanzlichen Produkten wie Oregano-Extrakt, wie er im Brieftaubensport inzwishen in zig Beiprodukten verwendet wird. Letzterem wird nachgesagt dass er sich dahingehend positiv auswirkt, dass er die Ausscheidung der Kokziden-Oozyten (also letztlich der Eier des Erregers) hemmt und somit die Ausbreitung in einem Bestand erschwert.
Um es hier nicht zu lang auszuführen möchte ich das Ergebnis der Studie, welche bei den Kaninchen durchgeführt wurde, einmal vorwegnehmen und zitieren.
" Absolut ausgeschiedene Oozystenzahlen wurden bestimmt, Eimeria-Arten identifiziert und Reproduktionsraten berechnet. Die Zufuhr und Wasseraufnahme, die Körpergewichtszunahme und die Futterumwandlung wurden zusätzlich zu den ausgeschiedenen Stuhlgewichten und deren Trockenmassegehalt beurteilt. In allen Gruppen führte die experimentelle Infektion zu deutlich reduzierten Leistungsparametern, veränderten Stuhlkonsistenzen und reduzierten Stuhlgewichten. Keines der drei Futtermittelzusatzstoffe reduzierte die Eimeria-Reproduktion signifikant oder verbesserte zootechnische Parameter und die Fäkalqualität im Vergleich zu den Kontrolltieren. Die vorliegende Studie bestätigt erstmals die vollständige und gleichzeitige Ineffektivität von Diclazuril und Robenidin aufgrund der mehrfachen Resistenz bei Kaninchen-Eimeria-Arten. Oregano als pflanzliche Alternative zur Vorbeugung von Kokzidiose bei Kaninchen ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt."
Dieses bedeutet, dass durch den jahrelangen, regelmäßigen Einsatz der genannten Medikamente Diclazuril und Robeniding die Kokzidien derart resistend geworden sind, dass sie keinen Nutzen mehr haben. Gleichzeitig hat der Oregano-Extrakt ebefalls keine Wirkung.
Ich kann nicht beurteilen wie die Resistenzsituation bei unseren Brieftauben inzwischen ist. Aber ich denke es wäre wichtig das einmal zu untersuchen und ebenso tatsächlich nachzuweisen, ob Oregano-Extrakte bei Brieftauben überhaupt irgendeine tatsächliche Wirkung haben.
Persönlich habe ich an dieser Stelle schon viele Jahre so meine Zweifel. Die Hersteller von Beiprodukten mischen allerdings immer weiter fleißig Oregano-Extrakte in ihre Mittel. Ich wundere mich manchmal wohinein man alles Oregano mischt aufgrund der möglichen Wirkung des enthaltenen Carvacol, welches eben eine gewisse Wirkung haben gegen diverse Krankheitserreger soll und frage mich auch, ob das alles so notwendig ist.
So wie bei unseren Brieftauben in den letzten Jahren die Trichomonaden recht resistenz gegen die entsprechenden Medikamente durch viel zu häufige Kuren geworden sind, so ist es bei den Kaninchen wohl mit den Kokzidien. Ich hoffe, dass es bei den Tauben noch nicht so ist. Aber als Schluss könnte man vielleicht ziehen, dass man bei einem behandlungswürdigen Befall mit Kokzidien und einer anschließenden Medikamentengabe immer auch noch eine Kotprobe zur Kontrolle des Behandlungserfolges durchführen lassen sollte.
 

Mittwoch, 28.01.2026
Sascha am 28.01.2026 um 16:46 (UTC)
 Die Zuchtsaison steht für uns nun wieder unmittelbar vor der Tür. In knapp einer Woche möchte ich die Zuchttauben verpaaren. Ich versuche sie, wie ich bereits beschrieben habe, mit etwas Licht und entsprechender Versorgung in eine gute Zuchtverfassung zu bekommen. Die Zuchtttauben haben ihre Impfungen bekommen und mehr nicht. Ich habe keinerlei Medikamente eingesetzt und werde auch keine Medikamente auf Eiern (z.b. gegen Trichomonaden) o.ä. einsetzen.
Die Zuchttauben müssen während des gesamten Jahres nichts leisten als drei oder maximal vier Gelege Jungtiere aufzuziehen und wenn sie das ohne Medizin nicht schaffen, dann möchte ich sie nicht in unserem Schlag haben.
Zuletzt habe ich die meisten Zuchttiere so nach und nach in die Hand genommen und ihr Gewicht und ihre Verfassung überprüft. Es war alles ok. Die Tiere sind in guter Verfassung. Einzig der alte Vogel 12-118, der ja nun bereits 14 Jahre alt wird, hat doch körperlich ein wenig nachgelassen und hat nicht mehr so viel Volumen. Er hat bis letztes Jahr praktisch jedes Ei befruchtet. Ich werde ihn aber jetzt noch nicht verpaaren, sondern es wahrscheinlich später einmal versuchen mit einem sehr jungen Weibchen sobald es wärmer ist. Wenn er weiter befruchtet, dann ist es gut. Vielleicht lege ich die Eier dann aber um. Aber da er eine junge Täubin bekommen wird, kann es auch sein, dass ich die Eier, falls sie befruchtet sind, liegen und aufziehen lasse. Das entscheide ich später.
