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Samstag, 15.08.2026
Sascha am 15.08.2026 um 06:37 (UTC)
 DIe Wettervorhersagen ändern sich auf den verschiedenen Wetterportalen in den letzten Tagen nahezu stündlich. Zuerst wurde vom großen Regen berichtet und von Gewittern, dann war nur noch von Abkühlung die Rede. Anschließend sah es so aus als ob es sonntags sehr bedeckt und schwül werden würde....und jetzt wurden wir gestern dann relativ spät informiert, dass unser zweiter Preisflug doch, wie im Reiseplan vorgesehen, am morgigen Sonntag stattfinden und heute abend eingesetzt werden soll. Für die Flugleiter ist es derzeit extrem schwierig die Flüge zu terminieren. Selbst heute morgen sind die Vorhersagen für unsere Strecke für den morgigen Tag teils noch sehr unterschiedlich. Aber mehrheitlich sieht es so aus als sei morgen ein Flug mit Auflass gegen 9 Uhr machbar. Wir werden es sehen.
Mittelfristig gehe ich davon aus, dass wir zumindest hier bei uns in der Region zwar stabilere und etwas kühlere Temperaturen bekommen, aber keinen Regen. Wir hatten hier im Sauerland nun schon mehrere kleinere Waldbrände, die gottseidank von den Feuerwehren kontrolliert werden konnten, aber insgesamt ist es doch extrem trocken.
Diese Trockenheit ist insgesamt auch ein großes Problem für die Jungtaubenreise, denn verflogene Jungtiere finden so gut wie keine Wasserstellen um zu trinken. V.a. auch aus diesem Grund halte ich es für wichtig bei den Auflässen und Flügen sehr vorsichtig zu sein und kein Risiko einzugehen. Niemandem ist damit gedient wenn halbe Jungtierjahrgänge (oder mehr) ausbleiben und nicht wieder kommen. Wenn es nötig ist, dann ist es besser die Jungtauben eher auf kürzeren Entfernungen mit weniger Risiko zu spielen als wegen irgendwelcher Meisterschaftsbedinungen irgendetwas zu riskieren.
Ich selbst weiche nicht davon ab zu versuchen die Jungtauben an die Hitze zu gewöhnen. Auch deswegen habe ich ihnen gestern nachmittag wieder für zwei Stunden Freiflug gegeben und sie konnten fliegen, auf dem Dach sitzen oder im Schlag sein wie sie wollten. Wenn ich den Tauben morgens gegen sechs oder sieben Uhr Freiflug geben würde, dann würden sie sicherlich mehr und ausdauernder trainieren. Aber mir scheint es wichtiger, dass die Jungtiere die Hitze gewohnt sind und wissen wann sie sich setzen müssen und pausieren etc.
Wenn ich Zeit habe dann wechsele ich bei den hohen Temperaturen auch mehrmals am Tag das Trinkwasser. Das habe ich auch gestern wieder getan. Auffällig ist, dass mehrere Tauben jedes Mal, wenn ich frisches Wasser in die drei Tränken im Schlag gefüllt habe, sofort zum Trinken kamen, obwohl auch vorher Wasser in den Tränken war. Aber sie haben auf mein Tun und den Wasserwechsel immer reagiert und mehrere Tiere liefen zur Tränke um zu saufen. Warum das so ist weiß ich nicht so recht.
Auch heute vor dem Einkorben, beim Einsatzgeschäft usw. ist das Wichtigste die Wasserversorgung der Tauben das Wichtigste. In den in Deutschland vielfach gebrauchten Geraldy-Kabinenexpressen würde ich niemals mehr als 16 oder 17 Tauben pro Kabi-Box einsetzen bei diesen Temperaturen. Dann ist in der Regel sicher gestellt, dass alle Tiere ausreichend trinken können. Seit vielen Jahren sind wir im Besitz von zwei solcher Boxen wie sie in den Kabis verwendet werden und ich setze immer wieder Tauben hinein um ihnen an das Trinken in den Boxen beizubringen und sie an das ruhige Sitzen in den Boxen zu gewöhnen. Jahrelange Beobachtung hat mir gezeigt, dass der maximale Besatz dieser Boxen etwa 17 oder 18 Tauben sein sollte. Dann können alle Tauben ausreichend trinken und alle Tiere kommen an die Trinkrinnen. Setzt man 20 oder mehr Tiere hinein führt das am Ende dazu, dass die Hälfte der Tauben gar nicht trinkt. Das ist bei Alttauben so und bei Jungtauben noch extremer. Es gibt in vielen Regionen Deutschlands inzwischen ausreichend Kabis, die oft nicht genutzt werden und herumstehen. Ich würde als Verantwortlicher, wenn möglich, eher einen Kabi mehr fahren lassen (v.a. jetzt zu den Jungtaubenflügen) als die Kabinen aus Kostengründen zu dicht zu besetzen.
Mir ist bewusst dass das nicht überall möglich ist und dass es auch Züchter und Verantwortliche gibt, die das sehr viel anders sehen. Aber ein kleines bißchen verstehe ich auch von Brieftauben und ich beobachte immer wieder interessiert das Verhalten von Tauben. Ein zu dichter Besatz ist nicht nur in den Schlägen ein Problem, sondern auch im Kabi. In den Schlägen führt das mit der Zeit und in aller Regel dazu, dass Jungtauben am Haus verloren gehen und/oder krank werden. In den Kabi-Boxen führt es dazu, dass viele Jungtiere nicht trinken und dann schon dehydriert an den Start gehen beim Auflass. In Zeit von extremer Trockenheit, wie aktuell, ikann das ein großes Problem werden, dass wir zumindest versuchen sollten zu vermeiden.
 

