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Freitag, 22.05.2026
Sascha am 22.05.2026 um 06:31 (UTC)
 Gestern am späten Nachmittag erreichte mich hier eine Meldung der Flugsicherungskomission, die mich doch etwas überrascht hat:
"Grundsätzlich ist für dieses Wochenende gutes bis sehr gutes Wetter zu erwarten-
Allerdings zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, dass es bei schnell ansteigenden Temperaturen und vorraussichtlich aufkommender Schwüle durchaus schwierige Flugverläufe geben kann. Dies gilt insbesondere für die Routen auf denen keine Windunterstützung zu erwarten ist. Daher seid bitte vorsichtitg denn es sollen alle Tauben gut und heil nach hause kommen. Die FSK empfiehlt daher eine Begrenzung der Flüge auf eine mittlere Entfernung von 350 KM. Bei fehlender Windunterstützung ist gegebenenfalls eine weitere Verkürzung zu prüfen.

Wenn ich mir die Wettervorhersagen ansehe, dann ist dieser Hinweis exakt zutreffend auf unseren geplanten Flug. Es ist für unsere Flugroute leichter Kopfwind vorhergesagt, wir haben über 400 Kilometer geplant und es werden sowohl am Auflassplatz, als auch im Heimatbereich schon morgens recht hohe Temperaturen erreicht.
Nun kenne ich noch Zeiten in denen sich über solch ein Wetter niemand Gedanken gemacht hätte. Die Tauben wären früh aufgelassen worden und dann hätte es in der Regel einen normalen Flug gegeben. Heute ist das aber möglicherweise anders. Da bin ich wieder bei dem Punkt Wasserversorgung, Trinken unterwegs usw. Man sieht an dieser Nachricht wie extrem vorsichtig man von Seiten der Flugsicherungskomission geworden ist mit den Tauben. Ob das immer richtig ist sei mal dahingestellt.
Für die Flugleiter besteht nun folgendes Dilemma: fahren sie 400 KM an und lassen früh auf und der Flug geht nicht ganz glatt, dann bekommen sie Schwierigkeiten mit der FSK. Andererseits: wann will man solche Flüge machen, wenn nicht bei solchen "Brieftaubenwettter"?
Bezogen auf unsere eigenen Tauben kann ich nur feststellen, dass sie nicht in bester Verfassung sind. Woran das im Einzelnen liegt kann ich nicht detailliert einschätzen Aber ich sehe es an ihrem Verhalten beim Training, beim Hereinkommen und im Schlag. Zwei jährige Vögel hatten bzw haben leichte gesundheitliche Probleme und dann ist da ja auch noch der zweijährige Vogel, der Flügelprobleme hat, die sich aber langsam bessern.
Insgesamt ist aber wieder einmal etwas der Wurm drin. Ich kann nicht mehr tun als die Tauben gut zu versorgen und versuchen gesund zu halten. Aber es ist jetzt das dritte Jahr nacheinander, dass es eher schwierig ist die Vögel in beste Verfassung zu bringen und diese zu halten und ich weiß nicht woran es liegt. Manchmal spinne ich mir zusammen, dass es seit der Zeit ist, als wir die Photovoltaikanlage auf das Hausdach gebaut haben, aber warum sollte das die Tauben in Schwierigkeiten bringen?
Wie auch immer: ich bin gespannt was das Flugwochenende bringt.
 

Donnerstag, 21.05.2026
Sascha am 21.05.2026 um 07:11 (UTC)
 Über die Verfassung unserer Reisevögel mache ich mir in den letzten Tagen sehr viele Gedanken. Nicht so sehr darüber, ob sie gesund sind, richtig versorgt und in Form, sondern über ihr Nervenkostüm. Es ist jetzt eigentlich die Zeit, in der die Witwer mit steigenden Temperaturen richtig in Form kommen. In der Regel dauert es hier jetzt noch zwei Wochen etwas bis sie die erste Feder stoßen - das ist dann etwa zur Hälfte der Reisesaison und dann ist oft eine Phase der besten Form erreicht. Ich fürchte aber dass die Witwer in diesem Jahr diese richtig gute Form nicht erreichen werden und das hängt mit dem Zustand ihres Nervenkostüms zusammen.
