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Donnerstag, 12.03.2026
Sascha am 12.03.2026 um 16:12 (UTC)
 Über einen befreundeten Züchter habe ich gestern noch einmal frisch für die anstehende Saison die Produkte von Dr. Marien bekommen. Ich hatte zwar noch Vorräte, aber diese stammen noch aus dem letzten Jahr und deswegen bekommen die Reisetauben nun die frischen Produkte und die etwas älteren Mittel, die aber allesamt noch haltbar und in Ordnung sind, nutze ich für die Zuchttauben, später die Jungtauben und die Witwerweibchen.
Auffällig ist, dass das Mineralpulver in diesem Jahr etwas heller ist als im vergangenen Jahr. Das kommt immer mal wieder vor und hat nichts mit der Qualität des Produktes zu tun, sondern nur damit welchen Mineralien-Grundstoff Dr. Marien beim mischen des Mittels verwendet.
Die Reisevögel werden, wie seit vielen Jahren, das Mineralpulver abends am Flugtag bekommen und das Konditionspulver einen Tag danach. In der Regel gebe ich das Konditionspulver ein Mal am Tag. Nach schweren Flügen kann es aber auch sein, dass ich es zu zwei oder drei Mahlzeiten verwende.
Den Sirup gebe ich vorraussichtlich nach dem ersten Vorflug und dann nach dem zweiten, sechsten und zehnten Preisflug (wenn ich es nicht wieder vergesse, was in den vergangenen Jahren auch immer mal wieder vorgekommen ist).
Darüberhinaus werde ich den Reisevögeln wohl am Tag nach dem Flug (oder vielleicht auch mal zwei Tage nach dem Flug) das Usnea-Plus von Dr. Boskamp geben, weil mir das mit Blick auf die Gesundheit der Tauben über den Winter und aktuell wirklich gut gefällt. Wie immer in den letzten Jahren gebe ich auch mittwochs das "Blitz" von Röhnfried in einer sehr geringen Dosierung über die Tränke.
Sollte einmal ein Flug sehr anstrengend für die Tauben verlaufen werde ich wahrscheinlich am Flugtag noch ein neues Produkt von der Firma "Oropharma" einsetzen. Ich habe es mir schon gekauft, aber das Mittel mit dem Namen "Aminobolic Force" habe ich den Tauben noch nicht gegeben und ich muss erst einmal testen ob sie es gut aufnehmen bei der Gabe über die Tränke. Dann wird es nur eingesetzt wenn die Tauben wirklich arbeiten mussten oder vielleicht ist es in der Tränke für späte Nachzügler.
Das ist das Versorgungsprogramm wie ich es mir für die Reise vorgenommen habe. Mehr bekommen die Tauben nicht. Die Produkte gibt es über das Futter nur immer zur Hälfte der Mahlzeit. Danach gibt es noch "sauberes Futter". Über die Tränke gebe ich die Mittel so, dass die Tränke schnell leer getrunken ist und dann gibt es wieder klares Wasser. Das Wichtigste in der Reisesaison ist immer, dass die Tauben gut fressen und trinken.
Erst einmal müssen die Tauben jetzt aber in den Freiflug und da muss ich sehen wann ich Zeit finde sie unter Aufsicht fliegen zu lassen. Dann wird es wieder spannend wie die Situation mit den Greifvögeln in diesem Jahr ist. Ich hoffe, dass die Greifer erst einmal bald auf das Nest gehen, aber meistens dauert das hier in der Region bis in den April hinein.



 

Mittwoch, 11.03.2026
Sascha am 11.03.2026 um 18:16 (UTC)
 Heute habe ich den Befund der Untersuchung unserer Kotprobe, die ich vor neun Tagen bei Tierarzt Boskamp abgegeben hatte, erhalten. Es waren keine Kokzidien enthalten und auch keine Salmonellen. Darüberhinaus hat mir Peter Boskamp folgendes geschrieben:

"In der bakteriologischen Untersuchung ihrer Kotprobe konnten wir Coliforme und Klebsiella finden, wobei die erstgenannten Teil der normalen Flora der Taube sind. Deshalb besteht von dieser Seite kein Behandlungsgrund.
Die Klebsiellen werden nicht standardmaessig in der Flora einer Taube gefunden, deshalb ist dort die Empfehlung bei klinischen Problemen in ihrem Bestand waere eine Behandlung noetig. Falls Sie momentan augenscheinlich keine Problem bei ihren Tauben sehen, wuerde ich diesem Nebenbefund im Hinterkopf behalten und nicht zwingend behandeln, da diese Bakterien nicht immer mit Problemen einher gehen muessen."


