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Sonntag, 05.01.2025
Sascha am 05.01.2025 um 05:53 (UTC)
 Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und der aktuell nassen Kälte habe ich sehr wenig Lust mich lange zwischen den Tauben aufzuhalten, selbst wenn ich einmal Zeit dafür habe. Das ist eigentlich ein wenig schade und manchmal muss ich mich ein wenig zwingen mich länger mit den Tieren zu beschäftigen, sie sauber zu machen usw. Ich kann mir daher auch nicht vorstellen schon um diese Jahreszeit Jungtiere zu züchten so wie mir kürzlich ein Sportfreund mitteilte, bei dem nun die ersten Jungtauben geschlüpft sind. Frühe Jungtauben zu züchten macht hier auch gar keinen Sinn, denn unsere Schlaganlage würde ein Verdunkeln der Jungtauben nur sehr schwer möglich machen. Außerdem habe ich wirklich keinen Spaß am Jungtaubenspiel und sehe es nur als notwendiges Übel an und so spare ich mir diese Mühen.
Auf der anderen Seite ist das Jungtaubenspiel hier in Deutschland für viele Sportfreunde immernoch der schnellste Weg zum Erfolg. Mit Fleiß und einigen Maßnahmen im Schlagmanagement kann man da schon sehr viel erreichen und das ist auch gut so. Gerade Neuanfängern oder Züchtern, die wenig Erfolg haben (warum auch immer) rate ich gerne sich erst einmal auf ein gutes Jungtaubenspiel zu konzentrieren. Wenn sie sich dann noch Tips von Jungtaubenspezialisten holen wie man die Jungtiere erfolgreich führt, dann können sie oft sehr schnell schöne Erfolge feiern.
So bietet unser Hobby eigentlich sehr viele Möglichkeiten und Nischen in denen man es zufrieden und auch erfolgreich ausführen kann. Wir nutzen die Möglichkeiten, die uns der Brieftaubensport bietet, im Grunde genommen viel zu wenig in unserem deutschen System. Auch was die Altreise betrifft. Die aktuell geplanten Reformen bieten da kleine Verbesserungen (z.b. über die Teilnahme an der "Kurz- und Mittelstreckenmeisterschaft"), aber das war es auch schon.
Ich selbst werde im kommenden Reisejahr einiges ausprobieren müssen. Wir hatten hier im Grunde genommen mehr als 40 Jahre lang das gleiche System nach dem mein Vater und ich die Tauben versorgt und betreut haben in einer Arbeitsteilung, die sich zwar über die Jahre völlig verschoben und letztlich umgekehrt hat, aber unser eigentliches System blieb im Kern stets gleich und so war sehr viel in der Führung der Tauben Versorgung und Routine.
Ich werde dieses System nun in diesem Jahr auch nicht vollständig über den Haufen werfen, aber ich werde einige Änderungen vornehmen müssen und das wird für mich wirklich spannend. Ich weiß nicht ob die Dinge, die ich ändern möchte, so funktionieren wie ich mir das vorstelle. Aber ich weiß, dass hier eigentlich in jedem Jahr einige gute Tauben sitzen und selbst wenn ich sie nicht zu absoluten Höchstleistungen führen kann, so bin ich doch zuversichtlich, dass einige Tauben zumindest teilweise und punktuell zeigen was sie können und das wäre für mich erst einmal sehr zufriedenstellend.
Wenn ich nun also bezüglich Fütterung, Training und Freiflug der Tauben, auch bezüglich der Verpaarung und der Versorgung mit Beiprodukten einiges ändern werde, dann ist das für mich auch ein kleiner Versuch zu schauen wie sich unsere Tauben unter den veränderten Umständen so zeigen. Ich weiß aber, dass einige abgegebene Tauben hier und da auch unter völlig anderen Bedingungen gut geflogen und gezüchtet haben bei anderen Sportfreunden. Und das lässt mich hoffen, dass auch die Änderungen hier nicht dazu führen, dass die Leistungen total in den Keller gehen.
Ich werde im Lauf des Jahres hier immer wieder darüber berichten was ich mit den Tauben anstelle und was daran beispielsweise auch anders ist als in früheren Jahren. Aktuell ist noch Ruhe in den Schlägen und alles läuft wie gehabt. Die Tauben Zuchttauben werden, denke ich, in der Woche vom 10. bis zum 16. Februar verpaart. Bei den Reisetauben bin ich mir noch nicht ganz sicher ob ich es in der gleichen Woche mache. Aber darüber werde ich dann berichten und auch darüber was ich z.b. zur Anpaarung hin und während der Paarungszeit schon anders mache. Es wird auf jeden Fall spannend in 2025.
 