Freitag, 14.08.2026
Sascha am 14.08.2026 um 05:11 (UTC)
 Vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle darüber geschrieben, dass ein Sportfreund unserer Reisevereinigung als Mitarbeiter von "Straßen NRW" an Instandsetungsarbeiten an einer Brücke an der Ortsumgehung B480 Bad Wünnenberg mitarbeitet und er dort auf den Brückenpfeilern eine große Menge Brieftaubenringe sicherstellen konnte. Die Tauben wurden dort allesamt von Wanderfalken hingemetzelt. Wenn man die große Anzahl der Ringe sieht (ein Pfeiler an der Brücke ist noch nicht geräumt und inzwischen liegen auf den bereits geräumten Pfeilern bereits wieder einige "neue" Ringe) und sich dann vor Augen hält wie groß die Wanderfalken-Überpopulation in Deutschland inzwischen ist, dann weiß man was viele unserer Brieftauben im Freiflug am Haus und auf den Flügen inzwischen mitmachen. Eine Auslese nach Leistung und Heimfindevermögen ist in Anbetracht der Wanderfalken-Plage eigentlich nicht mehr möglich, denn viele Tiere werden einfach gefressen ohne dass man über ihre Fähigkeiten irgendetwas sagen könnte. Wenn man sich die Wanderfalken-Population in Deutschland ansieht, dann gehe ich soweit zu sagen, dass die Hälfte der Wanderfalken ohne die Taubenzüchter, die ihren Tauben Freiflug geben, nicht überleben würde und schon gar keine Jungtiere aufziehen könnte. Die Ansiedlung, Vermehrung und Ausbreitung dieser riesigen Zahl an Wanderfalken hat inzwischen nichts mehr mit einem gezielten Naturschutz zu tun. Da geht es am Ende um Prestigeprojekte und Gelder für die verschiedenen, sogenannten Naturschutz-Organisationen. In Deutschland geht die Zahl diverser Singvogel- und Wasservogelarten seit Jahren konstant zurück. Dazu trägt auch der Wanderfalke in nicht geringem Umfang bei. Gäbe es die Brief- und Rassetaubenzüchter nicht, so sähe die Situation wohl noch dramatischer aus.

Hier angefügt ist eine Liste mit den auf den Brückenpfeilern gefundenen Ringen:

 

