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Freitag, 18.09.2026
Sascha am 18.09.2026 um 06:27 (UTC)
 Unabhängig voeinander haben mit gestern zwei Sportfreunde aus dem Regionalverband 413 geschrieben in Bezug auf meinen gestrigen Beitrag über den freien Wettflug, der unter dem Namen "rheinisches Derby" veranstaltet wird. Beide Sportfreunde haben mir mitgeteilt, dass leider an diesem Wettbewerb kaum noch Züchter aus dem Rheinland teilnehmen, weil sie einfach keine Chancen auf Preise sehen. Durch die Teilnahme von Züchtern aus vielen anderen Regionen würden die Tauben einfach anders ziehen und andere Schläge außerhalb des Rheinlandes hätten dann lagebedingte Vorteile.
Ich verfolge den Flug über die Jahre nicht so intensiv, dass ich mir da ein Urteil erlauben oder gar widersprechen möchte. Aber eines wird auch da wieder deutlich: Unzufriedenheit entsteht dort wo man wenige oder keine Chancen auf Preise im Wettbewerb hat.
Das heißt aber am Ende nicht, dass man diese gemeinsamen Auflässe auf großér Fläche einfach unterlassen sollte. Vielmehr haben diese gemeinsamen Starts einige Vorteile. Die Tauben sind als großer Schwarm viel weniger anfällig für Verluste aufgrund von Greifvögeln, Kreuzungsschwärmen etc. Aber am Ende bleibt es dabei: wenn man große, gemeinsame Starts macht, dann muss es trotzdem sehr kleine und sehr regionale Preislisten und Auswertungen geben, damit die Züchter sich in ihrer direkten Konkurrenz wiederfinden.
Davon abgesehen ist es am Ende auch keine Lösung die Tauben gar nicht zu setzen, wenn man wenige Preise macht. Wenn man so argumentiert, dann dürften schon auf RV-Ebene nach der Hälfte der Saison sehr, sehr viele Züchter keine Tauben mehr spielen, denn wenn wir ehrlich sind, dann fliegen schon auf dieser kleinen RV-Ebene die Mehrheit der Züchter nicht ihre "Prozente" oder mal einen frühen Preis.
Ich bin weiter der Meinung, dass wir das Problem an dieser Stelle anders lösen müssen.
Wenn beispielsweise jeder Schlag vor der Saison melden müsste, in welcher Konkurrenz er ausgewertet werden will, dann wäre das vielleicht ein Ansatz. Wenn ein Züchter nur auf der RV-Ebene um Preise und Meisterschaften spielen will, dann erscheint er auch nur in der RV-Preisliste. Wer um Regionalverband- oder deutsche Meisterschaften konkurrieren will, der wird ausschließlich in Preislisten ausgewertet, in denen auch nur Schläge auftauchen, die ebenso um diese Meisterschaften spielen möchten. Jeder konkurriert am Ende nur in der Liga, in der er auch konkurrieren möchte. Ich denke das würde den Wettbewerb insgesamt interessanter machen. Möglicherweise käme dabei aber auch heraus, dass die sogenannten "großen Meisterschaften" am Ende nur sehr wenige Züchter interessieren. In der Folge könnte man sich dann überlegen wie man damit dann umgeht. Was aber scheinbar nicht mehr funktioniert ist die Tatsache, dass alle Züchter - egal wie groß der Auflass ist - in eine Preisliste gepackt werden und dann nur ganz wenige Züchter ihre (Spitzen-)preise machen und ein großer Teil sich praktisch nicht mehr wiederfindet.
Der Brieftaubensport in Deutschland wird allein aufgrund des jährlichen Mitgliederschwundes immer schwieriger in seiner Ausübung. Aber wenn wir alles so belassen wie es ist und einfach so weitermachen wie die letzten 50 Jahre, dann geht dieses Hobby noch schneller dem Untergang entgegen, als ohnehin schon. Wir müssen andere Ansätze suchen und finden wie wir einfach mehr Züchterzufriedenheit herstellen.
 

Donnerstag, 17.09.2026
Sascha am 17.09.2026 um 05:47 (UTC)
 Am vergangenen Wochenende fand hier in der Region noch ein freier Jungtaubenwettflug ab Ansbach statt. 95 Schläge hatten fast 2.600 Jungtauben zu diesem Flug gesetzt. Züchter aus dem Rheinland, über das Ruhrgebiet bis hier in unseren Regionalverband und auch Sportfreunde aus dem bergischen Land und dem Münsterland waren dabei. Die kürzesten Vermessungen betrugen etwa um die 280 Kilometer, die weitesten Enfernungen waren über 400 Kilometer. Für entsprechend geführte und vorbereitete Jungtiere ist das kein Problem. Die Konkurszeit betrug nur 45 Minuten etwa und die Tauben kamen, nach allem was ich weiß, auch sehr gut zurück ohne größere Verluste.