Samstag, 04.01.2025
Sascha am 04.01.2025 um 05:34 (UTC)
 Der Brieftaubensport war und ist in unserer Familie immer insofern ein Familienhobby gewesen, dass fast immer in einer Schlaggemeinschaft gereist wurde. Mein Großvater reiste früher gemeinsam mit seinem Bruder. Später meldete Opa natürlich seine Söhne an. Sein Bruder (mein Großonkel) machte alleine weiter. Zwei von Opas Söhnen (mein Vater und mein Onkel) übernahmen das Hobby von Opa und meldeten selbstverständlich ihren Sohn an und reisten wieder in Schlaggemeinschaft. Und obwohl nun mein Opa, mein Großonkel und mein Vater verstorben sind, soll doch das Brieftaubenhobby irgendwie als Familienhobby erhalten bleiben. Mein Onkel reist mit meiner Tante und meinem Vetter gemeinsam in einer Schlaggemeinschaft und ich werde nun wohl, da sie sieben Jahre alt ist und mitmachen darf, meine Tochter anmelden in unserer Reisevereinigung. Ob sie dann wirklich Spaß an den Brieftauben bekommt kann ich noch nicht beurteilen, aber man sollte es ja versuchen. Ich selbst wurde von Papa damals auch im Alter von (ich glaube) 8 Jahren in der RV gemeldet. Mein Bruder später ebenfalls. Aber während er keinen Spaß an den Brieftauben hatte, bin ich doch bis heute mit Leidenschaft dabei geblieben. Insofern werde ich versuchen hier unsere Familientradition fortzuführen und erst einmal meine Tochter anmelden und dann schauen wie es sich entwickelt.
Letztlich ist es fast die einzige Möglichkeit über die Familie und Familienangehörige das Hobby Brieftaubensport am Leben zu erhalten. Wenn amn sich die Mitgliederentwicklung ansieht, dann ist das einfach nur als katastrophal anzusehen. Und daran werden leider auch die Reformen, so gut sie gemeint sind, die in zwei Wochen auf der Mitgliederversammlung beschlossen werden sollen, wenig oder gar nichts ändern. Trotzdem ist es wichtig, dass wir uns verändern und dass wir alles versuchen um unser Hobby irgendwie zu erhalten. Denn bei allen Problemen die es so gibt kann ich nur sagen: auf die Dauer kann ich mir keine schönere Freizeitbeschäftigung vorstellen, auch wenn es immer wieder Rückschläge zu verkraften gibt und manchmal die Motivation arg im Keller ist. Insofern gehen mir persönlich auch die angestrebten Veränderungen und Reformen längst nicht weit genug und hier und da sind sie wohl auch nicht zielführend, aber sie sind ein Anfang und allemal besser als nichts zu tun.
 

Donnerstag, 02.01.2025
Sascha am 02.01.2025 um 09:29 (UTC)
 Bezüglich des Spendengutscheins, den ich für die Auktion unserer Reisevereinigung "Möhnetal Warstein" gestiftet habe, möchte ich einmal niederschreiben wie oft auch das Glück oder der Zufall im Brieftaubensport eine Rolle spielt. So hatte ich in 2022 unseren Sohn "Olympia 412" von Wolfgang Roeper an eine Tochter unseres 526, der bester jähriger in Westfalen und 14. As-Vogel BRD wurde, gepaart. Ein Jungtier aus dieser Verpaarung hat der Sportfreund Johannes Vielhaber aus unserer Nachbar-RV Sauerland erhalten und hatte mit dieser Täubin im zurückliegenden Reisejahr sehr schöne Erfolge, denn sie flog u.a. einen Regionalsieg über 383 Kilometer und viele weitere Spitzenpreise wie man hier in der Übersicht sehen kann.



Damit wurde sie u.a. 9. AS-Taube des Verbandes im Juni 2024.

