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Sonntag, 21.06.2026
Sascha am 21.06.2026 um 04:29 (UTC)
 Es ist gerade genau 6 Uhr am Sonntagmorgen und hier bei uns geht aktuell ein mächtiges Gewitter herunter. Hoffentlich reinigt das etwas die Luft, denn es war gestern Abend und in der Nacht unerträglich schwül.
Gestern Abend um kurz vor 19 Uhr hatte ich noch einen befreundeten Züchter aus einem anderen Regionalverband eine Nachricht geschrieben, dass er seine Tauben zuhause lassen solle, Denn das Wetter war genau so vorhergesagt worden für heute morgen. Aber er war da wohl schon unterwegs zu Einsatzstelle. Auch der Kabi unserer RV rollte da bereits über die Autobahn. Allerdings nur mit den Tauben unseres Transportgemeinschaftspartners. Der Flugleiter unserer Reisevereinigung hatte den Flug für unsere Züchter aufgrund des Wetters und der gestrigen Flugverläufe am Nachmittag noch abgesagt, Unsere Partner-RV wollte aber wohl unbedingt einen Flug machen.
So war es, wie ich hörte, auch in anderen Regionen und Regionalverbänden. Die einen wollten losfahren, die anderen nicht. Es gab viele Diskussionen allenthalben. Grund dafür waren u.a. sehr schlecht verlaufende Flüge gestern. V.a. auf unserer Südostrichtung. Da wurden tatächlich Auflässe auf etwa 240 - 250 KM Entfernung erst um 8.15 Uhr durchgeführt. Ich hatte kürzlich noch geschrieben, dass die Tauben bei solchen Wetterbedingungen in ihrer großen Mehrheit zwischen 10 und 11 Uhr zuhause sein müssen, sonst wird die Hitze zu groß. Das ist bei einem Start um 8.15 Uhr natürlich nicht möglich und entsprechend schlecht sind dann die Flugverläufe. Ich möchte es hier nicht weiter ausführen, aber solche Entscheidungen sind nicht nachzuvollziehen.
Genauso wenig ist es nachzuvollziehen, dass beispielsweise die RV des Vorsitzenden der FSK meint einen Flug über eine Distanz zu machen, bei der die hinteren Schläge fast 290 KM Entfernung aufweisen. Was soll so etwas?
Gerade bei schwierigen Bedingungen müssen wir den Brieftaubensport und die Auflässe von den schwächeren Schlägen aus denken, denn dort fehlen dann die Tauben noch und kommen schwierig nach aufgrund der Hitze. Aber scheinbar denken einige Verantwortliche den Brieftaubensport immer nur aus Richtung der besten Züchter und die Flüge werden dann für irgendwelche Meisterschaften durchgeführt oder damit die Tiere nicht ein Wochenende mal zu hause sitzen müssen.
Ich kann allen Flugleitern, die heute Tauben in den Kabis zu betreuen haben, nur ein gutes Händchen wünschen, Ein Risiko bei den Auflässen ist in jeder Hinsicht zu vermeiden.
Es ist jetzt 6.35 Uhr und es blitzt und donnert noch immer.

Ein Blick aktuell aus unserem Fenster



Das aktuelle Radarbild


 

Samstag, 20.06.2026
Sascha am 20.06.2026 um 05:42 (UTC)
 Gestern am späten Abend ist hier eine mächtige Gewitterfront durchgezogen mit. Starkregen, etwas Hagel und teilweise sehr starkem Wind. Das war schon eindruckvoll und hat dafür gesorgt, dass zumindest heute morgen die Luft vorrübergehend ein wenig besser ist. Aktuell ist es noch recht stark bewölkt, aber gleich werden die Wolken weg gezogen sein bzw. sich auflösen und dann wird erneut Hitze Einzug halten.
Heute sind nicht allzu viele RVen und Transportgemeinschaften unterwegs. Viele haben bereits aufgelassen. Andere müssen noch warten.
