Brieftauben Mimberg

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Montag, 29.03.2021
Sascha am 29.03.2021 um 06:37 (UTC)
 Gestern war es zwar sehr windig, aber wir konnten doch am Nachmittag für etwa 90 Minuten Freiflug geben. Die Tauben waren im Wind viel unterwegs - es schien ihnen zu gefallen. Trotzdem sind einige Tiere dabei, die noch nicht so häufig draußen waren und manchmal wirkt es arg gefährlich wenn sie vom Wind in Bäume gedrückt werden. Aber es ist alles gut gegangen.
Da nun die ersten Paare von den Eiern gelaufen sind, beginne ich nun zu trennen. Immer wenn ein Paar die Eier verlassen hat nehme ich die Täubin weg und sie geht erst einmal in die Weibchenvoliere.
Gestern habe ich aus Spaß noch ein Kurzvideo gedreht. Ich wollte mal ausprobieren wie es ist, wenn ich das Handy zum Filmen einfach schräg aufstelle. Es hat einigermaßen funktioniert. Hier kann man das Video anschauen - es ist aber nichts Besonderes....

 

Sonntag, 28.03.2021
Sascha am 28.03.2021 um 07:19 (UTC)
 Gestern sind die Tauben wetterbedingt also im Schlag geblieben. Es gab den ganzen Tag immer wieder heftige Regen-, Schnee-, und Graupelschauer und starken Wind. Kein Freiflug möglich.
Ich habe den Tag genutzt um die Reisevögel und ihre Weibchen gegen Ektoparasiten zu tröpfeln. Dazu muss ich folgendes berichten:
Im Jahr 2019 hatten wir im Reiseschlag etwa fünf Vögel, die am Hals im Frühjahr kahl wurden. Vorne brachen die Federn ab. Ich denke dieses Problem ist vielen Sportfreunden bekannt. Ich habe mir nichts dabei gedacht und es hat den Tauben auch nicht weiter geschadet und die Tiere wurden in 2020 wie gewohnt ein Mal vor der Reise gegen Ektoparasiten getröpfelt.
Etwa ab Mitte März/Anfang April gab es jedoch immer mehr Tauben, denen vorne am Hals die Federn abbrachen. Bis zum Ende der Saison waren es sicherlich zwanzig Vögel und einige Weibchen, welche vorne am Hals kahl waren oder welche zumindest dort Federschäden aufwiesen. Es war wirklich nicht schön, obwohl es der Reiseleistung keinen Abbruch tat.
Ich habe mich dann bei verschiedenen Tierärzten informiert und letztlich scheint es sich wohl um einen Befall mir sogenannten Federbalgmilben zu handeln. Diese sitzen in der Haut und fressen dort die Federkiele an, welche später abbrechen.
Auf Rat von Tierarzt Sudhoff musste ich nun nach einem festen Programm mit einem Antiparasitikum tröpfeln. Diese Behandlung begann während der Mauser im Oktober, wo ich die Tauben alle zwei Wochen behandelt habe insgesamt vier Mal. Dann musste ich vier Wochen warten und nochmal tröpfeln - also im Dezember. Im Januar dann nach weiteren vier Wochen nochmals und jetzt habe ich sie ein letztes Mal getröpfelt. Ich hoffe, dass es geholfen hat. Es kann aber sein, dass das Problem trotzdem noch weiter bei einzelnen Tauben auftritt. Dann muss ich die Tropfen nochmals in der Reise anwenden und in der kommenden Mauser das Programm nochmals durchziehen. Ich bin jedenfalls gespannt ob unsere Tauben in diesem Jahr wieder ordentlich aussehen, denn in der vergangenen Saison war das teilweise nicht zum Ansehen....
 

Freitag, 26.03.2021
Sascha am 26.03.2021 um 16:53 (UTC)
 Heute war der vierte Tag an dem unsere Tauben Freiflug hatten. Bisher läuft alles nach Plan. Die Tauben, die ja noch gepaart sind und weiter auf ihren Eiern sitzen (einige Paare überbrüten nun den sechsten Tag und werden heute abend sicher herunter laufen), bewegen sich gut und sind ordentlich aktiv. Das Umgewöhnen geht gut, aber noch nicht alle Tauben gehen sicher in den Witwerschlag.
Heute war es sehr windig. Morgen soll es auch noch kalt werden und dazu noch windiger - da bleiben die Tiere im Schlag. Es soll hier weiter alles mit Geduld und Ruhe gehen - das ist das Wichtigste.
Von mehreren Sportfreunden aus ganz Deutschland höre ich von starken Problemen mit Greifvögeln, von Verlusten durch Greifvögel, von Schieffliegern und verletzten Tauben. Das ist natürlich alles übel und nicht schön, aber ich kann immer nur dazu raten, viel Geduld zu haben. Mit Gewalt geht gar nichts. Wenn die RVen und Regionalverbände es nicht lernen und jedes Jahr aufs Neue die Reisepläne mit Vor- und Preisflügen viel zu früh ansetzen, dann ist das zwar leider so, aber man sollte sich zu nichts nötigen lassen. Ruhe und Geduld brauchen die Tauben - sonst nichts.
 