Da ich die Zuchtpaare aber eigentlich in jedem Jahr umpaare, sollte in 2023 dieses Paar nicht wieder zusammengesetzt werden. Der Sohn des Olympia 412 aber wollte das ihm zugedachte Weibchen wohl nicht haben und zerbiss der Täubin den Kopf als ich für einige Minuten nicht aufgepasst hatte. Aus der Not heraus habe ich ihm dann wieder die Tochter unseres 526 als Partnerin gegeben. Eine junge Täubin aus diesem Paar flog hier bei uns als Jungtier 4/4 Preise und als mein Taubenkumpel Thorsten Bornhoff aus der RV Dortmund-Scharnhorst mich im Herbst des Jahres fragte, ob ich vielleicht noch ein gutes Weibchen für ihn hätte, zog dieses Jungtier in Thorstens Zuchtschlag um.
Gleich im ersten Zuchtjahr hatte Thorsten dann auch Glück mir der Nachzucht dieses Weibchens, denn ein junger Vogel wurde beim Wettbewerb "Beste Jungtaube der Welt" in der Konkurrenz hier in Deutschland immerhin 6. beste Taube. Sie flog einen 1. Konkurs in der FG gegen mehr als 3.800 Tauben, einen weiteren 1. Konkurs in der RV (10. in der FG gegen 4.129 Tauben), sowie nochmals einen 4. Konkurs in der FG gegen 3.379 Tauben und einen 12. Konkurs in der FG gegen 3.719 Tauben).



Selbstverständlich werde ich dieses Paar aus dem nun solche Leistungstauben entsprungen sind, im nächsten Zuchtjahr wieder zusammen setzen. Und einen Gutschein für ein Kind aus dieser Verpaarung habe ich nun für die Auktion unserer Reisevereinigung gestiftet in der Hoffnung, dass der Käufer des Gutscheins dann auch so viel Erfolg mit der Taube hat wie es die beiden anderen Sportfreunde mir den Geschwistern hatten.
 

Mittwoch, 01.01.2025
Sascha am 01.01.2025 um 05:29 (UTC)
 Allen Brieftaubenfreunden und Lesern dieser Seite wünsche ich ein frohes neues Jahr 2025, viel Gesundheit, Zufriedenheit und Spaß und Freude mit den Brieftauben! Ich hoffe dass alle den Jahreswechsel gut verlebt haben. Persönlich bin ich froh dass die Silvesternacht mit dieser unsinnigen Knallerei vorbei ist. Ich habe da, ehrlich gesagt, überhaupt nichts für übrig und denke mir manchmal für wie bescheuert unsere Tiere uns eigentlich halten müssen, wenn wir da Feuerwerkskörper tonnenweise in die Luft jagen.
Unsere Reisevereinigung "Möhnetal Warstein" veranstaltet am 11. und 12. Januar wieder ihre jährliche Ausstellung und hat als einen Programmpunkt auch wieder eine kleine Auktion geplant. Für diese Auktion habe ich auch einen Gutschein für eine Jungtaube gestiftet. Zu diesem Gutschein werde ich morgen noch etwas ausführlicher etwas schreiben. Es handelt sich bei der gestifteten Jungtaube 2025 um ein Geschwister zur 9. As-Taube auf Bundesebene im Juni 2024. Aber wie gesagt: näheres dazu schreibe ich morgen noch.

Gutschein für ein Geschwister zur 9. AS-Taube BRD Juni 2024

 

Montag, 30.12.2024
Sascha am 30.12.2024 um 17:04 (UTC)
 Sowohl die Zuchvögel als auch die Zuchtweibchen habe ich in den zurückliegenden Wochen ausschließlich über einen Futterautomaten versorgt. Das ging sehr gut und die Tauben sind auch insgesamt nicht zu fett. Ganz anders als ich es im Vorfeld erwartet hatte. In den kommenden zwei Wochen werde ich nun trotzdem darauf umsteigen sie wieder normal von Hand im Trog zu füttern und die Menge des Futters etwas zu reduzieren. Dann geht noch etwas Gewicht herunter und anschließend kann ich dann ganz in Ruhe anfangen sie für die Anpaarung im Februar vorzubereiten. In diesem Jahr habe ich den Tauben keine Winter- oder säuberungsmischung oder etwas in der Art zu fressen gegeben, sondern ein ganz "normales Standardfutter" und mein Eindruck ist, dass sie damit etwas besser in Verfassung sind, als bei einer Versorgung mit einem hohen Rohfaseranteil durch viel Gerste, Paddy-Reis oder Hafer etc.