Donnerstag, 13.08.2026
Sascha am 13.08.2026 um 04:55 (UTC)
 Gestern nachmittag habe ich unseren Jungtauben wie immer Freiflug gegeben und sie haben dann für etwa zwei Stunden von 16 bis 18 Uhr machen können was sie wollen. In der Regel hole ich sie erst gegen 19 Uhr wieder herein, aber weil wir uns mit der Familie die Sonnenfinsternis ansehen wollten, rief ich die Jungtiere etwa eine Stunde früher wieder in den Schlag.
Wir haben uns dann etwas ausserhalb unseres Dorfes ins Feld auf eine Bank gesetzt um die Sonnenfinsternis mit einer entsprechenden Brille zu beobachten. Neben dem Schauspiel an sich fand ich es hochinteressant wie sich die Natur in kurzer Zeit veränderte. Das Licht wurde mit zunehmendem Bedeckungsgrad der Sonne sehr ungewohnt und nachdem gegen 19.45 Uhr der blaue Himmel noch voller Schwalben war, waren diese gegen 20 Uhr plötzlich alle verschwunden. Es waren weder Schwalben noch andere Vögel zu sehen und es war komplett ruhig draußen. Ich erinnerte mich, dass ich selbiges bei einer Sonnenfinsternis vor vielen Jahren (um das Jahr 2000 herum) erlebt hatte, die aber südlich und in den Mittagsstunden stattfand und die wir damals von unserer Terasse aus beobachteten. Nur wenige Minuten nachdem der Höhepunkt der gestrigen partiellen Sonnenfinsternis überschritten war, war der Himmel plötzlich wieder voller Schwalben und die Vögel waren deutlich zu hören.
Ich finde es beeindruckend wie sensibel die Vögel auf solche Veränderugen des Lichts reagieren. Meine Überlegungen gingen dann auch gleich wieder zu unseren Tauben. Wir belichten unsere Jungtauben schon seit etwa drei Jahrzehnten. Ich mache es inzwischen aus Erfahrung und Beobachtung etwas anders als die meisten Sportfreunde mit der Belichtung, aber ich dachte so bei mir: wie wirkt sich das Licht wohl (neben den Auswirkungen auf die Mauser des Deckgefieders) sonst auf unsere Jungtiere aus, wenn nur wenige Minuten einer partiellen Sonnenfinsternis ausreichen um das Verhalten der Vögel für kurze Zeit so deutlich zu verändern? Vielleicht gehen wir auch hinsichtlich Arbeit mit dem Licht (Belichtung, Verdunkelung usw) viel zu unkritisch mit der Wirkung auf unsere Brieftauben um.
Später zuhause hatte uns dann ein Sportfreund auf den Anrufbeantworter gesprochen und uns die einzig fehlende Jungtaube vom Flug ab Alsfeld am Dienstag gemeldet. Sie war am Abend mit seinen Jungtauben eingesprungen und sitzt in Korbach. Das ist etwa 40 KM Luftlinie von hier in Flugrichtung. Ich konnte dann über einen weiteren Sportfreund schnell telefonisch den Rücktransport der Taube organisieren, sodass sie in den nächsten Tagen wieder bei uns zuhause ankommen wird. Dieser Züchter wiederum berichtete mir dann, dass er seinen Jungtauben am abend Freiflug gegeben und nicht an die Sonnenfinsternis gedacht hatte. Als er dann die Tauben hereinholen wollte fehlten mehrere Tiere, die schließlich in kleinen Gruppen heimkehrten und sich sehr seltsam beim Fliegen benahmen, Sie flogen wohl sehr nervös und unsicher und völlig anders als sonst. Auch dieser Züchter vermutete einen Einfluss der Sonnenfinsternis und des deutlich veränderten Lichts auf seine Tauben, da er keinen Greifvogelangriff o.ä. beobachtet hatte. Ob es am Ende so war kann man allerdings nur vermuten.
Für morgen uns übermorgen hat die Flugsicherungskomission wieder eine Flugsperre für Jungtaubenflüge erteilt und wie es dann weiter geht muss man sehen. Es scheint aber hinsichtlich des Wetters so zu kommen, wie ich es schon mehrmal vor einiger Zeit hier schrieb: es wird insgesamt kühler, damit die Luft besser und auch wechselhafter. So ist es fast in jedem Jahr ab etwa Mitte August. Es wäre viel sinnvoller für das Jungtaubenspiel, wenn man sich endlich dazu durchringen könnte die Jungreise insgesamt nach hinten zu schieben in angenehmere Temperaturen. Eine solche Planung hätte in vielen Bereichen deutliche Vorteile gegenüber dem aktuellen Vorgehen immer wieder zu versuchen in der größten Hitze Im Juli und Anfang August einzelne Flugtage zu finden, an denen man Jungtierflüge durchführen kann. Hinsichtlich der Mauser der Tauben könnte man sich auch was die Verpaarung der Zuchttauben und das Züchten von Jungtieren betrifft problemlos auf eine spätere Jungtierreise einstellen. Wer möchte, der kann eben auch Verdunkeln und/oder Belichten. Aber dass wir in Deutschland nun seit Jahren größte Schwierigkeiten haben die Jungtierreise ohne große Verluste durchzuführen sollte uns doch dazu bringen einmal etwas andere Wege zu beschreiten. Daher wäre weiterhin mein Vorschlag die Jungtierreise erst ab etwa dem 15. August zu bestreiten und dann, wenn es möglich ist, eben alle drei, vier Tage einen Flug durchzuführen. Das könnte man mit gesunden und gut versorgten Jungtauben durchaus problemlos machen.
 

