Brieftauben Mimberg

NEUIGKEITEN

Brieftauben-Mimberg bei Facebook *Klick*
Freitag, 21.08.2026
Sascha am 21.08.2026 um 04:44 (UTC)
 Aufgrund der Arbeiten an unserer Terrasse bekommen die Jungtauben derzeit etwas später Freiflug als sonst. Wenn die Arbeiter Feierabend gemacht haben lasse ich die Jungtiere so gegen 17 Uhr heraus. Dann steht der Ausflug für 90 Minuten oder zwei Stunden offen und die Tiere können tun und lassen was sie wollen. Meistens sind irgendwann alle in der Luft und fliegen, aber einige fliegen mehr und sind fast die volle Zeit draußen und im Freiflug und andere fliegen weniger und gehen schneller wieder in den Schlag, Ich schaue nicht genau welche Taube sie wie verhält und ob sie viel oder wenig fliegen. Viele, speziell mit Julngtauben erfolgreiche Sportfreunde führen teilweise ein sehr strenges Regiment mit ihren Tauben. Die Freiflug-, Trainings- und Fütterungszeiten werden recht exakt eingehalten, die Tiere müssen fliegen und trainieren, die Ausflüge sind dann geschlossen usw. Der Erfolg gibt diesen Züchter meistens recht. Hier machen wir da alles sehr viel anders und denken uns: gesunde Jungtauben trainieren freiwillig - und wenn nicht, dann ist das auch kein Weltuntergang. Das Wichtigste ist, dass die jungen Tauben sich hier wohl fühlen!
Wenn ich die Jungtauben gegen 18.30 Uhr oder 19 Uhr herein rufe sind meistens einige wenige Tauben im Schlag und die meisten draußen. So war es auch gestern und zu meiner Freude war unter den Tauben im Schlag auch das letzte, noch fehlende Jungtier vom vergangenen Sonntag. Die blaue Täubin muss in der Zeit wiedergekommen sein, in der unsere Jungtauben Freiflug hatten und ist dann eingesprungen. Sie hatte Futter im Kropf und war zwar nicht ganz rund, aber doch deutlich besser in Verfassung als die Jungtaube, die am Tag zuvor wiedergekommen war.
Ich finde es wirklich positiv, dass nun alle Jungtauben vom Flug am vergangenen Sonntag wieder zuhause sind. Von den vergangenen drei Flügen fehlt uns nun nur ein Jungtier, Diese wurde aber gemeldet und wird in Kürze hierher transportiert (ich hatte darüber geschrieben). Ich hoffe, dass die Verluste auch auf den weiteren Flügen gering bleiben. Das ist das Wichtigste!
Bzgl meine gestrigen Beitrags haben mir zwei Sportfreunde geschrieben: einer schreibt mir, dass er viele Jahre Flugleiter gewesen sei und seine Erfahrung sei, dass die Jungtauben-nicht zu früh auflassen dürfe, sondern erst, wenn die Temperaturen steigen und die Luftfeuchtigkeit sinkt. Ein anderer Sportfreund klagt darüber dass die Tauben wegen der angeblichen Inversionen viel zu spät aufgelassen würden und die hinteren Tauben dann in die Wärme und Hitze kämen und die Tauben dann nicht mehr nach kämen.
Da sieht man einmal wie unterschiedlich die Meinungen zu diesem Thema sind. Ich denke weiterhin, dass wir eigentlich reichlich und ausreichend Daten haben müssten um da zumindest weitgehend beurteilen zu können. Die Flugleiter müssen die Flüge inzwischen so ausführlich dokumentieren, dass man annehmen sollte, dass wir massenweise Datenmaterial hätten um relativ schnell klar stellen zu können welche Auflasszeiten für die Tauben, und ganz besonders die Jungtauben, die Besten sind. Aber scheinbar haben wir da bisher noch immer keine wirkliche Tendenz gefunden. Entweder sammeln wir also die falschen Daten oder aber wir haben reichlich Daten und werten sie nicht oder falsch aus. Aber wozu müssen die Flugleiter heutzutage so viele Angaben zu ihren Flügen machen, wenn wir am Ende nichts mit ihren Eingaben anstellen? Es kann doch nicht nur darum gehen am Ende, wenn ein Flug nicht gut verlaufen ist, eine mögliche Fehlerkette nachzuweisen oder andersherum nachzuweisen, dass den Flugleiter keine Schuld trifft. Wenn wir schon Daten sammeln und die Flugleiter teils viel Arbeit haben, dann sollten wir die Daten auch zielgerichtet nutzen.
