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Donnerstag, 11.11.2021
Sascha am 11.11.2021 um 08:19 (UTC)
 Aus Interesse verfolge ich natürlich immer wieder mal die verschiedenen Internet-Auktionen und stelle erstaunt und erheitert fest, dass es alleine in Deutschland nun bei diversen Schläge ein "Giganten-Paar" gibt. Darüber hinaus gibt es auch einen Trend zu "Mega-Vererbern", die scheinbar auch alle naselang irgendwo aus einem Ei schlüpfen.
Dann sah ich eine frisch gestartete neue Auktion eines Schlages, die kurze Zeit wieder aus dem Netz genommen wurde. Es folgten dann diese Informationen:
"Die Tauben sind derzeit nicht in Ordnung und können so nicht angeboten werden.
Kurze Zeit später las man dann:
"Die Bilder der Tauben waren nicht so wie gewünscht. Die Tauben werden jetzt nach der Mauser neu fotografiert und Anfang Dezember neu eingestellt.
Und schließlich liest man nun heute morgen:
"Richtigstellung: Die Tauben sind derzeit in einem top Zustand und viel viel besser als es die nicht so guten Bilder gezeigt haben. Wir erstellen jetzt neue Fotos und dann werdet ihr begeistert sein. Leider hat der neue Fotograf viel bessere Qualität der Bilder versprochen, als er letztendlich geliefert hat."
Also pünktlich zum Karnevalsauftakt am 11.11, bringt mich das alles nur noch zum Lachen. Zumal die Fotos der ursprünglich zum Verkauf eingestellten Tauben nicht wirklich schlecht waren. Sie zeigten die Tiere zumindest nicht komplett geschönt...
Wie verzweifelt inzwischen Sportfreunde versuchen ihre Tauben für möglichst viel Geld zu verkaufen ist schon schreiend komisch.
Davon abgesehen offenbart gerade dieser Zirkus um die besagte Internetauktion das ganze Dilemma bei diesem Taubenhandel über das Internet:
ich kaufe dort komplett die Katze im Sack! Ich muss darauf vertrauen, dass die Abstammung stimmt (und wie oft sieht man in den Auktionen Tauben, die schon alleine von ihrer Farbe her nicht aus den angebotenen Eltern kommen können), ich muss darauf vertrauen, dass die Tauben gesund sind und gesund waren (denn was soll ich mit Jungtauben, die schon in ihrem bisher kurzen Leben für eine Auktion behandelt werden mussten?) und ich muss dann noch hoffen, dass die Taube annähernd in der Hand so ist, wie es ein mehr oder weniger gutes und oftmals stark bearbeitetes Foto vermuten lässt.
Höchst amüsant finde ich in Bezug auf die Fotos inzwischen außerdem, dass viele Fotografen das Auge einer Taube beinahe größer abbilden, als die durch eine Schablone zusammen geschnittene und letztlich auf dem Bild verstümmelte Taube.
Da haben einige Vertreter der "Augentheorie" wirklich ganze Arbeit geleistet und es gibt nicht wenige Züchter, die nichts besseres zu tun haben, als den Tauben (bzw. auf den Fotos) vornehmlich ins Auge zu glotzen! Dabei nutzt das schönste Auge nichts, wenn die Tauben körperlich nicht die entsprechenden Vorraussetzungen hat und v.a. wenn sie es nicht "im Kopf" hat.
Kein Wunder, dass die Qualität der Tauben insgesamt in Deutschland immer mehr abnimmt. Mir ist es unbegreiflich was sich Züchter dabei denken die Tauben auf diesen Internet-Auktionen zu kaufen.
Vor Ort bei einem Züchter, dessen Leistungen und dessen Tauben einem interessant erscheinen, erhält man fast immer die Tauben günstiger, man kauft nicht die Katze im Sack und man bekommt obendrein oft noch Tipps von dem entsprechenden Sportfreund bzw. hat sehr häufig einfach einen netten Kontakt.
Wir geben ja auch immer mal Tauben ab. Aber eines steht fest: unsere Tauben sind mir für diesen ganzen Internet-Auktions-Zirkus zu schade. Käufer von Gutscheinen oder Züchter, die so mal Tauben kaufen, sind bei uns immer eingeladen vorbei zu kommen, sich das alles anzusehen (v.a. die Tauben), zu entscheiden ob ihnen die Tiere gefallen und dann sind sie, so denke ich, fair bedient.
Diese ganze Züchterei für Internet-Auktionen zeigt aus meiner Sicht v.a. auch, dass es da nur um das schnelle Geld geht und nicht um die Taube oder um Kontakte zu anderen Sportfreunden....
 

Mittwoch, 10.11.2021
Sascha am 10.11.2021 um 05:54 (UTC)
 Neben unserem Gemüsemix, den alle Tauben jetzt in der Herbst- und Winterzeit zwei mal wöchentlich über das Futter erhalten, werfe ich den Tauben derzeit immer mal wieder Salat aus dem eigenen Garten in den Schlag bzw. in die Voliere.
Was mir dabei zuletzt aufgefallen ist: obwohl alle Tauben mit dem gleichen Futter, den gleichen Mineralien und auch ansonsten komplett gleich versorgt werden, zeigen die Witwer- und Zuchtvögel deutlich weniger Interesse an dem Salat als die Täubinnen. Zucht- und Witwerweibchen sind ganz verrückt auf den Salat und schlingen ihn in sich hinein. Woran das liegt vermag ich nicht zu sagen.
 

