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Donnerstag, 16.04.2026
Sascha am 16.04.2026 um 18:45 (UTC)
 Der zweijährige Vogel, der vom Vorflug noch fehlt, wurde heute von einem Sportfreund aus Bad Salzuflen gemeldet. Der Vogel ist dort bei den Jungtauben mit eingesprungen und wohl topfit. Der Zufall will es, dass die RV des Züchters morgen früh einen Vorflug hier ganz in der Nähe starten möchte. Da ich morgen früh Zeit habe fährt die Taube nun mit dem Kabi mit hier in die Gegend und ich kann den Vogel dort entgegen nehmen. Reisen werde ich ihn allerdings nicht mehr, denn ich habe ihn im vergangenen Jahr ja bereits in Ochtrup abgeholt. Die Taube scheint einfach im Kopf total durcheinander zu sein.
Wie erwartet sollen wir morgen abend die Tauben schon für den zweiten Vorflug einsetzen. Es soll auf 110 KM mittlere Entfernung gehen. Solange ich mich erinnern kann - und das ist nun auch schon eine ganze Weile im Brieftaubensport - hat unsere RV noch niemals einen zweiten Vorflug über 110 KM bestritten. Der dritte Flug soll dann womöglich schon über 170 KM gestartet werden.
In Anbetracht der vielen Sportfreunde die lange oder immernoch Probleme mit den Greifvögeln und dem Wetter hatten und haben, halte ich dieses Vorflug-Programm für weitgehend kontraproduktiv.
Anderswo geht man hin und macht viele kürzere Vorflüge und hier will man Kilometer abreißen, damit man keine Unruhe in der Fluggemeinschaft oder später im Regionalverband bekommt. Die Taubenzahlen werden schon zum Saisonstart und dann spätestens ab Mitte der Saison zeigen, dass da einfach falsch entschieden wurde. Wir machen hier ein Programm für Züchter, denen es relativ egal ist wenn von 80 oder 100 Tauben mal einige Tiere ausbleiben, aber bestimmt kein Reiseprogramm mehr für Sportfreunde mit 15 oder 20 Reisetauben.
Ich bin mit den Tauben wirklich nicht ängstlich und wenn sie fit sind und das Wetter gut ist, dann sind auch größere Kilometer-Sprünge kein großes Problem.
Aber vielleicht kann mir ja mal jemand erklären wie man Tauben fit bekommen soll, die den Schlag nicht mal freiwillig verlassen möchten. Heute hatte ich die Idee mal ein Video vom Verhalten unserer Vögel zu drehen, wenn sie zum Freiflug heraus sollen. Ich werde das gelegentlich noch machen. Es war jedenfalls wieder so, dass sie in die geöffneten Ausflüge flogen, kurz herausblickten und dann reihenweise wieder umkehrten in den sicheren Schlag. Ich habe sie dann nach und nach vorsichtig herausgetrieben, aber das ist ja alles kein befriedigender Zustand und auch nicht gut für die Tauben.
Später im Freiflug erhöhten sie plötzlich gemeinsam mit den Tauben unseres Nachbarn enorm das Tempo und ich sah dann wieder einmal den Habicht hoch am Himmel ziehen. Er schien aber nicht hungrig zu sein und flog davon. Ruhiger und sicherer werden die Tauben deswegen aber auch kaum.
Insofern können wir hier immer nur hoffen dass unsere Tauben so klar im Kopf sind, dass sie irgendwie diese Flüge zu Beginn der Saison gut überstehen und dass die Greifvogel-Angriffe auf der Strecke nicht allzu häufig sind.