Bei den anderen Zucht- und Vermehrungspaaren achte ich darauf, dass ältere Zuchttiere mit jüngeren Partnern verpaart werden. Ansonsten versuche ich so zu paaren, dass die Paarung nicht zu eng in einer Linie ist und dass die Tauben nach meinem Empfinden körperlich gut zueinander passen. Und dann kann ich letztlich nur hoffen, dass wir hier und da eine gute Taube züchten, die später gute Reise- und/oder Zuchtergebnisse abliefert.
Aber wenn man einmal überlegt wieviele Tauben aus einem Jahrgang wirklich nach drei, vier, fünf Jahren noch da sind und sehr gute Leistungen gebracht haben, dann sind es letztlich doch sehr, sehr wenig. Und das völlig abgesehen davon wie der Leistungsstand eines Schlages insgesamt ist.
Andererseits ist es so, dass in jedem Jahrgang tausende von Kindern mit dem Fußballspielen beginnen. Aber wieviele davon haben später wirklich das Talent und den Willen sehr hochklassig zu spielen und vielleicht Profi zu werden? Die Wenigsten! Genauso ist es bei unseren Tauben. Trotz vielleicht bester genetischer Voraussetzungen züchten wir am Ende nur ganz wenige erstklassige Tauben, die vielleicht mehrere Jahre erfolgreich sein können. Ein guter Züchter oder Trainer holt aus durschnittlich begabten Tieren oder Fußballern vielleicht insgesamt etwas mehr Leistung heraus. Aber die wirklichen Topleistungen bringen nur die außergewöhnlichen Talente. Diese zu züchten bleibt in der Brieftaubenzucht immer das Ziel. Aber ob es gelingt - das hat wohl auch ein wenig mit Glück zu tun.
 

Dienstag, 27.01.2026
Sascha am 27.01.2026 um 14:26 (UTC)
 Zu meinem gestrigen Beitrag hier hat mir ein Sportfreund folgende Nachricht geschrieben: "Habe gerade deinen Blog gelesen. Ich bin immer noch der Meinung: Ein Futter für die ganze Woche. Je nach Flugverlauf am Anfang der Woche mit Paddy verdünnt. Das mischen der vielen Futtersorten entfällt." Er reist mit diesem System sehr gut und ich kann auch den Gedanken gut nachvollziehen, dass man mit einer Futtersorte und etwas Paddy-Reis zum Verdünnen oder am Ende der Woche noch etwas fetthaltigen Körnern sehr einfach und gut die Tauben versorgen kann und damit sehr gute Ergebnisse erzielen kann.
Wir haben das hier auch schon so gehandhabt. Eine Grundmischung, etwas Paddy-Reise oder Gerste am Anfang der Woche um das Futter leichter zu machen und Mitte/Ende der Woche etwas Hanf, Nüsse oder Sonnenblumenkerne gab es dann. Es funktionierte auch gut.
Aber es funktionierte hier bei uns nicht so gut wie mit den fertig gemischten Sorten von Matador. Mit Letzteren flogen die Tauben einfach mehr Spitze und es gelang uns die Tauben besser "auf den Punkt", also den Flugtag hin zu füttern.
Versorgt man die Reisetauben nur mit einer Sorte und ergänzt diese dann nur ein wenig, dann muss man, so denke ich, die Tauben gut beobachten. Was brauchen sie? Wie leicht darf ich füttern oder wieviel Fett muss ich Ende der Woche ergänzen. Das ist sehr stark eine Sache der Beobachtung und des Gefühls.
Es geht auch immer darum: was möchte ich mit den Tauben erreichen? Wenn ich sage: ich möchte viele Tauben mit möglichst vielen Preisen haben, dann geht es mit einer sehr simplen Versorgung meistens recht gut. Wenn es einem wichtiger ist mehr Spitzenpreise zufliegen auch auf die Gefahr hin, dass die Tauben mal "daneben hauen", dann denke ich, ist eine Fütterung mehr auf den Punkt besser wie wie sie hier beispielsweise mit dem Matador-Plan verfolgen.
Ich freue mich selbstverständlich auch über Tauben, die viel und zuverlässig ihre Preise fliegen. Aber noch mehr freue ich mich über Tauben, die immer wieder mal Spitze fliegen können. Tauben, die zweistellig und sehr oft Spitze fliegen sind selten. Häufiger gibt es Tiere, die zweistellig fliegen. aber dann nicht so oft in die Spitze und es gibt auch häufiger Tauben, die sieben, acht oder neun Preise fliegen, aber dann doch relativ oft vorne in die Spitze fliegen.
