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Montag, 20.04.2026
Sascha am 20.04.2026 um 19:43 (UTC)
 Vorgestern flogen unsere Vögel ihren zweiten Vorflug, gestern verblieben sie, da ich arbeiten musste, im Schlag, heute hatten sie Freiflug und morgen werden sie wieder eingesetzt ohne dass sie vorher Freiflug haben können. Eigentlich tut es den Tauben gut eine gewisse Regelmäßigkeit zu haben, aber das ist derzeit nicht möglich. Das heutige Training am Haus hat mir aber sehr gut gefallen. Die Vögel haben etwa 45 Minuten mit sehr viel Tempo trainiert bevor sie das erste Mal auf das Dach gingen. Danach habe ich die Ausflüge geöffnet und die Vögel konnten noch für etwa 30 Minuten machen was sie wollen. Insgesamt hat mir das gut gefallen und die Tauben kommen nun langsam in Flugverfassung was ihre körperliche Fitness betrifft. Im Kopf wird es allerdings sicher noch etwas dauern bis sie wirklich orientierungsstark und ihre Sinne geschärft sind. Deswegen muss ich immernoch damit rechnen, dass bei einem Vorflug, wie er übermorgen über etwa 170 KM ansteht, einige Vögel fehlen bzw. lange brauchen. bis sie nach hause finden.
Trainiert man die Tauben regelmäßig privat auf Strecke, dann ist die Orientierung und die geistige Schärfe doch etwas besser und sie fliegen zielgerichteter nach hause. Aber für mich sind die ersten Vor- und Preisflüge nicht so wirklich interessant. Das sind die Flüge für die fleißigen Sportfreunde, die sich viel Arbeit mit dem Training machen. Über die Taubenqualität als solches sagen diese Flüge aber noch recht wenig aus. Interessant wird es dann aber 350 oder 400 KM. Je weiter es geht, desto mehr entscheidet die Qualität der Taube, denke ich.
Aktuell versuche ich, so gut es die Zeit zulässt, weiter die Tauben in eine gute Flugverfassung und Form zu bringen und dann bin ich gespannt wie sich die Saison weiter entwickelt. Es wäre schön wenn der Freiflug am Haus, so wie heute, zumindest erst einmal frei von Greifvogelangriffen bleiben würde. Alles weitere bringt dann die Zeit.
 

Sonntag, 19.04.2026
Sascha am 19.04.2026 um 14:56 (UTC)
 Wir haben heute die Information erhalten, dass wir für den nächsten Vorflug ab Bad Brückenau (170 KM) am Dienstag für Mittwoch einsetzen. Da der Auflass schon in der Fluggemeinschaft stattfinden soll müssen die Tiere dann auf eine Fläche von etwa 60 x 50 KM einfliegen. In den Niederlanden ist so etwas wohl völlig normal, aber hier in Deutschland werden, zumindest da wo es von der Anzahl der Züchter noch möglich ist, gemeinsame Auflässe doch oft gemieden. Warum auch immer. Nur zum Vergleich: unsere Tauben fliegen schon auf diesem Vorflug auf eine Fläche die im Ruhrgebiet die Regionalverbände 401, 402 und 403 umfasst. Ich glaube kaum, dass man das, obwohl es sicher möglich wäre, jemals auf einem Flug ab 170 oder 200 KM ins Auge gefasst hat.
Die Tauben müssen jedenfalls jetzt zu Saisonbeginn schon einiges leisten unter dem Druck des Reiseplans, dass unbedingt schon am nächsten Wochenende der erste Preisflug von geplanten 13 Preisflügen stattfinden soll.
Im Ergebnis wird das dann am Ende so sein, dass die Hälfte der Sportfreunde die Reise frühzeitig beendet und längst nicht alle Preisflüge bestreitet. Ich frage mich wirklich warum man sich in den RVen und Regionalverbänden nicht auf die doch überall in den vergangenen Jahren offensichtlichen Veränderungen in den Gewohnheiten der wenigen verbliebenen Sportfreunde einstellen mag. Züchter mit relativ kleinen Beständen um die 20 Reisetauben haben heute leider teils große Schwierigkeiten überhaupt die Saison mit einer einigermaßen angemessenen Reisemannschaft durchzustehen.
Im Gegensatz dazu gehen viele erfolgreiche Schläge hin und erhöhen Jahr für Jahr die Anzahl ihrer Reisetauben mehr oder weniger deutlich.
Das hat einerseits leider mit den immer mehr zunehmenden Verlusten durch die Greifvögel zu tun, aber vielleicht auch damit, dass die Taubenqualität nicht so gut ist, wie sie anhand der Flugergebnisse zu sein scheint. Es ist der der Versuch über die Menge der Tauben die ein oder andere gute Taube mehr in der Mannschaft zu haben und damit mögliche Verluste besser kompensieren zu können. Das deutsche Reisesystem und die vielen ausgeflogenen Meisterschaften bevorteilen leider immer noch größere und große Bestände.
Andererseits ist es aber auch so, dass die Züchter mit den großen Beständen in vielen Organisationen die Reise, die immer noch zu einem großen Teil über das Korbgeld pro Taube abgerechnet wird, anteilmäßig stark finanzieren. Gerade in den immer kleiner werdenden RVen und Fluggemeinschaften.
Insgesamt denke ich, dass der deutsche Brieftaubensport dringend weg kommen muss von einem Reiseprogramm, dass immernoch gestaltet ist wie vor 50 oder 60 Jahren. Gerade in Zeiten des starken Mitgliederrückgangs sollten wir uns doch auf weniger Highlight-Flüge konzentrieren. Wie auch immer man das dann im Einzelnen gestaltet.
 

