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Dienstag, 20.10.2026
Sascha am 20.10.2026 um 06:42 (UTC)
 Gestern hat mir ein Sportfreunnd folgenden, kurzen Kommentar geschrieben, den ich gerne einmal aufgreifen möchte. ich möchte dazu vorweg schicken, dass ich noch am vergangenen Freitag mit jemandem u.a. zu diesem Thema diskutiert habe. Insgesamt muss man dazu wohl verschiedene Faktoren im Blick haben. Der Sportfreund schrieb mir folgendes:

"Mir würde es absolut reichen wenn man den Jungtauben Zeit gibt und nicht in der Hitze setzen muss und von meiner Seite auch 4! Wochen nach der Reise erst mit den Jungtauben beginnt!!! Alle Züchter wären glücklicher und den Tauben würde es besser gehen ohne gravierende Verluste!"

Wir haben letztens auf unserer kleinen Versammlung in der RV auch kurz die Jungtierreise angerissen. Im Gegensatz zu vielen anderen Organisationen ist unsere Reisevereinigung in der zurückliegenden Saison recht gut durch die Jungreise gekommen und hatte keine übermäßigen Verluste. Es gab einen einzigen wirklich schwierigeren Flug auf dem die Tauben einfach viel zu weit westlich zogen (warum auch immer) aber ansonsten ging es recht gut. Wie haben fünf Vorflüge durchgeführt über 40, 65, 40, 65 und 85 KM und dann fünf Preisflüge über 110, 150, 205, 230 und 285 Kilometer. Damit sollten die Jungtiere erst einmal gut geschult sein. Unser Flugleiter sprach auf der Versammlung davon, dass dazu auch einfach "Glück" gehöre. Aber ich denke das ist nicht alles. Es wurde da von Seiten der Flugleitung auch einfach gute Arbeit geleistet.
Persönlich sehe ich es ähnlich wie der Sportfreund, der mir geschrieben hatte. Wir alle könnten die Jungtierreise durchaus einige Zeit später beginnen. Seit mehreren Jahren haben wir nun schon ab Anfang Juli oft große Hitze und Schwüle und es gelingt kaum die Altreise glatt und wie geplant durchzuführen. Es macht wenig Sinn gleichzeitig die Züchter und Flugleiter noch mit der Jungtierreise zu stressen.
Ich beobachte schon seit vielen Jahren dass das Wetter und die Temperaturen oft ab Mitte August umschlagen. Es wird insgesamt kühler, weniger schwül und die Luft wird besser.
Es wäre also durchaus zu bedenken ob es nicht zielführend wäre die Jungtierreise etwa ab dem 10. August zu starten. Dann kann man, wenn das Wetter mitspielt, die Jungtauben erst einmal oft und alle drei Tage auf kurzen Entfernungen über zwei, drei Wochen spielen, damit sie lernen. Danach steigt man in das Preisflugprogramm ein und kann es dann bis etwa Mitte September gestalten.
Ich denke allerdings auch, dass die Verluste (meistens ab Mitte Juli) nicht alleine eine Frage des Wetters und der Bedingungen sind. Mein Gefühl ist, dass da auch immer noch sehr oft gesundheitliche Probleme eine Rolle spielen. Ich habe mich dazu auch mit einem Tierarzt ausgetauscht.
Die Impfung gegen PMV-/Rotavirus wirkt weiterhin so wie sie soll. Es gibt da keine gegenteiligen Erfahrungen. Aber: ich vermute dass hinsichtlich der Impfung oft Fehler gemacht werden. Man impft die Jungtiere aus Kosten- und Aufwandsgründen teilweise nur ein Mal. Und, was aus meiner Sicht noch problematischer ist, oftmals zu spät. Man möchte wohl erst alle Tauben abgesetzt haben und möchte dann alle Tiere zusammen impfen. Das führt dazu, dass so mancher Sportfreund mit der Impfung bis kurz vor der Reise wartet und dass ist, so denke ich, ein Problem, denn dann ist einerseits eine gewisse körperliche Belastung anzunehmen und andererseits möglicherweise der Impffschutz bei vielen Jungtieren noch nicht voll ausgebildet. Darüber hinaus sollte man nicht außer acht lassen, dass auch andere Erkrankungen und Erreger bei unseren Jungtauben immer noch eine Rolle spielen können.
