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Dienstag, 10.08.21
Sascha am 10.08.2021 um 04:57 (UTC)
 Gestern nachmittag bekamen wir die Mitteilung, dass unsere RV einen weiteren Trainingsflug am morgigen Mittwoch ab Gilserberg anbieten will. Da das Wetter wohl gut wird, finde ich das eine sehr gute Entscheidung. Wenn ich es zeitlich irgendwie schaffe heute abend unsere Tauben einzusetzen, dann gehen die Jungtiere wieder mit.
Gestern haben wir unseren Jungtauben so von 11 bis 14 Uhr bei offenem Schlag Freiflug gegeben. Wir führen hier nicht so ein strenges Regiment mit den Jungtauben, wo es nur die Möglichkeit gibt, dass die Jungen in der Luft sind oder im Schlag. Hier bei uns dürfen sie doch viel tun und lassen was sie wollen. Unserer Meinung nach ist das hinsichtlich der Verluste einfach besser, wenn Jungtauben viel draußen an der Luft sind.
Ich habe die Jungtiere dann hereingerufen und gefüttert, allerdings nicht gezählt ob alle da sind. Später am Nachmittag fielen mir im Garten auf einem Weg mehrere Federn auf. Schwanzfedern, Deckgefieder und Schwingen der 2. Ordnung. Da wurde mir etwas mulmig und ich bin auf den Jungtierschlag gegangen und habe die Tauben gezählt und tatsächlich fehlte ein Jungtier. Sollte etwa der Habicht eine geschlagen haben oder - was sofort unsere Vermutung war - das Sperberweibchen, welches wir seit einiger Zeit hier schon wieder beobachten?!
Wir saßen dann gegen 19 Uhr vor dem Haus auf der Bank als plötzlich zwei Tauben hoch am Himmel auftauchten. Eine Fahle und eine Blaue. Der blauen Taube sah man gleich an, dass Federn im Schwanz fehlten und auch im Hinterflügel. Es dauerte etwas, dann landete sie bei uns (das fahle Tier konnte nicht unsere Taube sein) gemeinsam mit der anderen Taube und ich konnte das Jungtier herein locken. Tatsächlich hatte ein Greifvogel versucht sie zu schlagen und es fehlten einige Federn und sie hatte eine kleine Verletzung über dem rechten Bein am Körper. Aber es ist nochmal gut gegangen. Eventuell bleibt diese Junge aber dann heute zuhause und geht nicht mit auf den Trainingsflug.
 

Montag, 09.08.2021
Sascha am 09.08.2021 um 04:58 (UTC)
 Ich hatte nicht erwartet, dass der Vorflug ab Gilserberg bei diesem starken Wind so glatt verläuft. Aber nach allem was ich gehört habe war es wohl bei praktisch allen Schlägen so, dass kaum Tauben fehlten nach dem Flug.
Bei uns waren 44 Minuten nach den ersten Tauben, welche schon im Schwarm kamen, alle Tiere wieder im Schlag. Keine Verluste! Es gab einzig das Problem, dass die Tauben bei dem böigen Wind kaum landen konnten und so schon unsere ersten Tauben mehrere Minuten in der Luft waren. Aber es war ja nur ein Vorflug und selbst wenn es ein Preisflug gewesen wäre: auf Preise im Jungflug legen wir wirklich sehr wenig wert. Unsere besten Tauben der letzten Jahr haben als Jungtiere fast alle kaum Preise geflogen. Es spielt daher für uns gar keine Rolle.
Und wenn man sich viele Preislisten von Jungtaubenflügen so ansieht, dann sind diese Wettflüge inzwischen ohnehin eine Farce. Die Vieltrainierer fliegen alles an die Wand. Das sollen sie ja auch - ihr Fleiß beim Training muss ja belohnt werden. Aber alle anderen können doch anhand dieser Preislisten wirklich gar nichts mehr hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ihrer Tauben erkennen.
Dieses viele Training der Jungtiere ist aus meiner Sicht ohnehin völliger Mumpitz! Die Tauben werden dadurch nicht besser - eher im Gegenteil! Wenn ich mir die Leistungen vieler Sportfreunde, die ihre Tauben als Jungtiere massiv trainieren, später auf der Altreise ansehe, dann kann ich nur eines erkennen: es bringt für die spätere Leistungsfähigkeit einer Jungtaube als Jährige oder als Alttaube praktisch nichts.
Was ich dann noch beobachte: die Bestände vieler Züchter werden immer mehr aufgebläht. Und das beobachte ich v.a. bei Sportfreunden, die auch in der Altreise sehr erfolgreich sind. Hatten sie früher 50, 60 oder 70 Jungtauben, dann sind es heute nicht selten 120 oder 130. Hatten sie früher 100 Jungtauben, dann sind es heute 180 oder 200 Jungtiere.
Egal wie erfolgreich diese Sportfreunde sind: ich käme nie auf die Idee mir bei solchen Züchtern Tauben "zur Verstärkung" zu holen. Wer immer mehr Junge züchten muss um sein Leistungsniveau zu halten oder ein bißchen zu verbessern, der ist eigentlich schon auf dem absteigenden Ast was die Qualität seines Bestandes angeht.
Wir haben die Jungreise dieses Jahr mir 72 Jungen begonnen. Davon sind aktuell noch 68 im Rennen und ein Jungtier ist stark verletzt nach fünf Vorflügen. Es waren aber auch nur deswegen 72 tauben, weil wir gleich 9 Tiere von anderen Züchtern zum Testen bekommen haben. Ansonsten wären es, wie eigentlich in jedem Jahr, für unseren Bedarf gut 60 Junge gewesen. Und wenn unter diesen 60 Jungtauben keine guten und leistungsfähigen Tiere sind, dann wären auch kein da, wenn wir 120 gezüchtet hätten.
Leider entwickelt sich unser Brieftaubensport immer mehr dahin, dass mangelnder Qualität in den Beständen immer mehr mit Masse begegnet wird. Da gibt es bekannte Verkaufsschläge, die mit großen Massen an den Start gehen oder andere Schläge, die vielleicht auf der Altreise nur mit Männchen oder nur mit Weibchen reisen, die 150 Junge züchten, daraus dann ihr "passendes" Geschlecht heraus suchen, das andere Geschlecht abgeben und dann mit 70 oder 80 eigenen Jungtieren an den Start gehen. Auch solche Schläge haben aus meiner Sicht ein beginnendes Qualitätsproblem. Aber letztlich muss jeder selbst wissen was er tut.
 

