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Sonntag, 07.11.2021
Sascha am 07.11.2021 um 06:43 (UTC)
 Das nächste Weibchen, welches wir neu in die Zucht einbauen, haben wir auch noch einmal selbst gezüchtet. Es ist eine Tochter unseres 19-573, der 2020 50. As-Vogel BRD wurde und gleichzeitig 2.bester Jähriger Vogel im Regionalverband 412, sowie 5. bester jähriger Vogel in Westfalen. Gepaart war der 573 für diese junge Täubin an die Nestschwester unseres 526, den ich gestern hier vorgestellt habe.
Auch hier haben wir wieder entfernte Verwandtschaftszucht. Denn der 573 ist über seine Mutter, ein Urenkel unserer Stammtäubin 2933 (der 526 und seine Nestschwester 525 sind, wie ich ja bereits schrieb, Kinder dieser 2933).
Ansonsten fließt auch in dem 573 wieder nur Leistungsblut. Sein Vater, der 1165, ist ein originaler Vogel der Schlaggemeinschaft Stumme aus der RV Hameln, der hier schon mehrfach gute Nachzucht gebracht hat. So fliegt z.b. ein anderer Sohn des 1165 schon einen 2.3.5.5.10.usw. Konkurs, ein weiterer Sohn fliegt zweistellig usw.
Die Mutter 573 mit der Ringnummer 414 ist eine Halbschwester des 150, der nun in die Zucht geht, über ihrer beider Mutter, die 160, die ich hier auch schon beschrieben habe.
Vater der 414 war unser "Libuda", den wir als Ei von Dirk de Beer bekommen haben und der in 2014 13/13 Preise flog mit einem 1. Konkurs auf 400 KM ab Regensburg.
Ich denke auch hier wird wieder unser Zuchtprinzip deutlich. In jeder Vorfahren-Generation müssen Leistungstauben stecken, die gereist wurden. Alles andere führt nur mit Glück zu irgendetwas.
Darüber hinaus kann man an den nun vorgestellten drei Tauben erkennen, dass wir schon darauf achten einen echten Leistungsstamm zu haben, der untereinander deutlich verwandt ist. Um diesen Stamm herum versuchen wir dann immer auch einmal wieder gänzlich fremdes Blut einzukreuzen. Aber züchterisch muss der Stamm auch erhalten und immer wieder auf Leistung selektiert werden. Wir halten gar nichts davon ständig immer wieder neues und fremdes Tauben-Blut in großen Mengen einzuführen. Das führt auf die Dauer zu einer Leistungsminderung aus unserer Sicht, weil man halt, das bringt die Sache so mit sich, immer mehr schlechte als gute Tauben einführt.
Speziell für die Zucht von Reisetauben versuchen wir dann aber immer zu kreuzen...das werde ich dann mit den nächsten Einträgen versuchen zu verdeutlichen.

Hier die Abstammung der Tochter 573 x 525:

2597-21-185

 

Samstag, 06.11.2021
Sascha am 06.11.2021 um 07:03 (UTC)
 Die zweite Taube, die neu in unseren Zuchtschlag geht für das kommende Jahr, und die ich hier kurz vorstellen möchte, haben wir uns selbst gezüchtet. Ihr Vater ist unser 526, der in 2020 bester jähriger Vogel Westfalens und 14. As-Vogel BRD wurde (ebenso bester jähriger Vogel im Regionalverband 412 usw.). Der 526 stammt wieder aus der 2933, die ich gestern schon erwähnt habe und die inzwischen unsere eigentliche Stammtäubin ist und väterlicherseits stammt er aus einem vogel der Schlaggemeinschaft Ruhkemper, der ganz auf die Linien von Dirk de Beer zurückgeht. Die Ruhkempers hatten vor einigen Jahren den 17.As-Vogel BRD und der Vater des 526 ist ein Sohn dieses As-Vogels.