 

Donnerstag, 20.08.2026
Sascha am 20.08.2026 um 05:00 (UTC)
 Gestern um kurz vor Mittag kam eine der beiden vom Flug am Sonntag fehlenden Jungtauben nach hause. Der gehämmerte Vogel aus der zweiten Zucht war zwar unverletzt, aber er hatte sich wirklich abgekämpft und viel an Gewicht verloren. Ich habe ihn erst einmal mit reichlich Futter versorgt und ihn alleine gesetzt. Den Vogel jetzt im Schlag zu belassen hätte keinen Sinn gemacht. Er muss sich erst einmal erholen. Aber solche Tauben weiß ich sehr zu schätzen, denn er hat bewiesen, dass er den Willen hat nach hause zu kommen. Man weiß leider nicht was der Taube vielleicht unterwegs zugestoßen ist, wo sie gesessen hat und aus welcher Entfernung sie sich schließlich nach hause gekämpft hat. Aber eines weiß ich sicher: auch wenn ich diesen jungen Vogel auf der Jungreise nicht mehr reisen kann, so verbleibt er doch auf jeden Fall hier im Schlag.
Gestern Abend hatte ich noch ein kurzes Telefonat mit einem Sportfreund der Reisevereinigung über die ich berichtet hatte, dass sie am vergangenen Sonntag einen Konkurs über sechs Stunden hatte, während andere RVen, die gleichzeitig aufließen und deren Tauben teilweise sogar im gleichen Kabinenexpress saßen, deutlich weniger schwierige Flüge hatten. Er kann sich diesen sehr speziellen und schlechten Flugverlauf auch überhaupt nicht erklären. Der Züchter hatte bereits zwei Taubenmeldungen von anderen Sportfreunden erhalten, bei denen die Tiere mit eingesprungen waren. Beide Tauben waren absolut in die richtige Richtung gezogen und saßen eine etwas westlich, die andere etwas östlich der direkten Strecke nach hause. Also zumindest bezogen auf diese beiden Tiere war da nichts auffälliges außer der Tatsache, dass sie nur etwa die Hälfte der Strecke geschafft hatten.
Auch am Montag waren Auflässe - dieses Mal auf der Südostrichtung - die sehr schwere Flüge mit zu vielen fehlenden Tauben nach sich zogen. Montag war das Wetter zumindest hier in der Region und weiter südöstlich wirklich schwierig. Die Flugleiter entschieden sich erst kurz nach Mittag oder am Nachmittag aufzulassen. Gerade Auflässe in der Mittagszeit halte ich für ein riesiges Problem. Mittags ruht die Natur. Mittags ruhen in der Regel auch unsere Tauben. Wenn man Jungtauben morgens zum Freiflug herauslässt und sie den ganzen Tag über machen lässt was sie möchten, dann sind während der Mittagszeit (also etwa von 12 - 14 Uhr) stets fast alle Tauben im Schlag verschwunden und ruhen. In dieser Zeit Tauben dann aufzulassen ist grundsätzlich immer schwierig. Wenn es dann noch so ist, dass das Wetter erst schlecht ist, dann besser wird und man unmittelbar nachdem das schlechte Wetter durchgezogen ist und die sonne herauskommt auflässt, dann ziehen die Tauben wohl (warum auch immer) nach dem Start nicht ins Helle hinein (und damit in Flugrichtung), sondern ins Dunkle - dort wo das schlechte Wetter ist. Das hat mir ein sehr erfahrener Flugleiter mal berichtet, als wir einen sehr schlechten Flug hatten bei dem unsere Tauben direkt nach dem Durchzug einer Schlechtwetterfront gestartet wurden.
Im Übrigens sind das alles Daten, die wir in unserem Verband gezielt sammeln müssten. Flugverläufe, Wetter, Wind, Fernsichten, Temperaturen usw. usw. Ich würde darauf wetten, dass wir damit durchaus ein großes Stück dazu beitragen könnten schlechte Flugverläufe zu vermeiden.
