Brieftauben Mimberg

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Samstag, 22.03.2025
Sascha am 22.03.2025 um 18:16 (UTC)
 Heute habe ich an einer Busreise in die Niederlande zu Tierarzt Henk de Weerd teilgenommen. Wie in jedem Frühjahr seit vielen Jahren hatte der Sportfreund Thomas Sprick aus dem Regionalverband 250 wieder eine Fahrt organisiert und viele Taubenfreunde aus unterschiedlichen Reisevereinigunen und Regionalverbänden waren zur Teilnahme an diesem Ausflug zusammengekommen.
Wir konnten zunächst die Tierarztpraxis von Henk de Weerd besichtigen und es wurde alles ausführlich erklärt. Zwischenzeitlich war auch Gelegenheit einige Fragen zu stellen, die uns dann kompetent beantwortet wurden. Später ging es dann zur Schlaganlage von Henk de Weerd. Dort war ein Schlagpfleger gerade dabei einige Reisetauben zu trainieren. Wir durften uns alles ansehen und auch dort nochmals Fragen an den Tierarzt oder auch den Schlagpfleger stellen, die sehr kompetent beantwortet wurden. Es gab einen kleinen Imbiss und kühle Getränke und bei tollem Wetter konnten wir dort schöne Stunden verbringen. Auf der Rückfahrt wurden unter den Teilnehmern noch einige Tauben verlost. Es war insgesamt ein rundum gelungener Tag. Insbesondere auch deswegen, weil man immer wieder Gelegenheit hat mit Taubenzüchtern über die eigenen RV- und Regionalverbandsgrenzen hinaus interessante Gespräche zu führen.










 

Freitag, 21.03.2025
Sascha am 21.03.2025 um 13:38 (UTC)
 Im Zuchtschlag sind nun bis auf zwei Jungtiere alle Jungtauben geringt. Es geht alles sehr schnell, wenn sie erst einmal geschlüpft sind. Aber bisher geht alles sehr problemlos mit dem Aufwachsen der Jungtiere. Der Vorteil bei Standfutter im Zuchtschlag ist, dass man nie einmal ein Jungtier piepen und betteln hört. Sie liegen alle ruhig und zufrieden in ihren Nestern. Es wird häufig erzählt, dass die Zuchttauben ihre Jungtiere nicht so gut füttern, wenn sie den ganzen Tag über Futter zur Verfügung haben, aber diese Erfahrung habe ich noch nie gemacht. Im Gegenteil: die Jungtauben haben immer etwas Futter im Kropf.
Die Reisevögel bekommen nun so gut es geht und so wie die Zeit es zulässt ihre ersten Freiflüge. Wie in jedem Jahr unter Aufsicht und zunächst auch nicht allzu lange. Sie dürfen fliegen, auf dem Dach landen, fliegen, rein und raus gehen für etwa eine Stunde und dann werden sie wieder hereingerufen. In ein paar Tagen werde ich dann ein etwas strengeres Regiment führen und alle Vögel müssen für eine gewisse Zeit außerhalb des Schlages sein. Aber das hat noch etwas Zeit.
Als Futter erhalten die Reisevögel nun noch für längere Zeit das Zuchtfutter, welches auch die Zuchttauben erhalten und auch immer satt und reichlich, sodass die Vögel aussuchen können was sie fressen möchten. Gerade jetzt sollen die Reisetauben erst einmal wieder Muskulatur und Kondition aufbauen und das tun sie sicherlich nicht mit einer knappen und leichten Fütterung. Außerdem erhalten die Vögel jeden Tag frisch zur freien Aufnahme reichlich Mineralien.
Ich hatte vor einiger Zeit hier darüber geschrieben, dass der erste Zuflieger des Jahres schon auf den Volieren herumlief. Ich konnte die Taube mehr als zwei Wochen lang nicht fangen, aber jetzt ist es mir gelungen. Was soll ich sagen? dieser schöne jährige Vogel war schon im vergangenen Jahr als Zuflieger hier. Ich hatte ihn einige Male mitgenommen und fliegen lassen. Aber er war immer zu uns zurück gekommen. Eine Meldung der Taube scheiterte daran, dass ich unter der Handy-Nummer auf dem Telefonring niemanden erreichen konnte und auch der Vorsitzende aus dem Vereins-Register nicht zu erreichen war. Der Verein ist aus dem Ruhrgebiet. Als wir dann in den Urlaub zur Nordsee fuhren habe ich die Taube nochmals mitgenommen und an der A31 an einem Rastplatz fliegen lassen in der Hoffnung, dass sie dann ins Ruhrgebiet zurückkehrt. Wo der Vogel dann über den Winter gewesen ist weiß ich nicht. Aber jetzt ist er wieder bei uns. Er hat etwas ausgewaschene Federn. Aber die Taube gefällt mir einfach. Vielleicht erreiche ich den Besitzer des Vogels doch noch einmal irgendwie und kann ihn melden.

