| | Auch heute habe ich erst einmal nur einen Witwerschlag, auf dem 14 Paare brüten, zum Freiflug geöffnet um die jährigen Tauben langsam umzugewöhnen, Die beiden Tauben, die gestern am frühen Abend noch draußen waren, sind dann auf dem Jungtierschlag eingesprungen. Von dort habe ich sie in die Witwerschläge gesetzt. Sie haben dann kein Futter erhalten.
Heute habe ich die Tauben dann gegen 17.20 Uhr hereinrufen wollen. Es saßen einige auf dem Dach als ich aus dem Garten hoch auf den Dachboden ging. Als ich oben ankam waren sie wieder losgeflogen und beim Blick aus dem Dachfenster sah ich das Sperberweibchen im Südwesten stehen. Ich bin dann wieder rausgegangen und prompt folgte dann ein Angriff auf die Tauben unseres Nachbarn, wo deutlich mehr Tauben draußen waren. Aber wenn ich alles richtig beobachtet habe, dann war der Angriff des Greifs gottseidank erfolglos.
Unsere Tauben kamen dann auf meinen Ruf alle bis auf eine herein. Diese Täubin war gestern schon draußen geblieben und im Jungtierschlag eingesprungen und dann wird heute der Ablauf genauso so sein wie gestern.
Es ist eigentlich das schlechteste Wetter für die ersten Freiflüge, welches man so haben kann. Strahlend blauer Himmel, gewaltige Fernsicht und angenehme Temperaturen, aber heute morgen waren am Auto die Scheiben gefroren sodass ich kratzen musste als ich von Nachtdienst kam. Nachts sehr kalt, am Tag relativ warm und Wind aus östlichen Richtungen bei großer Fernsicht und keinen Wolken. Das ist leider Greifvogelwetter. Schade, dass es bei den Angriffen der Greifer immer so schnell geht, denn sonst würde ich das Elend gerne mal filmen.
So wie die Zuchttauben zu bestimmten Phasen der Jungtieraufzucht bei unserem Standfutter bestimmte Körner gerne fressen oder eben weniger fressen, so beobachte ich es auch immer bei den Mineralien. Bei uns haben sie zwei Sorten Picksteine zur Verfügung, die Gritmischung und dazu noch zwei Sorten Mineralpulver in extra Töpchen und auch da beobachte ich immer wieder, dass sie manchmal dieses und manchmal etwas anderes bevorzugen. In einer bestimmten Zeit fressen sie sehr viele Mineralien und dann lässt es irgendwann wieder nach und normalisiert sich. Wenn man das aber immer wieder beobachtet, dann muss man aus meiner Sicht einfach zu dem Schluss kommen, dass die Taube instinktiv sehr gut weiß ud fühlt was sie benötigt zu bestimmten Phasen. Ob nun hinsichtlich der Mineralien oder hinsichtlich des Futters oder vielleicht auch hinsichtlich von Grünzeug, welches man den Tieren zur Verfügung stellen kann. Ganz ähnlich sehe ich es auch beim Reisefutter der Tauben. Wenn es variantenreich ist und auch Hülsenfrüchte enthält etz, dann weiß die Taube schon genau was sie frisst und was nicht. Und so bekommen unsere Reisetauben immer auch ein Futter in dem Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Wicken enthalten sind und wenn sie diese bei Flügen am Sonntag dienstags abends oder mittwochs liegen lassen, dann weiß ich eigentlich, dass ich richtig gefüttert habe und die Regeneration und der Aufbau abgeschlossen ist. Meine Meinung ist, dass man den Instinkt der Taube mit keinem Beiprodukt der Welt ersetzen kann - egal ob in der Zucht oder in der Reisezeit.
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