Brieftauben Mimberg

NEUIGKEITEN

Brieftauben-Mimberg bei Facebook *Klick*
Montag, 16.02.2026
Sascha am 16.02.2026 um 07:43 (UTC)
 In der vergangenen Nacht und heute am frühen Morgen ist hier wieder eine ordentliche Menge Schnee herunter gekommen. Er wird vermutlich nicht lange liegen bleiben, aber der Winter zieht sich in diesem Jahr doch recht lange. Für diese Jahreszeit ist das Wetter normal, aber in den letzten Jahren war es doch häufig anders. Ich denke, dass der anhaltende Winter, v.a. auch in anderen Regionen Deutschlands wohl dazu führen wird, das viele Greifvögel in diesem Frühjahr erst etwas später auf das Nest gehen und für uns würde das wieder bedeuten, dass wir relativ lange und vermutlich auch intensiv Probleme mit Sperber und v.a. Habicht haben werden, wenn die Tauben wieder in den Freiflug gehen.
Auffällig ist hier in der Gegend in diesem Jahr, dass der Wind nun schon Wochen und Monate aus südlichen Richtungen weht. Mal mehr südöstlich, mal südwestlich und oft direkt aus Süd. So etwas kennen wir eigentlich nicht. Entweder kam der Wind aus eher westlicher Richtung im Winter oder östlich, aber nicht so sehr und so lange aus dieser Richtung. Ich finde es interessant zu beobachten wie sich das im Frühjahr entwickelt. Denn es hat schon Einfluss auf das Wetter.
In unserem Zuchtschlag fallen nun die Eier. Ich hoffe, dass die Weibchen relativ gleichmäßig legen. Dann ist es später beim Absetzen der Jungtiere angenehmer wenn man die jungen Tauben in relativ kurzer Zeit nacheinander in den Jungtierschlag setzen kann. Entscheidend wird sein wie schnell und regelmäßig die jährigen Täubinnen legen, die ich neu in den Zuchtbestand übernommen habe. Sobald die Eier dann gelegt sind werde ich für etwa zwei Wochen das Futter wieder etwas leichter und dünner machen. Dazu werde ich unter das Zuchtfutter wieder einen ordentlichen Anteil unserer Wintermischung mischen,
 