Weiterhin glaube ich inzwischen, dass wir zu wenig darauf achten, dass die Jungtauben auf der Reise ein gewissen Alter haben sollten. Wenn an bedenkt. dass ihr Orientierungssinn erst etwa im Alter von 15 Wochen voll ausgebildet ist, dann reisen wir viele Jungtiere definitv zu früh. Es ist ja so, dass viele Sportfreunde ihre Jungtiere immernoch zur gleichen Zeit züchten, wie sie es seit je her getan haben. Gleichzeitig wurde in Deutschland aber, v.a. auf Ansinnen von Jungtierspezialisten und Winterzüchtern, die Reise immer weiter nach vorne gezogen. Das mag für deren früh gezogene Tauben auch sinnvoll sein. Für herkömmlich gezüchtete Tiere allerdings nicht. Auch hier gilt es also Lösungen zu finden. An der Stelle ist es sicher nicht leicht allen sportfreunden und ihren Interessen gerecht zu werden. Aber auch da wäre es jetzt im Herbst an der Zeit in den RVen zu sprechen. Einfach immer so weiter machen wie bisher ist auf keinen Fall zielführend.
 

Montag, 19.10.2026
Sascha am 19.10.2026 um 06:30 (UTC)
 Ergänzend zu meinem letzten Beitrag, den ich hier veröffentlicht habe, habe ich nun einen ganz aktuellen Beitrag von Ad Schaerlaeckens auf dessen Homepage gelesen, der sich um das gleiche Thema dreht. Ich möchte an dieser Stelle einmal daraus zitieren:

"In meiner Jugend schienen gute Tauben noch unwichtiger, und fast alle Züchter suchten nach Alternativen. „Die Zauberflasche.“ Nach einem spektakulären Ergebnis wusste man schon, was die anderen Züchter sagen würden, wenn man ihnen begegnete: „Was hast du ihnen diesmal gegeben?“ Wie bereits erwähnt, ist dies ein zeitloses Phänomen im Taubensport. Driekske Janssen, der Vater der legendären Brüder, stand schon vor dem Zweiten Weltkrieg im Verdacht, „etwas“ zu haben.
In den 1990er-Jahren wurde meine 92-jährige Schwiegermutter mehrmals gefragt, ob sie vielleicht wisse, „was ich diesen Tauben gebe“.
Wenn man erfolgreich ist, glauben einem manche kein Wort, andere hingegen alles. Manche kaufen und geben alles, was man empfiehlt. Wie naiv manche Menschen doch sind!
Ihre Einfältigkeit scheint grenzenlos. Sie würden sogar anfangen, eine karierte Mütze zu tragen, wenn sie irgendwo lesen, dass diese die Potenz steigert. „Man muss gute Tauben haben; Kleinigkeiten bekommen zu viel Aufmerksamkeit“


Letztlich ist es so, dass kein einziges Mittel, Beiprodukt oder Medikament aus einer schlechten oder einer durchschnittlichen Taube ein As macht. Leider ist unser deutsches Reisesystem so, dass wir aber durchaus mit einer angepassten Versorgung und einem entsprechenden System aus einer Taube, die vielleicht mit Futter, Grit und Wasser fünf Preise fliegen würde, eine Taube machen können, die acht Preise fliegt. Wir können aber niemals aus einer Taube, die vielleicht mit Futter, Grit und Wasser acht Preise fliegt, eine Taube machen, die elf oder zwölf Preise mit 800, 900 oder 1000 As-Punkten fliegt. Entscheidend bleibt immer die Qualität der Taube. Diese Tauben müssen wir suchen und versuchen zu züchten. Nicht Tauben, die acht oder neun Preise fliegen. Zugegeben: das ist schwierig. Die Asse sind selten. Aber viele Sportfreunde scheinen in letzter Konsequenz gar nicht bemüht zu sein wirklich gute Tauben zu kaufen oder zu züchten, wenn ich mir all diese Auktionen aktuell wieder ansehe. Mehr als 90 Prozent der angebotenen Tauben haben schon nur von ihrer Abstammung her kaum die Qualität ein As zu sein. Ich wiederhole mich an dieser Stelle: mit Enkeln oder Urenkeln, Cousinen und Vettern von As-Tauben weiter zu züchten ist einfach eher Lotterie als gezielte Zucht von Assen (wenn man Asse überhaupt gezielt züchten kann).
In einem Artikel über den erfolgreichen Sportfreund Stefan Steenbergen aus Sterrebeek in Belgien las ich ein dazu aus meiner Sicht sehr passendes Zitat: "Alles beginnt mit guten Tauben. Kauf dir morgen einen Esel und bring ihn nach Sterrebeek – er wird nicht gewinnen. Und wenn du ihn mit einem anderen Esel verpaarst, wird auch dieser nicht gewinnen.“
Mancher Züchter täte, wenn er die Leistungen seines Bestandes verbessern will, einfach gut daran sich nach besseren Tauben umzusehen. Oft gibt es sie direkt in der Nähe. In der gleichen RV, im gleichen Regionalverband oder sonst in der Nachbarschaft. Selbtverständlich kann man auch von weit entfernt gute Tauben bekommen. Es gehört auch Glück dazu. Aber statt nun wieder den ganzen Winter über nach bestimmtem Futter, besonderen Beiprodukten oder der besten Medizin zu suchen, täten viele Sportfreunde gut daran schon jetzt in die Zukunft zu denken und sich vielleicht schon jetzt von einem Top-Schlag, der in jedem Jahr vorne mit dabei ist, einige Sommerjunge 2027 zu sichern. Auch die Zucht von guten Tauben und die Verstärkung des eigenen Zuchtschlags will geplant sein.