An wetterbedingt solch schwierigen Wochenenden wäre es vielleicht zielführend, wenn man die Flüge einmal näher analysieren würde. Oft wird nur auf die Konkurzeiten geschaut, aber nicht darauf wie die Flüge verlaufen sind.
Wenn es nun eine Anweisung für dieses Wochenende gäbe, dass alle RVen mit ihren Züchtern das Auslesen der Konstatiergeräte einmal erst ab 13 oder 14 Uhr vornehmen und die Züchter bitte die Geräte auch so lange angeschlossen lassen, dann könnte man über die Preislistenhersteller und die Daten einmal sehen wieviele Tauben um diese Zeit noch fehlen. Sind fast alle da? Fehlen noch zu viele? Es wäre interessant das einmal zu sehen, denn bei der Hitze kommen dann am Nachmittag erst einmal kaum Tauben nach. Wir haben inzwischen so viele Daten zu den Flügen. Wir können Wind, Temperaturen, Inversion etc. alles auswerten. Und wir haben unsere elektronischen Konstatiersysteme mit denen wir genau sehen können wann noch wieviele Tauben fehlen, wie die Tauben insgesamt gekommen sind usw. Aus diesen Daten könnten wir, wenn wir wollten, sehr viel lernen für künftige Auflässe, Flugverläufe und auch Auflassempfehlungen oder Kilometerbeschränkungen durch die FSK. Diese Daten sollten wir viel mehr nutzen.
Hier und da höre ich derzeit weiterhin von kranken Jungtauben und vereinzelt auch Schlägen auf denen es Todesfälle gibt, wenn die Tauben noch nicht gegen das Rotavirus geimpft waren. Unsere Jungtiere waren aus Zeitgründen bisher nur ein Mal geimpft und ich merke einzelnen Jungtauben an, dass da manchmal etwas "im Busch" ist. Sie fressen ein oder zwei Tage nicht so gut, sie setzen schon einmal wässrigen oder etwas grünen Kot ab usw. Bisher waren es so drei, vier Tiere. Es waren ausschließlich Tiere der zweiten Zucht, die vor vier Wochen das erste Mal geimpft wurden. Ich setze sie dann alleine und warte und nach zwei Tagen ist es dann überstanden. Ich bin aber überzeugt, dass ohne die Impfung mit dem RP-Impfstoff hier auch Todesfälle zu beklagen wären. Hätte ich bereits zwei Mal geimpft wäre vermutlich alles in bester Ordnung und mir würde gar nichts auffallen. Insofern ist es aber für mich weiterhin klar, dass die Impfung ihren Dienst tut. Das ist das Wichtigste.
 

Freitag, 19.06.2026
Sascha am 19.06.2026 um 04:18 (UTC)
 Auf meinen gestrigen Beitrag gab es insgesamt sehr viele Reaktionen. Ich finde es angenehm, dass man Themen wie Hitzeflüge und Auflässe bei hohen Temperaturen durchaus kontrovers diskutieren kann, ohne dass man sich gleich angiftet, weil man unterschiedlicher Meinung gibt.
Es gibt Sportfreunde, die ihren Tauben Flüge bei hohen Temperaturen zutrauen und es gibt Züchter, die das nicht möchten. Ich finde beides in Ordnung. Ich denke auch, dass die allermeisten Sportfreunde sehr verantwortungsvoll mit so einer Wetterlage umgehen und sich Gedanken machen und v.a. auch ihren Flugleitern vertrauen, dass diese die richtigen Entscheidungen treffen.
Aktuell sieht es so aus, als ob auf der Südwest- oder Westrichtung der Samstag der bessere Flugtag ist und auf der Südostrichtung und vielleicht auch auf der Ostrichtung (ich habe da nicht immer alles genau im Blick) der Sonntag.
Das Wetter scheint so, als ob Flüge ordentlich möglich sind, wenn die Tauben in ihrer Mehrheit zwischen 10 und 11 Uhr daheim sein können. Man darf nicht vergessen, dass die Tiere inzwischen in bestern Verfassung sein sollten und eingeflogen sind und auch wissen was sie tun müssen. Das wäre zu einem früheren Zeitpunkt in der Saison schwieriger.