Die wenigen Gutscheine, die wir in jedem Jahr stiften, versuche ich immer ein wenig zu "streuen". Mal gehen sie hierhin, mal gehen sie dorthin. So dass das Geld, welches die Gutscheine einbringen, immer anderen Organisationen zugute kommen. Ein Gutschein ist zuletzt nach Bayern gegangen und wird nun zugunsten der Vereine 05843 Kaikenried Verein 07172 Bärmannsried versteigert, die in diesem Jahr ihr 75- und 60-jähriges Jubiläum feiern. Die Gutscheine sind nun auch online im Angebot und man kann hier darauf bieten. Der Ersteigerer kann dann mit mir absprechen wann er eine Jungtaube bekommen möchte und ob eher zur Reise oder zur Zucht.

Gutschein für eine Jungtaube aus unserem Zuchtschlag nach Absprache 2025
 

Samstag, 28.12.2024
Sascha am 28.12.2024 um 06:33 (UTC)
 Vor einiger Zeit habe ich einen befreundeten Züchter mit einem sehr gut besetzten Zuchtschlag gefragt, ob er eventuell noch eine Täubin für mich übrig hat, die ich in den Zuchtschlag zum einkreuzen einbauen könnte. Er hat mir geantwortet: "Leider habe ich kein Weibchen mehr da sitzen, das deinen Ansprüchen genügen würde." Ich fand das zum Einen sehr ehrlich und zum anderen einen guten Hinweis darauf, dass ich bemüht bin nicht irgendwelche Tauben in unseren Zuchtschlag zu übernehmen.
Gestern abend habe ich mal wieder für etwa eine Stunde in den verschiedenen Auktions-Internetseiten gestöbert. Es werden dort immernoch sehr viele Tauben angeboten. Da sind sicherlich auch gute Tiere dabei. Aber unter den vielen Tieren, die da zum Verkauf stehen, wären für mich aktuell nur sehr wenige Tauben (ganz unabhängig vom Preis), die mich sehr ernsthaft interessieren würden.
Ich habe schon eine recht genaue Vorstellung davon was für eine Taube ich (rein von der Abstammung und der dort enthaltenen Leistung) gerne in den Zuchtschlag integrieren möchte. Und dann habe ich sie bei den Internet-Auktionen noch nicht einmal einer Handbeurteilung unterzogen um zu sagen, ob sie mir gefällt oder nicht. Ich kann nur immer sagen, dass ich eine Taube (und so haben wir das hier in den letzten Jahren fast immer gehalten) nur in den Zuchtschlag setze und sie dort ausprobiere, wenn ich zu einhundert Prozent von ihr überzeugt bin. Die körperlichen Eigenschaften der Tauben müssen so sein, wie ich mir das vorstelle, ebenso wie die Abstammung und letztlich auch das Benehmen.
Ich habe hier in den letzten Jahren auch hin und wieder gute Zuchttauben aussortiert, die gute Nachzucht gebracht hatten, die mir aber einfach vom Benehmen nicht zusagten. Beispielsweise weil sie scheu waren und schnell von ihrem Nest liefen usw.
Das mag am Ende nicht ganz richtig sein, denn wenn eine Taube guten Nachwuchs bringt, dann ist sie erst einmal gut - egal wie sie sich benimmt und wie sie aussieht. Aber ich möchte mich einfach nicht über Tauben ärgern. Ich möchte Tauben haben an denen ich täglich meine Freunde habe. Und dazu gehören keine scheuen Tauben und keine Tauben, die "schreien" wenn man den Schlag betritt und ebenso keine Tauben, die mir in der Hand einfach nicht gefallen. Und in der Regel möchte ich auch im Zuchtschlag nur die Leistungstaube selbst sitzen haben oder aber Kinder von Leistungstauben. Keine Enkel, Urenkel, Nichten oder Neffen oder sonst etwas. Eine Ausnahme davon machen wir gelegentlich, wenn es eine sehr eng in Linie gezogene Taube ist. Da kann es dann schon einmal ein Tier aus der Enkelgeneration sein. Aber diese Tiere sollten dann (nach unseren Vorstellungen) körperlich auch annähernd perfekt sein.
Ob das nun alles richtig ist kann ich gar nicht sagen. Aber wir sind hier mit diesem Weg immer recht erfolgreich und zufrieden gewesen und auch abgegebene Tauben haben doch immer wieder bei anderen Sportfreunden Leistung gezeigt und haben zu deren Zufriedenheit beigetragen. Was kann man mehr verlangen?
 

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