Wenn ich aktuell so manchen Totalverkauf sehe, dann frage ich mich wirklich, wie Züchter sich bei gesundem Menschenverstand ein solches Sammelsurium von teuren Tauben verschiedenster Schläge zusammenholen können. Ja, auch darunter mögen gute Tauben sein. Aber das ist letztlich doch einfach ein kaufen und kaufen wie bei einer Lotterie. Vielleicht ist das große Los dabei.
Dirk de Beer schrieb mir gestern einen schönen Satz; "Wenn Züchter sich Tauben zulegen, wo die Eltern nichts geleistet haben, sondern nur schöne Abstammungen haben, haben, sind sie selber Schuld." Da ist sehr viel Wahres dran. Es ist schwierig und manchmal auch mit viel Glück verbunden, wenn man aus sehr guten Tauben wieder gute Tauben züchten will. Aber aus Tauben zu züchten, die selbst wenig mit guten Tauben zu tun haben und dann darauf zu hoffen, dass irgendwie eine As herausfällt - das ist in aller Regel vergebliche Liebesmüh.
 

Freitag, 16.10.2026
Sascha am 16.10.2026 um 06:20 (UTC)
 Gestern Abend fiel mir zufällig wieder ein Buch in die Hände, welches Rainer Püttmann unter Mitarbeit von Gommar van Opstal im Jahr 2000 herausgegeben hat: "Portraits der großen Kleinen". In diesem Buch wurden verschiedene, seinerzeit sehr erfolgreiche, Kurzstreckenzüchter aus Belgien vorgestellt. Darunter auch heute noch sehr bekannte Sportfreunde wie Louis Adrianssen, August Jansen, Luc van Mechelen, Gaston van de Wouwer oder Henri Vloemans. Tauben dieser Sportfreunde stehen bis heute an der Basis unzähliger erfolgreicher Schläge weltweit - auch in Deutschland. Rainer Püttmann selbst ist bis heute bekannt mit seiner Hurrican-Linie, die über Generationen immer wieder As-Tauben hervorgebracht hat. Diese Tiere kamen von Henri Vloemans. Der weltberühmte Züchter Leo Heremans baute seinen Bestand u.a. viel mit Tieren von August Jansen aus Beerse auf. Der "Olympiade 003" und sein Bruder, der "Gus" kamen von August Jansen und sind wohl bis heute zwei der wichtigsten und bekanntesten Vererber der letzten 20 Jahre!
Die Artikel in dem genannten Buch gehen darauf ein wie diese Sportfreunde wiederum ihre Bestände aufgebaut und gezüchtet haben, wie sie ihre Schläge gebaut und ihre Tauben geführt haben. Es ist auch jeweils ein kleiner Versorgungsplan abgedruckt, der darstellt, wie diese Top-Schläge seinerzeit ihre Tauben gefüttert und mit Beiprodukten versorgt haben.
Eines haben all diese Pläne gemeinsam: sie sind extrem übersichtlich. Hier und da gab es extra Vitamine oder einen Tee. ein anderer Züchter gab regelmäßig ein bestimmtes Elexier, wieder ein anderer setzte ein Mal in der Woche Bierhefe ein usw.
Bei Henri Vloemans beispielsweise gab es am Rückkehrtag für die Tauben einen Tee und anschließend die ganze Woche über klares Wasser. Auch über das Futter wurde nichts gereicht außer Mineralien.
Die As-Tauben dieser Züchter flogen ihre Leistungen teilweise über viele, viele Woche mit einer sehr übersichtlichen und, wenn man so will, sparsamen Versorgung. Trotzdem erzielten sie teils Woche für Woche absolute Spitzenleistungen. Allerdings - so viel sei gesagt - auf der Kurzstrecke.
Hier bei uns in Deutschland hingegen war es schon damals so und so ist es bis heute geblieben, dass viele Sportfreunde die Schlagberichte stets unter der Frage lesen: "Was gibst du?" Es interessiert sie oft nur am Rande wie As-Tauben gezüchtet wurden, wie Tauben trainiert werden etc. Sie wollen wissen was ein Züchter seinen Tauben an sogenannten "Wundermitteln" verabreicht. Sie glauben fest daran, dass die Tauben ihre Leistungen nur bringen können, wenn sie dieses und jenes und noch ein weiteres Beiprodukt pünktlich und immer zum gleichen Zeitpunkt bekommen. Sie glauben ebenso fest daran, dass die Tiere ohne mehr oder weniger viele Produkte längst nicht so gute Leistungen bringen können. Dazu würden sie am Liebsten auf die Minute, mindestens aber auf den Tag und die Stunde genau wissen welches Produkt ein erfolgreicher Züchter in genau welcher Menge bei seinen Tauben einsetzt.