Sonntag, 15.02.2026
Sascha am 15.02.2026 um 06:24 (UTC)
 In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "De Duif" findet sich ein ausführlicher Rückblick auf die Brieftauben-Olympiade in Dortmund am vergangenen Wochenende. Es ist immer gut, wenn unsere Verantwortlichen auch einmal den Spiegel vorgehalten bekommen und darüber berichtet wird, was gut und was weniger gut oder schlecht angekommen ist.
Ich hatte hier schon geschrieben, dass ich krankheitsbedingt nicht vor Ort sein konnte und mir daher kein Urteil erlauben mag. Aber wenn ein Standbetreiber, wie die Herausgeber der Fachzeitschrift "De Duif", der stets auf allen Olympiaden zu Gast war, einen ausführlichen Beitrag zu solch einer Veranstaltung schreibt, dann kann man schon sagen, dass dieser Artikel sicherlich Hand und Fuß hat.
Leider kommt unser Verband als Ausrichter und kommen v.a. die Vertreter unseres Verbandes, d.h. unser Verbandspräsidium an verschiedenen Stellen in der Beurteilung gar nicht gut weg.
So hinterließ der Umstand, dass die Verantwortlichen kaum Kontakt zu den Ausstellern suchten, keinen guten Eindruck. In "De Duif" schreibt man dazu: "Übrigens war der Deutsche Taubenverband während der gesamten Messe auffällig abwesend. Es gab beispielsweise keine Ansprechpartner unter den Mitarbeitern. Das Ganze wirkte sehr undeutsch."
Der Freitag und auch der Sonntag waren von den Besucherzahlen und finanziell für die Aussteller wohl ein ziemlicher Reinfall. Zum Freitag und den Öffnungszeiten liest man in "De Duif":
"Der erste Tag war wirtschaftlich ein Desaster, da kaum Besucher kamen. Verständlich: Wer würde schon für einen dreistündigen Messetag mitten im Berufsverkehr so ​​weit fahren? Warum die späte Öffnungszeit? Alle Stände sind seit Donnerstagabend aufgebaut, alle Aussteller sind da und tun nichts. Öffnet man die Messetore erst um 9 oder 10 Uhr, kann man nachmittags immer noch eine offizielle Eröffnungsfeier abhalten." Ergänzend dazu schreuibt man zum Messesonntag:
"Während der Freitag als Messetag zu kurz war, war der Sonntag zu lang. Es gab kaum mehr Besucher als Aussteller, und noch vor dem Mittagessen begannen die ersten Stände abgebaut zu werden. Alle wollten die Halle verlassen und mit dem Verladen beginnen, doch das Sicherheitspersonal hielt sie davon ab. Von Organisation war einmal mehr nichts zu spüren. Und so endete die Messe wie schon an all den Tagen zuvor: in Chaos und Traurigkeit."
Ein weiterer großer Kritikpunkt war der Umgang mit den ausgestellten Olympiatauben:
"Der größte Ärgernispunkt war jedoch die Sicherheit der Olympiatauben. An einem Eingang zum Ausstellungsbereich saß ein Wachmann auf einem Stuhl, am zweiten Ausgang war keiner. Mehrere Kameras überwachten die Taubenreihen. Es grenzt an ein Wunder, dass keine Tauben gestohlen wurden. Seit Freitagmorgen flogen außerdem entflogene Tauben in der Halle herum; wir wissen mit Sicherheit, dass eine davon eine kroatische Olympiataube war. Das ist schlichtweg eine Schande. Teilnehmer, die Tauben mitbrachten, berichteten, dass das Einsetzen und Abnehmen der Tauben am Mittwoch- und Sonntagnachmittag sehr chaotisch und schlampig verlaufen sei und die Pflege mangelhaft gewesen sei (die Tauben befanden sich in ungereinigten Käfigen, und das Futter lag am Sonntagmittag einfach im Kot)."
Diese Worte sind bezogen auf die Olympiade-Ausstellung und die Messe schon starker Tobak. Aber aus meiner Sicht kann ich dazu sagen, dass sich der gleiche Eindruck bestätigt hat, den ich auf den letzten Verbands-Ausstellungen in Dortmund hatte. Unser Verband war und ist mit der Ausrichtung einer solchen Veranstaltung einfach überfordert. Über die Gründe dieser Überforderung kann man nur Mutmaßungen anstellen. Wenn man aber kurzfristig die Ausrichtung der Olympiade übernimmt, dann sollte man sie auch zur Zufriedenheit aller durchführen.
In "De Duif" wurden die beiden Festabende insgesamt gelobt und positiv hervorgehoben und auch der FCI-Kongress lief wohl insgesamt sehr gut ab. Warum dieser Kongress gleichzeitig zum Tierärzte-Kongress stattfand war aber auch dem Autor der belgischen Fachzeitschrift nicht ganz klar.
Ich hatte zuletzt auch noch privat Rückmeldung bekommen, dass beispielsweise Sportfreunde aus Polen, welche die weite Reise zur Brieftauben-Olympiade angetreten hatten, sehr enttäuscht über den relativ geringen Besuch und den sehr kleine Industrie-Messe waren. In "De Duif" schreibt man zur Industrie-Ausstellung kurz und knapp:
"Unserer Meinung nach war die Messe etwas enttäuschend. Es war die kleinste Olympiade-Messe, die wir je gesehen haben. Es ist schon merkwürdig, dass man als Veranstalter des angeblich größten Taubensportevents der Welt nicht mehr Aussteller für die Messe gewinnen kann. Die einzige Halle, in der die Messe stattfand, war kaum halb voll."
Ich bin gespannt darauf wie die Berichterstattung in unserer Verbandszeitschrift "Die Brieftaube" zu dieser Veranstaltung in der nächsten Ausgabe sich gestaltet und wie andere Zeitschriften sich zur "Brieftauben-Olympiade" äußern. Für mich persönlich, der leider nicht teilnehmen konnte, verfestigt sich einmal mehr der Eindruck, den ich schon seit längerer Zeit zu verschiedenen Veranstaltungen unseres Verbandes und zu den Verantwortlichen habe: Viel gewollt und wenig gekonnt.
 

