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Montag, 14.10.2024
Sascha am 14.10.2024 um 07:47 (UTC)
 Nachdem ich mir im Sommer Testweise einen Futterautomaten gekauft hatte, aus dem das Futter immer von oben nach rutscht, habe ich unsere Zuchtweibchen, die zu diesem Zeitpunkt schon getrennt waren, bis heute ausschließlich über diesen Automaten versorgt. Ich wollte einmal sehen wie sich eine solche Fütterung auf die Tauben auswirkt. Die Täubinnen hatten nun für etwa 8 Wochen also Standfutter über diesen Automaten und ansonsten erhalten sie nur regelmäßig in einem gesonderten Trog frischen Grit und ihr Wasser in der Tränke. Über die Tränke erhielten sie ein Mal Wöchentlich ein Multivitaminpräparat, dem auch Aminosäuren (besonders Methionin) zugesetzt wurden und außerdem zwei Mal in der Woche Naturaline, wobei ich dem Naturaline ein Mal in der Woche ein wenig Jod zusetze.
Außerdem bekamen diese Weibchen ein Mal wöchentlich ein Bad. Ich habe nun am Wochenende fast alle Zuchtweibchen einmal in die Han genommen und ich muss sagen, dass ich hochzufrieden bin. Die Weibchen sind nicht zu schwer und nicht zu leicht, sie liegen prima in der Hand mit sehr gutem Gefieder und sehen einfach klasse aus.
Ich hatte befürchtet, dass die Tauben bei dieser Versorgung zu fett werden, aber das tun sie keinesfalls. Als Futter erhielten sie eine Mausermischung von Paloma (Nr. 69). Ich habe dieser Mischung noch fünf Prozent Hanf zugesetzt. Es wird auch nicht viel von dem Futter herum geworfen von den Tauben, sodass ich nun dazu übergegangen bin auch die Zuchtvögel und die Witwerweibchen so zu versorgen. Es spart Zeit und man kann sich mehr mit den Tauben beschäftigen und sie beobachten und, wenn man möchte, mit ihnen spielen.
Ich werde nun auch in der kommenden Zuchtperiode die Tauben im Zuchtschlag mit diesen Automaten versorgen und einmal schauen wie sich die Jungtieraufzucht gestaltet. Bis dahin werde ich auch noch auf ein etwas anderes Futter umstellen, denn ich hatte ja bereits geschrieben, dass es mein Plan ist alle Tauben das ganze Jahr über mit einer Basismischung zu versorgen, die für alle Tiere die Gleiche ist.
Auf der einen Seite macht dieses Vorgehen die Versorgung der Tauben einfacher und spart ein wenig Zeit. Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass es doch viele bekannte und sehr erfolgreiche Sportfreunde gibt, welche die Meinung vertreten, dass die Taube im Grunde genommen am Besten weiß, was sie benötigt. Man kann das auch an dem Fressverhalten der Tiere immer wieder erkennen. In der Reisezeit fressen sie zu Beginn der Woche nach anstregenden Flügen gerne noch Hülsenfrüchte und dann lassen sie sie irgendwann liegen. Die Zuchttauben fressen während der Zuchtperiode zu bestimmten Zeitpunkten nur wenig Mais oder Weizen. Dieses Fressverhalten hat ja seine Gründe. Die Taube spürt wohl instinktiv was ihr Körper benötigt. Und so denke ich mir, dass es am Einfachsten ist, wenn man den Tieren ein variantenreiches Futter zur Verfügung stellt und sie selbst aussuchen lässt was sie möchten.
 