Ganz ausführlich habe ich den 526 am 21.12.2020 hier in diesem Tagebuch vorgestellt. Wer möchte, kann das hier noch einmal nachlesen,

Bester Jähriger Westfalens 2020 - der 526

Die Mutter der Täubin, die nun neu in den Zuchtschlag geht, trägt die Ringnummer 1322-17-80 und ist eine Tochter des "Olympic Jan" der Schlaggemeinschaft Börger. Ich habe sie seinerzeit gekauft, weil sie auch wieder zu einem großen Teil aus den besten Linien von Dirk de Beer kommt. Wer mehr über den Olympic Jan lesen möchte, der kann das hier tun.

Der Olympic Jan

Wenn man sich die Abstammung der 80 ansieht, dann springt einem dort eine Täubin ins Auge: sie trägt sie Nummer 2110-10-623. Sie ist eine Schwester des As-Vogels der SG Ruhkemper, den ich oben bereits erwähnte. Das heißt: der 526 und die 80 sind ein wenig verwandt. Genau deswegen habe ich sie gemeinsam gepaart und aus diesem vielversprechenden Paar nun eine junge Täubin für unseren Zuchtschlag ausgesucht.

Die 80 hat aber auch selbst schon wieder gut vererbt. So fliegt beispielsweise ihr Sohn 19-556 in diesem Jahr bei uns 10/12 Preise mit einem 1. Konkurs ab Regensburg gegen 1140 Tauben. Das war mit fast 1 1/2 Stunden Konkurszeit kein einfacher Flug und wenn eine Taube dort den 1. Konkurs fliegt, kann sie nicht so schlecht sein.

Hier nun die Abstammung unseres neuen Zuchtweibchens für das kommende Jahr:

2597-21-84
 

Freitag, 05.11.2021
Sascha am 05.11.2021 um 07:14 (UTC)
 Wir selbst werden für das nächste Zuchtjahr insgesamt fünf Tauben neu in den Zuchtschlag integrieren. Es werden ein Vogel und vier Weibchen sein. Ich werde sie in den nächsten Tagen hier jeweils vorstellen, um zu verdeutlichen, wie wir in der Zucht vorgehen. Ich habe ja schon einiges erklärt hier und wenn man dann einmal die Tauben sieht (zumindest die Abstammung), dann kann man sich vielleicht als Leser besser eine Vorstellung machen.

Der Vogel, der neu in den Zuchtschlag umzieht, ist unser 18-150. Selbst in unserem Zuchtschlag gezogen hat er in den letzten beiden Jahren top Leistungen abgeliefert und wird dieses Jahr 8. As-Vogel in Westfalen gegen (grob geschätzt) 75.000 Vögel.

Der 150 stammt väterlicherseits aus unserem 236. Der flog 2011 als Jähriger 11/12 Preise mit mehr als 800 As-Punkten. Er verletzte sich dann und ging früh in den Zuchtschlag. 236 entstammt unserer alten Stammlinie, die wir hier im Schlag zurückverfolgen können bis Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als mein Vater hier eigenständig mit Brieftauben begann. Er bekam damals Fabry-Krusenbaum-Tauben von unserem langjährigen RV-Vorsitzenden Erwin Duitmann geschenkt und diese Tauben flogen schon sehr bald hier alle Meisterschaften in RV, Kreisverband, Bezirk und auf Bundesebene.
Ein bißchen Blut dieser Tauben fließt hier auch heute noch und es setzt sich auch immer wieder durch. Um es weiter zu erhalten geht der 150 nun früh im Alter von bald 4 Jahren in die Zucht.

Der 150 fliegt beispielsweise 10/11 Preise mit 797,26 As-Pkt. in 2020 und 10/12 Preise mit 898,45 As-Punkten in 2021.