Ein zweijähriger Vogel, der bislang drei Preise von vier Flügen hat ist so ängstlich, dass er den Schlag kaum verlassen möchte. Wenn er hinausgeht, dann ist es immer als Letzter und er fliegt dann erst einmal das Hausdach an und sitzt dort eine Weile. Ein dreijähriger Vogel, der die Saison mit 3/3 Preisen begann kam vom zurückliegenden vierten Flug erst am Nachmittag heim. Auch er will seitdem den Schlag nur noch ungern verlassen. Ein jähriger Vogel tut auch fast alles um nicht nach draußen zu müssen.
Mir selbst ist es absolut zuwider unsere Vögel zu irgendetwas zu drängen oder zu zwingen. Also habe ich den Witwern nun mehrfach in der Form Freiflug gegeben, dass ich einfach nur die Ausflüge geöffnet habe und sie tun können was sie wollen. Aber das führt dazu dass einige Vögel den Schlag gar nicht verlassen. Ideal ist das alles nicht, wobei ich auch oft darüber nachdenke wie wichtig zu dieser Zeit der Saison da Training am Haus überhaupt noch für die Tauben ist. Die Kondition für längere Strecken ist nun da. Aber Tauben haben normalerweise auch das Bedürfnis zu fliegen und sich zu bewegen und gerade Witwervögel brauchen die Bewegung letztlich auch für ihren Stoffwechsel und damit sie gut am Fressen bleiben
Heute morgen habe ich die Tauben, die nicht freiwillig herausgingen, ganz vorsichtig herausgetrieben. Sie trainieren dann auch gut. Aber es ist irgendwie immer auch ein "Angstfliegen". Wenn nur eine Ringeltaube oder ein anderer Vogel über das Dach kommt verändern die Vögel ihr Flugverhalten oder fliegen aufgeschreckt vom Dach ab. Dazu kommt dieser "irre" Milan, der sich hier aus mir unerklärlichen Gründen angewöhnt hat, ganz flach hier über unserem Haus zu kreisen und das teilweise auch für lange Zeit.
Wenn ich die geschlossenen Ausflüge, so wie heute morgen, nach dem Freiflug wieder öffne, dann kommen die meisten Tauben herein als sei "der Teufel hinter ihnen her". Grundsätzlich ist das ja gar nicht schlimm - viele Züchter wünschen sich das ja sogar so. Aber ich kenne es anders hier bei unserer Taubenführung und wenn die Reisevögel wirklich in Form kommen.
Kurzum: die Tauben haben teilweise sehr viel Angst und sind unsicher und es gibt meiner Ansicht nach für Reisevögel nichts Schlimmeres als Unsicherheit.
Im Schlag versuche ich mich sehr vorsichtig zu bewegen, spreche viel mit den Tauben und sie bekommen neben der normalen Fütterung noch einige Leckereien in einem Zellennapf und auch Nüsse aus der Hand bei den Vögeln, die mir aus der Hand fressen (das tun nicht alle). So erhoffe ich mir auch mehr Ruhe und Sicherheit für die Tauben, aber insgesamt ist die Situation unbefriedigend für mich.
Auch unsere Jungtauben verlassen den Schlag nur noch ungern. Etwa die Hälfte geht nach draußen und fliegt. Der Rest verbleibt im Schlag. Ich werde nicht umhin kommen da nun etwas nachzuhelfen und sie aus dem Schlag zu treiben. Sie müssen alles lernen und fliegen - ansonsten kann man sie nicht als spätere Reisetauben gebrauchen.
 

Mittwoch, 20.05.2026
Sascha am 20.05.2026 um 05:35 (UTC)
 Heute soll hier der vorerst letzte kältere Tag sein mit Regen und Wind bevor es dann schnell sonniger und wärmer werden soll in den nächsten Tagen. Für das kommende Wochenende sind schon beinahe sommerliche Temperaturen vorhergesagt. So wie wir Menschen und auch erst mit der Zeit an Wärme oder Kälte gewöhnen ist es, denke ich, auch bei unseren Brieftauben. Speziell wenn die Temperaturen plötzlich steigen tun sich die Tiere oft schwer, entwickeln mehr Durst oder hecheln auch mal auf dem Dach nach dem Training um Wärme abzugeben.
Ein Sportfreund hatte mir gemailt und mich nach meiner Meinung gefragt wie man Tauben bei hohen Temperaturen so versorgen kann, dass sie im Kabi und auf dem Flug nicht zu viel Durst haben. Zu diesem Thema mache ich mir seit langem Gedanken, weil gerade unsere Witwervögel nach dem Zeigen der Weibchen vor dem Flug oft schon beim Einkorben wieder Durst haben.