 

Dienstag, 18.03.2025
Sascha am 18.03.2025 um 07:05 (UTC)
 Nicht nur wir Menschen scheinen manchmal morgens nach dem Aufstehen ein wenig durcheinander zu sein, sondern auch unsere Tauben. So wunderte ich mich gestern als ich in den Zuchtschlag kam, dass in einer der Zellen einige Unruhe herrschte. Als ich nachschaute saß dort eine Täubin auf dem falschen Nest und die Täubin, die eigentlich auf dem Nest sitzen musste, versuchte das Weibchen dort hinunter zu treiben.
Das Weibchen, welches sich auf das falsche Paar Jungtauben gesetzt hatte, konnte dort noch nicht lange sitzen, denn ihre eigenen Jungtiere zwei Zellen tiefer, waren warm und in guter Verfassung. Das Weibchen war wohl zum Fressen oder Saufen von ihren Jungtieren gegangen und hatte dann die Zelle angeflogen, in der sie im vergangenen Jahr ihre Gelege aufgezogen hatte. Ich habe sie dann von den Jungtieren genommen und auf ihre richtigen Jungtauben gesetzt und dann war alles in Ordnung. Aber man weiß natürlich nicht was passiert wäre, wenn ich nicht gerade zufällig zum Schlag gegangen wäre. Aber auch Tauben sind scheinbar morgens nach dem Schlaf und dem Fressen noch manchmal ein wenig verwirrt.
Die Zuchttauben haben in ihren Schlägen in diesem Jahr während der Zuchtperiode Futterautomaten stehen. Das ist für mich eine enorme Erleichterung, da ich nicht so oft in den Schlag laufen muss. Ich beobachte aber, dass die Tauben oft nur bestimmte Körner fressen und jene Körnersorten, die sie nicht so gerne fressen, dann unten in den Automaten liegen bleiben. Ein befreundeter Züchter. der ebenfalls die Automaten nutzt und der etwas früher angepaart hatte, hatte mir schon Ähnliches berichtet.
Ich mache es nun so, dass ich einmal pro Tag den normalen Futtertrog im Schlag fülle. Dort können die Tauben fressen. Ich fülle ihn so, dass in etwa keine Reste bis zum nächsten Tag liegen bleiben. Wenn die Tiere darüber hinaus noch fressen wollen so können sie sich dann auch an den Automaten bedienen, die immer gefüllt sind.
Idealerweise hätte man allerdings ein Zuchtfutter, in dem nur Körner enthalten sind, welche die Tauben in der Zuchtphase auch gerne fressen und die sie zur Aufzucht ihrer Jungtiere benötigen. Allerdings würde so ein Futter wohl extrem teuer. Mich würde es reizen einmal jede Körnersorte getrennt anzubieten in dafür vorgesehenen Futterautomaten um dann zu schauen was die Tauben in welcher Phase der Jungtieraufzucht so fressen. Das wäre sicherlich sehr spannend. Wäre ich ein Futterhersteller, dann würde ich dieses auf Testschlägen sofort umsetzen lassen, um dann aus den Beobachtungen und Ergebnissen ein optimales Zuchtfutter zusammen zu stellen.
Ergänzend zur Fütterung bekommen die Zuchttauben nun jeden Tag frische Mineralien. Diese habe ich folgendermaßen zusammengestellt:
ich habe 5 Teile Picobal der Firma Klaus und 1 Teil Paloma Taubengrit mit Anis gemischt. Dazu gebe ich eine handvoll Luvos Heilerde, eine handvoll Mineralpulver von Dr. Marien, eine halbe handvoll Bierhefe, eine halbe handvoll Proteinpulver aus der Drogerie und ein wenig gemahlene Holzkohle. Weiterhin bekommen die Tauben dann noch Röhnfried Leckerstein und den Pickstein der Firma Natural.
Auch da kann ich beobachten, dass die Tauben mal dies und mal das etwas mehr aufnehmen. Aber ich denke mit dieser Mischung und Auswahl haben sie alles was sie für die Jungtieraufzucht brauchen. Etwa zwei Mal in der Woche bekommen die Tauben dann noch über eine Tränke, die aber schnell geleert ist, sodass ich sie wieder mit frischen Wasser auffüllen kann, das Produkt "Aufzuchthilfe" von Tierarzt Sudhoff, welches alle Vitamine und sehr viel Methionin enthält. Ich rühre es in handwarmem Wasser an. Dann löst es sich besser. Die Tränke stelle ich dann am Vormittag hin und wechsele sie nach einigen Stunden. Meistens mache ich das, wenn ich einen Tag frei habe, sodass das nicht immer ganz regelmäßig passiert. Aber darauf kommt es ja auch nicht an.