Samstag, 14.02.2026
Sascha am 14.02.2026 um 07:27 (UTC)
 Gestern rief mich ein Sportfreund an und berichtete mir, dass er überlege ein bestimmtes Versorgungsprogramm künftig bei seinen Reisetauben durchzuführen und konsequent einzusetzen. Mir war weder der Hersteller bekannt, noch die Produkte dieser Firma. Ich habe mich dann nach unserem Telefonat über diese Beiprodukte informiert. Sie unterscheiden sich letztlich nicht von den Mitteln vieler anderer Firmen, aber scheinen doch insgesamt sinnvoll in ihrer Zusammenstellung zu sein.
Am Abend kontaktierte mich ein Züchter und befragte mich u.a. zu einem bestimmten Beiprodukt, welches relativ neu auf dem Markt ist und wollte meine Meinung dazu wissen.
Es ist für mich schwer etwas zu Produkten zu sagen, die ich selbst gar nicht getestet habe. Ich bin überzeugt, dass in der heutigen Zeit die Hersteller der verschiedenen Beiprodukte darauf achten, dass diese von guter Qualität sind und dass die Firmen versuchen alles zu tun, damit die Tauben über ihre Produkte in der Zucht-, Reise- oder Mauserzeit gut versorgt sind.
Insofern denke ich, dass es am Ende nicht entscheidend ist ob man sich bei der Versorgung seiner Tiere auf die Mittel von Hersteller X, Y oder Z verlässt. Sie sind sicherlich alle gut. Nur bin ich der Meinung, dass man sich besonders bei der Versorgung seiner Reisetauben auf das Konzept eines einzigen Produzenten konzentrieren sollte.
Wir machen das hier seit vielen Jahren mit den Produkten von Dr. Marien, weil wir damit zufrieden sind. Wir könnten es genauso gut mit den Produkten eines anderen Herstellers machen. Das würde vermutlich nicht viel ändern.
Wenn Sportfreunde mich zu meiner Meinung zu diversen Produkten fragen, dann schwingt da aus meiner Sicht auch immer die Hoffnung mit, dass man die eigenen Leistungen mit entsprechenden Beiprodukten verbessert.
Das wiederum ist - und das betone ich in solchen Gesprächen auch immer - etwas an das ich kaum glaube. Brieftauben benötigen besonders in der Reisezeit sicherlich eine gewisse Grundversorgung mit Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und vielleicht auch Eiweißbausteinen neben dem eigentlichen Futter. Diese Grundversorgung sollte man über Beiprodukte sicherstellen. Man kann sich Gedanken darüber machen wann und wie man die Mittel einsetzt, man kann sich da letztlich auch auf das Konzept eines Herstellers verlassen.
Aber ob ich am Flugtag schließlich 20 Prozent Preise fliege oder 50 Prozent oder gar 70 Prozent hängt meiner Meinung nach wenig mit den eingesetzten Produkten zusammen. Denn ob ich die Mittel von Firma X zur Regeneration einsetze oder von Firma Y oder Z macht am Ende kaum einen Unterschied. Genauso gilt das beim Formaufbau zum nächsten Flug hin. Die Produkte ähneln sich alle sehr und sind sehr ähnlich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe. Insofern glaube ich einfach nicht daran, dass es für die Ergebnisse entscheidend ist welche Produkte von welcher Firma ich schließlich nutze.
Ich muss für mich als Züchter nur entscheiden wieviel ich einsetze und wann ich es einsetze. Die einen Sportfreunde glauben daran, dass man den Tauben jeden Tag irgendetwas geben sollte, die anderen glauben weniger daran. Ich persönlich glaube sehr wenig an den Nutzen der meisten Mittel und wir beschränken uns hier zur Unterstützung unserer Tauben auf ganz wenige Produkte. Wichtig ist dass die Tauben gesund sind, angemessenes Futter bekommen und das ausreichend und dann spielt einfach auch manchmal der Wind und die Lage eine Rolle, aber v.a. auch die Form der Tauben. Brieftauben in sehr guter Form und Verfassung lassen sich von Wind und Schwarmverhalten weniger beeinflussen als Tiere in nicht so guter Form. Die Form wiederum wird beeinflusst dadurch dass der Schlag bei möglichst vielen Witterungsbedingungen gut funktioniert, durch eine Regelmäßigkeit in der Versorgung, dadurch dass sich ein Tier in seinem Schlag wohlfühlt und durch eine Bindung an das Revier, ihren Partner und an den Züchter. Aus Letzterem zieht die Taube ihre Motivation. Eine gesunde Taube, die in einem sehr gut funktionierenden Schlag lebt, die sich wohl fühlt und die motiviert ist, kann (übertrieben gesagt) mit Futter, Wasser und Mineralien hervorragende Leistungen bringen über eine ganze Saison hinweg.
 