Es ist selbstverständlich ein Unterschied ob man eine Taube auf ausschließlich auf der Kurzstrecke reist oder ob die Tiere dann später auch auf der Mittel- oder Tagesweitstrecke fliegen sollen. Es gibt heutzutage tatächlich Produkte, die es damals vielleicht in der Form noch nicht so gegeben hat und die unseren Tauben beispielsweise die Regeneration erleichtern und nach einem schweren Flug kann es durchaus Sinn machen den Tieren solch ein Mittel zu geben.
Viele Mittel in der heutigen Zeit in den Versorgungsplänen der Firmen und der Züchter zielen darüber hinaus auf eine bessere Gesunderhaltung der Tauben ab. Ob verschiedene Säuren, ätherische Öle oder Probiotika - all diese Mittel sollen helfen den Medikamenten Ge- und Missbrauch zu verringern und die Tauben mindestens über die Reisesaison in einem guten Gesundheitszustand zu halten.
Andere Produkte dienen vornehmlich der Stimulation des Stoffwechsels und dem Versuch die Tauben in eine Topform zu bringen.
Ich will nicht in Abrede stellen, dass auch diese Produkte teilweise ihre Berechtigung haben. Aber: entscheidend bleibt am Ende immer die Taube. Die Asse und Vereber, die damals von diesen Kurstreckenzüchtern gezüchtet und gereist wurden, haben ihre herausragenden Zucht- und Reiseleistungen auch ohne all diese Mittel gebracht und ich gehe jede Wette ein, dass diese Leistungen nicht einen Deut besser gewesen wären, wenn die Tauben seinerzeit täglich dieses oder jenes Produkt zur Unterstützung bekommen hätten.
Günter Prange sagte einmal in einem Interview: "Bis 300 Kilometer das ist für eine Brieftaube doch Spielerei." Damit meinte er u.a. dass Flüge bis etwa vier oder fünf Stunden Flugzeit für eine Brieftaube von der körperlichen Belastung her letztlich völlig problemlos sind. Diese Flüge können sie am Ende mit Futter, Wasser und Mineralien und vielleicht ein paar Vitaminen ohne Schwierigkeiten bestreiten. Wenn es darüber hinaus geht kann man sicherlich insbesondere zur Regeneration beispielsweise mit Aminosäuren und Eiweißen arbeiten um die Tauben schnell wieder fit für den nächsten Flug zu bekommen.
In der heutigen Zeit gleichen viele Reiseprogramme in unserem deutschen Programm eher besseren Kurzstreckenprogrammen. Das kann man gut finden oder schlecht - es ist eben so.
Die Tauben unseres diesjährigen deutschen Meisters mussten - das habe ich mir einmal angesehen - erst auf dem neunten Flug des Reisejahres 2026 erstmals deutlich über 5 Stunden auf dem Flügel sein. Insgesamt hatte man dort bei 14 durchgeführten Flügen auf der Altreise nur 3 Flüge bei denen die Tauben deutlich mehr als 5 Stunden fliegen mussten.
Ich möchte nun nicht sagen, dass ein so hervorragender Schlag mit so hervorragenden Tauben ein Reisejahr unter solchen Bedingungen praktisch ohne Beiprodukte hätte bestreiten können. Hier und da ist es sicherlich immer notwendig etwas zu tun, die Tauben gut zu versorgen - auch mit dem ein oder anderen Beiprodukt - aber der Fetisch, den nicht wenige Sportfreunde um die (pünktliche und wöchentliche) Gabe von allen möglichen Bei- und Zusatzprodukten machen, ist letztlich völlig übertrieben.
Ich hatte in den letzten Tagen ein wenig über die Zucht von sehr guten Tauben geschrieben. Immer wieder wird behauptet, dass heute fast jeder Schlag gute Tauben habe. Dr. Fernand Marien sagte letztens in einem Interview: "Es gibt viel mehr gute Tauben als gute Züchter." Damit hat er sicher recht. Der gute Züchter zeichnet sich aber am Ende eben genau dadurch aus, so denke ich, dass er einschätzen kann wann eine Taube etwas benötigt und was sie zur Unterstützung benötigt. Sei es ein Beiprodukt oder sei es auch mal eine Medikamentengabe.