Selbstverständlich gibt es bei Flügen über eine so große Fläche oft auch eine etwas einseitige Preisverteilung je nach Wind und Wetter. Aber dem kann man als Veranstalter, wenn man das möchte, durchaus mit Zonen oder Sektoren begegnen.
Insgesamt muss man aber sagen, dass es wohl ein sehr gelungener Flug war und die Jungtiere auch auf diese große und ungewohnte Fläche keine größeren Probleme hatten nach hause zu finden.
Daher möchte ich einmal die Frage stellen warum solche Wettbewerbe nicht endlich auch einmal auf der Altreise über Entfernungen der Mittelstrecke - also von beispielsweise 300 bis 450 Kilometern Distanz - durchgeführt werden. Jungtauben schaffen es und dann sollte man auch annehmen, dass auch Alttauben die Aufgabe bewältigen können. Hier und da werden bei den Alttauben noch sogenannte Nationalflüge veranstaltet, die allerdings oft aufgrund der Beteiligungen eher normalen Regionalverbandsflügen gleichen. Fast immer finden diese Flüge erst zum Ende der Saison statt, wenn viele Sportfreunde die Reise bereits eingestellt haben.
Was hindert und denn eigentlich daran solche Flüge auf der Altreise durchzuführen? In diesem Jahr sollte ein Nationalflug unseres Regionalverbandes mit dem Regionalverband 402 (Dortmund) durchgeführt werden ab Vilshofen. Das Wetter ließ es zunächst nicht zu und später hatte man immer den Eindruck, dass die Mehrheit der Züchter und Verantwortlichen eher bestrebt waren nicht noch einen Versuch zu unternehmen diesen Nationalflug zu organisieren.
Wenn aber Jungtauben auf eine solch große Fläche sicher nach hause kommen, dann können es garantiert auch Alttauben. Wir müssten es nur einmal angehen. Stattdessen ist vielen Verantwortlichen und Züchtern keine Ausrede zu dumm um nicht in einer großen Gemeinschaft auflassen zu müssen.
Solche großen, gemeinsamen Flüge taugen aber viel mehr dazu den Brieftaubensport attraktiv zu machen als irgendwelche RV- oder Regionalverbands(-gruppen)-Flüge. Ich gehe sogar noch weiter: wenn wir schon eine deutsche Meisterschaft ausfliegen wollen, dann sollten Flüge in dieser Art zum Pflichtprogramm gehören. Zwei oder drei Flüge von 300 bis 600 Kilometer auf einer bestimmten Fläche mit gemeinsamen Auflässen so gut das regional möglich ist.
Die Tauben können das und können es immer besser, je mehr man sie in der Hinsicht schult. Stattdessen passiert oftmals das genaue Gegenteil und Züchter wollen am liebsten "Straßenmeisterschaften" und RVen wollen alleine durch die Welt fahren. Das hat nichts mehr mit Brieftaubensport in der heutigen Zeit zu tun.
Wenn Alt- oder Jungtauben ab einem gewissen Zeitpunkt eingeflogen und in guter Form sind, dann kann man sie ab etwa 300 Kilometer Entfernung durchaus in sehr großen Konkurrenzen problemlos starten, wenn das Wetter entsprechend ist. Die Verluste sind am Ende keinesfalls größer als bei kleinen Auflässen. Eher im Gegenteil. Wir müssten es nur angehen und nicht ständig darüber nachdenken wie Wind und Lage und alles mögliche andere die Preise verteilt. Man kann auch in großen Konkurrenzen auflassen und durchaus kleine, aber aussagekräftige Preislisten erstellen.
 

Mittwoch, 16.09.2026
Sascha am 16.09.2026 um 05:43 (UTC)
 In dem Beitrag zum "Wechselparagraphen" in unserer Verbandszeitschrift, der inzwischen auch auf der Homepage unseres Verbandes veröffentlicht worden ist, wird mehrmals darauf hingewiesen, dass einem Antrag auf Wechsel in eine andere Organisation durch die Organisations-Komission nicht entsprochen wird, wenn "Ein bloßer Wechselwunsch oder die Hoffnung auf bessere sportliche Voraussetzungen" dem Antrag zugrunde liegen. Argumentiert wird an dieser Stelle letztlich mit folgendem Satz: "Ein Wechsel, der allein dazu dienen soll, sich durch die Lage, eine vermeintlich günstigere Einflugschneise oder andere sportliche Erwägungen einen Vorteil zu verschaffen, ist kein Grund für eine Änderung der Zuordnung."