Donnerstag, 12.02.2026
Sascha am 12.02.2026 um 07:27 (UTC)
 In einem Interview vor einigen Jahren sagte Wolfgang Roeper einmal, dass das Wichtigste für ihn hinsichtlich der Versorgung der Reisetauben neben dem Futter die sehr regelmäßige Gabe von Gritmischung sei. Sportfreund Roeper berichtete, dass er seinen Reisetauben in der Saison jeden Tag morgens und abends im gemeinsamen Trog frischen Grit fütterte, von dem die Tauben dann ein wenig fressen und diesen dann wieder entfernte. Er mischte zur Versorgung der Tiere drei verschiedene Gritsorten und verbrauchte davon erhebliche Mengen.
Wenn man Brieftauben beobachtet, dann fressen sie eigentlich fortdauernd ganz wenige Mineralien, wenn man sie lässt und wenn die Mineralien frisch sind. Ich denke auch, dass für eine Taube, egal ob in Zucht-, Mauser- oder Reisezeit nichts Wichtiger ist als immer wieder frische Mineralien und Spurenelemente aufnehmen zu können.
Persönlich habe ich eine Abneigung gegen all die verschiedenen, sogenannten Mineralmischungen, in denen sich neben den verschiedenen Mineralien noch diverse andere Dinge befinden. Wenn ich den Tauben beispielsweise Sämereien geben möchte, dann möchte ich das extra tun und keine Sämereien in einer Mineralmischung vorfinden. Auch Backerzeugnisse, Korrels, Eiweißpulver, Öle. Hefen, Nussmischungen usw. haben aus meiner Sicht nichts in Mineralmischungen verloren. V.a. deswegen nicht, weil viele dieser Ergänzungsstoffe schnell schlecht und ranzig werden können und weil sie einfach nur als Lockstoffe dienen, welche dazu führen sollen, dass die Tauben möglichst viel von dem Produkt aufnehmen.
Wenn ich Tauben Mineralien und Spurenelemente geben möchte, dann möchte ich das in einer Form tun, dass sie diese fressen können wenn sie möchten, oder eben nicht und sie sollen dein eben nur die reinen Mineralien zur Verfügung haben.
Aus diesem Grund füttern wir hier seit vielen Jahren das Picbobal der Firma Klaus. Dieses ist eine reine und recht fein gemahlene Mineralmischung, welche Calciumcarbonat, Quarz-Griess, Kohlensaurer Algenkalk, Dicalciumphosphat, Calcium Natrium Phosphat, Calcium-Magnesiumcarbonat, Natriumchlorid enthält und sonst nichts.
Das Picobal wird von den Tauben sehr gut aufgenommen und es bleibt, wenn man erst einmal weiß welche Mengen die Tiere pro Tag etwa fressen, fast nichts liegen. Allerdings hat diese Mischung wirklich ihren Preis dafür, dass man nur Steine, Muschelschalen usw. erhält.
Ich habe nun gesucht ob es günstigere Mischungen gibt. Selbstverständlich gibt es auch sehr günstige Mineralmischungen für teilweise ein Viertel des Preises des Picobal. Aber diese sind oft sehr grob und enthalten diese recht großen scharfkantigen Muschelschalen und viel Rotstein. Ob Rotstein wirklich gut ist für die Tauben, darüber scheiden sich auch noch die Geister.
Ich habe aber letztens einmal wieder solch einen Sack von der Firma Paloma gekauft und davon den Tauben gefüttert. Der Rotstein wurde super gefressen, aber die Muschelschalen etc blieben sehr viel im Trog liegen, weil sie schlicht zu groß und zu scharfkantig sind. Dann fiel mir in einem unserer Schränke eine uralte, elektrische Kaffeemühle in die Hände. Meine Eltern nutzten diese früher. Sie ist von der Firma Krupps und sicherlich schon 40 Jahre alt. Sie ist noch voll funktionsfähig,. Mit dieser Kaffeemühle habe ich etwas von der günstigen und groben Mineralmischung klein gemahlen. Anschließend habe ich die gemahlene Mischnung den Tauben gegeben und es wurde dann viel besser gefressen und es blieb weniger liegen. Aktuell mische ich nun das Picobal mit dem gemahlenen, günstigen Grit und damit bin ich wirklich sehr zufrieden. Die Tauben bekommen davon täglich und so möchte ich die Mischung auch in der Reisesaison einsetzen.