Sportfreunde, die von Beginn der Reisesaison an bis zum Ende alle möglichen Produkte (und leider auch manchmal Medikamente) an ihre Tauben geben, um bloß zu vermeiden, dass irgendeiner Taube zu irgendeinem Zeitpunkt einmal irgendetwas fehlt, sind vermutlich nicht die wirklichen Könner in unserem schönen Hobby. Und ich fürchte auch, dass sie niemals solche Vererber züchten werden, die über Generationen ihre Spuren hinterlassen, wie es die oben genannten Sportfreunde in Belgien vor bald drei Jahrzehnten getan haben.
 

Donnerstag, 15.10.2026
Sascha am 15.10.2026 um 10:17 (UTC)
 Gestern nachmittag und am frühen Arbeit führte ich zwei längere Telefonate mit Sportfreunden. Ich hatte während des einen Telefonats unsere Jungtauben im Freiflug und als der zweie Sportfreund mich anrief, war ich gerade dabei die Tauben hereinzuholen und konnte nicht unmittelbar mit ihm sprechen. So habe ich den Züchter später zurückgerufen. Beide Züchter zeigten sich erstaunt, das ich die Tauben im Freiflug hatte. Ein Züchter sagte mir: "Das wäre bei uns nicht möglich."
Ich muss ehrlich sagen, dass es hier auch Jahre gab, wo es aufgrund des Drucks durch die Greifvögel kaum möglich gewesen wäre, jetzt, Mitte Oktober, die Tauben ohne Angriffe und Verluste herauszulassen. Noch im letzten Frühjahr war es hier bis weit in die Altreise hinein so, dass fast täglich ein Habicht angriff und die Tauben irgendwann kaum noch den Schlag verlassen wollten. Ich hatte damals darüber berichtet.
Gleichzeitig hatte ich mir aber seinerzeit vorgenommen die Tauben so lange und so gut es geht und die Zeit zulässt auch in der Mauser und im Winter in den Freiflug zu lassen. Ohne Zwang und bei offenen Schlägen lasse ich sie jetzt für 60 oder 90 Minuten machen was sie wollen.
Gestern zog gegen 15 Uhrr hier ein Sperberweibchen durch. Am Tag davor gegen 16 Uhr. Ich hatte beide Male noch keine Tauben im Freiflug. Aber irgendwann wird der Greifvogel auch hier attackieren und eine Taube schlagen. Das ist leider so. Trotzdem ist es mir inzwischen zuwider die Tauben sechs oder sieben Monate lang einzusperren und sie dann mit Stress und Zeitdruck unter ständigen Greifvogelangriffen im Frühjahr herauslassen zu müssen.
Ebenfalls gestern, noch bevor ich die Tauben herausgelassen hatte und die Telefonate führte, las ich einen sehr interessanten und ausführlichen Bericht über die Gebrüder Vandenheede aus Zingem in Belgien. Diese Schlaggemeinschaft ist einer der erfolgreichsten Schläge in Belgien im letzten Jahrzehnt. Der Artikel beschrieb eindrücklich wie diese Schlaggemeinschaft durch ständiges Ausprobieren, Testen und Verwerfen ihr ganz eigenes System der Taubenführung entwickelt hat. Wie man dort Dinge getan hat, die unkonventionell waren und dem widersprachen, was wir alle teilweise über Brieftaubenzucht und Brieftaubenhaltung zu wissen glauben. Freddie Vandenheede verwendete dazu immer die Frage: "Hast du es ausprobiert?"
Daran musste ich kurz denken als mir der eine Sportfreund am Telefon sagte, dass bei ihm ein Herauslassen der Tauben um diese Zeit wegen der Gefahr durch Greifvögel nicht möglich sei. Wir hier im Sauerland haben seit je her immer Probleme mit Greifvögeln gehabt. Auch als es in vielen anderen Regionen keine oder kaum Habichte, Sperber oder gar Wanderfalken gab. Wir kennen es nicht anders und trotzdem ist es auch für uns jedes Jahr aufs Neue im Frühjahr furchtbar mit ansehen zu müssen wie die Tauben ständig attackiert werden und gleichzeitig oft noch nicht die Fitness haben um den Greifern auszuweichen. Ganz unabhängig davon ob die Tiere schon eine Art "Wettkampfgewicht" haben und nicht zu fett sind.
Der genannte Artikel in "De Duif" endet u.a. mit folgenden Sätzen des Autors: "Und genau das, so wird mir klar, meint Freddy mit einer völlig anderen Denkweise. Mit der Frage: „Hast du es schon einmal ausprobiert?“ Den Mut aufbringen, diesen Schalter umzulegen; den Mut, die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Vorurteile über Bord werfen. (...) Du solltest ein Schild über dem Eingang deines Taubenschlags anbringen, auf dem steht: ‚Geduld‘.“ Ich werde zu Hause drei Schilder aufhängen: ‚Glauben‘, ‚Nachdenken‘, ‚Ausprobieren."
