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Sonntag, 01.09.2024
Sascha am 01.09.2024 um 04:41 (UTC)
 Ich habe unsere Jungtauben gestern nicht mehr zum heutigen Preisflug eingesetzt. An dieser Stelle könnte ich nun ausführlich darüber schreiben warum ich auf den Flug verzichtet habe, aber das ist nicht nötig. Es gibt einfach aktuell verschiedene Faktoren die da eine Rolle spielen und so sind die Tauben zuhause geblieben.
Mir ist schon bewusst, dass das für die Jungtauben nicht ideal ist und es für jährige Tauben im kommenden Jahr dadurch sehr schwierig wird, weil sie nicht viel Erfahrung als Jungtiere haben sammeln können, aber ich möchte aktuell nicht danach entscheiden was im kommenden Jahr sein könnte, sondern das was im hier und jetzt ist und deswegen ist es so gut, wie ich es nun entschieden habe.
Ich hoffe dass die teilnehmenden Sportfreunde unserer RV heute einen glatten und verlustfreien Flug haben.
Gestern hat es insbesondere auf der Südwest-Richtung doch einige Flüge mit recht schwerem Verlauf und am Abend einigen fehlenden Tauben gegeben.
Seit Dienstag habe ich nun bei den Zuchtweibchen einen Futterautomaten aufgestellt und ich muss sagen, dass es damit sehr gut funktioniert die Tauben zu versorgen. Die weibchen haben den Automaten sofort angenommen und fressen problemlos und der Automat wird auch nicht zu sehr verschmutzt und es wird nicht zu viel Futter herumgeworfen. Wenn er leer gefressen ist werde ich ihn zunächst wieder heraus nehmen und auf eine normale tägliche Fütterung zurück umstellen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich mit dieser Form der Versorgung sehr gut eine Woche überbrücken kann, wenn wir mal in den Urlaub wollen oder ich ansonsten sehr wenig Zeit habe.
Auch in der Phase der Jungtaubenaufzucht könnte so ein Automat im Zuchtschlag eine gute Lösung sein, denn im Grunde genommen haben unsere Tauben zu dieser Zeit durch die mehrmalige Fütterung am Tag ohnehin so etwas wie Standfutter.
Als ich diesen Futterautomaten gekauft habe, hatte ich mir auch eine große 7-Liter Tränke gekauft, um sie ebenfalls dort bei den Weibchen aufzustellen. Ich habe dann, weil es sogar etwas günstiger war, eine dieser neuen antibakteriellen Tränken in dieser lila Farbe gekauft. Auch diese Tränke habe ich am Dienstag nachmittag gefüllt und ich denke, dass sie heute leer sein wird. Die Temperaturen waren durchgängig recht hoch und die Täubinnen haben recht viel getrunken in diesen Tagen. Ich möchte nun heute einmal schauen, wenn die Tränke fast leer ist, ob sich ein kleiner "Film" und etwas Schmier in der Tränke gebildet hat oder ob sie sauber ist.
Diese Tränken sollen auf der Basis von Silberionen funktionieren, die sich lösen und das Wasser desinfizieren. Ich habe keine Ahnung ob das so funktioniert, aber auch das wäre natürlich eine gute Sache, wenn man mal einige Tage nicht zuhause ist und die Tauben möglichst sauberes Trinkwasser haben sollen. Es gibt da heute wirklich viele Möglichkeiten.
Zum Abschluss für heute noch die sehr erfreuliche Meldung, dass die schnelle Jungtaube, aus dem Weibchen von uns, bei Thorsten Bornhoff auch gestern wieder schlagerste Taube war und in der RV den 3. Konkurs gegen 611 Tauben und im Regionalverband den 10. Konkurs gegen 8.292 Tauben fliegt. Ich hatte noch kurz mit Thorsten telefoniert. Es ist ein Vogel und er ist weder verpaart noch sonst irgendetwas. Ich finde das eine ganz erstaunliche Leistung.
 

Donnerstag, 29.08.2024
Sascha am 29.08.2024 um 18:07 (UTC)
 Heute nachmittag war die Luft wirklich sehr warm und schwül bei etwa 32 oder 33 Grad. Trotzdem hat der größte Teil unserer Jungtauben sich freiwillig gut bewegt und ist etwa 40 Minuten geflogen. Danach habe ich sie hereingerufen und zugestellt. Normalerweise lasse ich sie bei solchem Wetter gerne bei offenem Schlag für lange Zeit tun was sie wollen, aber das lässt die Greifvogelproblematik aktuell nicht mehr zu.