Sonntag, 13.10.2024
Sascha am 13.10.2024 um 08:49 (UTC)
 So nach und nach versuche ich gerade die Verpaarungen der Zuchttauben für die nächste Zuchtperiode auf dem Papier zu erstellen. Ich mache mir immer Notizen im Handy, wenn mir etwas einfällt und speichere das dann in unserem Abstammungsprogramm. So ergeben sich mit der Zeit immer mehr Verpaarungen aus denen ich mir dann irgendwann im Winter jene aussuche, die ich für die Besten halte. Allerdings ist es oft so, dass ich direkt bei der Verpaarung noch etwas verändere, wenn ich sehe, dass die geplante Partnerschaft nicht so harmoniert, wie ich mir das vorstelle.
Bei der Verpaarung der Zuchttauben stehe ich allerdings mehr und mehr vor dem Problem, dass viele Tauben sehr stark untereinander verwandt sind. Das liegt einfach daran, dass wir jährlich nur wenige neue Tauben hinzuholen (manchmal auch gar keine) und dass unsere besten Reisevögel, die wir dann in die Zucht nehmen, fast alle aus den gleichen Linien und ähnlichen Verpaarungen kommen.
Ich stelle mir immer die Frage bis zu welchem Verwandtschaftsgrad man in der Regel problemlos Tauben für die Reise züchten kann. Selbstverständlich gibt es auch Reisetauben, die in enger Linien- oder Inzucht gezüchtet sind und hervorragend fliegen. Aber das ist nicht die Regel, denke ich.
Vielmehr scheint es mir so, dass die allermeisten guten Reisetauben doch aus Kreuzungen verschiedener Linien kommen. Da ich bei der Verpaarung der Tauben einfach nicht zu eng werden möchte in der Linie, mache ich mir viele Gedanken dazu, wie ich die Tauben am besten zusammenstelle.
Über kurz oder lang werde ich versuchen müssen noch einmal "frisches Blut" in unseren Bestand zu bringen indem ich mir einige Tauben hinzuhole. Dabei ist mir schon bewusst, dass nur wenige Tiere, die man sich dazuholt, die Leistung in einem Bestand wirklich nach vorne bringen. In den allermeisten Fällen ist das Gegenteil der Fall. Die hinzugeholten Tauben sind auf der Reise oder in der Zucht schwächer als die Tiere, die man selbst hat. Das ist ganz normal. Daher käme ich auch nicht auf den Gedanken mir einfach eine Taube auf eine Abstammung hin irgendwo im Internet zu kaufen. Ich muss das Tier schon sehen und die Taube muss mir gefallen und zu unseren Tauben passen.
 

Freitag, 11.10.2024
Sascha am 11.10.2024 um 06:09 (UTC)
 Gestern hat unser Deutscher Brieftaubenverband bekanntgegeben, dass das Kohaus-One-Loft-Rennen im kommenden Jahr nicht mehr stattfinden wird. Eine richtige Entscheidung! Man führt als Argument finanzielle Gründe an. Das mag so sein, aber letztlich muss man doch sagen, dass dieses Rennen in all den Jahren nicht richtig funktioniert hat. Die Taubenverluste waren stets viel zu groß. Woran das im Einzelnen gelegen hat, ist aus der Ferne nicht zu beurteilen, aber insgesamt war es eher die Regel, dass bis zum Beginn der Distanzflüge etwa die Hälfte der Tauben schon nicht mehr da war. Da nutzte auch die Nachbarschaft zur Taubenklinik nichts.
Wie sich das Einstellen des Kohaus-Rennens nun auf die Taubenklinik auswirkt, wird auch spannend zu beobachten sein, denn soweit ich weiß wurden ja alle Impfungen, Medikamente und auch Beiprodukte, welche den über 1.000 Tauben dort verabreicht wurden, über die Taubenklinik abgerechnet.
Der Kohaus-Förderverein hat gestern dann auch noch einen dringenden Aufruf und die Bitte um Spendentauben für die Verlosung auf der DBA, die ja nun in Kassel stattfindet, herausgegeben. Schön wäre es allerdings, wenn die gesamte Finanzlage dieses Fördervereins einmal ein wenig transparenter würde.
Mit dem Einstellen des Kohaus-Rennens hege ich nun auch ein wenig die Hoffnung, dass unsere Verbandszeitschrift "Die Brieftaube" wieder mehr unser Hobby in den RVen und Regionalverbänden in den Mittelpunkt stellt. In den letzten Jahren wurden doch allzu viele Seiten für Werbung und die Darstellung der Resultate dieses One-Loft-Rennens "verschwendet". Die aktuelle Ausgabe der "Brieftaube" Nr. 21 vom 10.10. ist jedenfalls inhaltlich eine der besten Ausgaben der letzten Jahre. Ein interessanter Artikel von Sportfreund Franz Steffl, wissenswertes aus der Taubenklinik von Frau Dr. Peus und interessante Schlagberichte. So sollte man es eigentlich regelmäßig handhaben in unserer Verbandszeitung.
 