Ein anderer Punkt ist das Einkorben der Tauben bei hohen Temperaturen, der Transport zur Einsatzstelle und das Einsatzgeschäft. Da ist entwickeln die Tauben schon ordentlich Durst und am wichtigsten ist, dass sie schon beim Einsetzen, beim Transport und am Auflassort immer gut getränkt werden. Auch direkt vor dem Auflass sollten die Fahrer noch einmal frisches Wasser nachlaufen lassen. Allerdings ist es so, dass die Tauben oft frühmorgens zwischen 5 und 6 Uhr nur wenig trinken, selbst wenn man die Tränken im Kabi frisch befüllt. Aber aufgrund der Temperaturen müssen die Tauben an diesem Flugwochenende halt früh aufgelassen werden.
Ein Problem bekommen leider jene Tauben, die es, aus welchen Gründen auch immer, nicht rechtzeitig nach hause schaffen, denn wenn sie bei den hohen Temperaturen erst einmal sitzen, dann sitzen sie.
Letztlich bleibt es dabei, dass der Züchter individuell entscheiden muss was er möchte, was er den Tauben zutraut und wie er selbst die Wetterbedingungen einschätzt.
Es wäre auch alles kein großes Thema, wenn wir in Deutschland nicht so ein veraltetes Reisesystem hätten. Die Züchter und Flugkeiter treffen in aller Regel richtige Entscheidungen. Fehlentscheidungen hinsichtlich Auflässen oder ob man seine Tauben überhaupt reist, entstehen v.a. durch unsere Meisterschaftsmodelle und dadurch, dass in Deutschland praktisch nichts mehr wichtig ist im Brieftaubensport als irgendeine Meisterschaft auf RV-, Regionalverbands- oder Bundesebene.
Dieser Druck bestimmte Flüge durchzuführen oder der Druck unbedingt Tauben reisen zu müssen, wenn man eine Meisterschaft gewinnen will, muss aus unserem Reisesystem heraus. Wir sollten viel mehr Wert auf einzelne Flüge legen - wie auch immer diese dann gestaltet sind. Das würde es praktisch allen Beteiligten vom Züchter, über die Flugleiter bis hin zur Flugsicherungskomission viel einfacher und leichter machen.
 

Donnerstag, 18.06.2026
Sascha am 18.06.2026 um 07:22 (UTC)
 Gestern nachmittag kam, wie erwartet, die Kilometer-Beschränkung für das kommende Flugwochenende aufgrund der anstehenden Hitzwelle durch die Flugsicherungskomission. Es ist schon sehr seltsam was dort veröffentlicht wurde. 275 Kilometer mittlere Entfernung sollen die Flüge maximal betragen.Außer für den Norden Deutschlands ab Sonntag, wo man erst einmal über 400 KM Entfernung erlaubt, da sich dort die Temperaturen bessern sollen.
Nachdem man vor drei Wochen eine Beschränkung für ganz Deutschland ausgesprochen hatte, obwohl es auch seinerzeit im Norden sehr gut über weitere Entfernungen gegangen wäre, macht man nun regionale Unterschiede. Warum man jetzt doch die Entfernungen regional anpassen kann und das vor Kurzem nicht gemacht wurde, ist allerdings nicht nachvollziehbar.
Noch seltsamer wird dann die Empfehlung für die Südwestrichtung. Da liest man: "Wir bitten dringend, dass Flüge, die in Frankreich gestartet werden sollen, eine noch geringere Distanz haben sollten."
Was ist das denn? Macht das Wetter und machen die Temperaturen jetzt genau an der Grenze einen Halt? Was ist so schwer daran, wenn man für den Norden die Beschränkung lockert, für die Südwestrichtung alles noch etwas zu straffen? Im Südwesten kann man wegen des Sonnentstandes nicht ganz so früh auflassen wie auf den östlichen Reiserichtungen. Hinzu kommt für das Wochenende neben den Temperaturen, dass ein leichter Nordostwind vorhergesagt wird. Für die Südwest-Tauben also Kopfwind.