Mittwoch,12.08.2026
Sascha am 12.08.2026 um 05:25 (UTC)
 Der gestrige 1. Preisflug unserer Reisevereinigung ab Alsfeld war von der Konkurszeit betrachtet einer der schnellsten Flüge der letzten Jahre. In nur zehn Minuten waren die Preise vergeben, was bei einer RV mit unserer Ausdehnung nicht so häufig vorkommt. Die Tauben wurden um 9.15 Uhr in Alsfeld aufgelassen. Das Wetter war prima. In die Strecke zogen bei leichten nordöstlichen Winden ein paar Wolken und die Sicht war hervorragend. Auch die Temperaturen waren den ganzen Tag über sehr angenehm. Gegen 10.30 Uhr schaute ich auf die Uhr und dachte mir, dass die Tauben jetzt bald kommen müssten und nur zwei Minuten später flog hier direkt aus Osten eine kleine Truppe an. Wie bei unseren Jungtauben üblich flogen sie noch etwas um das Haus und dann landeten sie und ich rief sie hinein. Dann flog schon die nächste kleine Gruppe an und ich dachte bei mir, dass es gottseidank nach einem ganz glatten Flug aussah. So war es dann auch. In wenigen Minuten war mehr als die Hälfte unserer Jungtauben zuhause und auch danach kamen sie sehr zügig weiter. Am Abend fehlte noch eine Jungtaube und ich denke, dass auch bei den meisten anderen Sportfreunden fast alle Jungtiere zuhause sind.
Zu meiner Überraschung und auch Freude erbrachte die Auswertung der Ergebnisse dann, dass unsere Jungtauben in der Preisliste bei mehr als 1.300 teilnehmenden Tauben die Plätze eins bis sechs belegen konnten. Ich hatte mit allem gerechnet, aber sicherlich nicht mit so einem Ergebnis. Für die Jugendmeisterschaft hatte ich sechs Jungtiere vorbenennen müssen und auch von denen befanden sich drei Tauben unter diesen ersten sechs Tieren. Das überrascht mich umso mehr, als dass ich bei keinem Vorflug Elektronik-Ringe aufgezogen hatte und nicht wusste wann welche Jungtaube vom Vorflug zurückgekommen war. Das Vorbenennen der Tauben erfolgte also nur nach Gefühl meinerseits und das hat wirklich ausgezeichnet funktioniert dieses Mal.
Am Ende machen wir mit 53/27 Preisen knapp über 50 Prozent Preisanteil und mit den frühen Platzierungen kann man wirklich von einem gelungenen ersten Preisflug sprechen. Erklären kann ich es mir allerdings nicht wirklich, denn obwohl die Jungtauben sehr gut aussehen und einen fitten und gesunden Eindruck machen ist ihr Verhalten im Freiflug doch mehr als bescheiden. Ich hatte ja bereits darüber geschrieben, dass sie niemals weg ziehen außer Sicht und dass sie auch nicht besonders lang am Stück trainieren. Wenn es hoch kommt, dann ist der Schwarm mal 20 bis 30 Minuten in der Luft.
Insofern denke ich, dass dieses gute Flugergebnis auch ein ordentliches Stück weit viel Glück war. Trotzdem freue ich mich selbstverständlich sehr. Die beiden Tauben, die als erste einsprangen sind Schwestern aus der ersten und zweiten Zucht. Auch das ist natürlich eine schöne Sache.
Man muss das jetzt nicht überbewerten. Trotzdem ist es selbstverständlich ein sehr schöner Auftakt für die Jungreise. Im letzten Jahr beispielsweise machten wir bei ebenfalls eingesetzten 53 Jungtauben nur 6 Preise. Damals war es ganz anders. Die Jungreise ist doch auch immer ein stück weit Lotterie.
Es wird nun wirklich spannend wie das Wetter sich zum Wochenende und in der nächsten Woche entwickelt. Die Modelle deuten deutlich auf eine stabile Abkühlung, aber vielleicht auch auf Schauer und Gewitter. Es wird weiterhin nicht einfach ein die Jungtierreise glatt über die Bühne zu bekommen. Aber immerhin hatte unsere RV inzwischen sechs recht ordentliche Flüge und was wir haben, das haben wir.

