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Sonntag, 26.12.2021
Sascha am 26.12.2021 um 07:49 (UTC)
 Gestern und auch heute war es doch dann plötzlich wieder sehr kühl hier. V.a. gestern hatten wir einen recht eisigen Südostwind bei blauem Himmel. Nur wenige Kilometer südlich von uns im Sauerland hat es um Heiligabend herum ordentlich geschneit. Da ich ab heute bis Neujahr aber wieder arbeiten muss, kann ich auf Schnee wegen der Fahrerei auch gut verzichten.
Es haben sich jetzt zum Jahresende mehrere Sportfreunde mit Fragen per Mail oder Kurznachrichten etc bei mir gemeldet. Es ging um Schlagbau (bzw. Verbesserung des Schlagklimas), es ging um Vitamin D, es ging um die Zucht, es ging um Probleme mit Kokzidien bzw. Chlamydien usw.). Ich versuche die Fragen so gut es geht aus meiner Sicht zu beantworten. Aber es ist natürlich auch so: ich bin weder Fachmann für Schlagbau, noch Tierarzt, noch Ernährungswissenschaftler. Ich kann das immer nur aus meiner Sicht, mit meinen Beobachtungen usw. versuchen zu beantworten. Manchmal hilft das den Züchtern aber schon, denn es geht einem im eigenen Schlag doch oft so, dass man eigentlich recht gut weiß was zu tun ist, aber man teilweise den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht und man so ein bißchen betriebsblind wird.
Ich denke die größte stärke der absoluten Top-Züchter im Brieftaubensport ist es, sich immer wieder selbst zu überprüfen, sehr schnell Probleme im eigenen Schlag zu erkennen und dann auch entsprechend zu reagieren und sich nichts vorzumachen nach dem Motto: "Es wird schon gehen und ist nicht so schlimm."
Brieftaubensport, den man erfolgreich betreiben will, ist heute eben Hochleistungssport in allen Bereichen. Lässt man es in der Zucht, in der Versorgung, in Bezug auf die Gesundheiit oder bezüglich der Schlaganlage usw. irgendwo etwas schleifen, dann kann man keine Top-Ergebnisse in Zucht und Reise erwarten. Das sollte man sich schon immer wieder klar machen.
Spitzenzüchtern gelingt es praktisch in jedem Jahr aus ihren zweifellos auch sehr gutem Taubenbestand in allen Bereichen das Optimum herauszuholen.
Andererseits gibt es dann noch Top-Schläge, die verschiedene Deifizite im eigenen Schlagmanagement einfach duch Masse ausgleichen. Wenn ich 40 Zuchtpaare halte mit sehr guter Abstammung und 150 Tauben auf die Reise gebe, dann wird schon, wenn ich nicht gewaltige Fehler mache, auch bei diversenen kleinen Problemen in der Schlagführung, irgendwie und irgendwo etwas Gutes dabei herumkommen.
Mich persönlich interessieren solche Sportfreunde eher weniger. Über die belgische Zeitschrift "De Duif" versteigert z.b. der Spitzenzüchter Willem de Bruijn derzeit 75 Jungtauben. Sicherlich ein topzüchter über Jahrzehnte mit immer wieder herausragenden Ergebnissen. Aber der Mann geht mit 300 Reisetauben an den Start und hat Massen an Zuchtpaaren und bei aller Sachkenntnis dieses Züchters, die er ja nun immer wieder unter Beweis gestellt hat, ist so etwas für mich persönlich einfach nicht interessant. Aus dem einfachen Grund, weil bei solchen Massenzüchtern viel zu viel Ausschuss in der Zucht herauskommt....
Es gibt dann wieder deutsche Spitzenschläge die versuchen sich dort zu verstärken. Das sind oft Züchter, die selbst auch nicht wenige Tauben verkaufen und die auch sehr gute Leistungen zeigen und die sich dann wieder die durchaus nicht günstigen Tiere eines solchen Schlages "gönnen und leisten". Das ist aus meiner Sicht auch in Ordnung, aber unser Weg ist das nicht.Ich denke wir müssen uns Tauben suchen, die eher zu unseren Verhältnissen passen. D.h. bzgl der Schlagführung, der Zuchtstrategie, der Taubenzahl, die ein Züchter so hält etc.
Für die kommende Zuchtsaison werden wir hier ja einige Tauben neu ausprobieren, die wir von anderen Züchtern dazu geholt haben und die ich hier vor einiger Zeit vorgestellt hatte. Ich denke mit diesen Tauben sind die Aussichten für uns gute Nachzucht zu züchten deutlich höher, als wenn wir bei einem der Massenzüchter für viel Geld irgendein Jungtier kaufen würden.
 

Freitag, 24.12.2021
Sascha am 24.12.2021 um 07:51 (UTC)
 Es ist wieder wärmer geworden. Wie so häufig zu den Weihnachtsfeiertagen. Es ist dadurch ein wenig angenehmer sich bei den Tauben aufzuhalten und die Tiere haben dann auch weniger Hunger und bekommen entsprechend etwas weniger Futter.