Genauso wie man bei der Erstellung der Reisepläne oft weitgehend gedankenlos Auflassorte wählt, die für einige Regionen aus topographischen Gründen kaum geeignet sind. Auch da sollte man doch Erfahrungswerte sammeln und nutzen.
Seit zwei Jahrzehnten sind Inversionen und Inversionswetterlagen ein Thema bei Brieftaubenauflässen. Hier in Deutschland sowieso. Aber auch in den Niederlanden und Belgien. In unseren westlichen Nachbarländen wird oft darüber gespottet, wenngleich die NPO in den Niederlanden sehr oft und wiederholt auf die möglichen Gefahren duch Inversionen hinweist und Auflässe erst später am Tag, wenn die Inversion sich aufgelöst hat, durchführen lässt.
Dass wir es aber in zwei Jahrzehnten nicht geschafft haben in Bezug auf Inversionen einmal Fakten zu schaffen, indem wir Daten sammeln und zusammentragen und Flugverläufe etc. analysieren - das ist schon traurig und ziemlich mittelalterlich. Zu einem großen Teil hätten wir längst wissen können und wissen müssen ob und wie sich Inversionen auf unsere Brieftauben auswirken.
Ich denke schon, dass es aufgrund verschiedener Umstände in der Umwelt für unsere Brieftauben insgesamt schwieriger geworden ist nach hause zu finden. Ich denke aber auch, dass so mancher verlustreiche Flug einfach hausgemacht ist, Nicht absichtlich, denn die Flugleiter geben sich doch große Mühe. Aber es passiert weil man es nicht besser weiß und Situationen falsch einschätzt. Wir könnten es aber alle, zumindest in Teilen, besser wissen, wenn wir einfach mal Daten sammeln, zusammentragen und analysieren würden. Auch mit diesen neuen Tracking-Ringen mit denen man Flugrouten von Tauben verfolgen kann. Letztlich sind wir an diesem Punkt einfach sehr schlecht organisiert und gehen nicht mit der Zeit.
 

Mittwoch, 19.08.2026
Sascha am 19.08.2026 um 05:49 (UTC)
 Persönlich sind mir die Preislisten der Jungtaubenflüge nicht so sehr wichtig. Ich freue mich selbstverständlich über gute Resultate, weil sie in der Regel zeigen, dass die Jungtauben gesund und in guter Verfassung sind. Aber die Jungtauben-Ergebnisse selbst sagen so gut wie nichts über die spätere Eignung einer Jungtaube auf der Altreise aus.
Ich studiere auch immer wieder gerne Preislisten anderer RVen und Regionalverbände. Gerade auf der Jungtierreise fallen mir da oft Serienergebnisse einzelner Schläge auf, welche teilweise ihre ganzen RV nach Belieben dominieren. Das sind für gewöhnlich Schläge, die sehr viel Aufwand mit den Jungtauben betreiben. Sie verdunkeln und/oder belichten ihre Jungtiere. Teilweise werden die Geschlechter getrennt. Es wird z.T. extrem viel privat mit den Tauben gefahren und auch die Versorgung mit Beiprodukten und/oder Medikamenten ist teils sehr umfangreich.
Wenn diese Züchter sich so viel Arbeit machen, dann ist es nur recht, dass sie auch den Erfolg entsprechend einfahren. Häufig sind auch Sportfreunde dabei, die ebenso erfolgreich auf der Altreise spielen. Über eines muss man sich aber klar sein: der Aufwand rund um die Tauben ist dann auf der Altreise bei diesen Züchtern um keinen Deut geringer.
Diese Züchter haben dann ihr System und das ist erfolgreich, aber eben auch entsprechend aufwändig, arbeits-, kosten- und zeitintensiv. Auch dagegen spricht gar nichts.
Allerdings sollte man sich als Züchter, der nicht so einen Aufwand um die Tauben betreiben kann oder will nicht vormachen, dass man sich bei den genannten Schlägen wirklich ernsthaft mit Tauben für den eigenen Bestand verstärken kann. Die Bestände dieser Sportfreunde sind oft über Jahre auf diese - ich nenne es mal - 24-Stunden-Rundumbetreuung ausgelesen und gezüchtet. Die Ergebnisse auf Alt.- und Jungreise entsprechend herausragend. Wer aber diese Betreuung nicht leisten kann, der kommt mit Tauben aus solchen Beständen in aller Regel nicht voran.