 

Mittwoch, 15.04.2026
Sascha am 15.04.2026 um 17:20 (UTC)
 Der heutige erste Vorflug ab Frankenau (für uns 65 KM Entfernung) ist ingesamt wohl sehr gut und glatt verlaufen nach dem wenigen was ich gehört habe. Leider habe ich keine einzige Taube ankommen sehen, da ich arbeiten musste. Der Auflass erfolgte um 10.35 Uhr. Ich hatte dummerweise mein Tipes-Gerät noch nicht auf die richtige Zeit eingestellt, sodass die Ankunft der ersten Tauben mit 10.20 Uhr registriert wurde, was wohl kaum möglich ist. Aber das ist auch alles nicht so wichtig. Vorflüge sind wie Trainingsspiele im Fußball. Man kann nicht so sehr viel daraus ableiten, zumal wenn es der erste Flug ist. Innerhalb von 10 Minuten waren zwei Drittel unserer Tauben über die Antenne gelaufen und das ist erst einmal in Ordnung so. V.a. war der Verlauf deutlich besser als im letzten Jahr als die Tauben bei uns wirklich sehr schlecht kamen beim ersten Vorflug. Ich speichere so etwas immer in meinen Unterlagen.
Trotzdem war heute bei weitem nicht alles ideal, denn es fehlen aktuell noch drei Vögel. Die anderen Tauben waren sehr zeitig alle zuhause und den ganzen Nachmittag über kam dann keine Taube mehr.
Ich muss allerdings sagen, dass zwei dieser drei Vögel wirklich "Experiment-Tauben" waren. Der eine war als Jungtier normal gereist wurden, wurde dann letztes Jahr als Jähriger gespielt und blieb schon auf einem Vorflug aus. Er wurde damals in Ochtrup gemeldet und ich habe die Taube dann abgeholt. Der Vogel war aber so abgeflogen, dass es mehrere Wochen dauerte bis er wieder fit war und ich konnte ihn auf der Altreise nicht mehr spielen. Ich habe ihn dann auch nicht auf den Jungtierflügen gesetzt und so war er heute nach etwa einem Jahr wieder im Kabi und das hat einfach nicht funktioniert.
Der zweite fehlende Vogel blieb letztes Jahr als Jungtaube auf dem ersten Jungtier-Vorflug aus. Er wurde uns einige Tage später gemeldet und ich habe ihn abgeholt. Er war durch einen Greifvogel verletzt, es fehlten Federn. Er konnte als Jungtier nicht mehr gereist werden. Er war heute also, wenn man so will, auch erst das zweite Mal in seinem Leben im Kabi und auch das hat einfach nicht funktioniert.
Gestern habe ich an meinen Vater erinnert und ich kann sagen, dass er solche Tauben nicht in die Reisemannschaft übernommen hätte, aber ich wollte es mal ausprobieren.
Der dritte fehlende Vogel ist ein Jähriger, der normal am Jungtierprogramm im letzten Jahr teilgenommen hat. Vielleicht ist er auch wieder einem Greifvogel zum Opfer gefallen.
Es sind eigentlich zu viele Tauben, die fehlen - v.a. in Anbetracht der Tatsache, dass die anderen Vögel recht schnell wieder im Schlag waren. Aber bei zwei der drei Vögel waren es halt auch besondere Umstände. Trotzdem finde ich das etwas seltsam: wir haben schon oft untrainierte Jungtauben erstmals auf einen Vorflug ab 65 Km gesetzt und das ging immer recht gut. Aber mit diesen Vögeln, die schon einmal nicht nach hause gekommen sind, geht es dann scheinbar nicht. Ich bin gespannt ob noch eine oder zwei dieser Tauben irgendwie wieder auftauchen.
Jetzt muss man einmal sehen wie wie sich das Wetter entwickelt und wann es weiter geht mit den Vorflügen. Es ist durchaus denkbar, dass wir nun schon übermorgen wieder einsetzen sollen für einen Flug am Samstag.
 

Dienstag, 14.04.2026
Sascha am 14.04.2026 um 18:00 (UTC)
 Vorhin habe ich unsere Vögel zum ersten Vorflug eingesetzt. Jetzt müssen sie morgen irgendwie nach hause kommen. Alles andere ist erst einmal nicht entscheidend. Der Konditionszustand der Tauben ist aufgrund der Greifvogelsituation noch nicht so gut, wie er sein könnte. Andererseits denke ich manchmal: früher, als die Tauben noch vom Nest gespielt wurden, waren sie konditionell oft auch längst nicht in guter Verfassung. Aber sie kamen in der Regel gut nach hause.