Ich wünsche allen Lesern dieses Tagebuchs schöne Feiertage und frohe Weihnachten. Es sind doch einige Sportfreunde, die praktisch jeden Tag hier lesen,andere tun es nur hin und wieder und immer wieder bekomme ich interessante Rückmeldungen und dadurch auch tolle Kontakte im Brieftaubensport. Das macht Freude!

 

Donnerstag 23.12.2021
Sascha am 23.12.2021 um 07:30 (UTC)
 Gestern hatte ich ein längeres Telefonat mit einem Sportfreund aus Baden-Wüttemberg. Es ging u.a. um die Versorgung der Tauben, die Gesundheitsfürsorge usw. Ich habe es jetzt schon häufiger erlebt, dass Züchter relativ ratlos dastehen bezüglich der Gesunderhaltung ihrer Tauben, weil sie z.b. in ihrer Nähe keinen fähigen Taubentierarzt haben. Auch für mich ist eine tierärztliche Untersuchung von einem Tierarzt inzwischen nicht mehr mal eben so durchzuführen. Tierärztin Maren Neumann Aukthun, die ganz hier in der Nähe war, praktiziert nicht mehr. Auch Rene Becker hat seine Praxis geschlossen. Ich nutze dann normalerweise unsere Verbandsklinik, aber auch dahin sind es von uns aus mal eben 100 Kilometer zu fahren.
Dieser Züchter sagte mir nun, dass er nicht einmal in solcher Entfernung einen Tierarzt wüsste, der etwas von Tauben versteht. Wenn also jemand einen Tierarzt In Baden Wüttemberg kennt, der auf Brieftauben spezialisiert ist, kann er sich gerne bei mir melden.
Ansonsten habe ich dem Sportfreund das gesagt, was ich allen Sportfreunden sage, die danach fragen: die beste Taube kann keine Preise fliegen, wenn sie nicht gesund ist. So ist das heute im Brieftaubensport. Das heißt nun wiederum nicht, dass ich jede Woche mit irgendwelche Medizin herumhantiere und versuche mit ständigen Medikamentengaben die Tiere z.b, in der Reisesaison gesund zu halten. Aber ich muss sehen wann ich etwas medikamentös machen muss oder ich muss regelmäßig einen Tierarzt zu Rate ziehen und ich muss v.a. immer wissen was ich da tue und mit meinen Tauben veranstalte, wenn ich ihnen irgendein Medikament gebe.
Für mich bleibt die beste Lösung Tauben gründlich untersuchen zu lassen bei einem Fachmann. Vor der Zuchtsaison und vor der Reisesaison sowieso. Wenn es in der Reise geht, dann auch 2-3 mal. Wenn das nicht möglich ist, dann muss man ein gutes Auge für Probleme unter den Tauben haben und sich gegebenenfalls mit telefonischer Anleitung eines Tierarztes selbst helfen. Für absolute Idiotie halte ich hingegen Versorgungsprogramme, in denen die Tauben "zur Sicherheit" jede Woche irgendein Medikament bekommen, damit nichts passiert. Das sollte man seinen Tieren einfach nicht antun.

Gestern ist noch ein Gutschein für ein Jungtier aus unserem Schlag online gestellt worden. Ich hatte nicht mehr daran gedacht, dass ich den gestiftet hatte. Hier in der Auktion des Regionalverbandes 256 ist er zu finden:

Gutschein zugunsten des Regionalverbandes 256
 

Mittwoch, 22.12.2021
Sascha am 22.12.2021 um 07:57 (UTC)
 Gestern erhielten wir per Post die Eintrittskarten für die geplante Siegerehrung des Deutschen Brieftaubenverbandes. Kurz nach dem der Brief eingetroffen war wurden die neuen Corona-Regelungen veröffentlicht und nun ist es wohl so, dass auch diese Veranstaltung leider ausfallen muss. Aber es geht nicht anders.Zur Mitgliederversammlung des Verbandes bzw zu einer anschließenden Siegerehrung dort Menschen aus ganz Deutschland zusammen kommen zu lassen wäre in Anbetracht der aktuellen und v.a. der schon bald existierenden Corona-Lage in Deutschland einfach falsch.

Gesterns schrieb mir ein Leser meines Tagebuchs eine längere Email, die ich einmal hier einstellen will. Ich glaube das was der Sportfreund dort beschreibt ist sicher kein Einzelfall:

