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Freitag, 04.02.2022
Sascha am 04.02.2022 um 04:26 (UTC)
 Eigentlich habe ich den kommenden Dienstag für die Anpaarung der Zuchttauben ins Auge gefasst. Darauf ist die Belichtung ausgerichtet und auch meine persönliche Zeit. Wobei wir manchmal auch denken, dass eine Belichtung, jetzt wo die Tage doch schon etwas länger werden, kaum notwendig ist.
Nun musste ich aber feststellen, dass einzelne Zuchttäubinnen in ihrer Voliere bereits beginnen untereinander anzubandeln. Das kann erfahrungsgemäß dazu führen, dass die Weibchen zu schnell legen bzw sich nicht optimal mit dem Vogel verpaaren. Wir hatten diese Situation vor einigen Jahren schon einmal und das war wirklich nicht ideal.
Deswegen muss ich schauen ob wir wirklich noch die vier Tage bis Dienstag mit dem Paaren warten können. Heute wird auf jeden Fall erst einmal ein Fastentag eingelegt und ab morgen dann das Futter etwas weniger gehaltvoll gemacht. Das wirkt manchmal „Wunder“… zumindest kurzfristig. Schaden wird es den Täubinnen jedenfalls nicht, denn körperlich sind sie – davon habe ich mich in den letzten Tagen überzeugt – in Top-Verfassung. Nicht zu schwer, nicht zu fett, richtig schön rund und mit Spannung auf der Muskulatur. So stelle ich mir Täubinnen vor, wenn ich sie zum Preisflug einsetzen würde.
Eine Zuchttaube, die nicht in dieser Verfassung ist, paaren wir aber auch gar nicht erst an. Denn da kann unserer Meinung nach kein Ass herausfallen. Sind die Eltern nicht in Top-Verfassung, dann wird der Nachwuchs auch sehr selten Top-Taube. Das ist jedenfalls unsere Meinung.
Es ist schon schwer genug, selbst bei guten Ausgangstauben in der Zucht, wirkliche top Tauben zu züchten. Aber wenn die Elterntiere dann zusätzlich nicht kerngesund und in super Verfassung sind, dann wird es nochmals schwieriger.
 

Donnerstag, 03.02.2022
Sascha am 03.02.2022 um 07:28 (UTC)
 Weil doch von Zeit zu Zeit immer wieder Sportfreunde fragen, habe ich eine kleine Fotostrecke zur Herstellung unseres Gemüsemix gemacht.
Ich nehme Möhren, ein Glas Rote Beete mit Flüssigkeit, einige Zwiebeln, eine Knolle Knoblauch und ein Stück Ingwer. Gestern habe ich noch eine Pastinake mit verarbeitet.



Mit einem Küchengerät mache ich alles in Würfel. Das geht sehr schnell. Dann gebe ich alle Würfel in einen großen Messbecher, gebe die rote Beete mit Flüssigkeit dazu und püriere alles mit einem Pürierstab.







Anschließend gebe ich alles in Eiswürfelbehälter und friere den Mix unmittelbar ein.



An das Futter gebe ich pro Kilogramm etwa zwei aufgetaute Würfel. Einen rühre ich zunächst schon an. Dann gebe ich Kräutermischung dazu, Mineralpulver, Konditionspulver und Heilerde und den zweiten aufgetauten Würfel und verrühre alles gut.





Das so präparierte Futter wird sofort verfüttert. Die Tauben fressen es sehr gut und mein Eindruck ist, dass sie bei regelmäßiger Anwendung auch sehr gut aussehen.
Man kann, wenn man möchte, selbstverständlich noch verschiedene Produkte ergänzen. Beispielsweise etwas Öl hinzugeben. Z.b. Weizenkeimöl oder Leinöl. Man kann auch Ropa, also Oregano-Extrakt, zugeben oder andere natürliche Produkte, welche man für sinnvoll erachtet .
Insgesamt dauert die Herstellung dieser Menge Gemüsemix sicher nicht länger als 15-20 Minuten.
 

Mittwoch 02.02.2022
Sascha am 02.02.2022 um 07:23 (UTC)
 Gestern fragte mich ein Sportfreund wie es wohl käme, dass immer mal wieder Tauben in der Winterzeit nassen oder zu feuchten Kot absetzen würden. Er habe auch regelmäßig Kot untersuchen lassen und da sei immer alles in Ordnung.
Ehrlich gesagt wusste ich keine Antwort und beobachte das Gleiche bei unseren Tauben auch. Hin und wieder ist das Kotbild hier auch zu weich und zu nass und das mal bei der Taube und mal bei der Taube und dann ist es aber wieder gut am nächsten Tag. Ich mache mir da gar keinen Kopf mehr drum. Krank sind die Tauben jedenfalls nicht.
Was ich aber glaube - ich habe da überhaupt keinen Beweis für - ist, dass die Tauben ein paar Trichomonaden zu viel haben, diese von Zeit zu Zeit im Kropf der Taube stören und dann einzelne Tiere hin und wieder schlicht zu viel saufen, um eine Form von Juckreiz zu lindern. Und das würde dann wieder zu teilweise feuchtem Kot führen.
Wie gesagt: es ist nur eine Vermutung meinerseits und ich habe darüber noch keinen Tierarzt befragt und keinen Nachweis. Heute morgen hab ich mal an zwei Sitzplätzen zwei Fotos gemacht und so ist das für mich in der WInterzeit bei unseren aktuell ungepaarten Reisetauben erst einmal ok.





