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Sonntag, 13.03.2022
Sascha am 13.03.2022 um 06:22 (UTC)
 Beim Stöbern im Internet stieß ich kürzlich auf ein Produkt der Firma "Backs". Eine "Badeessenz". In dieser Flüssigkeit, die man dem Badewasser zusetzen kann befinden sich ätherische Öle. Wir selbst setzen dem Badewasser eigentlich nie etwas zu. Wir denken, dass das nicht nötig ist. Aber insgesamt habe ich den Eindruck, dass im Brieftaubensport verschiedene ätherische Öle zunehmend an Bedeutung gewinnen und von den Züchtern sehr gerne eingesetzt werden. Ich kenne mehrere Züchter, die ätherische Öle über das Trinkwasser geben. Ein leider im vergangenen Jahr verstorbener Züchter, der stets mit einem kleinen Bestand sehr gut reiste und mit dem ich mich sehr oft über unser Hobby ausgetauscht habe, war ein großer Fan einer Gabe von ätherischen Ölen über das Wasser.
Die Firma Versele bzw. Oropharma vertreibt inzwischen ein Produkt auf Pulverbasis, welches man auch über das Futter geben kann und dass ebenfalls ätherische Öle enthält. Es heißt "Etherol". Ob das Produkt einen Nutzen hat kann ich nicht beurteilen, aber insgesamt finde ich - egal ob man Öle über das Trinkwasser oder das Futter einsetzen möchte - das doch einen Weg zur Gesunderhaltung unserer Tauben, den ich sehr interessant finde.
Wir selbst nutzen ätherische Öle bisher weder über das Futter, noch im Trink- oder Badewasser. Eine Ausnahme ist das "Ropa-flüssig" welches ich hier im Blog schon erwähnt habe. Es wirkt aber eher auf den Verdauungstrakt als auf die Atemwege.
Was ich aber schon immer mal wieder mache - besonders wenn es im Sommer heiß wird - ist folgendes: ich sprühe dann den Schlag mit etwas Wasser aus, dem ätherisches Öl zugesetzt ist. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit, wenn es trocken ist und ich bilde mir ein, dass das zugesetzte ätherische Öl einen positiven Einfluss auf die Atemwege der Tauben hat. Aber die Tauben müssen es - wie alles - selbstverständlich kennen. Man kann nicht einfach in der Reise damit anfangen. Deswegen mache ich es auch jetzt hin und wieder, nachdem ich den Schlag gereinigt habe. Auf Anraten meines guten Bekannten, der letztes Jahr verstorben ist, nutze ich dafür das Produkt "TurboBronchial" von der Firma cdVet. Er gab diese Tropfen auch über das Trinkwasser. Das habe ich auch schon ausprobiert, aber wieder verworfen, weil wir am Liebsten klares Wasser zur Verfügung stellen.
 

Samstag, 12.03.2022
Sascha am 12.03.2022 um 07:41 (UTC)
 Kurz zur Klarstellung zu meinem gestrigen Eintrag: meine Anmerkung zu dem 500-Euro-Schnäppchen bei den Beiprodukten war natürlich ironisch gemeint. Ich käme nicht im Traum darauf so viel Geld für Beiprodukte in der Reise auszugeben. Und ich denke, dass wir mit unseren Reiseleistungen auch bewiesen haben, dass es mit deutlich weniger Produkten und deutlich geringerem finanziellen Aufwand auch funktioniert erfolgreich zu reisen.
Dann hatte ich gestern eine kurze Diskussion über die Führung von Jungtauben. Ein erfolgreicher Jungtaubenspieler sagt, dass es gut sei die Jungtiere sehr früh abzusetzen, sie sehr früh an das eigenständige Fressen zu gewöhnen und sie auch sehr früh "an die Hand zu bekommen". - Ich glaube das aufs Wort. Trotzdem handeln wir völlig anders, denn unsere ganze Führung der Tauben ist ausschließlich auf die Altreise ausgelegt. Das Spiel mit den Jungtauben interessiert uns nicht und wenn es nicht nötig wäre, dass sie doch als Jungtiere öfter in den Kabi kommen um zu lernen, dann würden wir ganz darauf verzichten sie zu reisen.
Weil aber bei uns alles auf das Spiel mit Alttauben ausgerichtet ist, ist es auch der Umgang mit den Jungtauben. Ich denke, dass es ihnen für ihre spätere Entwicklung gut tut, wenn sie ein, zwei oder drei Tage länger von ihren Eltern gefüttert werden. Gerade dann, wenn vielleicht nachts die Temperaturen noch niedrig sind. Da können sie etwas mehr Futter gut gebrauchen.
Wir selbst versuchen auch gar nicht erst die Jungen sehr stark an die Hand zu bekommen. Sie sollen natürlich nicht scheu sein, aber zahm sind bei uns die Jungen nie - außer einzelne Tiere machen das mal von selbst. Dazu fehlt uns einfach auch die Zeit, denn wir kümmern uns viel um die Alttauben.
Dass dieses Vorgehen nicht ganz verkehrt ist zeigen unsere Leistungen mit den jährigen Tauben ja doch immer wieder. Ich kann aber auch verstehen, dass es Züchter gibt, die das völlig anders machen und die erfolgreich mit den Jungtieren spielen wollen usw. Das muss jeder machen wie er möchte.
 

Freitag, 11.03.2022
Sascha am 11.03.2022 um 08:15 (UTC)
 Ein Züchter hat mir eine Frage gestellt, die ich ihm leider mangels Erfahrung in diesen Dingen, nicht beantworten kann. Vielleicht kann mir jemand mailen, der sich da besser auskennt und die Frage beantworten.