Das heißt nicht, dass dort keine guten Tauben sitzen oder dass man dort nicht auch gute Tauben bekommen könnte. Aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach viel geringer, dass diese Tiere mit deutlich weniger Zeit-, Arbeits- und Geldaufwand wirklich erfolgreich sind.
Wolfgang Roeper sagte einmal: "Wenn du dir Tauben dazuholst, dann versuchst du es am besten bei einem hervorragend reisenden Schlag, der die Tauben noch "schlechter" hält als du es tust." D.h. letztlich, dass man sich Tauben holen sollte, aus denen man unter seinen eigenen Bedingungen vielleicht noch etwas herausholen kann.
Wie hier die Jung- und Alttauben geführt werden habe ich an dieser Stelle immer wieder beschrieben. Es würde in der Regel für uns überhaupt keinen Nutzen bringen Tauben irgendwo zu kaufen (ganz unabhängig vom Preis) wo auf Alt- und Jungreise Serienergebnisse am Stück hingelegt werden. Diese Resultate haben zuvorderst erst einmal nichts mit der Taubenqualität zu tun, sondern mit dem Einsatz und Engagement des Züchters und seinem entsprechenden Aufwand. Diese Tauben gehen hier bei uns unter, weil wir ihnen nicht das bieten an Aufwand, was sie auf ihrem Ursprungsschlag geboten bekommen.
Wenn nun also nach der Jungreise die Verkaufs- und Auktionssaison wieder los geht, dann sollte man sich schon Gedanken machen wo man sich Tauben holt, wenn man versuchen möchte sich zu verstärken. Wir sind hier immer am Besten mit Tauben gefahren von Sportfreunden, die nicht allzu viel Spektakel um ihre Tiere gemacht haben und einfach nur erfolgreich waren, weil die Qualität ihrer Tauben das hergab.
 

Dienstag, 18.08.2026
Sascha am 18.08.2026 um 04:30 (UTC)
 Es gibt gelegentlich Fugverläufe, die man einfach nicht erklären kann. Vor Kurzem hatte ich hier über einen Flug im Münsterland geschrieben, bei dem vier Reisevereinigungen gemeinsam gestartet hatten. Drei RVen hatten einen recht normalen Flugverlauf, eine weitere, die mitten zwischen diesen RVen etwas östlich liegt, hatte einen schlechten Konkurs mit einer Dauer von zweieinhalb Stunden.
Am vergangenen Sonntag (also vorgestern) gab es so einen Flug auch im Regionalverband 250 auf der Südwest-Richtung. Vier Reisevereinigungen lassen zusammen auf. Die Tauben waren, soweit ich weiß, in 2 gemeinsamen Kabis unterwegs. Die Konkurszeiten betragen bezogen auf die einzelnen RVen 19 Minuten, 27 Minuten, 34 Minuten und bei einer RV 6 Stunden und 36 Minuten. Dort sind bei einigen Sportfreunden teilweise über Stunden überhaupt keine Tauben heimgekehrt. Das Wetter war in Ordnung und die betroffene RV liegt etwa 10 KM süd-südöstlich von der RV mit 27 Minuten Konkurs. Ich bin nicht mit allen Details des Fluges vertraut, aber was da passiert ist, das ist mir volllkommen unerklärlich.
Ein Sportfreund aus einer anderen RV, die auch am Sonntag keinen leichten Flug auf der Südostrichtung hatte, reist drei seiner Jungtiere mit diesen neuen "Tracking-Ringen" bei denen man schon während des Fluges etwas zeitversetzt sehen kann wo die Taube in etwa hergeflogen ist. Ein Tier mit so einem Ring hat es nicht nach Hause geschafft. Er sieht aber weiterhin wo die Taube unterwegs ist. Er hat mir gestern immer wieder Daten geschickt wo das Tier ist. Es war unglaublich wie diese Taube immer wieder versucht hat loszufliegen, wie sie oft viele Kilometer geflogen ist, aber nicht den richtigen Weg fand und wie sie dann mehrmals am Tag zu einem Punkt zurück gekehrt ist, wo sie sich einmal länger niedergelassen hatte. Es ist hochinteressant das alles zu verfolgen. Aber auch frustrierend für den Züchter, wenn die Taube sich so bemüht in die Heimat zu fliegen, aber einfach nicht die passende Route einschlägt. Leider ist das Wetter auch nicht ideal und man kann nur hoffen, dass sie es vielleicht heute noch schafft.