Darüber hinaus denke ich auch, dass das Wetter oft einfluss darauf hat, wie der Kot der Tiere beschaffen ist. Wenn die Sonne scheint und es ein bißchen wärmer wird, dann wird es oft besser mit dem Kotbild. Auch das ist nur eine Vermutung und ich habe dafür keinen Nachweis oder ähnliches.
 

Dienstag, 01.02.2022
Sascha am 01.02.2022 um 06:36 (UTC)
 Wenn die Meteorologen recht behalten, dann bekommen wir in der kommenden Woche, wenn wir unsere Zuchttauben anpaaren möchten, nahezu ideales Wetter. Es soll etwas wärmer werden, es soll auch immer mal die Sonne durchkommen und nicht mehr so trüb und regnerisch sein wie zuletzt. Es wäre schön, wenn es wirklich so kommt.
Ab morgen werde ich beginnen die Zuchttauben auf 14 Stunden am Tag zu belichten. D.h. die Zeitschaltuhren schalten das Licht morgens um 6 Uhr ein und abends um 20 Uhr aus. Diese Tageslänge reicht unserer Erfahrung nach allemal aus um die die Zuchttauben dann in richtige "Paarungsstimmung" zu versetzen.
Wir nutzen in allen Taubenschlägen seit einigen Jahren Tageslichtbirnen mit 6500 Kelvin. Je nachdem wie das Wetter ist bleiben die Lampen während des ganzen Tages an oder, wenn es sonnig ist, verlängern nur den Tag.

So sehen die Birnen aus, die wir verwenden:



Die Versorgung der Zuchttauben sieht so aus, dass sie weiterhin zwei Mal wöchentlich den Gemüsemix mit Kräutern, Mineral- und Konditionspulver erhalten und dazu etwas Weizenkeimöl und flüssige Hefe. Außerdem bekommen sie bis zur Eiablage zwei Mal in der Woche Blitz und C-Phos über das Trinkwasser.
Das Futter wird ab morgen umgestellt auf volles Mischfutter ohne Gerste, Paddyreis und Hafer und ca. ab dem kommenden Wochenende ergänze ich dann noch etwas Hanf, Sämereien und Nüsse.
Das ist dann alles und damit sind unsere Tauben in den letzten Jahren immer sehr gut vorbereitet gewesen für eine erfolgreiche Zuchtsaison.

 

Montag, 31.01.2022
Sascha am 31.01.2022 um 06:34 (UTC)
 Die Umfrage, die ich vorgestern gestellt hatte, ist inzwischen relativ eindeutig von vielen Züchtern bei Facebook beantwortet worden.
Es haben 211 Sportfreunde für ein Einsetzen zwei Tage vor einem 600 Kilometer-Flug gestimmt und 78 Züchter für das Einsetzen einen Tag vor dem Flug.
Ich denke persönlich, dass das Einsetzen zwei Tage vorher sicherlich für die Fahrer und die Lenkzeiten erhebliche Vorteile hat. Ebenso ist ein Einsetzen am Abend für die meisten Berufstätigen einfacher zu gestalten. Darüber hinaus kann der Kabi, falls es relativ warm im Sommer ist, viele Stunden während der kühlen Nacht fahren. Das ist für die Tauben sicherlich angenehmer. Wenn sie dann am nächsten Morgen gut versorgt werden, dann ist im Grunde genommen alles ok für die Tiere.
Was ich mich aber immer wieder frage - und das unabhängig von der Entfernung der Flüge: wieviel Schlaf finden unsere Tauben eigentlich in der Kabi-Box? Schlafen sie dort richtig oder dösen sie nur so vor sich hin?
Denn wenn sie keinen richtigen Schlaf finden, dann spräche das doch für ein Einsetzen einen Tag vorher. Denn zwei Nächte vor einem anspruchsvollen Flug nicht oder zu wenig zu schlafen - das mag hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Tauben schon ein Unterschied sein.
Aber auch hier fehlen die wirklichen Daten und Erfahrungswerte. Züchter aus Dänemark oder Sportfreunde, die in den Niederlanden reisen, berichten vom Einsetzen zwei Tage vorher übrigens unter der Umfrage ausgesprochen positiv. Auch in Belgien wird ja ab etwa 400 Kilomter Entfernung schon zwei Tage früher eingesetzt.
Es gibt allerdings auch folgendes zu Bedenken: weil man etwa 12 bis 14 Stunden länger die Fahrer bezahlen muss ist das frühere Einsetzen auch ein Kostenfaktor. Und daher neigt man dazu die Kabinen relativ dicht zu besetzten. Das wiederum halte ich für einen großen Fehler, der auch bei kürzeren Flügen sehr häufig gemacht wird.
Die heutigen Kabis - häufig von der Firma Geraldy - sind bzgl ihrer Boxen so gebaut, dass gleichzeitig maximal 12 - 14 Tauben an der Rinne saufen oder fressen können. Besetzt man Kabinen mit etwa zwanzig Tauben, dann gibt es Tiere, die ihren Platz in der Box praktisch gar nicht verlassen und nicht saufen. Häufig sind das sogar alte und erfahrene Tauben, die vorne an der Klappe sitzen bleiben. Das ist jedenfalls meine Beobachtung. Diese Tiere verlassen ihren Platz nur, wenn die Box relativ locker besetzt ist mit maximal 15 Tauben. Insofern scheint es aus meiner Sicht besonders für einen 600 Kilometer oder weiteren Flug wichtig, dass die Kabinen nicht zu dicht besetzt werden. Meiner Ansicht nach mit maximal 14 oder 15 Tauben.
Insgesamt ist auch dieses Thema, wie im Brieftaubensport allgemein, nicht gut untersucht. Wir verlassen uns da alle auf unser Gefühl. Der eine meint so, der andere so....
 