Samstag, 18.04.2026
Sascha am 18.04.2026 um 16:57 (UTC)
 Von unserem zweiten Vorflug ab Alsfeld sind heute alle Vögel wieder zuhause. Da der Auflass erst um 11.40 Uhr erfolgte konnte ich zwar nicht alle Tauben heimkehren sehen, aber ich war doch nach der Arbeit so rechtzeitig zuhause, dass ich noch einige Tiere beim Anflug beobachten konnte. Viel mehr gibt es zu diesem Flug eigentlich auch nicht zu sagen. Ich bin zufrieden dass alle Vögel wieder daheim und wohl auch alle unverletzt sind.
Nach etwa 90 Minuten des Beisammenseins habe ich die Partner dann auch schon wieder getrennt, denn wenn das Wetter mitspielt wird schon bald der 3. Vorflug auf dem Programm stehen und die Vögel sehen ihre Weibchen erneut.
Heute haben die Vögel dann über das Futter das Mineralpulver von Dr. Marien ohne Zusätze bekommen. D.h. ich feuchte das Futter gar nicht an, sondern gebe nur einen knappen Esslöffel auf ein Kilogramm Futter und verrühre das Ganze und dann haftet genug von den Mineralien am Futter, welche die Tauben dann mit aufnehmen. Mir gefällt diese Vorgehensweise fast besser als das Futter anzufeuchten und solange ich nicht denke, dass die Tauben auch die Wirkstoffe aus der flüssigen Hefe von Wolz benötigen, solange werden die Tiere das Mineralpulver auch weiter so bekommen. Anschließend gibt es noch zwei, drei Hände voll frische Gritmischung und dann sind die Tauben fertig versorgt und liegen in ihren Zellen. Als Züchter bin ich dann nach der Arbeit, der Versorgung der Reisetauben und auch der Fütterung der Zucht- und Jungtauben auch froh, wenn der Tag zu Ende ist und ich etwas Ruhe habe.


 

Freitag, 17.04.2026
Sascha am 17.04.2026 um 18:22 (UTC)
 Heute morgen konnte ich die gemeldete Taube entgegen nehmen, die im Kabi der RV Bielefeld hier in die Nähe gefahren wurde. Ich möchte mich noch einmal beim Melder der Taube bedanken, aber auch beim Kabi-Fahrer, denn der rief mich auch noch an und teilte mit, dass er am Auflassort angekommen ist und ich bin dann hingefahren und habe den verflogenen Vogel geholt. Das war alles sehr nett von den Sportfreunden.
Ich habe dann auch noch mit dem zuständigen Flugleiter telefoniert, der ein paar Fragen zum Wetter hatte und so war das insgesamt eine sehr schöne Angelegenheit bei der ich nette Sportfreunde kennenlernen durfte. Selbstverständlich habe ich mir dann auch noch den Auflass der Tauben angesehen um 9.30 Uhr. Bei bestem Wetter zog der gánze Schwarm sofort in die richtige Richtung ab.