Genau das waren letztlich meine Überlegungen bei dem Ansatz die Tauben auch jetzt in der Mauser weiter in den Freiflug zu lassen. Ich wollte es ausprobieren und werde es weiter ausprobieren. Bisher ist alles ok. Noch heute morgen hatten für eine Stunde unsere Witwervögel einen offenen Schlag. Einige Vögel flogen ausgiebig, andere kaum, zwei verließen den Schlag gar nicht. Sie sollen machen was sie wollen und sich benehmen dürfen wie es das natürliche Bedürfnis von Brieftauben ist. Vor sechs Wochen war der letzte Preisflug unserer Jungtauben. Seitdem waren sowohl die Alt- als auch die Jungtiere immer wieder im Freiflug. Bisher hat es sehr gut funktioniert. Aber selbst wenn mal die ein oder andere Taube geschlagen wird, so werde ich bei meinem Versuch nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Ich bin jedenfalls gespannt wie es hier weitergeht.
 

Mittwoch, 14.10.2026
Sascha am 14.10.2026 um 06:27 (UTC)
 Egal wie man als Züchter über die Zucht von guten Tauben und Ausnahmetauben denkt, so kann man sicherlich Einigkeit darüber erzielen, dass in den deutschen Schlägen in den letzten Jahren allzu viele Tauben sitzen, die nie selbst einen Korb gesehen haben und deren einziges Merkmal, dass auf eine Zuchteigenschaft hindeutet eine Abstammung mit Leistungen in Zucht oder Reise auf mehr oder weniger nah verwandte Tiere verweist.
Selbstverständlich können auch Tauben, die nie einen Korb gesehen haben, gute Zuchttauben sein. Das Paradebeispiel für eine solche Taube ist wohl der "Ringlose" von Günter Prange, der vielleicht nie eine so dominante Zuchttaube geworden wäre, wenn nicht sein Bruder, der 146, so hervorragend geflogen hätte und dann gestohlen worden wäre.
Aber die Regel ist es eigentlich nicht, dass die besten Vererber und Zuchttauben nie gereist wurden. Wir wissen insgesamt wenig über die Vererbung von guten Reiseeigenschaften. Aber wenn sich doch etwas über die Jahre und Jahrzehnte herauskristallisiert hat, dann die Tendenz, dass aus den Reiseassen am ehesten wieder Asse herauskommen. Oder aus ihren Kindern. Wenn man einen sehr guten Stamm hat (der oftmals auf einen oder zwei herausragende Vererber zurückgeht), dann sind auch häufiger Mal die Geschwister der Asse gute Zuchttauben.
Was wir ebenfalls wohl wissen ist, dass mit zunehmender Generationenfolge die Zuchtqualitäten in der Regel nicht zunehmen, sondern deutlich abnehmen. Das heißt je weiter man züchterisch von den Ausgangstieren weg ist, durch Enkel, Nichten, Neffen, Urenkel usw. wird die Wahrscheinlichkeit, dass man gute Vererber hat, immer geringer.
Dieser Tage fragte mich ein Sportfreund nach meiner Meinung. Er hat einen Vogel, der als Jähriger hervorragend geflogen hat und der aus einem sehr guten Vererber kommt, der aber schon recht alt ist. Der Züchter wollte wissen ob ich diesen jährigen Vogel in die Zucht nehmen würde. Ich habe ihm gesagt, dass ich persönlich die Taube sofort in den Zuchtschlag setzen würde. Der Vogel hat super Leistungen gebracht, hat exzellente Vorfahren und da diese schon recht alt sind, wird es zunehmend schwieriger aus diesen Vorfahren Nachzucht zu haben. Aus diesem Grund ist es für mich nur logisch und sinnvoll den Vogel künftig in der Zucht einzusetzen und sich - das kommt dazu - täglich an ihm zu erfreuen. Denn ansonsten kann es eben auch passieren, wie es jeder wohl schon erlebt hat, dass genau dieses As auf der Reise plötzlich verloren geht.
Wir neigen dazu sehr gute Tauben länger zu reisen, als es sein muss. Das ist verständlich, weil diese Tauben uns ein Stück weit den Erfolg auf der Reise garantieren. Aber vermutlich wäre es aus den wenigen sehr guten Tauben, die man vielleicht hat, schnell und auch möglichst viel zu züchten und viel auszuprobieren. Dann werden aller Erfahrung nach auch wieder gute Tauben kommen und der Erfolg auf der Reise ist damit auch wieder gesichert.
Wenn man die Möglichkeit hat, dann macht es mehr Sinn nur aus seinen vermeintlich besten Tauben viele Junge zu züchten (z.b. durch Umpaaren und die Arbeit mit Ammenpaaren) als aus allen Zuchttauben, die man so beherbbergt, nur zwei oder vier Jungtiere für die Reise.