Sonntag, 08.08.2021
Sascha am 08.08.2021 um 05:32 (UTC)
 Gestern abend habe ich unsere Jungtiere zum nächsten Vorflug ab Gilserberg eingesetzt. Heute sind viele Auflässe, auch in Gilserberg stehen mehrere Kabis. Mal sehen wie sich das alles entwickelt, denn auch der Wind pustet jetzt schon recht stark. Ansonsten aber ist das Wetter ordentlich.V.a. ist die Luft sauber und es ist nicht zu warm.
Was wirklich auffällig ist: alle Sportfreunde, die ihre Jungtauben mit dem richtigen Impfstoff (PMV-Rota) gegen die Jungtierkrankheit geimpft haben, haben bislang kaum Verluste und die Tauben sind auch nach vier Vorflügen noch kerngesund. Wer sie nicht geimpft hat oder vielleicht mit einem falschen Impfstoff (z.b. PHA (Paramyxo-Herpes-Adeno), der hat irgendwann jetzt die typischen Probleme mit der Jungtaubenkrankheit bekommen. Ich kann aus eigener Erfahrung nur immer wieder sagen: impft eure Jungtauben mit dem Paramyxo-Rota-Impfstoff! Auch wenn es etwas aufwändiger und teurer ist: es lohnt sich auf jeden Fall. Es ist etwas ganz anderes mit den Jungtauben, wenn man keine Sorge mehr haben muss, dass sie morgens kümmerlich da sitzen, gekotzt haben, schlechten Kot abgesetzt haben usw. Das Alles erlebt man nach der PMV-Rota-Impfung nicht mehr.
Es gibt ja immernoch ganz "schlaue" Sportfreunde, die behaupten dass Impfungen den Tauben schaden, dass sie das Immunsystem schwächen usw. Diese Sportfreunde haben schlicht keine Ahnung. Sie haben sich nie mit dem Funktionieren und der Wirkung von Impfungen auseinander gesetzt.
Ich habe übrigens unsere Jungtauben lediglich zwei Mal im Abstand von drei Wochen gegen PMV-Rota geimpft und habe sie etwa 3-4 Wochen vor dem ersten Vorflug gegen Pocken gepinselt. Und ich denke, dass sie damit für die Jungtierreise hervorragend geschützt sind. Auf Impfungen gegen Herpes oder gegen Salmonellen oder gegen Circoviren habe ich verzichtet und bisher geht es sehr gut mit den Jungtieren was ihren Gesundheitszustand betrifft. Alles Weitere muss sich dann auf den kommenden Flügen zeigen. Da kann trotzdem immer mal etwas daneben gehen....
 