Ich habe schonmal ein Jahr die Weibchen nicht gezeigt. Die Vögel waren dann ruhiger, hatten vielleicht auch weniger Durst, aber ehrlich gesagt gefiel mir das gar nicht. Einige Witwer wurden mit der Zeit immer scheuer.
Eine richtige Lösung zu dem Thema habe ich bis heute nicht. Was ich aber aus vielen Beobachtungen weiß ist folgendes: gerade bei Wärme und hohen Nachttemperaturen sind viele Kabi-Boxen in den Geraldy-Fahrzeugen überbesetzt. Wenn mehr als 16 oder 17, maximal 18 Tiere in den Kabinen sind, dann saufen doch viele Tiere nicht. Speziell Vögel, die an der Trinkrinne sitzen, verteidigen dann ihren Platz oft vehement.
Ein anderes Thema ist dabei das Tränken und Saufen am Auflassort. Die Fahrer tränken nach der Ankunft und dann manchmal auch noch einmal morgens vor dem Auflass. Aber: wenn die Auflässe sehr früh erfolgen, dann trinken auch viele Tauben nicht im Kabi am Morgen. Es ist also nicht so einfach die Tauben gut mit Wasser zu versorgen. Ich habe wirklich schon verschiedene Versuche gemacht. Einer der größten Fehler ist meiner Meinung nach die Tauben eine oder zwei Stunden vor dem Einsetzen nochmal mit etwas Sämereien oder Sonnenblumenkernen etc. zu füttern, damit sie noch einmal trinken. Es ist en Irrglaube dass alle Tauben sofort nach dem Fressen trinken. Sie tun es nicht und entwickeln dann möglicherweise noch mehr Durst.
Auch das Trinken unterwegs nach dem Start der Tauben ist oftmals für die Tiere nicht mehr so leicht, denn es gibt nicht mehr so viele Wasserstellen wie es früher einmal gab und mein Eindruck ist, ohne dass ich es weiß, dass die Tauben es sich auch nicht mehr so sehr gegenseitig Beibringen wie es früher einmal der Fall war wo es junge und jährige Tauben von alten Tieren lernten. Die Tauben kennen oft nur noch: raus aus dem Kabi und ab nach hause und sie fliegen bis der Tank leer ist. Und der limitierende Faktor ist da nicht mangelnde Energie (also Kohlehydrate oder Fett), sondern schlcht der Wassermangel, wenn Flüge bei Wärme oder Hitze stattfinden.
Nebenbei bemerkt: wenn ich Kabis bauen würde - ich verstehe von so etwas überhaupt nichts - dann hätte ich zumindest die Idee Trinkrinnen an drei Seiten einer Box anzubringen. und ein anderes Tränkensystem zu bauen. Aber das ist ein anderes Thema und ich weiß nicht ob so etwas überhaupt möglich wäre.
Nachdem vom letzten Flug alle Tauben wieder zuhause waren hatte ich mich sehr gefreut. Leider gibt es nun trotzdem wieder eine schlechte Nachricht: ein zweijähriger Vögel hat Probleme mit dem Flügel und ich kann ihn erst einmal nicht reisen. Es scheint eine Muskelverletzung zu sein. So gibt es halt jede Woche andere Schwierigkeiten. Das ist einfach sehr schade und nervt mich.
 

Dienstag, 19.05.2026
Sascha am 19.05.2026 um 05:53 (UTC)
 Am Tag nach einem Preisflug bekommen unsere Witwervögel in der Regel keinen Freiflug sondern verbleiben zur Regeneration im Schlag. Gestern hatte es während des Tages viel geregnet, aber gegen Abend wurde das Wetter richtig schön und so habe ich einfach die Ausflüge geöffnet und die Vögel für etwa eine Stunde machen lassen was sie wollen. Sie konnten herausgehen und fliegen oder im Schlag bleiben so wie sie es bevorzugten. Es warend dann irgendwann aber fast alle Witwer draußen und sie flogen und ich sehe mir das dann sehr gerne aus dem Garten an, wenn sie landen, in den Schlag gehen, wieder herauskommen, balzen usw. Als nur noch etwa zehn Witwer draußen waren flogen diese plötzlich vom Dach ab und mit vollem Tempo davon. Den Grund konnte ich schnell ausmachen. Ein Wanderfalke flog am Himmel genau von Ost nach West. Er stellte den Tauben nicht nach (vielleicht hatte er keinen Hunger), aber selbstverständlich hatten sie Angst und es dauerte später eine ganze Weile bis diese Vögel wieder im Schlag waren.