Am frühen Abend habe ich dann unsere Reisevögel zum zweiten Vorflug ab Alsfeld eingesetzt. Morgen früh soll das Wetter noch gut sein und ich hoffe, dass die Tauben gut und sicher nach Hause finden. Um nichts anderes geht es bei den Vorflügen für unsere Tauben und auch für mich. Leider kann ich die Rückkehr der Tauben erneut nicht sehen, da ich wieder arbeiten muss. Das ist insgesamt doch sehr frustierend für mich, denn ich schicke die Tauben um sie bei der Heimkehr zu sehen. So macht es mir nicht wirklich Spaß die Tauben zu reisen. Aber sie müssen halt auf den Vorflügen gesetzt werden sonst geht es gar nicht.
 

Donnerstag, 16.04.2026
Sascha am 16.04.2026 um 18:45 (UTC)
 Der zweijährige Vogel, der vom Vorflug noch fehlt, wurde heute von einem Sportfreund aus Bad Salzuflen gemeldet. Der Vogel ist dort bei den Jungtauben mit eingesprungen und wohl topfit. Der Zufall will es, dass die RV des Züchters morgen früh einen Vorflug hier ganz in der Nähe starten möchte. Da ich morgen früh Zeit habe fährt die Taube nun mit dem Kabi mit hier in die Gegend und ich kann den Vogel dort entgegen nehmen. Reisen werde ich ihn allerdings nicht mehr, denn ich habe ihn im vergangenen Jahr ja bereits in Ochtrup abgeholt. Die Taube scheint einfach im Kopf total durcheinander zu sein.
Wie erwartet sollen wir morgen abend die Tauben schon für den zweiten Vorflug einsetzen. Es soll auf 110 KM mittlere Entfernung gehen. Solange ich mich erinnern kann - und das ist nun auch schon eine ganze Weile im Brieftaubensport - hat unsere RV noch niemals einen zweiten Vorflug über 110 KM bestritten. Der dritte Flug soll dann womöglich schon über 170 KM gestartet werden.
In Anbetracht der vielen Sportfreunde die lange oder immernoch Probleme mit den Greifvögeln und dem Wetter hatten und haben, halte ich dieses Vorflug-Programm für weitgehend kontraproduktiv.
Anderswo geht man hin und macht viele kürzere Vorflüge und hier will man Kilometer abreißen, damit man keine Unruhe in der Fluggemeinschaft oder später im Regionalverband bekommt. Die Taubenzahlen werden schon zum Saisonstart und dann spätestens ab Mitte der Saison zeigen, dass da einfach falsch entschieden wurde. Wir machen hier ein Programm für Züchter, denen es relativ egal ist wenn von 80 oder 100 Tauben mal einige Tiere ausbleiben, aber bestimmt kein Reiseprogramm mehr für Sportfreunde mit 15 oder 20 Reisetauben.
Ich bin mit den Tauben wirklich nicht ängstlich und wenn sie fit sind und das Wetter gut ist, dann sind auch größere Kilometer-Sprünge kein großes Problem.
Aber vielleicht kann mir ja mal jemand erklären wie man Tauben fit bekommen soll, die den Schlag nicht mal freiwillig verlassen möchten. Heute hatte ich die Idee mal ein Video vom Verhalten unserer Vögel zu drehen, wenn sie zum Freiflug heraus sollen. Ich werde das gelegentlich noch machen. Es war jedenfalls wieder so, dass sie in die geöffneten Ausflüge flogen, kurz herausblickten und dann reihenweise wieder umkehrten in den sicheren Schlag. Ich habe sie dann nach und nach vorsichtig herausgetrieben, aber das ist ja alles kein befriedigender Zustand und auch nicht gut für die Tauben.
Später im Freiflug erhöhten sie plötzlich gemeinsam mit den Tauben unseres Nachbarn enorm das Tempo und ich sah dann wieder einmal den Habicht hoch am Himmel ziehen. Er schien aber nicht hungrig zu sein und flog davon. Ruhiger und sicherer werden die Tauben deswegen aber auch kaum.
Insofern können wir hier immer nur hoffen dass unsere Tauben so klar im Kopf sind, dass sie irgendwie diese Flüge zu Beginn der Saison gut überstehen und dass die Greifvogel-Angriffe auf der Strecke nicht allzu häufig sind.
 