Seine Mutter ist die 12-160, die wir auch hier gezogen haben. Sie ist Nestschwester des 159, der selbst 8/11 und dann 12/13 flog, bevor er auch in den Zuchtschlag umzog. Ebenso ist die 160 Halbschwester zu unserem 526, der letztes Jahr 14. As-Vogel BRD wurde. Sie selbst hat schon mehrere schnelle Vögel gegeben. Aus ihrer Tochter 414 stammt unser 573, der 2020 50. As-Vogel BRD wurde. Ihre Schwester 126 ist Mutter über unseren 960 mit 3x 1. Konkurs.
Man sieht dass hier wirklich viel Leistung steckt und diese Linie sehr gut vererbt.
Es ist eine Kreuzung der besten Vererber von Dirk de Beer mit unserer 2933, eine Inzucht auf den Goudhaantje von Rudi Diels. Ich hatte sie 2010 bei Gerhard Meckbach gekauft und es war ein goldener Griff. Kinder, Enkel und Urenkel haben jetzt schon herausragende Leistungen gezeigt und diese Linie fließt in unglaublich vielen unserer Zuchttauben, wie auch zwei Weibchen zeigen, die wir neu in die Zucht setzen und die ich in den nächsten beiden Einträgen hier vorstellen werde.

Hier ist die Abstammung des 2597-18-150
 

Donnerstag, 04.11.2021
Sascha am 04.11.2021 um 07:09 (UTC)
 Zu meinen letzten Einträgen hier schrieb mir ein Sportfreund folgendes: "Du hast ja geschrieben das gute Tauben sich bei 500-600 km zeigen. Das haengt aber meinter Meinung nach vom Flug ab. Wenn die Tauben mit 1500m/min einen 500er fliegen, wuerde ich eher eine Taube bevorzugen die einen 1en auf einem 300km Flug macht aber mit 1100m/min."
Letztlich liegt er damit sicher richtig. Es sind mehrere Faktoren auf die man bei der Qualität einer Taube schauen sollte und da gehört es unbedingt dazu, dass sie auch mal bei einem langsamen Flug mit Kopfwind Spitze fliegen können. Oder dass sie eben auch mal 8, 9 oder 10 Stunden auf dem Flügel sein kann und einen frühen Preis fliegt.
Wenn ich mir die Reiseleistungen von erfolgreichen Sportfreunden ansehe, dann achte ich immer sehr darauf wie diese Züchter ingesamt bei Flügen abschneiden, die keine hohe Fluggeschwindigkeit haben. Das ist manchmal sehr interessant. Besonders dann, wenn diese Flüge über 400 oder mehr Kilometer Entfernung gehen. Ich denke man benötigt Tauben, die sich gut orientieren können und auch bei Rückenwind spitze fliegen und nicht zu weit überfliegen, die aber auch bei Kopfwind und 8 Stunden Flugzeit vorne dabei sind. Manchmal sind solche Tiere gar nicht einfach zu finden. Denn die meisten Flüge verlaufen heutzutage ja relativ schnell mit recht hohen Fluggeschwindigkeiten.

 

Mittwoch, 03.11.2021
Sascha am 03.11.2021 um 08:07 (UTC)
 Um auf das, was ich gestern hier geschrieben habe, nochmals zurück zu kommen: diese überdominanten Vererber, die über Generationen hinweg immer wieder As-Tauben in ihren Linien bringen, sind das v.a. deswegen, weil ihre Nachzucht von Züchtern in jeder Generation gereist und damit getetstet und ausgelesen wurde. Nur so können sich diese starken Linien immer wieder in herausragenden Leistungen niederschlagen. Setzt man aber in der Zucht Tauben ein, bei denen schon über zwei oder drei Generationen die Vorfahren nicht mehr gereist wurden, dann vermindert sich die Wahrscheinlichkeit daraus gut Nachzucht zu züchten, ganz extrem. Das zeigt einfach die Erfahrung über viele Jahre und Taubengenerationen.
Unsere besten Tauben der letzten Jahre stammen in sehr großer Mehrzahl direkt aus guten Reisetauben oder v.a. auch aus Töchtern guter Reisetauben. Zwei Ausnahmen gibt es: zwei Vögel stammen aus Enkeln hervorragender Reisetiere. Diese Enkel sind aber sehr eng gezogen (1x aus Sohn x Tochter einer As-Taube), einmal aus Sohn x Halbschwester einer As-Taube (und diese Halbschwester ist wiederzum selbst ingezüchtet). Wenn wir also mal Enkel einer As-Taube in unseren Bestand einführen, dann sind diese eigentlich immer sehr eng gezogen. Ansonsten versuchen wir es in der Zucht mit Kindern und Geschwistern von sehr guten Tauben. Und eben mit unseren guten Reisevögeln selbst....
 