Ich bin gespannt wie sich die Wettervorhersagen für den Sonntag noch entwickeln. Aktuell scheint es so, dass am Sonntagmorgen die Flüge ordentlich möglich sind. Aber das hängt auch davon ab wie sich die Kaltfront, die heute nacht hereinziehen soll, wirklich entwickelt. Bei unseren Jungtieren darf ich nicht vergessen, dass sie nun 14 Tage zuhause waren. Im letzten Jahr kamen sie von dem Flug über 205 Km, bei dem sie zuvor auch 14 Tage zuhause waren, sehr zäh über den ganzen Tag nach hause. Da waren aber die Wetterbedingungen besser. In diesem Jahr bei den hohen Temperaturen würde das Nachhausekommen über den ganzen Tag hinweg vermutlich deutlich schwieriger.
Wie so etwas sich gestalten kann sah man heute beim Kohaus-Rennen. Zwei Stunden und zwanzig Minuten nach der ersten Preistaube von gut 200 KM (Auflass 8.05 Uhr) fehlten von 532 eingekorbten Tauben noch 240 Tiere. Danach wurde die Liveliste abgeschaltet. Ich hoffe dass die Tauben über den Nachmittag noch gut nachgekommen sind. Aber einfach war das heute bei den Temperaturen nicht. Ansonsten habe ich in den vergangenen Jahren über das Kohaus-Rennen hier an dieser Stelle genug worte verloren. Das was dort auf dem Gelände unseres Deutschen Brieftaubenverbandes mit der direkt angrenzenden Taubenklinik seit Jahren veranstaltet wird, ist unserem Hobby in meinen Augen absolut unwürdig und gehört dringend eingestellt. Ich weiß nicht warum in Deutschland viele private One-Loft-Rennen deutlich bessere Verläufe über die Zeit nehmen, als das Kohaus-Rennen, aber die Zahl der Taubenverluste ist dort einfach viel zu hoch, obwohl das Reiseprogramm nun wirklich nicht zu anspruchsvoll ist. Ich denke die Kassen des Kohaus-Vereins ließen sich auch anders gut füllen und nicht über diese seit Jahren sehr zweifelhafte Veranstaltung.
 

Mittwoch, 28.08.2024
Sascha am 28.08.2024 um 17:55 (UTC)
 Auch heute kam das Sperberweibchen hier mehrmals vorbei. Zuletzt sah ich sie so gegen 19.10 Uhr - da waren unsere Jungtiere schon seit einer Stunde wieder im Schlag - über unser Haus fliegen. Sie kommt immer aus Norden recht flach über unser Dach. Eine Jungtaube fehlte auch zu diesem Zeitpunkt noch. Diese kam dann so etwa 19.25 Uhr angerauscht und lief schnell in den Schlag. Es ist im Moment schwierig mit dem Freiflug der Jungtiere. Ich kann sie aus Zeitgründen nur nachmittags herauslassen. Da ist es sehr warm bzw. heiß und sie sitzen naturgemäß immer mal wieder auf dem Dach und dann kommt diese verflixte Sperberweibchen. Die Plage mit Greifvögeln wird leider immer größer. Ich habe zuletzt immer wieder Kontakt mit Brieftauben-Freunden in ganz Deutschland gehabt und überall wurde eigentlich das Gleiche berichtet: so schlimm wie in diesem Sommer war es mit den Greifvögeln noch nie. Das kommt heraus bei falsch verstandenem Natur- und Tierschutz.
Ich stelle mir zuletzt oft die Frage ob sich all der Aufwand um die Tauben in dieser Form wirklich noch lohnt. Das Reiseprogramm kennt keine festen Termine mehr und die Flüge werden veranstaltet wie es gerade passt. Das ist oft einfach nur noch Stress.