Mittwoch, 15.04.2026
Sascha am 15.04.2026 um 17:20 (UTC)
 Der heutige erste Vorflug ab Frankenau (für uns 65 KM Entfernung) ist ingesamt wohl sehr gut und glatt verlaufen nach dem wenigen was ich gehört habe. Leider habe ich keine einzige Taube ankommen sehen, da ich arbeiten musste. Der Auflass erfolgte um 10.35 Uhr. Ich hatte dummerweise mein Tipes-Gerät noch nicht auf die richtige Zeit eingestellt, sodass die Ankunft der ersten Tauben mit 10.20 Uhr registriert wurde, was wohl kaum möglich ist. Aber das ist auch alles nicht so wichtig. Vorflüge sind wie Trainingsspiele im Fußball. Man kann nicht so sehr viel daraus ableiten, zumal wenn es der erste Flug ist. Innerhalb von 10 Minuten waren zwei Drittel unserer Tauben über die Antenne gelaufen und das ist erst einmal in Ordnung so. V.a. war der Verlauf deutlich besser als im letzten Jahr als die Tauben bei uns wirklich sehr schlecht kamen beim ersten Vorflug. Ich speichere so etwas immer in meinen Unterlagen.
Trotzdem war heute bei weitem nicht alles ideal, denn es fehlen aktuell noch drei Vögel. Die anderen Tauben waren sehr zeitig alle zuhause und den ganzen Nachmittag über kam dann keine Taube mehr.
Ich muss allerdings sagen, dass zwei dieser drei Vögel wirklich "Experiment-Tauben" waren. Der eine war als Jungtier normal gereist wurden, wurde dann letztes Jahr als Jähriger gespielt und blieb schon auf einem Vorflug aus. Er wurde damals in Ochtrup gemeldet und ich habe die Taube dann abgeholt. Der Vogel war aber so abgeflogen, dass es mehrere Wochen dauerte bis er wieder fit war und ich konnte ihn auf der Altreise nicht mehr spielen. Ich habe ihn dann auch nicht auf den Jungtierflügen gesetzt und so war er heute nach etwa einem Jahr wieder im Kabi und das hat einfach nicht funktioniert.
Der zweite fehlende Vogel blieb letztes Jahr als Jungtaube auf dem ersten Jungtier-Vorflug aus. Er wurde uns einige Tage später gemeldet und ich habe ihn abgeholt. Er war durch einen Greifvogel verletzt, es fehlten Federn. Er konnte als Jungtier nicht mehr gereist werden. Er war heute also, wenn man so will, auch erst das zweite Mal in seinem Leben im Kabi und auch das hat einfach nicht funktioniert.
Gestern habe ich an meinen Vater erinnert und ich kann sagen, dass er solche Tauben nicht in die Reisemannschaft übernommen hätte, aber ich wollte es mal ausprobieren.
Der dritte fehlende Vogel ist ein Jähriger, der normal am Jungtierprogramm im letzten Jahr teilgenommen hat. Vielleicht ist er auch wieder einem Greifvogel zum Opfer gefallen.
Es sind eigentlich zu viele Tauben, die fehlen - v.a. in Anbetracht der Tatsache, dass die anderen Vögel recht schnell wieder im Schlag waren. Aber bei zwei der drei Vögel waren es halt auch besondere Umstände. Trotzdem finde ich das etwas seltsam: wir haben schon oft untrainierte Jungtauben erstmals auf einen Vorflug ab 65 Km gesetzt und das ging immer recht gut. Aber mit diesen Vögeln, die schon einmal nicht nach hause gekommen sind, geht es dann scheinbar nicht. Ich bin gespannt ob noch eine oder zwei dieser Tauben irgendwie wieder auftauchen.
Jetzt muss man einmal sehen wie wie sich das Wetter entwickelt und wann es weiter geht mit den Vorflügen. Es ist durchaus denkbar, dass wir nun schon übermorgen wieder einsetzen sollen für einen Flug am Samstag.
 

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