Sonntag, 30.01.2022
Sascha am 30.01.2022 um 05:23 (UTC)
 Per Mail hatte ich eine kurze Diskussion mit einem Sportfreund darüber, ob es besser ist die Tauben für einen weiten Flug, beispielsweise 600 Kilometer, zwei Tage vorher am Abend einzusetzen oder einen Tag vorher morgens. Der Sportfreund vertritt die Meinung, dass ein Einsetzen einen Tag früher besser sei. Er führte dazu u.a. das Beispiel an, dass in seinem Regionalverband vor einigen Jahren die eine Gruppe Abends eingesetzt habe und die andere Gruppe am nächsten Morgen und die Tauben der Gruppe, die morgens eingesetzt hatte, deutlich besser und schneller gekommen seien.
Ich kannte dieses Beispiel schon von einem befreundeten Züchter, der im gleichen Regionalverband reist und auch eher dazu tendiert die Tauben einen Tag vorher am Morgen einzusetzen.
Ich selbst kann mir da gar kein abschließendes Urteil bilden. Es gibt viele Faktoren zu bedenken: die versorgung der Tauben, die Fahrt- und Lenkzeiten der Kabis, die Kosten usw. Sicherlich gibt es Argumente die für das eine und für das andere sprechen.
Wir selbst setzen solange ich im Taubensport zurückdenken kann - also auch fast 40 Jahre - immer zwei Tage vorher ein und die Tauben sind immer sehr gut von den 600ern zurückgekehrt. Außer wenn das Wetter nicht mitgespielt hat. Dann verliefen die Flüge schlecht. Aber das wäre wohl auch so gekommen, wenn wir am Tag vorher morgens für Flug eingesetzt hätten.
Insofern kann ich selbst nicht über schlechte Erfahrungen berichten. Aber ich finde, dass man diese Dinge einfach auch mehr erforschen muss. Es gibt kaum ganz gesicherte Erkenntnisse mit denen man das eine oder andere Vorgehen faktisch Begründen kann.
Weil mich das Thema interessiert habe ich gestern nachmittag um ca. 17 Uhr in einer Facebook-Gruppe eine kleine Umfrage dazu gestartet.
Wer ist für ein Einsetzen zweiTage vorher und wer ist für ein Einsetzen einen Tag vorher? Und habe dabei angemerkt, dass es nur um das Wohl der Tauben gehen soll. Andere Dinge solle man zunächst ausblenden. Also Kosten oder Schwierigkeiten für Berufstätige usw.

Nun, etwa 13 Stunden nach dem Erstellen der Umfrage, haben schon viele Züchter dazu ihre Stimme abgegeben:

Für ein Einsetzen zwei Tage voher haben bisher 160 Züchter vortiert.
Für ein Einsetzen einen Tag vorher haben bisher 66 Züchter votiert.

Außerdem gibt es unter meiner Umfrage bereits mehr als 125 Antworten, in denen dann intensiver zum Thema diskutiert wird. Es ist also etwas, was die Züchter beschäftigt. Und ich denke, dass man an solch einem Thema auch einmal ansetzen muss und mit Fachleuten versuchen muss herauszufinden, was wirklich das Beste für die Tauben, aber auch für die Ausführung unseres Hobbys ist. Ich habe dazu selbst einige Gedanke, die ich sicher noch mal ausführen werde in Kürze.
 

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