Dienstag, 02.11,2021
Sascha am 02.11.2021 um 10:13 (UTC)
 Gestern habe ich beim Lesen eines Fachbuches darüber nachgedacht, was eigentlich die bekannten Top-Vererber, die über Jahre und Generationen gut vererbt haben, für Tauben waren. Und da fällt schon auf, dass viele einfach sehr gute bzw. überragende Reisetauben waren, oder aber Geschwister von solchen Tauben. Blickt man einmal die letzten 25 oder 30 oder 40 Jahre zurück, dann kommen einem ja als herausragende Vererber u.a. folgende Tauben in den Sinn:

Der "Kannibaal" von Dirk van Dyck. Ein hervorragender Reisevogel und ein herausragender Zuchtvogel. Seine ganze Familie war bärenstark.
Der "Ringlose" von Günter Prange. Selbst ungereist, aber Bruder zum Herausragenden Reisevogel 146 von Prange. Auch hier eine herausragende Familie.
Die Fieneke 5000 von Flor Vervoort war eine sensationelle Reisetaube und ebenso starke Zuchttäubin.
Der "Kleine Dirk" von Koopmann. war ein super Reisevogel und herausragender Zuchtvogel. Auch er kommt aus einer hervorragenden Familie (und ist im Übrigen eng verwandt mit dem "Kannibaal" und dem "Ringlosen".
Der "Hurrican 51" von von Rainer Püttmann (bzw. Henri Vloemans) war ein sensationeller Reise- und Zuchtvogel.
Der "Kleinen" und der "Wittenbuik" von Gaby Vandenabeele waren hervorragende Reise- und Zuchttauben und auch weitere ihrer Nachkommen.
Der "Olympiade 003" und sein Bruder der "Gus" von August Jansen, später bei Leo Heremans und Dirk de Beer. Beide erstklassige Reisevögel und noch bessere Zuchttauben.

Es gibt da sicher noch einige mehr und auch wieder einige, die sich erst akuell und in den kommenden Jahren als überdominante Vererber herausstellen. Aber eines ist doch immer wieder zu erkennen. Es waren fast alles selbst herausragende Reisetiere oder aber sie waren eng mit diesen herausragenden Reisetieren verwandt.
Wir suchen immer alle die Top-Vererber und Tauben, die über mehrere Jahre erfolgreiche Nachzucht bringen. Das ist extrem schwierig und nicht jeder hat das Glück überhaupt einmal solche Tauben zu besitzen.
Aber wenn wir die Basis in unserem Zuchtbestand irgendwie verbessern wollen, dann geht das nur über ganz enge Nachzucht oder sehr enge Verwandtschaft von guten Reisetauben. Nur da ist überhaupt eine erhöhte Wahrscheinlichkeit gegeben, gute Zuchttiere zu finden. Nicht bei Enkeln, Urenkeln und irgendwie in "der Linie". Man muss versuchen etwas aus den Reiseassen zu bekommen. Und das müssen eben nicht immer Tauben mit großen Namen sein. Vielmehr gibt es doch in jeder RV oder FG Tauben, die sehr stark fliegen. Oftmals bei unbekannten Züchtern mit unbekannten Tauben. Dort kann man durchaus, wenn man höflich fragt, Eier oder späte jungtauben für wenig Geld bekommen. Das ist allemal besser als Jungtauben aus Enkel x Enkelin eines bekannten Asses für womöglich noch viel Geld zu kaufen.
 

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