Einige Verantwortliche hatten an diesem Flugwochenende entschieden mit ihren RVen den Flug auf dem gestrigen Montag zu veranstalten. Da die Wettervorheragen derzeit sehr ungenau sind und man irgendwann einfach auch eine Entscheidung treffen muss, kann es für die Flugleiter schon mal passieren, dass man freitags entscheidet den Flug auf den Montag zu legen und später dan feststellt, dass sich das Wetter ganz anders zeiigt, als es erwartet war. So mussten gestern einige RVen auf der Südost-Richtung wirklich sehr lange warten bis ein Auflass für einen relativ kurzen Flug möglich war. Es gab dann Flüge, die trotz es schwierigen Wetters gut funktioniert haben und andere Flüge, die auf recht geringer Entfernung dann wieder Verläufe mit bis zu zwei Stunden Konkurszeit nahmen mit vielen fehlenden Tauben am Abend. Was ich bei so schwierigem Wetter dann immer wieder feststelle: die Flugleiter tun sich extrem schwer damit zu sagen, dass man sich geirrt hat, dass das Wetter leider nicht gut ist und man zur Sicherheit lieber wieder in die Heimat fährt. Stattdessen wird dann irgendwann aufgelassen, wenn die Sonne mal kurz durch die Wolken blickt und gehofft, dass der Flug irgendwie gut geht. Gottseidank geht der Flug dann auch oft gut, weil unsere Brieftauben schon einiges leisten können. Aber leider nicht immer. Die Frage ist also: muss man das Risiko wirklich eingehen für einen Flug über 130 oder 150 KM oder wäre es nicht viel mehr im Sinne der Jungtiere frühzeitig zu sagen: wir fahren nach hause?!
Der Regionalverband 403 hatte übrigens seinen Flug auch auf den gestrigen Montag geschoben und die Tauben erst am Nachmittag auflassen können. Der Flug scheint gut verlaufen zu sein. Alles ist erst einmal in Ordnung. Aber dass es dieser Regionalverband seit Jahren nicht schafft seine Flüge ordnungsgemäß auf der Verbandshomepage einzutragen ist schon ein starkes Stück. Es scheint die verantwortlichen unseres Verbandes nicht zu interessieren, dass da Auflässe stattffinden, die im Auflass-Programm auf der Verbandshomepage weder im Vorfeld des Fluges noch am Flugtag eingetragen werden. Es wäre vielleicht an der Zeit solche Regionalverbände einmal von den Verbands-Auszeichnungen genauso auszuschließen, wie man RVen oder Regionalverbände ausschließt, die in verschiedene Reiserichtungen fliegen oder bei denen sich einzelne RVen nicht an den Regionalflügen beteiligen etc. Für mich entsteht einfach immer wieder der Eindruck, dass unser Verband an verschiedenen Stellen mit zweierlei Maß misst.
 

Sonntag, 16.08.2026
Sascha am 16.08.2026 um 17:25 (UTC)
 Der heutige zweite Preisflug ab Schlüchtern (für unseren Schlag sind das 150 Kilometer Entfernung) ist insgesamt wieder recht gut verlaufen. Da hier am Morgen noch eine dicke und dichte Wolkendecke hing wurden die Tauben zwar erst um 10.15 Uhr aufgelassen, aber da die Temperaturen den ganzen Tag über moderat waren, war das für die Rückkehr der Tauben kein Problem. Nach knapp zwei Stunden flogen hier bei uns die ersten Tauben an und es liefen in wenigen Sekunden 13 unserer 52 gesetzten Tauben über die Antenne. Heute waren unsere Jungtiere zwar nicht so früh in der Preisliste wie in der vergangenen Woche, aber am Ende reichte es mit 52/30 Preisen wieder für ein sehr schönes Ergebnis. Nachdem diese 30 Tauben und einige mehr zuhause waren riss es aber mit dem Nachkommen der Jungtiere doch deutlich ab hier bei uns und es fehlten lange Zeit mehrere Tiere. Über den Nachmittag verteilt und zum Abend hin kamen sie dann aber doch recht gut nach, sodass nun um kurz nach 19 Uhr nur noch zwei Jungtauben fehlen. Vielleicht kommt heute noch eine oder morgen früh. Ich hoffe es jedenfalls. Ab Morgen soll es dann endlich auch immer mal wieder etwas Regen geben, sodass verflogene Jungtauben immerhin Wasser finden. In den abgeernteten Feldern finden sie jetzt durchaus Futter - aber das bringt nur etwas, wenn sie auch irgendwo Wasserstellen finden.