Es scheint also bei der Ausübung unseres Hobbys in Bezug auf die Preisflugergebnisse und die verschiedenen Meisterschaften durchaus Vorteile oder Nachteile zu geben, die einzig durch die Lage eines Schlages in einer Organisation begründet sind. Jeder kennt die Diskussionen um die sogenannte "Lage" und jeder Sportfreund weiß auch aus Beoachtung und Erfahrung, dass die Wettflüge nicht nur aufgrund des besseren Systems, der besseren Tauben und des größeren Fleißes entschieden werden, sondern mal mehr, mal weniger auch aufgrund der "Lage".
Ich hatte vor einiger Zeit darüber geschrieben, dass es ganze Reisevereinigungen gibt, die ihren Regionalverband (vielleicht lagebedingt) derart dominieren, dass die Regionalverbandspreislisten eigentlich eine Farce sind und hatte dazu auch Beispiele aus dem Reisejahr 2026 gebracht. Wenn nun aber die höherwertigen Meisterschaften auf Regionalverbands- oder Verbandsebene weiterhin auf Preislisten ausgeflogen werden, in denen diese teils extremen Lagevorteile einzelner RVen oder Züchter sich dann auch noch massiv widerspiegeln, dann hakt es doch an dieser Stelle auch wieder ganz massiv hinsichtlich des Wechselparagraphens. Denn mit den Beschränkungen von Wechselwünschen zementieren wir folglich doch ein System, von dem wir von vorneherein zu wissen glauben, dass es (hier und da mal mehr und mal weniger) schlichtweg unfair ist. Und damit zementieren wir am Ende auch die Unzufriedenheit vieler Sportfreunde.
Wir sollten uns also insgesamt gut überlegen was wir eigentlich möchten um unser Hobby zu erhalten:
möchten wir weiterhin irgendwelche Meisterschaften ausfliegen, die in ihrem Kern weitgehend sinnlos (weil teilweise ungerecht) sind oder möchten wir zufriedende Züchter, die gerne und mit Freude ihr Hobby ausüben.
Wenn unser Ziel zuvorderst nicht die Meisterschaften und die leider damit oftmals verbundene Kommerzialisierung des Brieftaubenwesens sein sollen, sondern Züchter, die ihr gerne ihrem Hobby nachgehen, dann sind all die Beschränkungen und Regelungen, die wir Jahr für Jahr noch straffer ziehen, kontraproduktiv und es wäre viel sinnvoller dem einzelnen Sportfreund und den einzelnen Reisevereinigungen mehr Freiheiten und Handlungsspielräume zu geben.
 

Dienstag, 15.09.2026
Sascha am 15.09.2026 um 05:58 (UTC)
 In der aktuellen Ausgabe der "Brieftaube" findet sich ein ausführlicher Artikel zum sogenannten "Wechselparagraphen". Darin wird noch einmal erklärt warum man diese Bestimmung im vergangenen Jahr nochmals angepasst hat und Wechsel von Sportfreunden von der einen in die andere Organisation deutlich erschwert hat. Der Herbst steht vor der Tür und vermutlich werden hier und da wieder Züchter versuchen die Reisevereinigung oder sogar den Regionalverband zu wechseln. In den vergangenen Jahren, so hört man, nahm die Zahl der Wechselanträge teils so große Ausmaße an, dass die Mitglieder der Komissionen einfach zu viel Arbeit damit hatten, über all die Anträge zu entscheiden.
Wie immer, wenn in unserem Land irgendjemand zu viel Arbeit mit etwas hat, werden dann neue, oftmals schärfere Bestimmungen herbeigeführt, die einfach für Entlastung sorgen und, wie in diesem Fall, die Zahl der Wechselanträge reduzieren sollen.
Das System grundsätzlich wird aber in keiner Weise in Frage gestellt. Es soll immer alles beim alten bleiben. Es soll auch möglichst keine ausufernde Diskussion darüber stattfinden warum, wie bei uns im Brieftaubensport, so viele Züchter unzufrieden sind und Wechsel anstreben. Unsere Verbandsgremien und die Mitgliederversammlung unternimmt letztlich seit Jahren nichts anderes als die vorhandenden Strukturen irgendwie zu erhalten und zu versuchen auf diesem Weg bei immer geringer werdenden Züchterzahlen, alles im Kern so zu belassen wie es ist.