So hat man doch immer wieder Dinge, die man hinsichtlich der Gesundheit der Tauben neu dazulernen kann. Von Klebsiellen hatte ich schon einmal bei uns Menschen gehört, aber im Zusammenhang mit unseren Brieftauben noch nicht. Ich habe mich dann etwas eingelesen und möchte es einmal so zusammenfassen:
Klebsiellen können im Darm leben und dort gar keine Schwierigkeiten machen. Allerdings können sie bei immungeschwächten Tieren oder wenn die Tauben später hohe Leistungen während der Reise bringen müssen, durchaus Probleme machen.
Aktuell sehen unsere Tauben sehr gut aus, das Paaren und Legen hat hervorragend funktioniert. Ich werde daher vorerst nicht behandeln. Es wurde auch ein Resistenztest gemacht und die wirksamen Medikamente wurden mir mitgeteilt, sodass ich bei Bedarf immer noch eingreifen könnte. Aber zuvor werde ich mit Tierarzt Boskamp noch einmal Kontakt aufnehmen und das genaue Vorgehen besprechen. Große Sorgen mache ich mir wegen dieses Befundes aktuell nicht. Unsere Tauben sind es gewohnt weitgehend ohne Medikamente klar zu kommen und ich denke, dass sie die Erreger eigenständig im Griff behalten können. Vielleicht kann es aber Sinn machen - und das möchte ich mit Peter Boskamp noch einmal besprechen - die Tauben mit Probiotika oder Produkten auf Basis von ätherischen Ölen, die z.b. Carvacrol oder Thymol enthalten, zu unterstüzen. Diese Öle, wie auch Zimtöl, könnten durchaus eine gewisse Wirksamkeit gegen die Klebsiellen haben. Ich bin gespannt was der Tierarzt mir dazu noch sagen kann.
Wenn man heute Brieftaubensport auf einem ordentlichen Niveau betreiben möchte, dann steht die Gesundheit der Tauben immer vorne an. Ohne gesunde Tauben geht gar nichts. Das genau ist der Grund warum ich einen auf Tauben spezialisierten Tierarzt aufsuche. Ich will hier nicht blind kuren mit irgendwelchen Medikamenten und ich will wissen was mit unseren Tauben gesundheitlich los ist und dann kann ich gemeinsam mit dem Tierarzt entscheiden was zu tun ist. Und nur gesunde Tauben, die ich dann reise, kann ich am Ende auch hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit wirklich bewerten.
 

Dienstag, 10.03.2025
Sascha am 10.03.2026 um 17:15 (UTC)
 Vor 13 Tagen hatte ich im Witwerschlag die Tauben verpaart und ich hatte ja bereits geschrieben, dass es in diesem Jahr ganz ausgezeichnet funktioniert hat mit der Paarung der Tauben. Als Folge haben nun schon fast alle Paare ihre Eier liegen. Das ging hier tatsächlich ruckzuck und problemlos. Eine Täubin von 2018 hat noch nicht gelegt. Diese habe ich eben in die Hand genommen und ich denke, dass sie auch gar nicht mehr legen wird. Ich konnte jedenfalls nicht fühlen, dass sich da in hinsichtlich der Legerei etwas tut. Diesem Paar werde ich dann zwei Steineier hinlegen und schauen ob die Partner diese annehmen.
Rein vom Neststand her wäre es nun ideal die Tauben mal herauszulassen und v.a. die jährigen Weibchen schnell umzugewöhnen. Aber das Wetter scheint nicht mitzuspielen. Nicht deswegen weil es etwas kühler werden und hier und da regnen soll, aber es könnte doch recht windig werden und das wäre für die ersten Freiflüge hier nicht so ideal. Ich muss schauen wie sich das alles entwickelt, aber allzu lange werde ich die Paare nicht auf Eiern zusammen lassen. Das Umgewöhnen der jährigen Weibchen kann ich zur Not auch später noch vornehmen.
Aktuell bekommen die Tauben in den Reiseschlägen noch unsere leichte Wintermischung, aber wenn dann bald die Freiflüge losgehen stelle ich schnell um auf eine Zuchtmischung. Denn gerade in den ersten Tagen und Wochen des Freiflugs müssen die Tauben wieder Muskulatur aufbauen, alle Sehnen und Bänder und die Gelenke müssen wieder gut funktionieren und dafür benötigt eine Brieftaube Substanz aus ihrer Ernährung. Die Nicht aus Beiprodukten und schon gar nicht aus leichtem Futter. Die Tiere brauchen dann alles was ein gutes Zuchtfutter an Bausteinen liefern kann und das sollen sie auch haben. Durch das Paaren und Treiben und das leichte Winterfutter sind sie jetzt eigentlich nicht mehr zu schwer, sodass ich keine Bedenken haben muss, dass sie zu viel Gewicht mit sich herumschleppen, was so manchen Züchter im Frühjahr dazu verleitet "leicht" zu füttern. Das ist aus meiner Sicht schon der erste große Fehler, den man in einer beginnenden Saison machen kann.
 