Fährt eine Transportgemeinschaft nun beispielsweise 270 KM mittlere Entfernung an, dann liegen die hinteren Schläge bereits auf gut 300 KM. Rechnet man 4 Stunden Flugzeit, dann kommen die Tauben, die nicht in die Preise kommen, bereits in die Mittagshitze und Schwüle. Da können 300 KM schon zu weit sein, wie man es auch bei einigen Flügen vor drei Wochen beobachten konnte. Es war an dem Wochenende zwar sehr schnell warm geworden, aber längst nicht so warm wie das kommende Wochenende vorhergesagt ist.
Für unsere Südostrichtung ist es ebenfalls so, dass 275 KM mittlere Entfernung eher grenzwertig sind, aber vielleicht machbar. Die Tauben, die es aber nicht frühzeitig nach hause schaffen, werden auch dann ein ernstes Problem haben aufgrund der Schwüle und Hitze. Unsere Gruppe plant zunächst einmal Höchstadt an der Aisch anzufahren. Das sind für die weitesten Schläge etwa 280 KM Entfernung. Bei Auflass um 6 Uhr und dreieinhalb bis vier Stunden Flugzeit für die Preistauben könnte es sich dann knapp ausgehen sodass auch die Nicht-Preistauben noch ordentlich wieder kommen können.
Eines möchte ich aber aus meiner Sicht auch mal sagen: ich weiß nicht ob es Sportreunde gibt, denen Flüge bei diesen Bedingungen Spaß machen, aber vorstellen kann ich es mir nicht. Letztlich setzen viele Züchter ihre Tauben nur ein, weil eben ein Flug stattfindet, weil man Meisterschaften gewinnen will oder weil man halt Tauben reist, wenn der Kabi fährt. Angenehm sind Flüge bei solchen Bedinungen nicht. Nicht für den Züchter und erst recht nicht für die Tauben. Und ob solche Flüge in irgendeiner Form am Ende für eine Selektion oder Auslese hinsichtlich der Taubenqualität taugen, das möchte ich doch einmal stark dahingestellt lassen. Oftmals tun sich gerade gute und sichere Tiere bei solchen Wetterbedinungen schwer oder bleiben sogar aus.
Im vergangenen Jahr habe ich einmal einen Flug ausgesetzt, weil es mir zu heiß und zu schwül war. Das Einkorben hätte ich bei Temperaturen über 30 Grad vornehmen müssen. Ich habe darauf verzichtet weil Brieftaubensport ein Hobby ist und ich ihn so betreiben möchte, dass ich Spaß daran habe. Wenn mir aber schon beim einkorben der Tauben der Schweiß am Rücken herunter läuft und ich dann bei der Ankunft der Tauben auch nur im Schatten stehen muss, damit es erträglich ist, dann macht es mir keinen Spaß. Insofern halte ich es für unnötig Flüge durchzuführen, um der Flüge willen oder damit man das Programm nicht unterbricht oder damit man an bestimmten Meisterschaften teilnehmen kann. Am Ende müssen es die Tauben ausbaden und mancher Züchter ist schlecht gelaunt und verliert Tauben und damit die Lust. Ich weiß nicht ob das unbedingt nötig ist.
Letztlich liegt die Entscheidung über die Teilnahme am Flug aber beim Züchter. Er muss die Prioritäten für sich selbst setzen und entscheiden was er seinen Tauben zumuten und zutrauen kann und was er selbst möchte. Es wäre nur viel besser, wenn wir ein Reise- und Meisterschaftssystem hätten, in dem ein Züchter nicht praktisch genötigt wird seine Tauben zu schicken, damit er weiter an diversen Meisterschaften teilnehmen kann.