Mittwoch, 09.10.2024
Sascha am 09.10.2024 um 15:57 (UTC)
 Nachdem ich die Reisevögel letztens von ihren Weibchen getrennt hatte fielen mir drei oder vier Täubinnen negativ auf, die deutlich zu wenig Gewicht hatten. Ich habe diese dann in ein extra Abteil gesetzt um zu schauen was passiert. In der Folge fing ein Weibchen an zu hinken, eine weitere konnte nicht fliegen. Die Symptomatik deutete eindeutig auf ein Paratyphus-Geschehen hin. Es folgten im Witwerschlag drei Vögel, die ebenfalls begannen zu hinken. Vom Gewicht waren sie aber gut. Ich habe sie dann sofort aus dem Schlag genommen.
Ich habe mir angewöhnt in solchen Situationen nicht in Panik zu verfallen und erst einmal zu beobachten. Ich habe eine Kotprobe über sechs Tage gesammelt und zum Tierarzt geschickt. Im Jungtier- und im Zuchtschlag gab es bis jetzt keinerlei Auffälligkeiten und Probleme und auch die dann getrennten Reisevögel und die Weibchen in ihrer Voliere zeigten keine Auffälligkeiten mehr mit Ausnahme eines Weibchens, die ein wenig kümmerte und die ich dann auch aus der Voliere genommen habe.
Parallel habe ich mich ein wenig informiert bei Tierärzten. Aber es ist dann so, wie es immer ist: der eine rät dieses und ein anderer rät etwas ganz anderes.
Ich habe mich dann auf den Rat von Tierarzt Peter Boskamp verlassen. Dieser empfahl zunächst die Tauben nicht medikamentös zu behandeln, sondern mit mittelkettigen Fettsäuren, die im Geflügelbereich und auch in der Schweinehaltung etc. erfolgreich gegen Salmonellen eingesetzt werden.
Mich hat seine Argumentation erst einmal überzeugt, denn alle anderen Tauben sehen sehr gut aus und mausern gut und der Kot ist gut. Also erhält der gesamte Bestand aktuell das Produkt Previsal von Tierarzt Boskamp, in dem diese bechriebenen Fettsäuren enthalten sind.
Unser gesamter Bestand wurde in den letzten Jahren stets gegen Salmonellen geimpft mit Lebendimpfstoff. Zuerst mit Zoosal-T und als es diesen nicht mehr gab entsprechend mit Salmoporc. Ich weiß nicht ob die Probleme deutlich größer geworden wären, wenn die Tauben nicht geimpft gewesen wären - ich nehme es aber an.
Ich werde die Tauben, wenn nun weiter alles unauffällig bleibt, zunächst in Ruhe weiter mausern lassen und weiter sehr regelmäßig Previsal einsetzen und zwei bis drei Mal in der Woche Probiotika über das Futter geben.
Dann werde ich aber - wahrscheinlich ab Anfang November - doch eine Kur mit einem passenden Medikament machen über 14 Tage, dann 14 Tage warten und dann wieder, wie in den letzten Jahren gewohnt, impfen. Sollte dann noch Tauben negativ auffallen, werden sie aus dem Bestand genommen, aber ich gehe derzeit nicht davon aus, dass es noch größere Probleme gibt.
Auffällig war, dass von den wenigen Tauben, die Symptome zeigten, fast genau die Hälfte Tiere waren, die wie nicht selbst hier gezogen hatte, sondern die ich von Sportfreunden dazu bekommen hatte.
Über dieses Vorgehen hinaus werde ich die Schläge zu der geplanten Kur hin desinfizieren und selbiges dann noch einmal irgendwann nach der Impfung wiederholen. Ich würde die Schläge gerne auch ausbrennen, aber auf unseren Dachbodenschlägen muss ich da doch sehr vorsichtig sein.
Wie sich dieses Geschehen nun entwickelt hat und warum kann ich schlecht beurteilen. Irgendeine Taube muss etwas eingeschleppt haben wobei gerade im Fall von Paratyphus dieses einschleppen in den Bestand ja schon relativ lange zurückliegen kann. Wenn man die Tauben immer sauber hält und die Tauben auch geimpft sind, dauert es ja relativ lange bis sich Erreger so verteilen können, dass mehrere Tauben betroffen sind.
Tierarzt Henk de Weerd sagte mir mal vor mehr als 10 Jahren, dass er davon ausgeht, dass in jedem Bestand der mehr als 100 oder 150 Tauben stark ist, irgendwie unterschwellig auch eine oder zwei Tauben Salmonellen tragen. Gerade bei dem heutigen Taubenhandel und Tausch ist die Gefahr sicherlich immer groß sich Krankheiten in den Bestand zu holen. Insgesamt glaube ich, dass unsere Tauben so robust sind, dass der allergrößte Teil der Tauben so schnell nicht krank wird und dazu tragen natürlich auch immer die Impfungen bei. Ich mache mir aktuell jedenfalls wenig Sorgen, dass hier irgendetwa völlig aus dem Ruder laufen könnte.
 