Montag, 09.03.2026
Sascha am 09.03.2026 um 17:34 (UTC)
 Im Zuchtschlag sind inzwischen fast bei allen Paaren die Jungtauben geschlüpft. Bisher sieht alles sehr gut aus. Es sind keine Jungtiere im Ei hängen geblieben und bei diesen doch recht warmen Temperaturen werden die Jungtiere auch sehr gut aufwachsen. Aus Zeitgründen werden die Zuchttauben jetzt wieder über die Futterautomaten versorgt. Ich fülle sie mit mehreren Kilogramm Zuchtfutter und dann können die Zuchttiere fressen wann und wie sie wollen. Es ist für mich einfacher als im Zuchtschlag zwei oder drei Mal täglich den Futtertrog aufzufüllen, wenn die Jungen im Nest dann etwas größer sind. Die Fütterung mit den Automaten hatte ich schon im letzten Jahr in der Zuchtsaison durchgeführt und es hat mir hervorragend gefallen, denn nie hörte man ein Jungtier nach Futter betteln o.ä. Es war während der gesamten Aufzuchtphase eine herrliche Ruhe im Schlag.
Da ich die Tauben über die Automaten nicht mit Futter versorgen kann, welches mit den Pulvern von Dr. Marien angemischt ist, wie die Tiere es eigentlich gewohnt sind, stelle ich neben der Mineralmischung Picobal und Pickstein von Röhnfried und Natural noch ein kleines Schälchen mit dem Mineralpulver von Dr. Marien hin. Die Tauben nehmen es sehr gut auf und ich fülle täglich etwas nach. Über das Wasser bekommen die Zuchttauben, da ich kein Konditionspulver von Dr. Marien auf diesem Weg geben kann, zwei Mal in der Woche die Zuchthilfe von Dr. Sudhoff. In lauwarmem Wasser ist sie sehr gut löslich und dann bekommen die Tauben über das Trinkwasser eine Menge, die sie recht schnell leer trinken. Anschließend gibt es wieder klares Wasser und damit ist dann die Versorgung unserer Zuchttauben auch abschließend beschrieben.



Heute hat mich jemand hier aus der Nähe angerufen, der bis Ende der 90er Jahre selbst Brieftauben hatte. Der Brieftaubenfreund kannte meinen Vater damals. Er musste dann aus privaten und beruflichen Gründen den Taubensport aufgeben. Nun ist er Rentner und möchte wieder mit den Brieftauben beginnen und fragte ob ich ihn unterstützen könne. Das will ich, so gut es mir möglich ist, selbstverständlich tun. Wenn der Schlag erst einmal gebaut ist, dann werden wir ihn sicherlich auch mit Tauben füllen können und den ein oder anderen Tipp kann ich dann sicherlich auch geben, denn der Taubensport hat sich, auch wenn er im Kern gleich geblieben ist, doch ein wenig verändert. Aber für jemanden, der sich schon einmal mit Brieftauben befasst hat, sollte das am Ende kein Problem darstellen. Vielleicht kann sich dieser Brieftaubenfreund auf Dauer doch wieder für unser Hobby in irgendeiner Form begeistern. Das würde mich freuen.
 