Ich habe mir übrigens vorgenommen in diesem Bereich im kommenden Jahr auch etwas andere Wege zu gehen und aus unseren vermeimtlich besten Zuchttauben einfach zu versuchen mehr Nachzucht für die Reise zu bekommen. Ich werde noch darüber berichten.
Die Zucht von guten Tauben bleibt im Brieftaubensport am Ende die wirkliche Kunst. Tauben, die nicht nur im eigenen Bestand gute Leistungen in Zucht- und Reise bringen zu züchten ist schwierig. Tauben, die auch auf anderen Schlägen für gute Nachzucht und gute Reiseleistungen sorgen zu züchten und abzugeben ist nochmals sehr viel schwieriger. Es gibt wenige Sportfreunde, die es, wie auch immer, beherrschen. Wir anderen können nur versuchen immer wieder züchterisch mit den besten Tieren zu arbeiten, die wir haben und sie nicht so lange zu spielen, bis sie weg sind.
 

Dienstag, 13.10.2026
Sascha am 13.10.2026 um 06:30 (UTC)
 Die Verkaufs- und Versteigerungssaison im deutschen Brieftaubensport wird in den nächsten Wochen bis zur DBA in Kassel wieder auf ihren Höhepunkt zusteuern. Tausende Tauben werden im Internet angeboten und verkauft, weitere Tiere auch auf Saalversteigerungen bei verschiedenen Veranstaltungen. Besonders die Tiere von jahrelang erfolgreichen Spitzenschlägen hier in Deutschland werden oft zu sehr hohen Preisen gehandelt. Ebenso einzelne Tauben, die von niederländischen und belgischen Top-Schlägen kommen.
Schaut man sich die Abstammungen der As-Tauben in Deutschland in den letzten Jahren und Jahrzehnten an, dann liegt ihr Ursprung innerhalb ihres Stammbaums fast immer in den Niederlanden oder Belgien. Manchmal sind es die Eltern, oft die Großeltern und auch die Urgroßeltern der Asse kommen überwiegend aus unseren westlichen Nachbarländern.
Besonder erfolgsorientierte Sportfreunde hier in Deutschland, die über das nötige Kleingeld verfügen fahren seit vielen Jahrzehnten zu Schlägen in den Niederlanden oder Belgien und versuchen sich dort mit Tauben zu verstärken. Waren es früher Janssen-Tauben oder Delbar-Tauben, Tauben von Vandenabeele oder Schellens oder Koopman oder Heremans, so sind es heute oft die Tauben der Gebrüder Leidemann, die van den Bulck-Tiere, Tauben von Willen de Bruyn oder auch in den letzten Jahren Tiere von van Gaver.
Ich möchte einmal die Frage diskutieren warum sich die Tauben aus unseren westlichen Nachbarländern in den vergangenen Jahrzehnten hier in Deutschland so durchgesetzt haben. Denn es scheint am Ende doch so zu sein, dass diese Tauben irgendwo bessere und andere Qualitäten haben als unsere deutschen Tiere.
Hier in Deutschland wurde immer wieder sehr viel Wert auf die Allround-Tauben gelegt. Tauben, die von 150 bis 600 oder 700 Kilometer viele Preise auf allen Entfernungen fliegen können und die dabei möglichst noch viele Spitzenpreise erringen. In unserem deutschen Reisesystem versuchen wir irgendwo seit Jahrzehnten die "eierlegende Wollmilchsau" zu züchten. Tauben, die einfach alles können. Auf kurzen und weiten Entfernungen Preise und Spitze fliegen, bei Gegenwind, Rückenwind und bei verschiedensten Wetterbedingungen. Man muss es klar sagen: Tiere, die über eine oder zwei oder drei Saisons diese Kriterien erfüllen, zweistellig und spitze fliegen - da sind Tauben von höchster Qualität.
In den Niederlanden oder Belgien ist es nicht wirklich wichtig, dass eine Taube viele Preise fliegt. Dort wird viel mehr Wert auf absolute Spitzenpreise gelegt. In den Niederlanden gibt es ein System, dass unserem deutschen Reisesystem noch eher ähnelt mit Flügen von 200 bis 700 Kilometern. In Belgien geht die Reise eher in Richtung Spezialisierung. Es gibt die reinen Kurzstreckenspieler, die praktisch nur bis 250 Kilometer Entfernung spielen. Dort hat sich über die Jahrzehnte schon ein recht spezieller Taubentyp herausgebildet mit einer extrem hohen Orientierungsfähigkeit. Aber es gibt dort eben auch die Züchter, die ihre Tauben auf den flügen mit deutlich weiteren Entfernungen spielen und wo es einzig und alleine um die Spitzenpreise geht. Dort kann eine Taube zehn Mal gespielt werden und nur zwei oder drei Preise fliegen. Sind das dann aber absolute Spitzenpreise, dann sind diese Tauben in aller Munde und Wandern in die Zuchtschläge.