Samstag, 05.10.2024
Sascha am 05.10.2024 um 16:59 (UTC)
 Als ich heute morgen nach dem Nachtdienst in mein Auto steigen wollte, sah ich, dass die Scheiben zugefroren waren. Also musste ich sie erst einmal frei kratzen. Aktuell ist hier bei uns keine Wolke am Himmel. Also wird es in der kommenden Nacht wieder sehr kalt werden und gleich vor Beginn meiner Nachtschicht werde ich mein Auto abdecken.
In der Mauserzeit füttert man ja ohnehin etwas großzügiger und nicht knapp. Aber jetzt, wo einige Tauben wirklich sehr kahl sind und wenige Federn am Körper haben, sollte man die Nachttemperaturen schon im Auge behalten und gegebenenfalls hier und da nochmal zwei, drei Gramm Futter pro Taube mehr geben, denke ich.
Ich hatte hier zuletzt geschrieben, dass es hier im Regionalverband große Probleme gibt die Vorstandsposten zu vergeben. Damit werden wir hier sicher kein Einzelfall sein. Auch in anderen Regionen ist es teilweise sehr schwierig Freiwillige zu finden, die in den RVen und Regionalverbänden die Ehrenämter besetzen. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass unser Verband es nun seit Jahrzehnten verschlafen hat eine tiefgreifende Strukturreform durchzuführen. Wir leisten uns stattdessen die gleichen Strukturen wie zu einer Zeit, als der deutsche Brieftaubensport noch zehn Mal so viele Mitglieder bzw. reisende Schläge hatte. Wir sind hoffnungslos überreguliert und überstrukturiert.
Theoretisch bräuchte jeder Verein zumindest einen Vorsitzenden und einen zweiten Vorsitzenden, sowie einen Geschäftsführer. Die RVen müssten diese Posten ebenso besetzen wie einige andere Positionen zur Organsiation und Aufrechterhaltung des Hobbys. Die Regionalverbände benötigen wiederum Vorsitzende und Schriftführer und Geschäftsführer usw. Von vielen anderen ehrenamtlichen Positionen wie Flugleiter, Beisitzer, Kassierer, Obleuten für die Konstatiersysteme, Öffentlichkeitsbeauftragte, Jugendobleute usw. will ich gar nicht erst sprechen.
Unsere Mitglieder werden im Schnitt immer Älter. Da muss man sich doch fragen: wo soll es denn herkommen?? Entweder führen viele engagierte Sportfreunde Posten in Doppel- oder Dreifachfunktion aus, oder man schafft es einfach gar nicht mehr die vielen Ämter zu besetzen.
Ma muss einfach mal die Frage stellen was wir überhaupt noch als Funktionseinheiten in unserem Brieftaubensport unterhalb der Verbandsgremien benötigen.
Ich persönlich komme immer wieder zu dem Schluß, dass wir die Vereine schon längst nicht mehr brauchen. Eine Vereinsnummer mit durchlaufenden Ringnummern für jede RV und damit hat es sich. Die RVen sollten nach Möglichkeit nicht unter 15 oder 20 reisende Schläge haben, damit sich der Aufwand lohnt. Und dann brauchen wir vielleicht noch Regionaleinheiten, ähnlich den niederländischen Afdelingen, in denen regionale oder überregionale Flüge organisiert werden - und damit hat es sich doch.
Nehmen wir als Beispiel einmal den Regionalverband 416 unseres Verbandspräsidenten. Auf dem ersten Altreiseflug, den die RVen Anfang Mai sofort als Regionalflug bestritten haben, waren gerade einmal 107 Schläge am Start. Es sind 4 RVen zusammen geschlossen, nachdem dort kleinere RVen fusioniert hatten. Diese 107 Schläge sind doch eine bessere RV und kein Regionalverband nach meiner Ansicht.
Es gäbe sicherlich Möglichkeiten dort auch schon sehr früh regional mit vielen anderen Schlägen gemeinsam aufzulassen. Und da sollten wir doch hinkommen. Es wird auch in den kommenden Jahren weiter bergab gehen mit den Mitgliederzahlen. Also müssen wir doch dahin kommen sehr frühzeitig die Tauben - so wie es regional möglich ist - gemeinsam aufzulassen. Und so etwas könnte von einer Art "Abteilung Westfalen" durchaus organisiert werden. Wir bräuchten die Regionalverbände überhaupt nicht. Wir bräuchten nur einige Sportfreunde, welche diese "Abteilungs-Flüge" organisieren hinsichtlich Transport und Flugleitung. Und das könnte und müsste logischerweise hier in Westfalen anders ablaufen, als im hohen Norden oder in Bayern oder im Osten.
Ich bin gespannt ob unser Innovationsteam irgendetwas in dieser Richtung ausgedacht und ausgearbeitet hat. Dringend notwendig wäre es.
 

Freitag, 04.10.2024
Sascha am 04.10.2024 um 16:32 (UTC)
 Heute möchte ich an dieser Stelle nur das Programm für den Westfalen-Champions-Day am 26.10.2024 in Kamen veröffentlichen. Ich hoffe auf eine rege Teilnahme und ein paar schöne Stunden im Sinne des Brieftaubensports in Westfalen. Die zu ehrenden Sieger werden in den nächsten Tagen noch einmal gesondert ihre Einladung erhalten.

 

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