 

Sonntag, 16.03.2025
Sascha am 16.03.2025 um 06:26 (UTC)
 Unsere Witwerweibchen sitzen ausserhalb der Zeit in der sie verpaart sind immer in einer offnenen und überdachten Voliere. Diese Voliere ist besteht sowohl seitlich, als auch am Boden, vollständig aus Volierendraht. Die Voliere hat in ihrem oberen Bereich mehrere Sitzstangen auf der sich die Täubinnen zumeist aufhalten und dieser oberere Teil der Voliere ist zu allen Seiten mit einem relativ dicken Windschutznetz verkleidet. So sind die Weibchen relativ geschützt.
Mit den so untergebrachten Täubinnen haben wir sehr wenig Arbeit und sie sind stets kerngesund. Während der Reisezeit lasse ich die Weibchen dann aus der Voliere fliegen, sie springen dann oben auf dem Hausdach in die Witwerschläge ein und ich zeige sie den Reisevögeln. Nach dem Flug, wenn ich die Tauben trenne, werden die Weibchen dann in Körben wieder in die Voliere gebracht.
Die Voliere leistet uns nun schon sicherlich 35 Jahre lang gute Dienste. Gestern musste ich allerdings den Drahtboden einmal wieder erneuern und eine Mittelstrebe ersetzen. Wenn man handwerklich so ungeschickt ist, wie ich, ist das schon ein größeres Unterfangen, dass zeitweise ein wenig einer Selbstverstümmelung gleicht, aber inzwischen ist die Arbeit getan und die Weibchenvoliere hat nun wieder eine neue Strebe im Bodenraum und vollständig neuen Draht.
Während ich dort arbeitete ging ein Nachbar mit seinem Hund dort vorbei und bemerkte: "Mit deinen Tauben das ist aber auch ein Full-Time-Job. Du hast ja ständig etwas zu tun. Ich sehe das ja immer." Ich habe ihm bezüglich dieser spaßigen Bemerkung zugestimmt. Es ist tatsächlich so, dass ich mich den ganzen Tag über mit den Tauben beschäftigen könnte und wenn man nicht arbeiten müsste und auch noch Familie hätte, dann könnte die Beschäftigung mit den Brieftauben trotzdem den ganzen Tag ausfüllen. Es gibt immer etwas zu tun. Aber das scheint mir doch allemal besser als stumpf vor dem Fernseher zu liegen oder am Computer zu sitzen usw. Brieftauben können ein wunderschönes Hobby sein. Es muss nur für jeden irgendwie planbar bleiben. Aber leider haben wir es uns in Deutschland in der Reisesaison angewöhnt vieles völlig unplanbar zu gestalten und ständig die Flüge und besonders die Einsatzzeiten zu verlegen und machen uns damit selbst das Leben schwer. In dieser Hinsicht ist man uns im belgischen und niederländischen Brieftaubensport um Längen voraus.
 

Samstag, 15.03.2025
Sascha am 15.03.2025 um 06:44 (UTC)
 Die Firma Versele-Laga aus Belgien gibt seit vielen Jahren mehrere Futtermischungen heraus, denen Korrels zugesetzt sind. Sie werden "Plus-Mischungen" genannt. Wir haben hier selbst vor zwei Jahren mal unsere Jungtauben durchgängig mit diesen Mischungen versorgt und ich war damit sehr zufrieden. Allerdings ist es hier immer etwas kompliziert an diese Mischungen heranzukommen, wenn man sie nicht gerade mit einem Spediteur in großer Menge liefern lassen möchte.
Da ich in diesem Reisejahr, wie ich schon geschrieben hatte, Standfutter füttern und diesem gegebenfalls einige Korrels zusetzen möchte, wäre natürlich auch das Futter von Versele-Laga eine gute Alternative. Ich hatte mich da auch noch einmal ein wenig informiert und werde bei den Alttauben dieses Futter noch nichtt verwenden, aber gegebenenfalls wieder bei den Jungtieren.
Die Firma Versele-Laga hat nun aber pünktlich zu diesem Reise- und Zuchtjahr versucht ihre Mischungen nochmals anzupassen und zu verbessern und hat die Zusammensetzung der Korrels.wohl teilweise nochmal verbessert und für die jeweiligen Ansprüche in Zucht oder Reise in den Mischungen angepasst. Das ist schon sehr interessant.