Dienstag, 23.03.2021
Sascha am 23.03.2021 um 16:54 (UTC)
 Heute hatten unsere Tauben das erste Mal Freiflug. Von 15 - 17 Uhr waren die Ausflüge offen und es waren wirklich viele Tauben draußen und in der Luft. Das war sehr schön anzusehen. Das Umgewöhnen scheint auch gut zu funktionieren, denn bis auf 5 Tiere gingen alle wieder in den Witwerschlag hinein. Diese fünf Tauben habe ich eben im Jungtierschlag eingelassen. Sie bekommen heute kein Futter und werden dann morgen sicherlich schon richtig einspringen.

 

Freitag, 19.03.2021
Sascha am 19.03.2021 um 16:35 (UTC)
 Dieses Foto habe ich vor wenigen Minuten bei uns aus einem Fenster des Dachbodens geschossen. Schneetreiben. Morgen wird es noch etwas kälter. Also bleiben die Tauben weiterhin im Schlag. Als Greifvogelfutter sind sie mir zu schade.
Unser Regionalverband möchte übrigens den Endflug als gemeinsamen Nationalflug mit dem Regionalverband 402 durchführen. Eine ausgezeichnete Sache. Dummerweise schon am 17.07. - wir wollen also auf der Hälfte des Juli die Alttaubenreise beenden. Ich frage mich immer wieder wer sich einen solchen Unsinn ausdenkt. Man könnte auch einfach mal später die Reise beginnen und ein oder zwei Wochen später den Endflug über 600 Kilometer durchführen als Nationalflug. Ist ja nur so eine Idee...mir sind einige Entwicklungen im Brieftaubensport wirklich unbegreiflich. Die Züchter scheinen es vielfach nicht mehr abwarten zu können. Ich vermute, dass die ersten Sportfreunde nun ihre Anhänger und Taubenkörbe startklar gemacht haben, um die Tauben privat zu trainieren. Manchmal muss ich lachen, wenn ich daran denke wie unsere Tauben in den letzten Jahren geflogen haben ohne dass sie privat durch die Welt gefahren wurden. Aber viele Sportfreunde scheinen zu glauben, dass es ohne diese unsinnige private Fahrerei nicht geht....



Im Zuchtschlag sind die nächsten Jungen geschlüpft. Es werden nun täglich welche auskommen. Versorgt werden die Zuchttauben folgendermaßen:

Unsere Zuchttauben bekommen als Futter das "Premium Zucht Extrem" der Firma Matador. Sie erhalten 1x in der Woche Moorkonzentrat mit Mineral- und Konditionspulver von Dr. Marien über das Futter. Außerdem als Gritmischung das Picobal der Firma Klaus, sowie Pickstein von Klaus und Spinne zusätzlich. Das Mineralpulver von Dr. Marien steht außerdem zur freien Aufnahme im Schlag. Das war es. Mit dieser Versorgung haben wir in den letzten Jahren immer prima Jungtiere aufgezogen, die auch später Leistung bringen konnten. Mehr muss wahrscheinlich nicht sein....

 

Donnerstag, 18.03.2021
Sascha am 18.03.2021 um 11:25 (UTC)
 Als ich heute morgen vom Nachtdienst kam hatte es mal wieder gefroren. Es ist weiterhin kein Wetter um den Tauben Freiflug zu geben. Die Temperaturen wären für die Tauben kein Problem, aber die Greifvögel sind bei solch niedrigen Temperaturen einfach besonders aktiv und hungrig und paaren noch nicht richtig. Da hat man hier in unserer Gegend keine Chance die Tauben gut in die Luft zu bekommen.
Wenn ich aktuell die Reisepläne aus verschiedenen Regionen höre, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. In Kürze Vorflüge. Mitte April oder spätestens am 24.04. die ersten Preisflüge, aber dann um den 18. Juli herum schon Ende der Altreise. Als wir im letzten Jahr coronabedingt die Reise erst Mitte/Ende Mai beginnen konnten und bis in den August reisten, waren die meisten Züchter viel zufriedener. Aber dieses Jahr ist das wieder vergessen und es wird wieder getrieben. Zum Schaden der Tauben...
 

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