In diesem Jahr reisen wir hier eine Mannschaft, in der mehrere Tauben sind, die im vergangenen Jahr auf der Altreise verletzt wurden. Auch jährige Vögel sind dabei, welche die Jungtierreise nicht so bestreiten konnten, wie es geplant war. Wir müssen abwarten wie sich das nun entwickelt.
Heute vor genau zwei Jahren hatten wir auch unseren ersten Vorflug und in der Nacht danach ist mein Vater plötzlich verstorben. Wenn man über 40 Jahre ein Team im Brieftaubensport war und alles gemeinsam besprochen, geplant und durchgeführt hat und dann die Hälfte dieses Teams wegbricht, dann ist das eine große Umstellung. So mancher Sportfreund wird das schon erlebt haben, wenn der Vater verstorben ist oder ein Schlagpartner nicht mehr mitmachen konnte usw.
Mir fehlen insbesondere immernoch unsere täglichen Gespräche über die Tauben. Das meiste von dem was ich über Brietauben zu wissen glaube, habe ich von meinem Vater gelernt. Die Beobachtung der Tauben ist letztlich das worauf es am meisten ankommt und daraus dann die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Als wir 1985 die deutsche Meisterschaft im damaligen 9. Bezirk (damals der größte Bezirk in der BRD mit etwa 5.000 reisenden Schlägen) erringen konnten, war Papa hier derjenige, der sagte was wir mit den Tauben tun und lassen und ich half so gut ich das damals konnte.
Als wir 2020 die deutsche Jährigenmeisterschaft erringen konnten (gegen damals in ganz Deutschland vielleicht noch 15.000 Schläge) habe ich entschieden wie wir mit den Tauben umgehen und mein Vater half und unterstützte so gut er konnte. Papa sagte immer: "Man kann alles bzgl der Tauben besprechen. aber in einer Schlaggemeinschaft muss am Ende einer sagen wo es lang geht und entscheiden - sonst endet das nur im Chaos."
Heute mache ich das alles alleine und es geht mir immer noch so, dass mir die zweite Hälfte unseres Teams fehlt. Das ist leider nicht mehr zu ändern, aber ich versuche bei all meinen Entscheidungen immer daran zu denken was wir wohl gemeinsam besprochen hätten.
 

Montag, 13.04.2025
Sascha am 13.04.2026 um 17:34 (UTC)
 Morgen Abend sollen unsere Tauben zum ersten Vorflug ab Frankenau eingesetzt werden. Das Wetter am Mittwoch soll gut werden. Wenn es wieder los geht, dann ist das immer eine spannende Geschichte. Auch wenn es nur ein Vorflug ist und zwei weitere Vorflüge folgen sollen, so ist es doch immer wieder interessant zu sehen wie die eigenen Tauben in die Reise startet. Hier in diesem Jahr ganz besonders, weil sie bisherige Vorbereitung aus meiner Sicht extrem schwierig war.
Da ich am Mittwoch arbeiten muss werde ich wohl leider nicht zuhause sein, wenn die Tauben hoffentlich eintreffen. Ich kann nur alles vorbereiten und das Tipes-Gerät einschalten.
Bevor es morgen in den Korb geht werden die Weibchen gezeigt - so wie wir das hier seit Jahrzehnten machen. Während die alten Tauben dann oft sehr schnell wissen was los ist müssen die jährigen Tauben alles erst neu lernen. Das ist immer mit viel Aufregung für die Tiere verbunden. Deswegen lasse ich mir vor und beim Einkorben gerade auf den ersten Flügen besonders viel Zeit.
