| | Neben diversen Brieftaubenzeitschriften gibt es inzwischen viele Möglichkeiten sich per Internet über unser Hobby Brieftaubensport zu infomieren. Ich nutze das auch recht viel. Gerne lese ich auch in alten Büchern oder schaue einmal ältere Filme auf DVD an, aber online finde ich auch fast täglich interessante und lehrsame Filme und Beiträge. In anderen Ländern wie Polen, den Niederlanden oder auch Enland und den USA gibt es viele Sportfreunde, die unser Hobby in verschiedenen Formen im Netz präsentieren.
Meistens schaue ich diese Filme und Podcasts am Laptop und dann habe ich hier immer einen kleinen Kalender neben mir liegen, den ich auch als Notizbuch nutze und schreibe mir dann gelegentlichd das ein oder andere auf, was mir interessant erscheint.
Der niederländische Jungtaubenspezialist Willem de Bruijn veröffentlichte zuletzt einen Beitrag, in dem er beschrieb, dass er seine Jungtauben immer mit etwa 24 Tagen absetzt. Dann hat er in seinem Schlag einen bestimmten Bereich mit einer Holzlatte abgeteilt und in dem abgeteilten Bereich hat er Hanfstreu liegen über einer Heizplatte. So setzen sich die Jungtiere genau in diesen Bereich bis sie später in die Regale gehen. Er stellt auch mehrere Schalen mit Futter auf und achtet sehr darauf, dass die Jungtiere schnell trinken. Willem de Bruijn sagt, dass er damit die Phase, in der die Jungtauben nach dem Absetzen etwas "abbauen" nach der reichlichen Fütterung durch ihre Eltern so überbrückt, dass sie eben nicht "abbauen". In unserem Schlag kann ich keine Heizung anbringen, aber ich überlege schon ob es Sinn machen kann so eine Ecke abzuteilen, in der ich die Jungen für die erste Zeit auf einer weiteren Unterlage wie Stroh oder Hanfstreu oder Buchenspäne (oder alles zusammen) sitzen lasse. Das ist vielleicht nicht verkehrt, auch wenn unser Schlag oben im Dachfirst wirklich sehr trocken ist. Die Idee verschiedene Schalen mit Futter hinzustellen, damit die Jungtiere auf jeden Fall schnell fressen finde ich auch sehr gut.
In einem anderen Beitrag im Internet berichtete ein Sportfreund über die Verwendung verschiedener Kräuter als Badewasserzusatz. Er erklärte, dass die ätherischen Öle aus den Kräutern, wenn man sie regelmäßig anwendet, sich an die Federn und auf die Haut "heften". Wenn man dann die "richtigen" Kräuter verwendet hat man eine Art antibakterielle oder antivirale Wirkung "von außen". Ich selbst verwende ungerne Badesalz oder andere Zuätze, sondern habe oft, als es noch auf dem Markt war, das Produkt "Avibac Stabilizer", verwendet. Inzwischen habe ich auch einen Tipp zu einer Alternative für dieses Mittel bekommen, aber ich habe es noch nicht bestellt und getestet. Die Idee mit dem "Kräuterbad" finde ich allerdings auch sehr spannend und werde versuchen es in nächster Zeit einmal zu testen. Ich schaue dann wie die Tauben es annehmen und ob ich irgendetwas feststelle. Solche Versuche finde ich spannend und so finde ich immer mal wieder neue Ideen für Tests im eigenen Schlag.
Für die kommende Zeit habe ich übrigens von zwei Sportfreunden zwei, bzw. drei neue Beiprodukte zugesandt bekommen, um diese zu testen. Da bin ich auch schon sehr gespannt. Solche Versuche mache ich immer gerne, wenn es hier in unser Versorgungssystem passt und dann schaue ich ob sich irgendetwas bei den Tauben verändert. In diesem Jahr werde ich versuchen bei den Jungtauben etwas auszuprobieren und auch bei den Alttauben vor der Reise. Ich werde dann zu gegebener Zeit darüber schreiben, aber das dauert noch ein wenig. Es ist für mich einfach spannend zu sehen ob die Tauben und wie die Tauben auf neue oder andere Produkte reagieren, zumal ich, was die Wirkung und den Nutzen verschiedenster Mittel, ja immer sehr skeptisch bin. | | | |
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