Samstag, 07.08.2021
Sascha am 07.08.2021 um 05:06 (UTC)
 Gestern am späten Nachmittag erhielten wir die Information, dass wir heute Abend wieder zum nächsten Vorflug ab Gilserberg einsetzen können. Wenn ich mir die Wettervorhersagen für morgen ansehe, dann ist mir nicht ganz wohl dabei Windböen bis 55 km/h auf der ganzen Strecke sind alles andere als gut für Jungtauben. Ich erinnere mich an einen Flug der Altreise dieses Jahr, bei dem wir exakt diesen Wind hatten. Die Tauben konnten kaum landen und Jungtauben lassen sich obendrein weit abtreiben und verletzen sich bei solchem Wind häufiger mal....
Heute wird der Wind wohl nicht ganz so stark. Da werde ich mal beobachten wie die vielen Flüge so laufen.
 

Freitag, 06.08.2021
Sascha am 06.08.2021 um 06:26 (UTC)
 Der vierte Vorflug ab Gilserberg ist einwandfrei verlaufen. Alle unsere Jungtauben sind wieder zuhause. Mal sehen wann und wie es nun weiter geht. Wahrscheinlich irgendwann im Verlauf der kommenden Woche - je nach Wetterlage.
Unsere Jungtiervorflüge sind bisher wirklich glatt verlaufen. Die Tauben werden meistens aufgelassen, wenn kaum andere Tiere unterwegs sind. D.h. es gibt keine anderen Schwärme mit denen sie mit ziehen oder evtl sogar kreuzen. Für das Einfliegen der jungen Tauben ist das nicht verkehrt. Sie müssen ja erst einmal lernen was sie zu tun haben. So bekommen sie etwas Sicherheit.
Häufig gibt es aber dann Schwierigkeiten, wenn wir den ersten Preisflug haben und die Tauben unserer RV dann erstmal in Kontakt mit vielen anderen Tieren kommen, die auf dem Heimweg sind. Das ist dann der Nachteil. Aber ich denke insgesamt ist das Vorgehen so in Ordnung.

 

Donnerstag, 05.08.2021
Sascha am 05.08.2021 um 06:53 (UTC)
 Am letzten Montagmorgen erhielt wir die Information: diese Woche zunächst keine Flüge wegen des Wetters. Nächste Info Donnerstag 05.08. um 17 Uhr. Am Dienstag am späten Nachmittag wieder eine Info: einsetzen der Tauben am Mittwoch für einen Vorflug ab Gilserberg am Donnerstag. Ein befreundeter Züchter schrieb mir die Kurznachricht: "Krass Hin und Her...man kann nichts mehr planen." Genau so ist es. Hätte man einfach mal alles so gelassen wie es geplant war, dann wäre gestern ein normaler Vorflug möglich gewesen - so wie bei vielen anderen RVen auch.
Sportfreunde stellten daraufhin die Anfrage an unseren Vorstand, ob denn nun dann am Wochenende der erste Preisflug stattfnden könne. Antwort: "Kein Ahnung. Vielleicht dann erst am Montag," - dabei gab es bereits vor einiger Zeit ein Rundschreiben, dass der erste Preisflug um eine Woche verschoben ist auf den 15.08. Es ist ein einziges Durcheinander. Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen....

Ich habe also unsere Jungtauben gestern abend eingesetzt und sie stehen nun in Gilserberg auf 85 Kilometer und warten auf den Auflass.
Wenn ich mir die Fremdenlegion an Zufliegern ansehe, die sich hier inzwischen angesammelt hat, dann kann ich nur hoffen, dass unser flug gut läuft. Erst vorgestern abend kamen hier wieder zwei Jungtiere herein vom gleichen Züchter. Dieser wohnt über 100 Kilometer entfernt. Ich weiß nicht was das alles ist. Aber die Verluste scheinen teilweise enorm zu sein.

Im witwerschlag sitzt tatsächlich seit Jahren nun mal wieder ein Vogel, der ordentlich röchelt. Es fiel mir vorgestern abend auf. Ich habe ihn alleine gesetzt und dummerweise natürlich kein Medikament um ihn gezielt einzeln zu behandeln. Der Vogel hat ordentlich geflogen und ich würde ihn für die nächste Saison behalten wollen, aber ich muss sehen wie sich das entwickelt. Viel Geduld hab ich mit so einer Taube nicht. Evtl muss ich aber mit der Taube kurzfristig zur Klinik fahren. Einen auf Tauben spezialisierten Tierarzt haben wir hier in der Nähe leider nicht mehr.
 

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