Dienstag, 09.11.2021
Sascha am 09.11.2021 um 07:08 (UTC)
 Die vorerst letzte Täubin, die wir neu in die Zucht setzen, hat auch gänzlich anderes Blut als unsere Tauben. Die Schlaggemeinschaft Pienkoss/Halbe aus der RV Witten stellte in 2020 den 1. AS-Vogel BRD und gleichzeitig den 21. As-Vogel BRD und diese beiden Tauben sind Geschwister. Also eine sehr gute, sehr schnelle Linie. Aus den beiden As-Tauben selbst war nichts zu bekommen, aber wir haben uns aus der Nestschwester des 1.As-Vogels BRD eine junge Täubin dazu geholt. Sie war gepaart an einen Vogel der Schlaggemeinschaft Bolz/Bode aus Bochum, der wiederum ein Bruder zu einem Vogel ist, der dort u.a. 1.1.1.2. usw. Konkurs geflogen hat. Das junge Weibchen, welches wir eingeführt haben, beeindruckt mich selbst besonders durch eine hervorragende Muskulatur. Darauf legen wir bei der Beurteilung von Brieftauben doch immer wert. Auch diese Taube können wir nun wieder sehr gut mit unseren Stammlinien kreuzen und versuchen gute Nachzucht für die Reise zu züchten.

Die Abstammung des Weibchens habe ich der Einfachheit halber mit unserem Abstammungsprogramm gemacht und hier eingefügt.

7130-21-213
 

Montag, 08.11.2021
Sascha am 08.11.2021 um 06:23 (UTC)
 Zu der nächsten Täubin, die im kommenden Jahr neu in unseren Zuchtschlag geht, kann ich gar nicht so sehr viel schreiben, denn ich habe von ihr keine Abstammung. Ich kenne lediglich ihren Vater - und das genügt mir in diesem Fall.
Der Sportfreund Willi Porwol aus unserer Reisevereinigung, hat einen sehr stark besetzten Zuchtschlag. Von ihm erhielten wir auf einen Gutschein im Jahr 2019 den 338, der auch in 2020 mit 9/11 Preisen als Jähriger, davon einige sehr frühe Preise, an unserer deutschen Meisterschaft beteiligt war.
Sportfreund Porwol hat einen Vogel mit der Ringnummer 7. Dieser Vogel aus dem Jahr 2017, flog in 2018 als Jähriger 12/13 Preise, Nur auf dem völlig verkrachten Endflug ab Amstetten machte er keinen Preis. Im Jahr 2019 flog er 12/11 Preise und in 2020 schließlich 11/10 Preise. Ich denke das ist auf der Südostrichtung eine sehr gute Leistung.
Er ist kein absoluter Spitzenflieger, aber besonders auf den 400 KM-Flügen flog er u.a. einen 2.3. und 4. Konkurs.
Im Sommer 2020 konnte ich für uns bei Willi Porwol nach der Reise 2 Eier von diesem Vogel holen. Er hatte ihn an ein gutes Weibchen gepaart. Die Eier habe ich dann hier bei uns ausbrüten lassen und es sind zwei Täubinnen heraus gekommen.
So wie wir es immer machen haben wir diese Weibchen in 2020 komplett in Ruhe gelassen und noch nicht angepaart und werden nun eines der beiden im kommenden Frühjahr verpaaren. Die zweite Täubin bleibt zunächst noch sitzen und dient wahrscheinlich als Ammentäubin. Das steht aber noch nicht ganz fest.
Diese Tauben haben ein ganz anderes Blut als unsere Tiere und wir können sie prima einkreuzen. Dann werden wir sehen was dabei herauskommt. Aber zumindest die Leistungen des Vaters lassen doch hoffen...

Heute noch einmal eine kleine Anmerkung am Rande: alleine an diesem Wochenende erreichten uns drei Anfragen nach Gutscheinen bzw. Spendentauben. Es wird wirklich langsam zu viel und wir müssen sehen was wir wirklich an Anfragen bedienen können. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht ob es zielführend ist, wenn jede RV, jede FG und jeder Regionalverband eine Auktion macht. Da werden die Tiere doch - so ehrlich sollte man sein - teilweise verramscht, damit sie noch ein paar Euro bringen. Ich bin wirklich kein Freund dieser ewigen Versteigerungen....
 