Es wird nun also auch hier beim Training am Haus immer problematischer. Erst waren es Habicht und Sperber und nun schaut der Wanderfalke regelmäßig vorbei. So können Reisetauben verständlicherweise nicht in Bestform kommen.
Große Sorgen mache ich mir diesbezüglich um unsere Jungtauben. Wenn diese nun auch noch immer wieder von Greifvögeln gejagd werden, dann steht zu befürchten, dass viele verloren gehen oder geschlagen werden.
Gestern hat mir ein Sportfreund aus der Gegend in der unsere Tauben gestartet werden und die sie durchfliegen müssen netterweise eine Auflistung der Wanderfalkenhorste in seiner Region zugeschickt. Ich bin gerade dabei damit eine Karte zu gestalten um das Ganze etwas übersichtlicher zu machen. Diese Karte werde ich gelegentlich hier veröffentlichen. Aber was ich jetzt schon sagen kann: Es ist Woche für Woche reines Harakiri was wir auf unserer Flugroute mit den Tauben veranstalten. Ich weiß nicht wie es auf anderen Richtungen ist. Ich beobachte aber, dass beispielsweise unser Nachbar-Regionalverband 250, der zum Südwesten reist, in Relation deutlich weniger Taubenverluste durch Greifvögel hat.
Gestern telefonierte ich mit einem Sportfreund unserer RV, der bisher sehr gut reist und der auch am Wochenende wieder Tauben in der Spitze der Preisliste hatte usw. Ihm fehlten vom Flug noch fünf Tauben, darunter zwei dreijährige Täubinnen, die bislang auf jedem Flug einen Preis geflogen hatten. Ich muss ehrlich sagen, dass ich gut verstehen kann wenn solche Züchter einfach nur noch frustriert sind.
Für uns steht am kommenden Wochenende schon der erste 400-Kilometer-Flug auf dem Plan. Das ist schon ein sehr strammes Programm was wir in diesem Jahr fliegen, wobei ich sagen muss, dass es das Wetter bisher gut mit uns gemeint hat und die Flüge durch südliche Winde immer mit hohen Fluggeschwindigkeiten begünstigt wurden. Es stehen nun drei 400er hintereinander auf dem Programm. Sollte das so funktionieren, dann haben unsere Tauben schon einiges geleistet und das ist am Ende ja auch gut so, auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass man es insgesamt etas langsamer und später hätte angehen sollen.
Wenn ich mir aber andere Vereinigungen und Regionalverbände ansehe, dann macht das Programm dort auf mich eher den Eindruck eines Kurzstreckenclubs im deutschen Programm. Es gibt tatsächlich RVen, die Plan nicht einen echten 500er haben und da hört es für mich dann auch auf. Das sind Reisepläne, die kaum noch irgendwelche Anforderungen an die Tauben stellen. Das kann am Ende ja auch nicht das Ziel sein.
 

Montag, 18.05.2026
Sascha am 18.05.2026 um 02:28 (UTC)
 Obwohl unser vierter Preisflug für unseren Schlag kein wirklich gutes Ergebnis brachte, bin ich doch am Ende zufrieden, denn erstmals seit Wochen sind alle Tauben vollzählig und unverletzt wieder im Schlag. Der Auflass in Parsberg war bereits um 7.10 Uhr erfolgt und nachdem der Wind vom Samstag auf den Sonntag wieder auf südliche Richtungen gedreht hatte, flogen die ersten Tauben die 360 Kilometer lange Strecke in nur knapp über vier Stunden.
Schon unser erster Vogel kam hoch aus dem Norden zurück und kreiste obendrein noch sehr lange um den Schlag ehe er einsprang. Auch die nachfolgenden Tauben kamen allesamt aus nördlicher Richtung und auch diese Tiere flogen teilweise sehr lange um den Schlag.
Meine Meinung dazu ist immer: Tauben in Bestform überfliegen nicht bei leichtem Rückenwind, wie wir ihn gestern hatten und Tauben in Bestform machen auch kein Schaufliegen um den Schlag, sondern fliegen schnell an und gehen schnell hinein.