Die Greifvögel werden immer mehr und scheinbar auch immer aggressiver. In diesem Sommer hatten wir hier nur sehr wenige Phasen in denen es wirklich einmal ruhig war mit den Greifen. Die ständige Bedrohung der Tauben durch die Greifvögel macht mir als Züchter auch einfach nur viel Stress. Ich kann sie ja nicht nur noch unter Aufsicht frei fliegen lassen. Dann bliebe überhaupt keine Zeit mehr für irgendetwas anderes. Und dann frage ich mich andererseits: was ist denn positiv am Hobby Brieftaubensport? Natürlich der tägliche Umgang mit den Tauben. Das ist für mich Entspannung. Aber den täglichen Umgang könnte ich auch ganz ohne die Wettflüge und das dafür notwendige sehr regelmäßge Training der Tauben am Haus haben.
Selbstverständlich macht es mir Freude zu sehen wenn die Tauben vom Flug kommen. Da ist ja auch immer ein wenig Nervenkitzel dabei. Natürlich freue ich mich auch über Erfolge mit unseren Tauben hier in unserem Schlag. Aber letztlich bräuchte ich die Erfolge nicht zwingend. Ich könnte mir vorstellen die Tauben mit verzicht auf alle Meisterschaften auch nur alle zwei Wochen zu reisen. Aber in unserem deutschen Reiseprogramm ist das doch teilweise etwas schwierig. Aber ich werde nach der Reise einmal ernsthaft darüber nachdenken wie ich das Hobby Brieftaubensport hier wieder stressfreier gestalten kann ohne mich ständig über viele Umstände ärgern zu müssen.
Gestern habe ich mir einen Futterkasten für 8 KG Futter gekauft, in dem das Futter immer von oben nachrutscht. Für einen Schlag mit ca. 30 Tauben würde so ein Futterautomat ausreichen, wenn wir einmal eine Woche in den Urlaub fahren. So muss ich niemanden bitten sich um die Tauben zu kümmern. Ich probiere nun aus wie so ein Futterautomat in einem Schlag angenommen wird und wie es ingesamt funktioniert. Sollte ich damit zufrieden sein, werde ich mir noch einige von diesen Futterkästen zulegen.
 

Dienstag, 27.08.2024
Sascha am 27.08.2024 um 18:08 (UTC)
 Bis vor Kurzem war es gar kein Problem dass unsere Jungtauben zum Training den Schlag verließen, aber seit ein paar Tagen gehen sie freiwillig kaum noch heraus. Hier ist ständig ein Sperberweibchen in der Nähe und das macht ihnen natürlich Angst. Sie sind dann in der Luft und wenn sie landen laufen sie schnell in den Schlag, Heute waren etwa 10 Jungtauben gerade gelandet als der Sperber auch schon heran rauschte. Die Jungtiere flogen wieder ab und zu den anderen Tieren in der Luft und flogen dann mit diesen noch eine Weile. Dann landeten alle Tauben und waren ruckzuck im Schlag verschwunden. Es wird Zeit dass die Reisesaison zu Ende geht. Aber unsere Jungtiere sollen am Wochenende doch nochmal auf 240 KM in den Korb nachdem sie am letzten Wochenende pausiert haben, da ich ja keine Zeit hatte. Sie sollen einfach nochmal nach hause kommen und lernen. Das wird alles schwierig genug, aber es nutzt nichts sie jetzt komplett zuhause zu lassen. Durch die Pause haben sie nun allerdings auch vermehrt begonnen Deckgefieder zu mausern.
Auch wenn es hier bzgl der Reise der Tauben weiter schwierig ist, freue ich mich doch, wenn abgegebene Tauben oder direkte Nachtzucht aus von uns abgegebenen Tauben gut fliegt. Ich hatte über die Jungtaube bei Thorsten Bornhoff aus einem Weibchen von uns geschrieben, die zwei erste Konkurse hintereinander geflogen hatte. Zuerst in der RV gegen 700 Tauben und in der nächsten Woche in der FG gegen 3.800 Tauben. Am vergangenen Wochenende fliegt diese Junge nun den 7. Konkurs in der RV und den 12. Konkurs in der FG gegen 3.700 Tauben. Ich denke das ist nicht so schlecht, zumal Thorsten mit seinen Jungtauben keinen großen Aufwand betreibt indem er sie privat trainiert o.ä. - aus zeitlichen Gründen (Beruf) setzt er noch nicht einmal die Zwischenflüge, die in seiner RV regelmäßig angeboten werden. Insofern ist das schon eine schöne Leistung dieser Jungtaube.