Sonntag, 07.11.2021
Sascha am 07.11.2021 um 06:43 (UTC)
 Das nächste Weibchen, welches wir neu in die Zucht einbauen, haben wir auch noch einmal selbst gezüchtet. Es ist eine Tochter unseres 19-573, der 2020 50. As-Vogel BRD wurde und gleichzeitig 2.bester Jähriger Vogel im Regionalverband 412, sowie 5. bester jähriger Vogel in Westfalen. Gepaart war der 573 für diese junge Täubin an die Nestschwester unseres 526, den ich gestern hier vorgestellt habe.
Auch hier haben wir wieder entfernte Verwandtschaftszucht. Denn der 573 ist über seine Mutter, ein Urenkel unserer Stammtäubin 2933 (der 526 und seine Nestschwester 525 sind, wie ich ja bereits schrieb, Kinder dieser 2933).
Ansonsten fließt auch in dem 573 wieder nur Leistungsblut. Sein Vater, der 1165, ist ein originaler Vogel der Schlaggemeinschaft Stumme aus der RV Hameln, der hier schon mehrfach gute Nachzucht gebracht hat. So fliegt z.b. ein anderer Sohn des 1165 schon einen 2.3.5.5.10.usw. Konkurs, ein weiterer Sohn fliegt zweistellig usw.
Die Mutter 573 mit der Ringnummer 414 ist eine Halbschwester des 150, der nun in die Zucht geht, über ihrer beider Mutter, die 160, die ich hier auch schon beschrieben habe.
Vater der 414 war unser "Libuda", den wir als Ei von Dirk de Beer bekommen haben und der in 2014 13/13 Preise flog mit einem 1. Konkurs auf 400 KM ab Regensburg.
Ich denke auch hier wird wieder unser Zuchtprinzip deutlich. In jeder Vorfahren-Generation müssen Leistungstauben stecken, die gereist wurden. Alles andere führt nur mit Glück zu irgendetwas.
Darüber hinaus kann man an den nun vorgestellten drei Tauben erkennen, dass wir schon darauf achten einen echten Leistungsstamm zu haben, der untereinander deutlich verwandt ist. Um diesen Stamm herum versuchen wir dann immer auch einmal wieder gänzlich fremdes Blut einzukreuzen. Aber züchterisch muss der Stamm auch erhalten und immer wieder auf Leistung selektiert werden. Wir halten gar nichts davon ständig immer wieder neues und fremdes Tauben-Blut in großen Mengen einzuführen. Das führt auf die Dauer zu einer Leistungsminderung aus unserer Sicht, weil man halt, das bringt die Sache so mit sich, immer mehr schlechte als gute Tauben einführt.
Speziell für die Zucht von Reisetauben versuchen wir dann aber immer zu kreuzen...das werde ich dann mit den nächsten Einträgen versuchen zu verdeutlichen.

Hier die Abstammung der Tochter 573 x 525:

2597-21-185

 

Samstag, 06.11.2021
Sascha am 06.11.2021 um 07:03 (UTC)
 Die zweite Taube, die neu in unseren Zuchtschlag geht für das kommende Jahr, und die ich hier kurz vorstellen möchte, haben wir uns selbst gezüchtet. Ihr Vater ist unser 526, der in 2020 bester jähriger Vogel Westfalens und 14. As-Vogel BRD wurde (ebenso bester jähriger Vogel im Regionalverband 412 usw.). Der 526 stammt wieder aus der 2933, die ich gestern schon erwähnt habe und die inzwischen unsere eigentliche Stammtäubin ist und väterlicherseits stammt er aus einem vogel der Schlaggemeinschaft Ruhkemper, der ganz auf die Linien von Dirk de Beer zurückgeht. Die Ruhkempers hatten vor einigen Jahren den 17.As-Vogel BRD und der Vater des 526 ist ein Sohn dieses As-Vogels.

Ganz ausführlich habe ich den 526 am 21.12.2020 hier in diesem Tagebuch vorgestellt. Wer möchte, kann das hier noch einmal nachlesen,

Bester Jähriger Westfalens 2020 - der 526

Die Mutter der Täubin, die nun neu in den Zuchtschlag geht, trägt die Ringnummer 1322-17-80 und ist eine Tochter des "Olympic Jan" der Schlaggemeinschaft Börger. Ich habe sie seinerzeit gekauft, weil sie auch wieder zu einem großen Teil aus den besten Linien von Dirk de Beer kommt. Wer mehr über den Olympic Jan lesen möchte, der kann das hier tun.

Der Olympic Jan

Wenn man sich die Abstammung der 80 ansieht, dann springt einem dort eine Täubin ins Auge: sie trägt sie Nummer 2110-10-623. Sie ist eine Schwester des As-Vogels der SG Ruhkemper, den ich oben bereits erwähnte. Das heißt: der 526 und die 80 sind ein wenig verwandt. Genau deswegen habe ich sie gemeinsam gepaart und aus diesem vielversprechenden Paar nun eine junge Täubin für unseren Zuchtschlag ausgesucht.

Die 80 hat aber auch selbst schon wieder gut vererbt. So fliegt beispielsweise ihr Sohn 19-556 in diesem Jahr bei uns 10/12 Preise mit einem 1. Konkurs ab Regensburg gegen 1140 Tauben. Das war mit fast 1 1/2 Stunden Konkurszeit kein einfacher Flug und wenn eine Taube dort den 1. Konkurs fliegt, kann sie nicht so schlecht sein.

Hier nun die Abstammung unseres neuen Zuchtweibchens für das kommende Jahr:

2597-21-84
 

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