Sonntag, 08.03.2026
Sascha am 08.03.2026 um 06:03 (UTC)
 Nachdem ich am vergangenen Montag noch in den Niederlanden bei Peter Boskamp war, ging es für mich gestern wegen der Brieftauben nach Belgien. Der Sportfreund Thomas Sprick aus der RV Geseke (Regionalverband 250) hatte im nun neunzehnten Jahr nacheinander eine Busfahrt für Brieftaubenfreunde organisiert und dieses Mal ging es für unsere Reisegruppe zur bekannten Taubenzüchterfamilie Herbots.
Etwa 40 Sportfreunde waren in einem hochmodernen Reisebus unterwegs und wir hatten einen wunderschönen Tag. Es waren alleine vier RV-Meister aus unterschiedlichen Reisevereinigungen an Bord und auch der Westfalenmeister 2025 und viele andere nette und teils erfolgreiche Züchter und so kann man sich schon während der Reise sehr schön über unser Hobby austauschen.
Bei der Familie Herbots wurden wir unglaublich nett empfangen und erhielten zu trinken und einen leckeren Imbiss. Ich habe selbst schon einige Schlagbesuche etc unternommen, aber selten wurde ich (und selbstverständlich unsere ganze Reisegruppe) so freundlich und herzlich begrüßt und behandelt.
Wir konnten uns die verschiedenen Zuchtvolieren draußen ansehen. Leider war es nicht möglich die Reiseschläge zu besichtigen, da diese während der letzten Monate umgebaut wurden und die Reisetauben gerade in der Gewöhungsphase und auch zum Training draußen waren. Wir konnten aber den Witwervögeln beim Freiflug zusehen und anschließend hatten wir Gelegenheit - und auch das erlebt man sehr selten so - viele der Top-Tauben aus den Zucht-Einzelboxen selbst in die Hand zu nehmen. Jo Herbots hatte diese Tauben, die gerade mit ihrem jeweiligen Partner in der Einzelbox "auf Treiben standen", extra für uns aus ihren Zuchtabteilen geholt und jeder durfte die Tiere in die Hand nehmen. Darunter waren selbstverständlich Nationalsieger, Olympiatauben und weitere Asse. So sahen wir beispielsweise den "White Man", selbst Olympia-Taube und auch Vater vom "Olympic Rico", wir sahen die "Fran", die 2025 beste Taube der Welt auf der Mittelstrecke wurde und für mich ganz besonders interessant den "Flup", über den ich hier vor zwei Jahren schon einmal berichtete hatte und der in 2023 innerhalb von nur vier Wochen vier mal unter den ersten zehn Tauben national auf vier Rennen über 600 und 700 Kilometer flog.
Ich selbst nehme, wie wohl jeder Brieftaubenzüchter, immer wieder gerne Taube in die Hand und besonders gerne natürlich erfolgreiche Tauben in Zucht oder Reise. Aber es gibt so einige, wenige Tiere in der Taubenwelt, die ich besonders gerne mal sehen würde. Der "Flup" gehört seit drei Jahren zu diesen Tauben bei denen ich davon geträumt habe sie einmal anschauen zu dürfen und es war mir wirklich ein Vergnügen das tun zu dürfen und alleine dafür bin ich der Familie Herbots wirklich sehr dankbar.


Hier meine Wenigkeit mit dem "Flup"

Tierarzt Raf Herbots hielt uns dann obendrein noch einen kleinen Vortrag über die Versorgung der Tauben, über Impfungen usw und stellte die Produkte der Firma Herbots vor und wir hatten dabei auch Gelegenheit hier und da einige Fragen zu stellen und auch das war sehr interessant und lehrreich. Mich persönlich interessiert dabei besonders immer das Thema der Impfungen und immer wieder stelle ich fest, dass die Tierärzte an diesem Punkt oft verschiedene Ansätze haben, aber das was Raf Herbots zu den Impfungen sagte konnte ich uneingeschränkt teilen und nachvollziehen.
Wie so oft bei Schlagbesuchen verging die Zeit wie im Flug, aber nachdem wir die Heimreise angetreten hatten war wohl jeder Teilnehmer der Fahrt rundum zufrieden mit diesem Schlagbesuch und ich selbst kann mir einfach nur bedanken für die tolle Organisation durch Sportfreund Sprick und den herzlichen Empfang durch die Familie Herbots.