"Du hast in letzter Zeit mehrfach über die Massen an Versteigerungstauben und die offensichtliche Dummheit vieler Sportfreunde berichtet.
Diese ersteigern Tauben, oftmals für schwindelerregende Summen und wundern sich dann, dass trotz dieser Ausgaben die Erfolge ausbleiben.
Wenngleich die momentan, von einem Regionalverband angebotene Taube sicherlich über sehr gute Vorfahren verfügt, (aus der Verwandtschaft, Eltern, Geschwister, Großeltern dieser Taube sind bereits hervorragende Tauben gefallen) so war ich doch sehr verwundert über die Angaben zur Herkunft dieser Taube.
Es war reiner Zufall dass ich auf diese Taube gestoßen bin, da ich von meinem langjährigen Freund ein paar Tauben dieser Abstammung besitze..
Als ich aber dann die Abstammung und die angegebene Herkunft des Vaters und Großvaters sah, war ich doch sehr verdutzt.
Sicher, die Basis kommt von angegebenem Züchter.
Der Großvater kam jedoch als Ei von angegebenem Züchter zu meinem Freund.
Die Leistungsangaben zur Taube, wie auch Leistungen in der Schweiz oder bei der Verbandsausstellung wurden aber nicht von angegebenem Züchter der Taube, sondern ausschließlich von den Tauben meines Freundes oder der Nachzucht dieser Tauben, die mein Freund gezüchtet hat, erbracht.
Da er keinen erfolgversprechenden Namen hat, ist dieser jedoch nicht einmal in der Abstammung, als Züchter oder Besitzer dieser erfolgreichen Tauben erwähnt.
Ich hatte darauf den Spender kontaktiert und ihn danach gefragt. Keine Reaktion.
Ich habe dann einen sehr bekannten Züchter, als einer der für die Auktion zuständigen der Auktion angeschrieben und um Korrektur, (im Sinne von Ehrlichkeit und Sportgeist) gebeten.
Als Antwort erhielt ich, dass er weder Korrektur oder Ergänzung vornehmen kann und dies auch nicht will.
Ich solle mich mit dem Spender auseinander setzen.
Da dreht sich wieder alles im Kreis und wir wundern uns nur noch über die „neue Ehrlichkeit“ im Brieftaubensport.
Nach diesem Erlebnis bin ich noch mehr als zuvor davon überzeugt, dass ein Großteil der angebotenen Tauben und deren Herkunft, nicht das Papier wert sind mit dem sie angeboten werden."
 

Dienstag, 21.12.2021
Sascha am 21.12.2021 um 06:38 (UTC)
 Heute ist der Tag der Wintersonnenwende und damit werden ab morgen die Tage wieder länger. Auch wenn man die zunehmende Helligkeit zunächst noch kaum bemerkt ist das doch eine positive Sache.
Unsere Tauben sind nun allesamt komplett auf Winterfutter umgestellt. Sie erhalten unsere Allzeit-Mischung, der nun 20 Prozent Paddy-Reis, 20 Prozent Gerste und 10 Prozent gestutzter Hafer zugesetzt sind. Mit diesem Futter können Sie es gut aushalten und werden nicht zu schwer.
Überhaupt bin ich der Meinung dass so eine Form der Ruhephase für Tauben wichtig ist. Insbesondere die Zuchttauben brauchen aus meiner Sicht so eine Form der "Erholung". Gerade in den sogenannten Verkaufsschlagen werden die Vermehrungstiere oft jetzt schon wieder verpaart oder sind es bereits und züchten dann viele Runden Junge und dann werden sie erst im Spätsommer wieder getrennt.
Dann kommt die Hauptmauser. Dann wird wieder angepaart. Solche Zuchttauben verschleissen aus meiner Sicht zu schnell und liefern auch nicht die entsprechende Qualität beim Nachwuchs.

So sieht unser Winterfutter nun aus. Ergänzt wird es zwei Mal in der Woche mit Gemüsemix und Mineral- und Konditionspulver und ich denke, dass die Tauben damit sehr gut über den Winter kommen. Solle es einmal richtig knackig kalt werden, dann setzen wir etwas mehr von der Allzeitmischung zu.


 

Montag, 20.12.2021
Sascha am 20.12.2021 um 08:07 (UTC)
 Gestern habe ich mir verschiedene Zuchtmischungen im Internet angesehen, um einfach einmal zu schauen was es auf dem Markt derzeit so gibt. Die Hersteller produzieren sicherlich für jeden Bedarf etwas und bei der Masse an angebotenen Mischungen kann man schon einmal den Überblick verlieren. Die Preise für etwas höherwertiges Zuchtfutter sind inzwischen aber derart hoch und in meinen Augen auch unverschämt, dass ich mir sehr gut überlegen werde wie wir unsere Zuchttauben und ihre Jungtiere während der Zuchtperiode versorgen.
Eine recht neue Mischung der Firma Beyers wird beispielsweise derzeit mit um die 30 Euro für den 25 Kilogramm-Sack angeboten. Da muss ich ehrlich sagen: an dieser Stelle hört es für mich auf.
Andere Hersteller bieten nur noch 20 Kilogramm-Säcke an, bei denen dann im höheren Preissegment auch zwischen 22 und 24 Euro verlangt werden. Ich denke so viel Geld muss man nicht ausgeben, um vernünftig und gesund seine Jungtauben groß zu ziehen. Zumal ich heutzutage ja ohnehin die "Katze im Sack" kaufe, denn die Hersteller schreiben in vielen Fällen gar nicht mehr auf die Säcke, wieviel Prozent einer Krönersorte in der jeweiligen Mischung enthalten sind.
In den letzten Jahren haben wir das Premium Zucht Extrem von Matador eingesetzt, aber auch das ist uns mittlerweile eindeutig zu teuer.
 

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