 

Mittwoch, 17.06.2026
Sascha am 17.06.2026 um 05:48 (UTC)
 Die Wetterprognosen für das kommende Wochenende sagen eine ordentliche Hitzewelle voraus. Temperaturen deutlich über 30 Grad am Tag und Tropennächte mit Temperaturen von um die 20 Grad. Ich denke schon heute nachmittag wird durch die Flugsicherungskomission eine Entfernungsbeschränkung für das Flugwochenende herausgegeben auf maximal 250 KM oder ähnlich. Ich denke mir bei solchen Wetterlagen immer: was hat man als Züchter davon dann die Tauben einzusetzen für einen kurzen Flug? In solch einem Fall ist es im Grunde besser die Tauben zuhause zu lassen. Hier sieht man allerdings wieder deutlich die Schwächen unseres völlig veralteten Reisesystems. Denn wer die Tauben zuhause lässt ist letztlich aus vielen Meisterschaften heraus. Und leider zählen bei uns in Deutschland am Ende nur die Meisterschaften. Nicht so sehr einzelne Flüge.
Ich bin gespannt ob die Flugsicherungskomission erneut Beschränkungen für ganz Deutschland herausgibt und wie sich diese dann gestalten, denn aktuell besteht zumindest für Norddeutschland noch Hoffnung, dass man dort Sonntag oder Montag bei angenehmeren Temperaturen Flüge durchführen kann. Sicher ist das aber auch noch nicht.
Für unsere Region hingegen scheint es so zu sein, dass selbst Flüge über 200 oder 250 KM bis Anfang nächster Woche kaum machbar sein werden bzw dann bei schon sehr hohen Temperaturen durchgeführt werden müssen. Ist es das wert die Tiere bei tropischen Temperaturen einzukorben und zu schicken? Will man die Tauben riskieren? Ich würde es nicht tun, aber das muss jeder Züchter letztlich selbst entscheiden.
Wenn solch eine Hitze ansteht bekommen unsere Tauben regelmäßig über das Trinkwasser eine Tränke, die schnell geleert ist, mit Elektrolyte und Vitamin C gegen Hitzestress. Sobald die Tränke leer ist gebe ich dann eine frische Tränke, die ich mit einer Säure "desinfiziere". Ich meine zu beobachten, dass die Elektrolyte und das Vitamin C den Tauben einfach gut tun bei hohen Temperaturen. Ob es tatsächlich so ist weiß ich nicht.
Direkt vor unserem Haus finden derzeit Arbeiten zur Verlegung von Glasfaserkabeln statt. Die Tauben reagieren empfindlich auf den Lärm. Hier bei uns ist direkt unter der Oberfläche des Bodens blanker Fels. Die Arbeiter hier fluchen und schimpfen darüber wie sie hier die Kabel verlegen müssen. Es wird gebohrt und gehämmert und es entsteht dabei ein teilweise gewaltiger Krach. Viele unserer Jungtauben wollten gestern nicht aus dem Schlag. Jene, die flogen landeten wieder und verschwanden wieder im Schlag. Berfördert wurde das noch durch viele Greifvögel, die hier über frisch gemähten Wiesen nach toten Mäusen etc. suchten. Gestern waren hier sehr viele Bussarde, Milane und auch Turmfalken unterweg. Das sind alles Greifvögel, die unseren Tauben nichts antun. Trotzdem reagieren v.a. die Jungtauben in diesem Jahr - ich weiß ncht warum - doch sehr ängstlich auf die Greifer.
Ich hoffe, dass zumindest die Arbeiten direkt bei uns am Haus heute fertig gestellt werden können. Jetzt, da ich hier schreibe, geht es draußen wieder los.
 

Montag, 15.06.2026
Sascha am 15.06.2026 um 10:15 (UTC)
 Die Verschiebungen oder Verlegungen wie ich sie Ende letzter Woche hier für unseren Regionalverband beschrieben hatte, waren für das zurückliegende Flugwochenende noch nicht das Ende der Fahnenstange.