Ich selbst freue mich zunehmend in den letzten Jahren mehr über Tauben, die in die Spitze fliegen können - und das mehrfach. Wenn sie dann noch viele Preise fliegen ist es super. Aber wenn sie Spitze und ein paar Preise weniger fliegen, dann ist das auch prima.
Mein Gefühl und meine Erfahrung ist, dass das für uns hier besser mit einem Programm, wie beispielsweise dem gestern dargestellten von Matador, funktioniert. Nicht notwendigerweise. Aber bei uns ist es wohl so.
Davon abgesehen ist es für mich auch einfacher damit die Tauben zu versorgen, wenn ich wenig Zeit habe. Wenn ich weiß dass am kommenden Wochenende 400 KM auf dem Programm stehen und ich anhand von Wind und Wetter etwa weiß wie lange die Tauben fliegen, dann kann ich auf den Plan schauen und weiß was ich füttere. Und damit bekomme ich in der Regel die Tauben sehr gut hin.
Füttere ich nur eine Mischung, die über die Woche praktisch gleich ist, dann ist meine Erfahrung, dass einige Tauben (gerade bei unseren Witwervögeln) schon donnerstags oder freitags in Topform sind und die Form dann wieder etwas abfällt zum Flug hin und andere erst zu spät in die richtige Verfassung kommen usw. Kurz gesagt: mit den drei Mischungen gelingt es mir persönlich etwas besser die Form der Vögel zu steuern. Mit nur einer Mischung tue ich mich da insgesamt schwerer, aber es mag Züchter geben bei denen es genau anders herum ist. Jeder muss das letztlich für sich herausfinden und entscheiden.
Was ich aber auch noch sagen möchte: ich bin bezogen auf unsere Reisevögel kein Freund von Paddy-Reis oder Gerste etc. Mein Vater sagte immer: "Das ist Hühnerfutter." Ich erinnere mich daran, als wir 2008 schon das Matador-Programm fütterten. Damals gab es die Mischung "Super-Start" noch nicht, die sehr gehaltvoll ist. Es gab die Mischungen "Start", "Reise" und "Turbo-Fett". Die Vögel kamen vom Flug und erhielten die Mischung "Start", die sehr viel Gerste und Paddy-Reis enthält. Sie wurden reichlich gefüttert, aber irgendwie hatten sie trotzdem noch Hunger. Mein Vater sagte damals: "Was ist das für ein Scheißfutter?! Die fressen Gerste und Paddy nicht gerne. Gib denen was Gescheites." Und das haben wir dann auch getan und die Tauben fraßen gut und erholten sich besser. Dann wurde irgendwann die Mischung "Super-Start" herausgebracht und damit lief es für uns einfach am Besten. Ein leichtverdauliches und sehr gehaltvolles Futter für den Rückkehrtag und ein, zwei Tage danach. Für unsere Ansprüche war es perfekt.
Trotzdem haben wir zwischenzeitlich auch immer mal wieder etwas ausprobiert. Mit nur ein oder zwei Mischungen und im letzten Jahr auch (aus Zeitgründen) mit Standfutter. Am Ende ist alles machbar und man kann erfolgreich sein mit allen denkbaren Futtermethoden. Hier aber habe ich immer das beste Gefühl mit der Systemfütterung gehabt und hatte auch immer den Eindruck, dass es für unsere Tauben am Besten ist.
 

Montag, 26.01.2026
Sascha am 26.01.2026 um 16:08 (UTC)
 Seit heute morgen ist hier noch einmal ordentlich Schnee vom Himmel gefallen. Ein wenig schneit es immernoch. Eigentlich ein normaler Wintertag, aber in den letzten Jahren sind wir insgesamt ja nicht mehr an so sehr viel Schnee gewöhnt. Die Tauben picken, wie immer wenn frischer Schnee gefallen ist, viel darin herum. Warum sie das tun kann ich nicht sagen. Anschließend ist bei vielen Tieren der Kot weicher. Aber darum mache ich mir keine Gedanken. Die Temperaturen sind auch insgesamt nicht besonders niedrig, sondern liegen nur knapp unter dem Gefrierpunkt, sodass ich die Fütterung nicht anpassen muss. Da die Zuchttauben bald verpaart werden wird das Futter, so wie ich es bereits beschrieben hatte, ohnehin jetzt ein wenig gehaltvoller gemacht. Von der Menge her gibt es aber nicht mehr.