Am vergangenen Wochenende ist dann noch ein Jungtier aus einem Vogel von uns bei OLR-Rennen auf Usedom beim zweiten Preisflug über 220 KM bei mehr als 1900 Tauben unter die ersten 10 Tauben geflogen. Dazu gehört natürlich auch viel Glück. Aber es freut mich einfach sehr, wenn sich die Nachzucht unserer Tauben immer wieder so gut zeigt.
 

Montag, 26.08.2024
Sascha am 26.08.2024 um 03:22 (UTC)
 Meine Idee ist schon seit längerem, dass ich für die Taubenversorgung hier gerne eine Futtermischung hätte, die ich allen Tieren das ganze Jahr über reichen kann, auch als Standfutter, wenn wir beispielsweise mal eine Woche in den Urlaub fahren über Futterautomaten, ohne dass sie Mangel leiden oder zu fett werden.
Ich habe mich also zuletzt mal wieder mit verschiedenen Futtermischungen befasst und mir so zwei, drei Mischungen herausgesucht, die mir grundsätzlich gut gefallen. Dabei gehe ich davon aus, dass Tauben zu jeder Zeit wissen, was sie brauchen und versuchen muss ihnen das zur Verfügunng zu stellen. Gleichzeittig gehe ich aber ebenso davon aus, dass es Körnersorten gibt, die sie immer bevorzugt fressen (z.b. Hanf oder Nüsse oder geschälte Sonnenblumenkerne) und dass es Körnersorten gibt, die sie z.b. aufgrund eines recht hohen Rohfaseranteils (z.b. Gerste) nicht gerne fressen und herumwerfen, wenn ausreichend Futter zur Verfügung steht.
Wenn ich die Tauben "von Hand" täglich füttere, dann kann man über die Menge steuern, dass die Tiere alles auffressen. Haben sie Standfutter, dann sollte das Futter schon etwas anders aussehen um zu vermeiden, dass sie nur ihre "Lieblingskörner" herauspicken und rohfaserreiche herumwerfen.
Es gibt, so habe ich festgestellt, auf dem heutigen Futtermarkt eigentlich nur wenige Mischungen, die diese Anforderungen erfüllen und zugleich noch ausgewogen und recht variantenreich sind. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, dass nun zig verschiedene Körner aus aller Herren Länder im Futter sind. Aber ich denke schon, dass es wichtig ist die verschiedenen Körnerarten wie Hülsenfrüchte oder kohlehydratreiche Körner oder Ölsaaten in einem guten Verhältnis zusammen zu stellen.
Und schließlich sollte das Futter auch noch vom Preis her einigermaßen bezahlbar bleiben, denn die meisten Futtermischungen sind heute doch arg überteuert, wie ich finde.
Ich habe mir nun auf dem Papier ein Futter zusammengestellt und werde nun Anfragen stellen nach den Kosten für das Futter, wenn ich mir eine größere Menge davon mischen lasse. Bei Bedarf - in der Reise- oder in der Zuchtzeit - muss ich dann nur hier und da einige Einzelsaaten (z.b. um Fett oder Eiweiß zu ergänzen) hinzufügen und damit sollte es dann gehen. Dann hätte ich eine Basismischung für das ganze Jahr, die nach meinen Wünschen zusammen gestellt ist. Ich bin mal gespannt ob es alles so funkioniert wie ich mir das denke. Aber in dem Bestreben hier alles möglichst einfach zu machen bei der Taubenhaltung ist das vielleicht auch ein kleiner Schritt mit dem ich alles verbessern kann.
 

Sonntag, 25.08.2024
Sascha am 25.08.2024 um 05:18 (UTC)
 Als am Donnerstag sehr früh morgens die Information kam, dass der Flug unserer RV vorverlegt wird, schrieb ich dazu einem befreundeten Züchter. Er schrieb zurück, dass sie noch nichts gehört in ihrer RV (in einem anderen Regionalverband). Ich erwiderte: "Mach dir keine Sorgen. Ihr kriegt Sonntag einen ganz normalen Flug hin. Die Vorhersagen werden stündlich besser." Leider haben auch die Verantwortlichen in seiner Region sich von der allgemeinen Panik anstecken lassen und den Flug später noch verlegt.
Nur was das Wetter betrifft kommt es heute genau so, wie es bereits Donnerstag morgen absehbar war: ab 10 oder spätestens 11 Uhr wären auch der Südostrichtung die Auflässe an den Orten überall möglich, an denen gestern gestartet wurde. Es soll mir niemand erzählen, dass man das nicht hätte wissen können. Beim Vergleich mehrerer Vorhersagen verschiedener Wetterdienste wäre das absolut vorhersehbar gewesen.