Hinter diesem Link kann man sich über die Plus-Mischungen der Firma Versele-Laga informieren und es gibt auch weiter unten auf der Seite hinter den Bildern zu den Mischungen Kurzfilme, die man sich ansehen kann.

Die "Plus-Mischungen" von Versele Laga

Wenn man über Pellets oder Korrels oder wie man auch immer diese Körner nennt, denen Vitamine und Mineralien und andere Wirkstoffe zugesetzt sind den Bedarf von Zucht- und Reisetauben weitgehend decken kann, dann wäre das insgesamt eine sehr saubere, bequeme und sinnvolle Sache um die Tauben gut zu versorgen und nichts an das Futter rühren oder in das Wasser mischen zu müssen.
Als ich vorgestern Futter beim Händler geholt habe, habe ich für einen befreundeten Züchter zwei Säcke der Mischung "Koopman-All-in One" der Firma Beyers mitgenommen. Dieses Futter enthält einen gewissen Prozentsatz des sogenannten "Goldcorns" der Firma Beyers. Das ist ebenfalls ein Pellet mit allerlei Inhaltstoffen. Man kann es auch gesondert in kleinen Säcken kaufen und auch das habe ich vor einigen Jahren einmal getestet. Die Tauben haben es damals sehr gerne gefressen. Es kann sein, dass ich es dieses Jahr während der Reisesaison auch als Ergänzung einsetze.
 

Freitag, 14.03.2025
Sascha am 14.03.2025 um 04:18 (UTC)
 Gestern nach der Arbeit habe ich mir noch schnell beim Futtermittelhändler etwas Futter besorgt. Ich habe mich entschieden das D27 von Paloma, welches ich ja ohnehin schon hatte, in einem Verhältnis von etwa zwei Drittel zu ein Drittel mit dem Futter "Premium Power Zucht Nr. 182" der Firma Vanrobayes zu mischen. Ich hatte schon vor einiger Zeit einmal geschrieben, dass ich vermute, dass viele der heutigen "Premium-Zuchtfutter-Mischungen" in dem Bestreben viel hoch verdauliches Eiweiß einzumischen, einfach zu fettreich sind. Das Futter Nr. 182 enthält beispielsweise folgende Nährwerte:
Roh Fett 11,4 Prozent
Roh Eiweiß 16,3 Prozent
Verwertbares Eiweiß 8,0 Prozent
Kohlenhydrate 51,3 Prozent
Mir wäre es als Alleinfutter einfach zu fettreich, obwohl es ein wirklich ausgezeichnetes Futter ist. Es ist sehr variantenreich und kleinkörnig und wird von den Tauben sicherlich sehr gut gefressen.
Das D27 Premium "Zucht ohne Weizen" von Paloma wiederum ist ein etwas einfacheres Futter mit folgenden Nährwerten.
Roh Fett 8,6 Prozent
Roh Eiweiß 15,2 Prozent
Verwertbares Eiweiß 7,5 Prozent
Kohlenhydrate 53,7 Prozent
Wenn ich diese beiden Mischungen nun in dem genannten Verhältnis zusammenfüge, dann habe ich ein sehr schönes, sehr variantenreiches und hochwertiges Futter, dass mir persönlich allerdings nicht zu fettreich ist.
Wenn ich dann den Eiweißanteil bzw. den Anteil an verwertbarem Eiweiß noch erhöhen möchte, dann gebe ich hier und da ein entsprechendes Präparat über eine Tränke, welche die Tauben schnell austrinken und dann ist es für mich so ok. Ich denke damit kann ich gute und gesunde Jungtauben aufziehen.
Das fertig gemischte Zuchtfutter für dieses Jahr sieht bei uns nun aus wie auf diesem Foto.



 

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