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Samstag, 17.08.2024
Sascha am 17.08.2024 um 06:33 (UTC)
 Die vom Donnerstag Abend fehlende Jungtaube kam gestern vormittag um 10.15 Uhr wieder nach hause. Ich habe eigentlich immer das Tipes-Gerät angeschaltet wenn Tauben fehlen und so kann ich es immer nachhalten wann sie zurückgekommen sind. Leider war auch dieses Tier wieder verletzt. Es fehlen Federn am Hals und im Kropf ist ein sehr kleines Loch aus dem Wasser herausläuft. Es ist aber so klein, dass ich es nicht nähen kann und so muss man wohl einfach abwarten bis es zugewachsen ist, was bei Brieftauben erfahrungsgemäß ja sehr schnell geht.



Später rief mich unser Flugleiter an und fragte ob ich meinen Tipes-Dienst am PC auch am Sonntag abend machen könne. Man wolle nun wetterbedingt doch Montag den Preisflug machen. Ich kann den Dienst wohl erledigen. Montags würde ich dann aber vielleicht unsere Jungtauben nicht heimkommen sehen, was ich insgesamt sehr ärgerlich finden würde. Davon abgesehen ist mein Eindruck, dass an keinem Wochentag mehr Flüge daneben gehen, als an Montagen. Aber darüber habe ich weder eine Statistik geführt, noch habe ich irgendwelche Belege - es ist nur ein Eindruck.
Abends telefonierte ich dann noch mit meinem Taubenkumpel Thorsten Bornhoff aus der RV Dortmund-Scharnhorst. Thorsten hat ein hervorragendes Reisejahr mit den Alttauben hinter sich und knüpft bei den Jungtauben nun nahtlos daran an. Er berichtete mir, dass er aus einem Weibchen, welches ich ihm im letzten Herbst gegeben hatte, eine Jungtaube gezüchtet hat, die in der vergangenen Woche den 1. Konkurs in der RV gegen 719 Tauben geflogen hat und gestern den 1. Konkurs in der Fluggemeinschaft gegen 3.801 Tauben. Das hat mich natürlich sehr gefreut, zumal die Täubin von uns eine Schwester jener Täubin ist, die hier in der Nachbar-RV beim Sportfreund Johannes Vielhaber in diesem Jahr auf der Altreise den 1.2.4.5.7.7. Konkurs geflogen hat, wobei der 1. Konkurs gleichzeitig ein Regionalsiegt gegen 2.173 Tauben war. Die beiden Schwestern sind wieder Enkelinnen unseres 526, der leider in dieser Woche tot im Schlag lag. Es ist wirklich ein Elend, wenn ich daran denke und ich werde mir nun möglichst viele Kinder des 526 in den Zuchtschlag setzen.
 