 

Montag, 10.08.2026
Sascha am 10.08.2026 um 19:28 (UTC)
 Eben habe ich unsere Jungtauben für den morgigen nächsten Flug eingesetzt. Es geht nach Alsfeld. Das sind für uns etwa 110 Kilometer Entfernung. Die Wetterprognosen sind gut. Es soll über Nacht deutlich abkühlen und morgen dann sollen angenehme Temperaturen herrschen. Ich hoffe dass der Flug gut verläuft. Für unsere Jungtiere ist es der vierte Flug, andere Züchter der RV haben die Tauben nun schon zum sechsten Mal im Kabinenexpress. Man sah auch heute beim Einsatzgeschöäft schon wieviele Jungtauben inzwischen wissen wo die Tränken sind und sofort die Gelegenheit nutzten um zu trinken. Es ist einfach wichtig, dass die Jungtauben ruhig werden und alles lernen. Alles Weitere kommt später. Es ist auch nicht so wichtig dass die Entfernungen für die Jungtaubenflüge schnell gesteigert werden. Wichtig ist v.a. dass sie durch Wiederholung lernen was sie tun müssen. Ob eine Jungtaube am Ende der Reise dann mal über 200 KM fliegen musste oder über 300 oder gar 400 KM ist nicht wirklich entscheidend.

Einen interessanten, wenngleich schon etwas älteren Artikel habe ich heute gelesen. Er lautet "Wenn Tauben träumen". Hier ist er nachzulesen: Wenn Tauben träumen
 

Sonntag, 09.08.2026
Sascha am 09.08.2026 um 17:18 (UTC)
 Morgen Abend werden unsere Jungtauben zum nächsten Flug eingesetzt. Wenn ich richtig informiert bin soll es auf 110 Kilometer Entfernung gehen. Am Dienstag haben wir dann hoffentlich, wie vorheresagt, den kühlsten Tag der Woche mit gutem Wetter. Dann muss man einfach hoffen, dass der Flug glatt läuft.
Es gibt leider immer wieder sehr unerklärliche Flugverläufe. Gestern haben im Münsterland vier RVen in einer Fluggemeinschaft zusammen aufgelassen. Der Auflass fand gar nicht weit von hier entfernt statt. Da Wetter hatte ich gestern schon beschrieben. Den Preislisten zufolge hatten aber drei der vier Reisevereinigungen einen recht normalen Flug mit Konkurszeiten um die 15 Minuten. Die vierte RV liegt eigentlich etwas seitlich versetzt zwischen den anderen und fängt schon mit mehr als 200 m/min in der Spitze weniger an als die anderen und der Konkurs dauert zweieinhalb Stunden. Was ist da passiert? Waren die Tauben dieser RV im gleichen Kabi wie die anderen Tauben? Dann wird der Flugverlauf noch unverständlicher. Es ist auf den ersten Blick nicht zu erklären und ich kann nur vermuten, dass da beim Auflass etwas daneben gegangen ist. Aber ansonsten fehlt einem bei so einem seltsamen Flugverlauf wirklich jeglicher Ansatz zur Erklärung.
Bei anderen Sportfreunden, die ihre Tauben schon oft im Kabi hatten und die auch gestern auf dem Preisflug teils gute Ergebnisse erzielt haben, ist genau das passiert, was ich gestern beschrieben hatte: die Tauben haben wohl teils massiv überflogen und taten sich dann nach dem Konkurs schwer mit dem Heimfliegen, sodass hier und da auch noch (teils zu viele) Jungtauben fehlen. Andere Tauben haben es aber sehr gut geschafft. Liegt es nun an der Qualität einzelner Tiere oder ist es auch viel Gück oder Pech in welchem Schwarm so Jungtauben dann unterwegs sind. Ich möchte mir da kein Urteil erlauben. Aber nicht jede ausgebliebene Jungtaube hat nicht die nötige Qualität. Manchmal hatte sie einfach kein Glück.
Ein Züchter schrieb mir, dass ihm sehr viele seiner Jungtauben vom Flug gestern fehlen obwohl der Flug für alle anderen Teilnehmer glatt und gut verlaufen ist. Seine Tauben seien gesund, 7x privat trainiert worden und hätten in der letzten Woche sehr gut am Haus geflogen. Aus der Ferne ist da eine Analyse nahezu unmöglich. Aber man kann versuchen sich heran zu tasten. Gab es ein gesundheitliches Problem? Waren die Tauben noch nicht lange genug im Training am Haus, weil sie noch zu jung waren? Hat der Züchter eine sehr besondere Lage innerhalb des Teilnehmerfeldes? Manchmal hilft es einfach sich auszutauschen mit anderen Züchtern und die Situation vor Ort genau zu beschreiben um eine Fehleranalyse vorzunehmen und zu versuchen. Aber manchmal (und scheinbar immer häufiger) findet man keinen wirklich konkreten Ansatz.
 

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