Versucht man das ganze von Außen zu betrachten, dann müssten eigentlich unsere deutschen Allround-Tauben über Jahre und Jahrzehnte viel besser geeignet sein für alle möglichen Reisesysteme und gerade hier in Deutschland hätten sich Stämme herauskristallisieren müssen, die ganz besondere Qualitäten für unser Reisesystem haben. Ich kann solche Stämme mit deutschen Tauben über viele Generationen aber einfach nicht finden und sehen. Darüber habe ich mir Gedanken gemacht.
Warum haben sich keine solchen Linien herausgebildet über 5 bis 10 Generationen mit Tauben, die nur hier in Deutschland gereist und gezüchtet wurden und warum dominieren diese nicht unser Brieftaubenspiel hier? Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen und man müsste es einmal näher untersuchen. Aber meine Vermutung geht in zwei Richtungen. Zum Einen weil hier in Deutschland viel zu oft Tauben in den Zuchtbestand genommen werden, die zweistellig fliegen ohne regelmäßig Spitze zu fliegen. Zum Anderen weil unsere Konkurrenzen und Auflässe einfach zu klein sind hinsichtlich ihrer Taubenzahl.
Es gibt für unser Reisesystem sicherlich Tiere, die mehrfach zweistellig fliegen ohne dabei besonders mit Spitzenpreisen zu glänzen. Diese Tiere vererben in der Regel aber dann in ihrer Zuchtkarriere auch keine Spitzenflieger. Dort wo das vorne fliegen nicht drin steckt kann ich es normalerweise auch nicht weiter züchten. So sinkt dann doch nach und nach die Qualität und wir landen bei den Tauben, die sechs, sieben, acht Preise fliegen ohne Spitze und mit denen - so ehrlich muss man sein - auch niemand mehr wirklich etwas anfangen kann.
Der allergrößte Unterschied ist aber in meinen Augen, dass wir unsere Tauben hinsichtlich der Konkurrenzen zu wenig fordern in unserem deutschen Reisesystem. Die wirklichen Top-Vererber im Taubensport waren oft Tauben, die mehrfach in Konkurrenz zu vielen tausenden Tauben absolute Spitze fliegen konnten. Auch Kinder dieser Tiere, Geschwister usw. hinterließen oft deutliche Spuren über Generationen in der Zucht. In Deutschland finden wir diese Tauben aber kaum, weil wir erst gar keine Auflässe in großer Konkurrenz machen dort wo es möglich ist.
Wieso spielen wir unsere Tiere eigentlich nicht schon auf kurzen Entfernungen ab 250 Kilometer in großen und größeren Konkurrenzen? Selbst auf 400, 500 oder 600 Kilometer werden gemeinsame Auflässe beispielsweise von zwei, drei oder vier Regionalverbänden absolut gescheut.
Schaut man sich einmal in Belgien oder auch in den Niederlanden die National- oder NPO-Flüge an, dann werden dort immer noch sehr große Taubenzahlen auf Entfernungen ab 400 Kilometer bis hin zu 700 Kilometer gemeinsam gestartet. Es gibt entsprechende Preilisten vom Großen bis ins Kleinste und jeder Züchter kann sich irgendwo wiederfinden.
Nehmen wir einmal den Nationalflug Bourges in Belgien. Dort wurden in diesem Jahr Ende Mai mehr als 46.000 Tauben aus ganz Belgien gemeinsam gestartet. Die Entfernungen betrugen etwa 380 bis 550 Kilometer von den kürzesten Schlägen in Wallonien bis zu den weitesten Schlägen hinter Antwerpen. Legt man diese Fläche einmal hier über uns in Nordrhein-Westfalen, dann sollte es doch für unsere Brieftauben ebenfalls möglich sein Flüge über solche Distanzen und Zielgebiete zu bestreiten. Aber dass hier mehrere Regionalverbände ab 400 Kilometer im normalen Programm gemeinsam auflassen, das passiert einfach nicht. Zu groß sind die Diskussionen um Wind und Wetter und Lagevor- und Nachteile. U.a. an solchen Diskussionen sind damals die sogenannten "Ruhrgebietsflüge" gescheitert. So mancher Züchter konnte und wollte nicht akzeptieren, dass es selbstverständlich bei solchen großen Auflässen auch Wind-, Wetter- und Lagebedingte Vor- und Nachteile gibt.
So verlieren wir uns in Deutschland leider weiter im Klein-Klein und verbessern damit eben auch nicht die Qualität unserer Tauben. Im Gegenteil. Letztlich werden wir also weiter in die westlichen Nachbarländer pilgern und dort die vermeintlich besten Tauben versuchen zu kaufen statt irgendwie dahin zu kommen sie selbst zu züchten.
 

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