Freitag, 16.08.2024
Sascha am 16.08.2024 um 06:20 (UTC)
 Leider scheint nun auch die Bedrohung durch verschiedene Greifvögel weiter zuzunehmen als zuletzt ohnehin schon. Von gestern fehlt aus dem Freiflug am Haus wieder eine Jungtaube. Ich hatte sie um 16.15 Uhr herausgelassen und gegen 17.45 Uhr hereingeholt und ein Jungtier ist seitdem nicht wieder aufgetaucht. Beiin Freiflug hatte ich die Jungen wenig beobachtet, aber wenn ich mal schaute, dann flogen sie doch "wie die Feuerwehr", was mich ehrlich gesagt etwas gewundert hat. Im Nachhinein erklärt sich einiges, denn nach den Jungtieren hatte ich unseren Alttauben noch Freiflug gegeben und als ich im Garten war flogen die Tiere, die draußen waren, plötzlich panisch ab und zwei Tiere "schossen" direkt über mir her und dann sah ich einen jungen Habicht direkt hinter ihnen. herjagen. Ich habe noch geklatscht und gerufen, aber es geht dann alles so schnell, dass meine Reaktion überhaupt nichts brachte. Der Greifvogel war, so viel konnte ich sehen, hinter einen blauen Taube her, die dann von mir aus gesehen rechts um das Haus meines Bruders herumflog und dann noch einmal rechts um einige Bäume herum und das hat ihr das Leben gerettet, denn der Habicht drehte dann nach links ab.
Es ist nun aber Mitte August und all dieses kennen wir schon aus den letzten Jahren. Es ist fast immer gleich vom Zeitpunkt her. Es hat natürlich auch damit zu tun, dass jetzt die Temperaturen anders werden und wir ab Mitte August in der Regel nicht mehr die ganz große Hitze bekommen. Das Wetter kippt dann und meistens sinken die Temperaturen auf eher angenehme Werte und die Greifvögel werden wieder aktiver.
Zu meinem gestrigen Beitrag haben sich einige Sportfreunde bei mir gemeldet. Die einen stimmten mir zu, die anderen erklärten, dass ich es falsch betrachten würde. Das ist insgesamt ja auch normal. Ich möchte mal kurz aus zwei Mails zitieren, die mich erreicht haben.
Ein Sportfreund schrieb mir: "Unsere RV setzt heute Abend zum zweiten Preisflug ein. Wir wurden quasi "erpresst" von den anderen FG-RVen: entweder Ihr schickt morgen mit uns oder Ihr fahrt den Rest der Saison alleine. Die Unstimmigkeiten nehmen kein Ende!"
Ein anderer Züchter schrieb mir hingegen: "Deiner Kritik an der FSK und am Präsidium kann ich nicht folgen. Die haben durch ihre Entscheidung die Möglichkeit der Jungtierreise am kommenden Wochenende erweitert. Ich kann nichts Unverschämtes daran erkennen, wenn den RVen nun weitere Optionen gegeben sind. Es obliegt doch jetzt einzig und allein den RVen, ob sie davon Gebrauch macht."
So hat jeder seine Meinung. Das ist doch ok. Aber wenn es nur darum geht "Optionen" für die Wettflüge offen zu halten, damit sie vernünftig durchgeführt werden können, dann wäre es letztlich am Sinnvollsten, wenn man gar keine Beschränkung der Wochentage hätte und jede RV, FG und jeder Regionalverband an dem Tag reisen könnte, der am besten passt. Und das würde meiner Meinung nach zu einem einzigen großen Durcheinander und noch mehr Streit und Unruhe führen.
Und an dieser Stelle möchte ich doch mal fragen warum man in unseren Nachbarländern eigentlich nicht so vorgeht? Dort stehen die Termine für die Flüge im März und April schon fest und es wird am festen Termin eingesetzt und nur in absoluten Ausnahmfällen wird mal ein Flug von vorneherein verschoben. während hier in Deutschland das Verschieben inzwischen eher die Regel als die Ausnahme ist.
 

Donnerstag, 15.08.2024
Sascha am 15.08.2024 um 06:07 (UTC)
 Nach dem gestrigen Tag hatte ich am Abend keine Lust mehr unsere Jungtauben zum Trainingsflug ab Frankenau einzusetzen. Sie sind also zuhause und werden heute ganz normal am Nachmittag Freiflug bekommen.
Um 14 Uhr gestern hat unser Verband die Mitteilung herausgegeben, dass man aufgrund der Wetterlage an diesem Wochenende auch den Freitag für Preisflüge freigibt, Ich wiederhole mich an dieser Stelle, aber ich finde es inzwischen gegenüber berufstätigen Sportfreunden einfach nur unverschämt und rücksichtslos was unsere Flugsicherungskomission und unser Verbandspräsidium da anstellen.
Natürlich hatten viele Reisevereinigungen gestern, kaum war diese Mitteilung herausgegangen, nichts besseres zu tun als umgehend ihren Flug vorzuverlegen, Ein befreundeter Züchter, der auch noch berufstätig ist und dann gestern am späten Nachmittag irgendwie die Mitteilung erhielt, dass auch seine RV den Flug auf Freitag vorzieht, fasste es im Telefonat mit mir gestern sehr direkt zusammen: "Sie scheißen auf uns Berufstätige! Es interessiert sie nicht."
In letzter Konsequenz hat er völlig recht. Es gibt vermutlich in ganz Europa keinen Brieftaubenverband in dem ein solcher Zirkus um die Flüge veranstaltet, wie in unserem deutschen Brieftaubenverband. Jetzt reichen nicht der Samstag, der Sonntag und der Montag um 150 oder 200 KM-Flüge durchzuführen...nein, man muss natürlich noch einen vierten Tag in der Woche freigeben, damit irgendwie das Jungtierprogramm durchgeführt werden kann.
Aktuell schaffen es die Wetterdienste nicht einigermaßen genaue Vorhersagen für zwei oder drei Stunden zu erstellen, aber hier weiß man mittwochs schon, dass es doch besser ist die Flüge freitags durchzuführen, weil das komplette Wochenende schlechtes Wetter bringt. Aber selbst wenn es so wäre: was spräche eigentlich dagegen Flüge mal ausfallen zu lassen, wenn es wirklich nicht geht? Wir haben hier Verantwortliche in unserem Verband, die mit diesen Entscheidungen den Niedergang des deutschen Brieftaubensports weiter beschleunigen, weil sie den relativ wenigen berufstätigen und jüngeren Züchtern das Leben einfach immer schwieriger machen.
In unserer Reisevereinigung haben wir die Nachricht bekommen, dass der Flug weder Freitags noch Montags stattfindet. Wenn das Wetter es nicht zulässt samstags oder sonntags zu fliegen, dann fällt der Flug halt aus. Und das ist die einzig richtige Entscheidung.
Wenn dann wieder noch mehr RVen aufgrund solcher unsinniger Verbandsentscheidungen aus dem Programm des Verbandes aussteigen, wird wieder gejammert und von Seiten der Verbandsspitze werden offene Briefe in der Verbandszeitung verfasst an jene RVen und Züchter, die diesen Zirkus nicht mehr mitmachen möchten...
 