Hier die Frage des Sportfreundes:
"Hallo Sascha! Wir haben von den Reisetauben gezüchtet. Zwei Jährige Vögel haben aber leider zwei Schwungfedern geworfen. Kriegt man die noch gebremst oder werfen die wohl weiter?"

Die Preise für Sprit, Futter usw. steigen unterdessen immer weiter und es stellt sich die Frage, ob die RVen und Fluggemeinschaften da bzgl der Reise reagieren müssen, denn es wird für viele Gemeinschaften schwierig das alles noch zu finanzieren. Da ist man doch froh, dass es noch günstige Beiprodukte gibt. Gestern fiel mir ein Anbieter auf, der ein Programm an Beiprodukten anbietet, welches für 50 Tauben für die gesamte Altreise reicht. Es kostet nur schmale 500 Euro.....
 

Donnerstag, 10.03.2022
Sascha am 10.03.2022 um 07:43 (UTC)
 Es hat sich ein Sportfreund bei mir gemeldet und danach gefragt welches Mikrokop ich nutze, um die Tauben selbst zu untersuchen. Ich nutze das Mikroskop schon sehr viele Jahre und das Modell selbst wird gar nicht mehr hergestellt. Es ist ein Binokular-Mikroskop mit dem ich 10-fach, 40-fach und 100-fach vergrößern kann. Das Mikroskop hat eine Durchlicht-Beleuchtung, sodass man alles auf der aufgelegten Platte sehr gut erkennen kann. Für meinen Hausgebrauch reicht es allemal. Ich kann damit sehr gut auf Trichomonaden untersuchen und ich sehe auch, ob die Kropfschleimhaut insgesamt in Ordnung ist oder nicht. Wenn ich den Verdacht habe, dass etwas nicht ok ist, dann suche ich selbstverständlich trotzdem einen Tierarzt auf, denn für speziellere Untersuchungen fehlt mir dann das Fachwissen und auch die Ausrüstung. Aber für einen ersten Überblick und eine Gesamteinschätzung ist dieses Mikroskop für mich wirklich sehr viel wert.
Es hat seinerzeit in der Anschaffung so etwa 300 Euro gekostet und etwa zum gleichen Preis bekommt man heute noch ähnliche Modelle. Allerdings: wenn man so gar nicht weiß wonach man suchen soll und wie man es anstellt mit den Abstrichen etc. - dann sollte man sich die Investition doch besser sparen.

 

Mittwoch, 09.03.2022
Sascha am 09.03.2022 um 05:32 (UTC)
 Die ersten Jungtiere sind nun geschlüpft. Das ist doch immer ein besonderer Zeitpunkt im Brieftaubenjahr. Die Tauben erhalten nun volles Futter, dem ich jeden Tag etwa fünf bis zehn Prozent Hanf zufüge. Vor einigen Jahren habe ich mal Hanf zur freien Aufnahme in einem Futterautomaten zur Verfügung gestellt, sodass die Tauben ständig Hanf aufnehmen konnten, aber das hat mir insgesamt nicht so gut gefallen. Nun gibt es also zu dem Futter, welches ohnehin schon Hanf enthält, noch etwas dazu und damit sollten die Jungen dann gut aufwachsen.
In der ersten Woche, in der die Elterntiere den Kropfschleim füttern, erhalten die Tauben keinerlei Beiprodukte über das Futter. Es gibt lediglich zwei Mal eine Tränke mit Multivitamin. Ich denke, dass man den Kropfschleim nicht noch verbessern kann und möchte seine Qualität nicht durch irgendwelche Beiprodukte verändern.
Wenn die Elterntiere dann auf die Fütterung von Körnerfutter umsteigen, dann gibt es wieder zwei Mal in der Woche Gemüsemix mit den Pulvern von Dr. Marien. Allerdings mische ich dann nicht so viel an, denn ich möchte, dass das Futter mit dem Gemüsemix sofort komplett gefressen wird und nicht etwas im Trog stehen bleibt, denn gerade wenn es wärmer wird kann sich dann schnell einmal Schimmel bilden.
Wenn das Futter der Zuchttauben unbehandelt ist, dann haben die Tauben fast Standfutter und können fressen was sie mögen. Ich fülle dann aber erst nach, wenn die Tröge praktisch leer gefressen sind.
 

Dienstag, 08.03.2022
Sascha am 08.03.2022 um 07:03 (UTC)
 Heute müssten die ersten Jungtiere schlüpfen. Insgesamt sieht es im Zuchtschlag bislang sehr gut aus. Es ist ein einziges Ei unbefruchtet geblieben, es gab keine zerstörten Eier oder ähnliches. Wenn nun nichts außergewöhnliches mehr passiert dürfte es eine gelungene erste Zucht werden. Einige junge Täubinnen der ersten Zucht werden wir bereits auf Gutscheine etc. abgeben, sodass es auch nicht zu viele Jungtiere werden. Insgesamt wollen wir doch für uns selbst weniger Jungtiere als in den letzten Jahren behalten und auf Sicht den Gesamtbestand auch ein Stück weit verkleinern. Einerseits wegen der immer weiter steigenden Kosten, andererseits aber auch wegen der Arbeit, welche die Tauben nun einmal machen. Und bezüglich der Nachzucht bei den Jungtauben halte ich es immer mit dem Ausspruch, den mein Vater häufiger schon getätigt hat: "Wenn bei 50 Jungtauben keine Gute ist, dann ist bei 100 Jungtauben auch keine Gute."
Insofern kann ich auch nur den Kopf darüber schütteln, dass es nicht wenige sogenannte Top-Schläge gibt, die weit über 100 oder sogar 200 Jungtauben für den Eigenbedarf züchten. Die Qualität in diesen Schlägen kann in Wirklichkeit nicht besonders hoch sein....
 

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