Paloma Gritmischung


Paloma Gritmischung gemahlen
 

Mittwoch, 11.02.2026
Sascha am 11.02.2026 um 07:07 (UTC)
 Ein befreundeter Züchter berichtete mir dieser Tage, dass seine Zuchttauben das Futter, welches er mit Beiprodukten angerührt hatte, einfach nicht so gut fressen wollten, wie sonst das Futter ohne Zusätze. Obwohl die die Beiprodukte kennen und er nichts verändert hatte, blieb das Futter länger im Trog liegen und wurde nicht so aufgenommen wie an anderen Tagen.
In der Zeitschrift "De Duif" las ich jetzt in einem Interview folgende Sätze eines Sportfreundes:
"Früher hatte ich die Angewohnheit, viele Nebenprodukte zu verfüttern, und sie sahen beim Einsetzen immer so gut aus. Das Einsatz-Team fragte mich dann, wie ich das schaffe. Die Ergebnisse waren gut, aber nie spektakulär. Bis ich 2019 aufgrund bestimmter Umstände plötzlich meine Vorgehensweise änderte. Zu meiner Überraschung fraßen die Tauben im selben Schlag plötzlich 2 kg ohne Nebenprodukte anstatt 1 kg mit. Sie holten nun das Beste aus den ausgewogenen Mischungen heraus, die speziell
für diesen Zweck entwickelt worden waren. Drei Wochen später gewann ich 3 Provinzsiege in 7 Tagen und hatte die Saison meines Lebens."
Wenn man die Tauben gut und regelmäßig beobachtet, dann stellt man fest, dass die Tiere ein Futter, dass mit diversen Produkten angerührt ist, selten so gut fressen wie unbehandeltes Futter. Das ist einer der Gründe dafür, warum wir hier seit je her sehr wenig Beiprodukte über das Futter geben und diese auch praktisch nie ändern. Die Tauben bekommen die Pulver von Dr. Marien und das rund um das Jahr. Immer gleich, in immer derselben Dosierung. Wir rühren sie mit flüssiger Hefe oder unserem Gemüsemix an, lassen das Futter abtrocknen und dann wird es verfüttert. Im Herbst und Winter bekommen die Tauben die Pulver über die gesamte Futtermenge. In der Reisezeit füttern wir in der Regel immer auch noch einmal unbehandeltes Futter nach, damit unsere Reisevögel sich wirklich satt fressen können. Hier wird immer satt gefüttert. Es wird nicht abgewogen, es wird nicht knapp gehalten. Die Tauben bekommen so viel Futter, dass sie immer satt sind und nach der Mahlzit meistens noch einige, wenige Körner im Trog liegen.
Das Mineralpulver von Dr. Marien gebe ich auch immer öfter an das Futter ohne die Körner vorher anzufeuchten. Ich gebe einen Esslöffel von dem roten Pulver über ein Kilogramm Futter, verrühre alles und füttere sofort. Es haftet dann auch so genug Pulver an den einzelnen Körnern.
Die Produkte von Dr. Marien enthalten Mineralien, Spurenelemente, Eiweiße bzw. Aminosäuren und Vitamine. Kurzum: gemeinsam mit dem Gemüse oder der flüssigen Hefe ist alles darin enthalten was die Tauben brauchen. Wenn man dann eine reichhalte und gut ausgewogene Körnermischung füttert, die nach dem entsprechenden Bedarf in der Reise-, Mauser- oder Zuchtsaison zusammengestellt ist, dann benötigen die Tauben nichts anderes außer noch einer guten und ausgewogenen Grit- und Mineralienmischung.
Das Wichtigste zu jeder Zeit ist, dass die Tauben gut und gerne fressen. V.a. in der Reisesaison scheint es mir wichtig, dass die Tauben viel fressen und über das Futter ausreichend Energie aufnehmen.
Gleiches wie für das Futter gilt übrigens auch für das Trinkwasser. Idealerweise stellt man den Tauben möglichst häufig klares Wasser zur Verfügung. Ich habe hier eine saubere 10-Liter-Gießkanne. Diese fülle ich auf und lasse das Wasser darin stehen. Sie ist oben abgedeckt. Nach und nach brauche ich das Wasser aus der Kanne bei den Reisevögeln dann auf. Sie bekommen also, wenn man so will, ein wenig abgestandenes Wasser und meine Beobachtung ist, dass sie dieses am Liebsten trinken und gerne trinken.
Nach einem schweren Flug geben wir schon mal ein Aminosäurenpräparat über das Wasser um die Tauben zu unterstützen. Aber das Wasser steht dann nur relativ kurze Zeit nach dem Flug oder eine Mahlzeit, dann gibt es wieder klares Wasser. Mitten in der Woche gibt es "Blitz". Sehr gering dosiert mit vielleicht 0,2 ML "Blitz" pro Liter Wasser. Für eine ausreichende Jod-Versorgung der Tauben reicht das allemal. Die Tauben saufen das Wasser dann besser und wenn die Tränke nach der Mahlzeit leer getrunken ist, dann gibt es wieder klares und etwas abgestandenes Wasser.
Ich probiere gerne Dinge aus. Auch verschiedene Beiprodukte bei unseren Tauben. Sei es mal über das Futter oder auch über das Trinkwasser. Sehr selten merke ich dabei eine wirklich positive Veränderung. In diesem Winter habe ich regelmäßig Usnea-Plus von Bonypharma über die Tränke eingesetzt. Die Tauben trinken es ordentlich und ich meine, dass es dem Gesundheitszustand der Tauben sehr gut bekommen ist. Wirklich sehen werde ich die Wirkung des Produktes in drei Wochen. wenn die Tauben untersucht werden. Ebenso habe ich das Previsal von der gleichen Firma eingesetzt. Aber über das Futter gemeinsam mit dem Gemüse und flüssiger Hefe. Es war ein Versuch. Ich werde sehen was dabei herausgekommen ist. Aber insgesamt sind wir doch sehr, sehr vorsichtig mit der Gabe diverser Beiprodukte. Denn erst einmal müssen die Tauben gut fressen und gut trinken. Es gibt nichts Wichtigeres!
 