Mittwoch, 14.08.2024
Sascha am 14.08.2024 um 10:43 (UTC)
 Es gibt Zeiten in denen man viel zu oft negative und traurige Erlebnisse verkraften muss.
Heute morgen betrat ich den Zuchtschlag um die Tauben zu versorgen und fand unseren 526 tot auf dem Schlagboden liegend. Dieser Vogel war eine ganz besondere Taube. Er war 2020 bester jähriger Vogel in Westfalen, 14. AS-Vogel BRD und bester jähriger Vogel im Regionalverband 412. Danach habe ich ihn gleich in den Zuchtschlag gesetzt, weil er einfach auch ein toller Charakter hatte und eine tolle Taube war. Ich habe mich wirklich jeden Tag an ihm erfreut. Gestern hatte ich noch einem befreundeten Züchter angeboten, dass er ein oder zwei Jungtiere aus ihm bekommen könne. Aktuell hatte der 526 mit seinem Weibchen noch zwei Junge von etwa 12 Tagen und gestern sah ich den Vogel noch sein Weibchen treiben und bei bester Gesundheit. Ich habe keine Ahnung was nun passiert ist. An der Taube war nichts zu sehen. Es macht mich einfach nur traurig dass der 526 nun nicht mehr da ist.
Wir hatten ihn im April auch auf die Todesanzeige meines Vaters drucken lassen, weil er für uns so ein besonderes Tier war.
In diesem Jahr wurde eine Enkelin von ihm 5. bestes Weibchen im Regionalverband bei befreundeten Züchtern und eine weitere Enkelin in einem anderen Schlag wurde 9. AS-Taube BRD im Juni und flog viele Spitzenpreise. Ein Sohn des 526 war in diesem zurückliegenden Reisejahr unsere beste Reisetaube. Ein weiterer Sohn war in 2023 unter den besten jährigen Tauben der RV bevor er leider auf dem schlimmen Passau-Flug ausblieb.
Irgendwie bin ich gerade an einem Punkt wo ich alles einfach nur leid bin....


 

Dienstag, 13.08.24
Sascha am 13.08.2024 um 05:58 (UTC)
 Schon sehr früh gestern morgen kam die letzte fehlende Jungtaube vom Flug am Samstag nach hause. Leider ist sie durch einen Greifvogelangriff unter dem Flügel verletzt. Man sieht eindeutig wie der Greif versucht hat sie zu packen. Aber die Verletzung wird verheilen.
Ich habe gestern, am wärmsten Tag des Jahres, einmal unsere Tauben genau beobachtet. Die Witwervögel sind aktuell verpaart und sitzen auf Eiern. Nachdem die Vögel in der Mittagszeit auf ihr Nest gegangen und die Weibchen beim Brutgeschäft abgelöst hatten, liefen die Täubinnen nach und nach in die Dachvoliere und verbrachten dort den Nachmittag in der prallen Sonne. Es war ganz erstaunlich. Die Weibchen suchten keinen Schatten und nicht den Schutz des Schlages, sondern legten sich hin und sonnten sich teils stundenlang. Den Tauben scheint die Hitze, besonders wenn sie nicht schwül ist, überhaupt nichts auszumachen.