Ich möchte mir in diesem Jahr noch vor dem ersten Vorflug eine Liste machen in der ich die alten und getrennt auch die jährigen Vögel aufschreibe und versuche ihre Leistungsfähigkeit im Vorfeld einzuschätzen. Manchmal gibt es Tauben bei denen man ein richtig gutes Gefühl hat und denkt: "Das wird ein Guter!" und bei anderen denkt man eher: "Das wird schwierig mit dieser Taube." Es ist nur so dass man sich wirklich sehr oft irrt dabei und kaum ein Züchter im Vorfeld weiß welche seiner Tauben eine Gute wird und welche nicht. Bei Alttauben weiß man es schon eher aufgrund der Leistungen aus den Vorjahren. Aber jährige Tiere eintzuschätzen ist nicht einfach. Ich möchte ich da einfach mal selbst testen.
Worüber ich in diesem Jahr tatsächlich auch nachdenke ist Tauben, die nicht die Leistungen bringen, die ich mir wünsche, zu gegebener Zeit aus der Mannschaft zu nehmen. Im Grunde haben wir es immer so gehalten dass alle Tauben geschickt wurden, wenn sie gesund waren.Auch wenn Tiere dabei waren, die kaum mal in die Preise kamen, wurden sie in der Regel bis zum Ende gesetzt. Ich überlege allerdings ob es Sinn machen kann das anders zu machen um einfach Arbeit und Zeit zu sparen. Aber letztlich ist das auch noch Zukunftsmusik. Es ist auch dankbar, dass die Mannschaft insgesamt nicht anpackt und dann liegt es sicher auch daran, dass ich Fehler in der Führung der Tauben gemacht habe. Schöner wäre es selbstverständlich, wenn alle Tauben gute Leistungen bringen. Man wird ja noch träumen dürfen....
 

Sonntag, 12.04.2026
Sascha am 12.04.2026 um 05:13 (UTC)
 In unserem Zuchtschlag schlüpft nun die zweite Runde der Jungtauben 2026. Bisher ist die Zuchtperiode sehr gut und völlig problemlos verlaufen. Beim zweiten Gelege scheint es, wenn ich richtig nachgesehen habe, kein einziges unbefruchtetes Ei zu geben und ich hoffe, dass die Jungtiere dann auch entsprechend alle schlüpfen. Die Jungtauben der ersten Zucht sind inzwischen alle zum ersten Mal gegen PMV/Rota geimpft und müssten eigentlich langsam nach draußen. Allerdings wr mir bislang die Bedrohung durch die Greifvögel einfach zu groß. Ich muss schauen wie es da in den nächsten Tagen weiter geht.
Gestern war es hier doch sehr windig. Die Tauben machten beim Freiflug am Nachmittag doch gehörig Tempo. Das sieht toll aus und ist sicherlich auch ein Zeichen von guter Verfassung, wenn sie so fliegen. Allerdings habe ich doch auch immer Bedenken, dass dann plötzlich mal ein Schiefflieger dabei ist. Bisher ist alles gut gegangen und ich hoffe dass es auch so bleibt. Die Männchen scheinen mir bezüglich der Schiefflieger-Problematik auch insgesamt anfälliger zu sein als Täubinnen. Warum auch immer. Ich versuche dahingehend vorzubeugen, dass die Tauben derzeit sehr viel Mineralien bekommen. Mineralpulver über das Futter, Elektrolyte über die Tränke und selbstverständlich auch zwei Mal am Tag frisch Grit und Mineralien zur freien Aufnahme. Ich kann nur hoffen, dass das unterstützend etwas hilft.
Nachdem die Vögel gestern so etwa eine gute halbe Stunde in der Luft waren tauchte auch der Habicht hoch am Himmel auf. Allerdings schien er nur zu schauen und griff nicht an und wurde dann auch von zwei Turmfalken, die hier gerade paaren, immer wieder angeflogen und schließlich vertrieben. Insgesamt schien der Greif keinen großen Hunger zu haben.