Heute Nachmittag rief mich noch eine Bekannte aus dem Nachbarort an und sagte, dass bei ihr eine Taube sitze und sich nicht von der Stelle rühre. Sie wagte es aber nicht das Tier zu fangen. Also bin ich hingefahren und sah schon bei meiner Ankunft, dass die Jungtaube, die dort saß, noch einen recht fitten Eindruck machte. Als ich das Jungtier fangen wollte flog sie hoch und auf ein Sonnensegel, sodass ich die Taube nicht mehr erreichte. Sie bekommt nun etwas Futter dort und Wasser sowieso und dann schauen wir mal ob sie nach hause fliegt oder sich vielleicht in den nächsten Tagen fangen lässt.
Ab morgen beginnen hier bei uns am Haus erneut Arbeiten. Dieses Mal in unserem Garten, denn wir wollen unsere Terasse komplett renovieren. Also wird mir schwerem Gerät wie Baggern etc gearbeitet. Nachdem letztens die Arbeiten für das Glasfaserkabel aber schon so viel Lärm gemacht haben sollten unsere Jungtiere das auch gewohnt sein und Freiflug können sie dann, wie gewohnt, am Abend bekommen. Es stehen nun noch drei Preisflüge auf dem Programm und wie in jedem Jahr werde ich schauen müssen wie die Tauben für die Flüge vom Federstand sind. In der kommenden Woche sollen alle noch einmal in den Korb. Danach muss ich schauen wie es weiter geht. Allerdings ist in diesem Jahr der Plan doch die meisten Jungtauben, wenn es eben geht, auf allen Jungtierflügen zu setzen. In dem Zusammenhang muss ich auch sehen wie es sich hier in den nächsten Tagen mit den Greifvögeln entwickelt, denn vorgestern nachmittag stand hier das Sperberweibchen über dem Haus und heute kurz bevor die Tauben vom Flug kamen, war der Habicht hier unterwegs. Wenn es mit dem Greifvögeln schwieriger wird muss ich mit dem Freiflug der Tauben dann anders vorgehen als bisher und werde ihnen nicht mehr (teilweise) stundenlang Freiflug geben können.
 

Samstag, 15.08.2026
Sascha am 15.08.2026 um 06:37 (UTC)
 DIe Wettervorhersagen ändern sich auf den verschiedenen Wetterportalen in den letzten Tagen nahezu stündlich. Zuerst wurde vom großen Regen berichtet und von Gewittern, dann war nur noch von Abkühlung die Rede. Anschließend sah es so aus als ob es sonntags sehr bedeckt und schwül werden würde....und jetzt wurden wir gestern dann relativ spät informiert, dass unser zweiter Preisflug doch, wie im Reiseplan vorgesehen, am morgigen Sonntag stattfinden und heute abend eingesetzt werden soll. Für die Flugleiter ist es derzeit extrem schwierig die Flüge zu terminieren. Selbst heute morgen sind die Vorhersagen für unsere Strecke für den morgigen Tag teils noch sehr unterschiedlich. Aber mehrheitlich sieht es so aus als sei morgen ein Flug mit Auflass gegen 9 Uhr machbar. Wir werden es sehen.
Mittelfristig gehe ich davon aus, dass wir zumindest hier bei uns in der Region zwar stabilere und etwas kühlere Temperaturen bekommen, aber keinen Regen. Wir hatten hier im Sauerland nun schon mehrere kleinere Waldbrände, die gottseidank von den Feuerwehren kontrolliert werden konnten, aber insgesamt ist es doch extrem trocken.