Kurz nach 16 Uhr, als die Temperaturen am höchsten waren, habe ich dann ganz bewusst den Jungtauben Freiflug gegeben. Ich wollte beobachten was sie machen. Alle Jungtiere gingen freiwillig nach draußen, selbst jene, die erst den Tag zuvor heim gekommen war oder die Jungtaube, die gestern morgen verletzt heimkam und auch die weiteren verletzten Tiere. Es scheint so, dass sie - zumindest hier bei uns - lieber draußen in der Sonne sind als im Schlag bei diesen Temperaturen.
Mein Auto steht immer vor dem Haus nach Norden im Schatten und ich habe dann nachgesehen: um die Zeit hatten wir 32,5 Grad Celsius im Schatten. Also in der Sonne noch deutlich höhere Werte. Die Jungen flogen immer wieder los, drehten fünf, zehn oder mehr Minuten ihre Runden und landeten wieder. Gegen 18.30 Uhr habe ich sie dann hereingerufen.
Zumindest hier bei uns scheint es so zu sein, dass die Tauben bei Hitze lieber draußen sind als im Schlag. Das mag mit unseren Dachbodenschlägen zusammenhängen. Aber für mich war das allemal wieder eine interessante Beobachtung.
 

Montag, 12.08.2024
Sascha am 12.08.2024 um 06:05 (UTC)
 Gestern kurz vor mittag telefonierte ich gerade mit einem Sportfreund, als plötzlich eine Taube anflog und gleich im Schlag verschwand. Es war eine der beiden fehlenden Jungtauben und zwar dieses zahme Tier, bei der ich ja gehofft hatte, dass sie noch wiederkommt. So fehlt nun vom Flug am Samstag nur noch die eine Jungtaube, bei der ich ohnehin den Verdacht habe, dass sie irgendwie zwischen zwei Orten pendelt.
Für unseren geplanten RV-Trainingsflug Mitte der Woche habe ich mal unsere Jungtauben angemeldet, aber ich habe doch große Bedenken, dass dieser überhaupt stattfinden kann. Ich fürchte, dass die Luft doch bis Ende der Woche sehr schwül bleibt mit hohen Taupunkten und dass es dann schwierig ist die Tauben zu reisen. Vielleicht ist aber am Donnerstag ein Flug möglich. Das muss man abwarten.
Wenn es draußen sehr warm oder heiß wird dann ist es auf unseren Dachbodenschlägen oft wirklich extrem warm, obwohl es sich gebessert hat seit wir im vergangenen Jahr die Photovoltaik-Anlage installiert haben. Diese absorbiert doch einiges an Hitzeeintstrahlung. Trotzdem ist es selbst für Brieftauben, die doch mit Wärme und Hitze gut umgehen können, dann oft sehr belastend.
Vor einigen Jahren las ich mal einen Artikel über den Einsatz von Vitamin C bei Hühnern gegen den sogenannten Hitzestress. Hitzestress tritt auf, wenn der Körper mehr Wärme produziert oder aufnimmt, als er abgeben kann. Durch diese Wärmebelastung können dann gesundheitliche Probleme entstehen.
Bei unseren Brieftauben kann das geschehen, weil sie nicht schwitzen können und ihr Gefieder zusätzlich isoliert. Brieftauben produzieren Vitamin C selbst aus Glucose, können es allerdings nur kurzfristig in der Niere speichern. In Stresssituationen, beispielsweise während Hitzeperioden im Sommer, kann die Eigenproduktion von Vitamin C dan nicht mehr ausreichend sein. Wichtig ist Vitamin C vor allem, weil es an der Hormonbildung und auch an der Zellatmung beteiligt ist und damit essenzielle Aufgaben im Stoffwechsel übernimmt.
Ich bin dann dazu übergegangen den Tauben an heißen Tagen Vitamin C über die Tränke 2 x am Tag zu verabreichen. Dazu bekommen die Tauben etwa 1 Gramm Vitamin C auf 2 Liter Trinkwasser morgens und dann mittags oder abends nochmal. Sie nehmen es gut auf und ich bilde mir ein, dass es den Tieren gut tut.
Elektrolyte scheinen auch eine gute Wirkung auf die Tauben zu haben, wenn es heiß ist, aber da in den Elektrolytmischungen sehr viel Glukose enthalten ist, gebe ich sie nicht über das Trinkwasser, denn dann vermehren sich im Wasser einige Bakterien rasend schnell. Stattdessen mische ich die Elektrolyte ein Mal pro Tag an das Futter und auch da vermute ich, dass es den Tauben bei Hitze gut tut. Letztlich muss ich mich da aber aber auf meine Beobachtungen verlassen, denn wissen tue ich es selbstverständlich nicht.
 

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