Ich hatte vor ein paar Tagen über einen blauen Zuflieger geschrieben, der hier auf der Voliere saß. Ich konnte ihn leider nicht fangen, habe ihn aber immer mit Futter versorgt. Wenn ich unsere Vögel herausließ flog er auch immer eine Weile mit ihnen. Seit dem Habichtsangriff vorgestern ist er allerdings verschwunden. Entweder hat er sich aufgrund der Bedrohung auf den Weg nach hause gemacht oder aber er wurde bei der Attacke geschlagen. Ich hoffe einfach, dass Ersteres der Fall ist.
Ich hoffe dass die Vorflüge gestern hier in der Region gut verlaufen sind. Das Wetter war den ganzen Tag über sehr gut. Allerdings war es doch wirklich sehr windig und das kann dann doch, gerade für unerfahrene Tauben, schon zu einem Problem werden, wenn sie bei Rückenwind mit hoher Geschwindigkeit über das Ziel hinaus schießen. Außerdem ist es hier doch immer ein ordentliches Durcheinander. Da werden Tauben auf der Südost- und auf der Südwestrichtung fast gleichzeitig gestartet oder so versetzt, dass sie sich durchaus kreuzen können. Auch das kann hier und da Schwierigkeiten mit sich bringen. In der vergangenen Nacht hat es dann ordentlich geregent, aber heute am Tag ist das Wetter wieder ok. Vielleicht schafft es dann noch die ein oder andere verflogene Taube nach hause. Es ist allerdings erneut recht kühl.
Gestern hörte ich von zwei weiteren Züchtern aus unserer RV mit relativ kleinen Reisebeständen von unter 20 Tauben, dass sie vielleicht gar nicht an der Altreise teilnehmen können oder wollen, weil sie zum jetzigen Zeitpunkt schon zu viele Tauben aus ihrem kleinen Bestand an die Greifvögel verloren haben. Wenn ich dann andererseits höre, dass sich einzelne Sportfreunde aus unserer RV darüber ärgern, dass die Vorflüge noch nicht begonnen haben, dann frage ich mich, auf welchem Planeten diese Züchter eigentlich leben. Wir können den Brieftaubensport nur gemeinsam ausüben. Wenn jeder nur an sich selbst denkt, dann funktioniert es nicht. Gemeinsamkeit heißt aber auch daran zu denken, dass es Sportfreunde mit kleineren Beständen gibt, die nicht mal eben auf mehrere Tauben verzichten können, die durch Greifvögel geschlagen wurden. Ich habe allerdings das Gefühl, dass dieses Gemeinschaftsgefühl heutzutage kaum noch existent ist.
Unsere Verbandszeitschrift "Die Brieftaube" bekomme ich immer als Online-Ausgabe. Die aktuelle Ausgabe ist allerdings noch nicht zum Download bereit gestellt, obwohl sie als Papierausgabe den Lesern, zumindest teilweise, schon zugestellt ist. Als ich auf der Homepage unseres Verbands nachschaute, ob die Zeitschrift verfügbar ist, fiel mir auf, dass der letzte Artikel, der für alle dort zugänglich lesbar ist, genau 4 Wochen alt und auch nur ein Verweis auf die Folge 5 ist, in der die Bestimmungen zur Reisesaison nachzulesen sind. Um es kurz zu machen: die Öffentlichkeits- und Mitgliederarbeit unseres Verbandes über die Verbandshomepage ist insgesamt ein Desaster!
 

Samstag, 11.04.2026
Sascha am 11.04.2026 um 05:32 (UTC)
 Heute sind hier in der Region eine Menge Kabis unterwegs. Die Vorflüge beginnen für viele RVen heute, aber andere lassen auch bereits zum zweiten oder dritten Vorflug auf. Das Wetter ist prima. Es sollten insgesamt gute und glatte Flüge werden, wobei ich nicht sagen kann wie der Wind sich entwickelt, der relativ stark vorhergesagt ist. Aber gerade die Windvorhersagen sind doch zurückliegend extrem schlecht und man wundert sich oft wie wenig von den Prognosen dann eintrifft.