Diese Trockenheit ist insgesamt auch ein großes Problem für die Jungtaubenreise, denn verflogene Jungtiere finden so gut wie keine Wasserstellen um zu trinken. V.a. auch aus diesem Grund halte ich es für wichtig bei den Auflässen und Flügen sehr vorsichtig zu sein und kein Risiko einzugehen. Niemandem ist damit gedient wenn halbe Jungtierjahrgänge (oder mehr) ausbleiben und nicht wieder kommen. Wenn es nötig ist, dann ist es besser die Jungtauben eher auf kürzeren Entfernungen mit weniger Risiko zu spielen als wegen irgendwelcher Meisterschaftsbedinungen irgendetwas zu riskieren.
Ich selbst weiche nicht davon ab zu versuchen die Jungtauben an die Hitze zu gewöhnen. Auch deswegen habe ich ihnen gestern nachmittag wieder für zwei Stunden Freiflug gegeben und sie konnten fliegen, auf dem Dach sitzen oder im Schlag sein wie sie wollten. Wenn ich den Tauben morgens gegen sechs oder sieben Uhr Freiflug geben würde, dann würden sie sicherlich mehr und ausdauernder trainieren. Aber mir scheint es wichtiger, dass die Jungtiere die Hitze gewohnt sind und wissen wann sie sich setzen müssen und pausieren etc.
Wenn ich Zeit habe dann wechsele ich bei den hohen Temperaturen auch mehrmals am Tag das Trinkwasser. Das habe ich auch gestern wieder getan. Auffällig ist, dass mehrere Tauben jedes Mal, wenn ich frisches Wasser in die drei Tränken im Schlag gefüllt habe, sofort zum Trinken kamen, obwohl auch vorher Wasser in den Tränken war. Aber sie haben auf mein Tun und den Wasserwechsel immer reagiert und mehrere Tiere liefen zur Tränke um zu saufen. Warum das so ist weiß ich nicht so recht.
Auch heute vor dem Einkorben, beim Einsatzgeschäft usw. ist das Wichtigste die Wasserversorgung der Tauben das Wichtigste. In den in Deutschland vielfach gebrauchten Geraldy-Kabinenexpressen würde ich niemals mehr als 16 oder 17 Tauben pro Kabi-Box einsetzen bei diesen Temperaturen. Dann ist in der Regel sicher gestellt, dass alle Tiere ausreichend trinken können. Seit vielen Jahren sind wir im Besitz von zwei solcher Boxen wie sie in den Kabis verwendet werden und ich setze immer wieder Tauben hinein um ihnen an das Trinken in den Boxen beizubringen und sie an das ruhige Sitzen in den Boxen zu gewöhnen. Jahrelange Beobachtung hat mir gezeigt, dass der maximale Besatz dieser Boxen etwa 17 oder 18 Tauben sein sollte. Dann können alle Tauben ausreichend trinken und alle Tiere kommen an die Trinkrinnen. Setzt man 20 oder mehr Tiere hinein führt das am Ende dazu, dass die Hälfte der Tauben gar nicht trinkt. Das ist bei Alttauben so und bei Jungtauben noch extremer. Es gibt in vielen Regionen Deutschlands inzwischen ausreichend Kabis, die oft nicht genutzt werden und herumstehen. Ich würde als Verantwortlicher, wenn möglich, eher einen Kabi mehr fahren lassen (v.a. jetzt zu den Jungtaubenflügen) als die Kabinen aus Kostengründen zu dicht zu besetzen.
Mir ist bewusst dass das nicht überall möglich ist und dass es auch Züchter und Verantwortliche gibt, die das sehr viel anders sehen. Aber ein kleines bißchen verstehe ich auch von Brieftauben und ich beobachte immer wieder interessiert das Verhalten von Tauben. Ein zu dichter Besatz ist nicht nur in den Schlägen ein Problem, sondern auch im Kabi. In den Schlägen führt das mit der Zeit und in aller Regel dazu, dass Jungtauben am Haus verloren gehen und/oder krank werden. In den Kabi-Boxen führt es dazu, dass viele Jungtiere nicht trinken und dann schon dehydriert an den Start gehen beim Auflass. In Zeit von extremer Trockenheit, wie aktuell, ikann das ein großes Problem werden, dass wir zumindest versuchen sollten zu vermeiden.
 

<-Zurück

 1  2  3  4  5  6  7  8 ... 276Weiter ->