Gestern las ich in der belgischen Zeitschrift "De Duif" einen Bericht über den Nationalflug Vierzon. Dieser wurde am Sonntag, den 19.08 um 10 Uhr gestartet. Etwa 16.000 Jungtiere und 7.000 Alttauben standen in Konkurrenz. Geplant war der Flug für den Samstag, aber da ließ das Wetter einen Auflass nicht zu. Es wurde donnerstag abend wie geplant eingesetzt. Als das Wetter am Samstag nicht gut war wurde entschieden stehen zu bleiben und sonntags musste man dann noch warten bis sichd das Wetter gebessert hatte und ab 10 Uhr ging es dann los für etwa 450 Kilometer Entfernung.
Wie wäre das Ganze hier in Deutschland gelaufen? Am Mittwoch oder spätestens Donnerstag morgen hätte man gesehen, dass das Wetter samstags, am geplanten Auflasstag, nicht gut wird. Also hätte man die Einsatzzeit verschoben. Auf Freitag abend oder Samstag Mittag. Dann wäre man losgefahren. Da man die Tauben sonntags früh nicht raus bekam wären dann die diskussionen losgegangen. Müssen wir zurückfahren, müssen wir den Nationalflug auflösen usw. Jeder hätte eine andere Meinung gehabt.
Dass das Wetter mal nicht gut ist an einem geplanten Tag bringt die Natur so mit sich. Aber wir haben hier eine Praxis in den letzten Jahren entwickelt, in der wir so tun, als gäbe es nur noch den Brieftaubensport und nichts anderes mehr. Wir schieben die Einsatzzeiten und Flugtage ständig hin und her und tun so als hätte jeder Züchter ständig Zeit um auf diese Verschiebungen zu reagieren und dann eben seine Tauben einen Tag früher oder später als geplant oder zu anderen Uhrzeiten einzusetzen. Und damit machen wir dieses Hobby kaputt.
Ich will damit den Flugleitern gar keinen Vorwurf machen. Diese versuchen einfach nur die Tauben unter bestmöglichen Bedingungen nach hause zu bekommen. Aber es ist doch festzustellen, dass wir diese Praxis in den letzten Jahren mehr und mehr ausgeweitet haben und das geschah parallel zur Einführung dieser sogenannten Flugsicherungskomission und der Zusammenarbeit mt der Wettermanufaktur. Die Flugsicherungskomission erleichtert den Flugleitern nicht ihre Arbeit, sondern erschwert sie an vielen Stellen. Die Flugleiter werden doch sehr verunsichert in ihrer Arbeit und erhalten dann Informationen und Angaben durch die Wettermanufaktur, die sich mit den Erfahrungen und Kenntnissen der oftmals sehr erfahrenen Flugleiter gar nicht decken. Und so entsteht eine große Unsicherheit bei den Flugleitern und dieses Durcheinander mit ständigen Flugverlegungen.
Hier ist ein Ausschnitt einer Wetterkarte für heute 11 Uhr. Genau so wie das Wetter sich dort abbildet wurde es am Donnerstag morgen bereits vorhergesagt. Und das nicht nur von einem einzigen Wetterportal, sondern von mehreren Portalen (beispielsweise Kachelmannwetter und dem Deutschen Wetterdienst). Glaubt jemand, dass bei diesen Bedingungen keine Flüge über 200 oder 250 KM auf unserer Reiseroute möglich sind? Glaubt jemand, dass man bei diesen Bedingungen in Belgien die Tauben nicht aufgelassen hätte? Glaubt jemand, dass erfahrene Flugleiter das nicht auch sehen könnten, wenn sie endlich einmal durch die FSK, die Wettermanufaktur und andere einfach in Ruhe gelassen würden? Diese ständigen Verschiebungen des Einsatzgeschäftes und der Flüge sind hausgemacht. Sie liegen nicht daran, dass die Flugleiter es nicht könnten. Diese können es sehr gut und könnten zuverlässig ihre Arbeit machen. Wenn man sie mal machen lassen würde und sie sich nicht mit ihrer Verunsicherung ständig gegenseitig anstecken und verrückt machen würden.


 

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