Dienstag, 10.02.2026
Sascha am 10.02.2026 um 09:28 (UTC)
 Außer den Tauben Futter, Wasser und Mineralien bereit zu stellen geschieht aktuell nichts in unseren Taubenschlägen. Ich bin froh, wenn ich das hinter mir habe und wieder liegen kann. Ich hoffe es geht bald besser und ich kann die Schläge reinigen usw. Den Zuchttauben habe ich vorhin auch noch schnell etwas Nistmaterial in den Schlag geworfen sodass sie beginnen können ihr Nest zu bauen, wenn sie wollen. In unsere Tonnistschalen habe ich aber auch Nestmatten mit doppelseitigem Klebeband geklebt, sodass die Eier auf jeden Fall auf weichen Untergrund gelegt werden.
Gestern konnte ich aus dem Küchenfenster dann auch sehen, dass hier ein Sperberweibchen unterwegs ist und sich deswegen, wie ich es beschrieben hatte, auch die Tauben in den Volieren immer mal wieder erschrecken.
Gar nicht weit von hier, vorne in unserem RV-Gebiet, hat man in den letzten zwei, drei Tagen 22.000 Putenhähne gekeult, weil in einem Geflügelbetrieb möglicherweise die Geflügelpest ausgebrochen ist. Aktuell ist noch nicht einmal nachgewiesen, dass es sich bei den erkrankten Tieren tatsächlich um an Geflügelpest erkrankte Tiere handelt. Dieses wird aktuell noch untersucht. Aber man hat die Tiere dort nun "vorsorglich" getötet.
Unabhängig von den Maßnahmen, welche eine Ausbreitung des Virus unterbinden soillen, frage ich mich oft wie wohl der Erreger in die Bestände kommt und wie anfällig die Tiere dort sein müssen, wenn ein erkrankter Wildvogel im Stall oder womöglich ein Kothaufen eines Wildvogels ausreichen, dass reihenweise Geflügel umfällt. Ehrlich gesagt kommt mir das alles etwas seltsam vor, aber ich bin kein Fachmann.
Wir sind jetzt mit unseren Brieftauben noch weit vor der Reisesaison, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir in diesem Reisejahr mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Geflügelpest noch erhebliche Probleme für unsere Brietauben bekommen könnten.
 

<-Zurück

 1  2  3  4  5  6  7  8 ... 252Weiter ->