Nachdem unsere Regionalverbandsgruppe ursprünglich geplant hatte am Sonntag nach Wörth an der Donau zu fahren, musste auch dieses Ansinnen wieder geändert werden. Der Regionalverband 402 wollte schon am Samstag in Wörth auflassen und musste diesen Auflass jedoch kurzfristig umdisponieren, da aufgrund von Bauarbeiten der Auflassplatz in Wörth nicht anfahrbar war. Also startete der Regionalverband 402 am Samstag morgen in Regensburg-Neutraubling.
Für unsere Gruppe wurde daraufhin auch Wörth für den Sonntag abgesagt und es wurde beschlossen 40 KM kürzer nach Parsberg zu fahren. Dort wurden die Tauben am Sonntag aufgelassen und es gab einen glatten Flug. Die andere Gruppe unseres Regionalverbandes hatte noch am Donnerstag geplant nach Hemau zu fahren. Auch das wurde kurzfristig wieder geändert und es ging nach Lauf an der Pegnitz (etwa 60 KM kürzer). Die Gründe für diese Änderung sind mir nicht bekannt, aber auch dort gab es dann einen normalen Flug.
So startete also auf unserer Südostrichtung der Regionalverband 402 am Samstag die Tauben, unser Regionalverband am Sonntag (wie auch beispielsweise die Regionalverbände 256, 401, 403, 408 oder 409) und um dem allem die Krone aufzusetzen waren dann am heutigen Montagmorgen auf der gleichen Flugroute Auflässe der Regionalverbände 405, 407 und 416.
Mir geht das alles nicht mehr in den Kopf. Flugwetter war an allen drei Tagen. Sowohl Samstag, als auch Sonntag oder heute am Montag konnte man Tauben starten. Das gaben die Wetterberichte am vergangenen Mittwoch und spätetens am Donnerstag morgen auch her. Inzwischen scheint es aber so zu sein, dass die Flugleiter nicht mehr schauen, ob am angesetzten Flugtag ein Flug möglich ist, sondern dass die Gremien schauen: wann ist vielleicht der beste Tag für einen Flug, auch wenn am ursprünglich angesetzten Flugtermin auch ein Flug möglich wäre. Das führt dann dazu, dass praktisch während der ganzen Woche die Wetterberichte beobachtet werden und dann oftmals sehr kurzfristig entschieden wird vorzuziehen, nach hinten zu schieben oder die Strecke zu verändern. Dieses kann aber nicht die Aufgabe der Flugleiter sein. Die Flugleiter haben eigentlich genug zu tun und es würde vollkommen ausreichend wenn sie beurteilen ob am geplanten Flugtag ein Flug und eine sichere Heimkehr der Tauben möglich ist. Wenn ein Auflass und Heimflug machbar ist, dann sollte man auch für den geplanten Tag einsetzen und auflassen. Mehr müsste und sollte nicht sein.
Stattdessen wird unnötig verschoben und verlegt und geschaut ob man auch die Flüge hinbekommt für irgendwelche Meisterschaftsbedinungen und so kommt es dass z.b. auf unserer Südostrichtung bei sehr ähnlichem Wetter an drei aufeinanderfolgenden Tagen an sehr ähnlichen Auflassorten Tauben gestartet werden, die man, wenn man es so wollte, sogar fast alle gemeinsam starten könnte.
Das ganze Gebahren führt darüber hinaus dann zu solch seltsamen Entwicklungen wie beispielsweise im Regionalverband 416. Dort stand für dieses Wochenende ein Flug ab Landau-Pilsting auf dem Reiseplan. Man ist nun aber am heutigen Montag nochmals etwa 30 KM weiter gefahren und hat die Tauben um 8 Uhr in Falkenberg gestartet. Das macht am Ende vielleicht alles keinen großen Unterschied. Aber trotzdem hält man sich nicht an den Reiseplan, der vor der Saison an den Verband gesendet wurde. Ich finde es ist in keiner Weise Sinn der Sache ohne Not von den Plänen abzuweichen. Wozu werden vor der Saison die Reisepläne durch die Regionalverbände mit einer bestimmten Frist an den Verband gesendet und dort veröffentlicht. wenn davon am Ende ohnehin immer wieder abgewichen wird?

 

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