 

Freitag, 06.03.2026
Sascha am 06.03.2026 um 07:20 (UTC)
 Zu meinem gestrigen Beitrag hinsichtlich der Änderung zur Empfehlung der Standzeiten in der neuen Reiseordnung sind sehr viele Rückmeldungen und Anmerkungen gekommen.
Ich empfinde es als sehr positiv, dass sich viele Sportfreunde zu so einem Thema Gedanken machen. Viele Züchter (und auch Flugleiter) bevorzugen das alte Vorgehen mit einer Standzeit von einer Stunde von 100 KM. Es gibt aber auch Sportfreunde, die dem nicht so eine Wichtigkeit zumessen und mir beispielsweise geschrieben haben: "Standzeiten werden überschätzt." So hat jeder seine Meinung zu diesem Thema, aber letztlich finden all die Züchter, die sich dazu Gedanken machen, überhaupt kein Gehör und keine Möglichkeit sich zu äußern.
In der Mitgliederversammlung des Verbandes war die vorgenommene Änderung überhaupt kein Thema und wurde nicht einmal angesprochen und auf der Flugleiterschulung wird so eine Veränderung bekanntgegeben ohne dass man vielleicht einmal all die erfahrenen Flugleiter im Vorfeld schon zu diesem Thema befragt hätte.
Idealerweise hätte man dazu mal über zwei, drei, vier Jahre Flüge ausgewertet und eine Art Studie gemacht um einmal belastbares Material zum Thema Fahrzeiten, Standzeiten, Einsatzzeiten, Tränkzeiten und Auflässe zu haben.
Aktuell sind jedenfalls die Gründe für die Änderung der Reieoednung in diesem Punkt und letztlich die Abweichung von dem was man den Flugleitern viele Jahre gelehrt und empfohlen hat, überhaupt nicht erkenn- und nachvollziehbar.

Es gab übrigens auch Sportfreunde, die mir gemailt haben, dass diese Änderung v.a. darin begründet sei, dass es im vergangenen Jahr auf dem Endflug eines Regionalverbandes, der schließlich die deutsche Meisterschaft entschied, zu erheblichen Abweichungen von der damals geltenden Reiseordnung gekommen sei und dieser Flug niemals hätte gewertet werden dürfen. Der Flug wurde aber gewertet und damit auch die Frage aufgeworfen, was diese Reiseordnungen überhaupt wert sind.

Was die Standzeiten vor dem Auflass betrifft geht es letztlich v.a. um die Flüge ab 500 und 600 KM. Vielleicht auch einmal, je nach Region, nach Zahl der Einsatzstellen und Fahrzeiten der Kabis um die 400 KM-Flüge. Gerade auf diesen weiteren und anspruchsvolleren Flügen sollte man doch v.a. das Wohl der Taube in den Mittelpunkt stellen.
An dieser Stelle wäre es wohl auch wichtig einfach einmal die Praktiker fragen. Die Flugleiter und die Fahrer. Gerade erfahrene Fahrer der Kabis können zu diesem Thema sicher einiges Wissenswertes beisteuern.
Mich würde ohnehin interessieren wieviele Tauben in der Nacht, wenn der Kabi am Auflassort ankommt, wirklich trinken. Oder wieviele Tauben trinken, wenn nach mehr als 4 Stunden Fahrzeit unterwegs getränkt wird. Wie abhängig ist die Zahl der trinkenden Tauben vom Besatz der Boxen? Das sind alles Themen, die man dringend einmal angehen müsste. Die Kabifahrer könnten da vielleicht einmal mit ihren Handys Filmaufnahmen machen etc.
Die Praktiken rund um den Transport unserer Tauben und die Aufflässe sind ein sehr spannendes und wichtiges Thema, weil es hier immer auch um Tierschutz geht. Man sollte schon versuchen es von einem wissenschaflichen Standpunkt her anzugehen soweit das möglich ist. V.a. aber sollte man versuchen nicht einfach Dinge zu ändern, die man viele Jahre gelehrt und für wichtig erachtet hat ohne für die Änderungen irgendeine plausible Begründung zu geben und dieses auch einmal vorher zu diskutieren. Letztlich sollte man wohl auch in unsere Nachbarländer schauen. Man setzt dort doch nicht grundlos die Tauben auf größeren Distanzen schon zwei Tage vorher ein. Auch wenn hier bei uns die Transporte anders organisiert sind und auch wenn man immer den Kostenfaktor im Auge behalten sollte, kann man doch vielleicht auch aus den Erfahrungen v.a. in Belgien und den Niederlanden etwas lernen.
 

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