Insofern waren unsere Vögel sicherlich nicht in bester Verfassung. Woran das nun im Einzelnen liegt kann ich nicht sagen, aber nach der Rückkehr hatten mehrere unserer Vögel auch sehr viel Durst, was mich doch etwas wunderte, denn der Flug war nicht sehr schwer und es war auch nicht besonders warm. Möglicherweise haben die meisten Vögel im Kabinenexpress nicht getrunken was meiner Meinung nach gerade bei recht frühen Auflässen häufig der Fall ist. Zumal dann, wenn die Boxen in den Geraldy-Fahrzeugen mit zwanzig Tauben oder mehr besetzt sind.
Nachdem ich dann den Fernabschlag gemacht hatte war die Situation erneut so, wie schon in den vergangenen Wochen: es fehlten zu viele Tauben und sie kamen kaum nach. Daher rechnete ich erneut damit, dass nicht alle Tauben heimkerhen würden. Aber dieses Mal war es anders und als ich schon dabei war Vögel und Täubinnen am Nachmittag zu trennen kam gegen 16.15 Uhr auch der letzte noch fehlende Vogel wieder heim.
Nun hatte ich ja bereits geschrieben, dass unsere Witwer in der vergangenen Woche nur drei Mal sehr früh am Morgen Freiflug hatten als es noch sehr kühl war und teilweise auch regnete. Aber ob das letztlich dafür verantwortlich für die schwache Form an diesem Wochenende war kann ich nicht sagen. Es ist natürlich auch immer denkbar dass die Tauben sich nun nach sieben Kabi-Aufenthalten und dem sehr wechselhaften und oftmals auch sehr kühlen Wetter einen leichten Infekt eingefangen haben. Ich muss schauen wie ich jetzt weiter vorgehe. Grundsätzlich sehen die Vögel aber gut aus und ich denke nicht, dass wir hier ein sehr großes Problem haben. Was insgesamt jedoch weiterhin - nicht nur in unserer RV, sondern in vielen Preislisten - auffällt ist die Tatsache wie sehr die Weibchen inzwischen oft die Preislisten der Spitze und auch in der Menge der Preise dominieren. Gerade in diesem Jahr auf unserer Südost-Richtung mit bislang sehr schnellen Flügen tun sich die Täubinnen doch, so scheint es mir, erheblich leichter.
 

Sonntag, 17.05.2026
Sascha am 17.05.2026 um 03:22 (UTC)
 Unser heutiger vierter Preisflug soll in Parsberg gestartet werden bei einer Entfernung von 360 Kilometer. Da ab dem Mittag im Heimatbereich nach und nach Regen hereinziehen soll wird der Auflass wohl recht frühzeitig erfolgen. Viele Gespräche beim Einsetzen drehen sich aktuell nicht um hervorragende Leistungen, das Wetter oder andere Dinge, sondern um fehlende und v.a. auch vom Flug verletzt heimkehrende Tauben. Es hat in diesem Jahr bisher einfach überhand genommen und geht nicht nur mir selbst, sondern auch mehreren anderen Sportfreunden sehr stark an die Nerven.
Aus Zeitgründen hatten unsere Witwervögel in der vergangenen Woche nur ganze drei Mal jeweils früh morgens Freiflug. Ich kann nicht einschätzen wie sich das auf ihre Verfassung ausgewirkt hat. In der Hand schienen sie beim Einkorben bei guter Konstitution zu sein. Aber ob die Form dann für den heutigen Flug wirklich richtig da ist möchte ich ein wenig bezweifeln. Ich finde es persönlich aber derzeit auch nicht so wichtig und wäre einfach mal nur froh, wenn alle Tauben unverletzt wieder nach hause kämen. Beim Einsatzgeschäft heute habe ich noch zu einem Züchter gesagt, dass die vielen verletzten Tauben und auch die durch die Greifvögel fehlenden Tiere eine Beurteilung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Tauben ohnehin sehr erschweren.
Wenn unsere Vögel heute vom Flug nach hause kommen werden sie bei der Ankunft zum ersten Mal in dieser Saison auch einige Sämereien und Hanf in ihrem Zellennapf vorfinden. Nach den bisher recht leichten Flügen hatten sie auch bei der Rückkehr noch keinen Appetit, aber so langsam wird es anspruchsvoller für die Tauben und so sollen sie zuhause auch die Möglichkeit haben etwas zu fressen, wenn sie möchten. So geht dann hoffentlich die Regeneration möglichst schnell vonstatten. In die Tränke gibt es bei der Rückkehr Elektrolyte in Form von Bony Bolectrol, einem Produkt von Dr. Boskamp.

 

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