Von den Flügen, die bereits stattgefunden haben, sind hier nun schon Zuflieger eingesprungen oder sitzen noch hier herum. Ein Vogel, dessen RV hier in der Nähe zum Vorflug aufgelassen hatte in der zurückliegenden Woche, sprang zwei Tage später hier mit ein. Die Taube hat körperlich bereits so abgebaut, dass es noch länger dauern wird sie wieder fit zu machen. Was mir auffiel bei dieser Taube: sie hatte unbändigen Durst. Obwohl sie überall hätte Wasser draußen finden können. Es scheint wirklich ein Problem zu sein, dass viele unserer Tauben das trinken draußen nicht mehr kennen. Als ich die Taube fütterte ließ sie bestimmte Körnersorten liegen. Roten und schwarzen Mais fraß sie nicht und auch Erbsen rührte sie kaum an. Ich vermute, dass die Taube so versorgt wurde, dass sie diese Körnersorten nicht kennt. Durch die sehr kühlen Nächte bauen die Tauben aber dann - neben dem Wasserverlust - auch körperlich sehr schnell sehr stark ab. Es ist auch einfach ein Problem, dass sich die Züchter nicht eben auf den Weg machen und die Tauben holen, sondern oftmals einfach mitteilen: "Füttere ein paar Tage und lass die Taube fliegen." Dabei scheinen sie keine Vorstellung davon zu haben wie lange es teilweise dauert die Taube wieder in Flugverfassung zu bekommen und nach hause fliegen sie dann trotzdem nur in eher seltenen Fällen zu dieser Jahreszeit.
Nachdem zwei Tage Ruhe war hat der Habicht hier beim gestrigen Freiflug wieder angegriffen. Ich konnte nicht sehen ob er eine Taube erwischt hat, aber später als ich die Vögel hereinholte waren nach einer Zeit alle Tauben wieder im Schlag und sie schienen mir auch unverletzt. Trotzdem ist es sehr schade, weil die Tiere so einfach nicht sicher werden und für Form und gute Verfassung benötigen sie einfach Sicherheit und Selbstvertrauen.
In dieser Woche fand der Podcast "Frag Röhnfried" in einer Gesprächsrunde mit dem Sportfreund Klaus Steinbrink statt. Klaus Steinbrink ist in seiner Art sicherlich ein spezieller Sportfreund. Nicht jeder wird mit ihm gut klar kommen. Aber eines muss ich immer wieder feststellen: der Mann versteht einfach etwas von Brieftauben. Sehr vieles von dem was er zu sagen hat, hat wirklich Hand und Fuß. Insbesondere halte ich das was er zur Fütterung der Tauben sagt, für sehr richtig und wichtig. Ich kann nur dazu raten sich diesen Podcast einmal anzuhören. Besonders interessant ist es für mich was Sportfreund Steinbrink zur Versorgung mit Fett,mit Sämereien, Nüssen und Hanf etc zu sagen hat.
Ich habe hier schon vor längerer Zeit darüber geschrieben, dass die Fütterung teilweise viel zu fettreich ist. In eine ähnliche Richtung tendiert auch Klaus Steinbrink und selbiges las ich jetzt auch von der erfolgreichen Schlaggemeinschaft Kersting. Insgesamt glaube ich, dass die Fütterung der Tauben durchaus noch Potenzial bietet um die Leistungen der Tiere ein Stück zu verbessern. Allerdings muss der Züchter an der Stelle auch entsprechend viel Zeit haben um die Tauben vielleicht in mehreren Etappen zu füttern oder zu schauen was sie fressen und was sie vielleicht noch benötigen. Wenn diese Zeit nicht vorhanden ist, dann ist meiner Meinung nach der richtige Weg den Tauben für fünfzehn oder dreißig Minuten einen vollen Trog hinzustellen, sie aussuchen zu lassen und dann die Futterreste zu entfernen. Allerdings - und davon bin ich fest überzeugt - sollte auch dann das Futter nicht zu fettreich sein und v.a. nicht zu viel Hanf, Sonnenblumenkerne pder Sämereien enthalten.
 

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