Unser Zuchtfutter, welches ich in diesem Jahr verwenden möchte, wird wohl auch in Kürze geliefert, sodass dann alles für die Zuchtphase vorbereitet ist. Ich werde das Futter einmal vorstellen, wenn ich es erhalten habe. Es ist eine Mischung, die ich bisher noch nicht verwendet habe, aber von der Qualität des Futters habe ich mich im Vorfeld schon überzeugt.
Weiterhin befasse ich mich gerade in Gedanken schon mit der kommenden Reisesaison und was die Fütterung der Tauben betrifft werde ich wieder, nachdem ich in den letzten zwei, drei Jahren einige Versuche gemacht hatte, zum Matador-Programm zurückkehren. Insgesamt bin ich mit der Versorgung der Reisetauben in Anlehnung an den Futterplan "Atheltic-Südost" von Matador immer am besten zurecht gekommen. Ich will nicht sagen, dass die Tauben damit besser fliegen als mit anderem Futter oder gar, dass das Futter besser ist. Aber hier bei uns im Schlag funktionierte es mit dieser Form der Versorgung einfach am Besten.
Die Firma Matador hat diesen Plan zum kommenden Jahr wieder ein wenig verändert, weil man nochmal eine neue Mischung auf den Markt gebracht hat, aber ich bleibe hier bei dem Plan, der sich in einigen Jahren sehr gut bewährt hat mit den Futtermischungen Premium Superstart, Premium Athletic und Turbo Extrem. Das ist letztlich das Gerüst mit dem wir in der Saison die Tauben versorgen werden. Alles andere werde ich zur Reise hin einmal hier niederschreiben.

 

Samstag, 24.01.2026
Sascha am 24.01.2026 um 07:22 (UTC)
 Mein Plan ist in diesem Jahr die Zuchttauben in der ersten Februar-Woche anzupaaren. Dazu habe ich mir auf der Arbeit einige Tage frei genommen um die Paarung der Tauben in aller Ruhe durchführen zu können. Es ist jetzt etwa eine Woche her da meldeten die Wetterberichte unisono in den Langzeitberichten für Ende Januar und Anfang Februar für unsere Region Dauerfrost und Nachttemperaturen bis Minus 10 Grad Celsius. Diese Wettervorhersagen sind inzwischen in komplette Gegenteil umgeschlagen und die Vorhersagen sind so, dass wir ab dem kommenden Wochende durchgängig nachts und am Tag von 5 bis 10 Grad Plus bekommen sollen. Ich hoffe, dass die Prognosen so bleiben, denn das wäre für die Paarung der Tauben deutlich angenehmer. V.a. auch für mich.
Ich verfolge auch in den Wintermonaten die Wettervorhersagen sehr genau und kann nur feststellen, dass sie sehr ungenau geworden sind. Maximal ein oder zwei Tage können die Meteorologen das Wetter wirklich einigermaßen präzise vorhersagen. Da gehen dann meine Gedanken wieder in unsere Brieftauben-Reisesaison in der die Flugleiter regelmäßig schon montags, dienstags oder mittwochs Überlegungen anstellen, ob Flüge vorgezogen oder nach hinten geschoben werden müssen. Wenn man einmal Analysen betreiben würde im Nachgang zu einer Saison, dann würde man feststellen, dass sicherlich zwei Drittel der Flugverlegungen unnötig waren und am Ende keine besseren und leider oftmals sogar schwierigere Flugverläufe mit sich gebracht haben als wenn man es beim ursprünglichen Flugtag belassen hätte. Mein Eindruck ist aber, dass man sich um diese Dinge in der Flugsicherungskomission und im gesamten Flugleiterwesen leider wenige Gedanken macht. Die vielen Verschiebungen kosten uns auf ein Jahr gesehen eher Züchter und Tauben, als wenn wir unsere Flugtermine größtenteils so wahrnehmen würden, wie sie ursprünglich angesetzt waren.
Zur Zuchtvorbereitung werde ich die Zuchttauben ab etwa Montag belichten und zwar von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. 14 Stunden Licht reicht allemal um die Tauben, die teilweise jetzt schon recht paarig sind, in gute Verfassung zu bringen. Und die Belichtung erfolgt auch nicht länger als 7 Tage. Vor einigen Jahren wollte ich die Zuchttauben einmal für mehr als 10 Tage belichten mit dem Ergebnis, dass die Zuchttäubinnen in ihrer Voliere begannen unter einander zu paaren und viel zu früh die ersten Eier fielen.
An der Versorgung ändere ich hier nichts. Sie geht so weiter wie bisher und wie es immer gemacht wird. Nur in das Winterfutter gebe ich zusätzlich etwas Hanf und die Ölsämereien der Firma Spinne und ich lasse etwas vom geschälten Hafer weg. Auch die Menge wird nicht erhöht. Die Tauben sind in einer prima Verfassung. Nicht zu schwer und nicht zu leicht. Letztlich sind sie genau so wie sie zur Anpaarung sein sollten.
 

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