Vielleicht wäre es aber mal angebracht darüber nachzudenken, ob die Unzufriedenheit vieler Brieftaubenzüchter und auch der Mitgliederschwund (neben dem selbstverständlich sehr starken altersbedingten Rückgang an Sportfreunden) nicht genau in unseren völlig veralteten Strukturen begründet sind.
Wenn ich, so wie jetzt bei den OLR, jüngere sportfreunde treffe, dann höre ich v.a. eines heraus: so wie wir hier in Deutschland die Reisesaison seit Jahrzehnten praktisch unverändert gestalten, macht es keinen Spaß mehr.
Ein Sportfreund berichtete mir am Samstag, dass mehrere RVen seiner Region komplett aus dem Verbandsprogramm ausgestiegen sind und ihre Reisesaison jenseits all der Meisterschaften und Regelungen unseres Verbandes gestalten und die deutliche Mehrheit der Züchter damit hochzufrieden ist. Die Sportfreunde dort machen regional was für sie Sinn macht und woran sie Spaß haben.
In genannten Artikel in der "Brieftaube" findet sich u.a. folgender, einleitender Satz, der das ganze Dilemma in unserem Verband für mich eindrücklich aufzeigt, weil er schon zu Beginn der Ausführungen falsche Weichen stellt:
"Wir orientieren und damit zum Beispiel an bestehenden Fussballkreisen mit den entsprechenden Sportanlagen. Auch in anderen Bereichen gibt es vergleichbare, räumliche Zuordnungen."
Man will damit begründen warum ein Züchter nur in einer bestimmten Organisation mit seinen Tauben reisen und nicht x-beliebig aussuchen darf, wo er seine Tiere auf die Flüge schicken möchte. Es ist aber ein Denkfehler einen Züchter mit einem Fußballverein und einer bestehenden Sportanlage zu vergleichen. Stattdessen sollte man einen Züchter, bzw. eine Schlaganlage mit einem einzelnen Fußballer vergleichen. Wenn dieser sich aussucht, obwohl der in NRW wohnt, einem Verein in Hessen beizutreten und dort seinem Hobby Fußball nachzugehen, dann ist das so. Dann ist es Problem dieses Fußballers wie er nach Hessen zum Training oder zum Meisterschaftsspiel kommt.
Wenn ich nun entscheide, dass ich meine Tauben nicht hier in Warstein, sondern in Dortmund reisen möchte und dort eine Organisation finde, die mich aufnimmt und mir das gestattet, dann sollte das - ganz unabhängig von der Sinnhaftigkeit meiner Entscheidung - möglich sein. Stattdessen würde der Wechselparagraph mir dieses Ansinnen nicht gestatten.
Wir brauchen nicht noch mehr Regelungen, nicht noch engere Strukturen und nicht noch mehr Korsett in unserem Hobby. Wir benötigen dringend mehr Freiheiten, wenn der Brieftaubensport überhaupt eine Zukunft haben soll. Der Wechselparagraph ist dabei leider eine Bestimmung, die in die völlig falsche Richtung geht.
 

Montag, 14.09.2026
Sascha am 14.09.2026 um 05:57 (UTC)
 Gestern hat es hier bis in den späten Nachmittag hinein durchgängig mal mehr oder weniger geregnet. Es hat der Natur sicher gut getan. Unsere Tauben in den Schlägen mit vorgebauten Volieren waren immer wieder draußen um zu baden und sich berieseln zu lassen. Gerade jetzt in der Mauserzeit mögen die Tauben es sehr sich im Wasser die Federn zu pflegen. Unser Jungtierschlag oben auf dem Dachboden hat keine vorgebaute Voliere. Dort lasse ich die Jungtiere im Schlag baden, wenn es warm ist und die Sonne scheint, damit anschließend der Schlagboden schnell abtrocknet. Weil es aber so schön regnete habe ich die Jungtauben dann gestern morgen schon recht früh zum Freiflug herausgelassen. Sie flogen im Regen, badeten auf dem Dach und ließen es sich gut gehen. Als ich irgendwann die Jungtiere wieder zur Fütterung hereinrief fehlte allerdings eine Jungtaube. Ich hatte nicht wirklich eine Erklärung dafür. Irgendwann vermutete ich, dass vielleicht ein Sperber im Regen eine Taube vom Dach gegriffen hatte. Aber gegen 17 Uhr tauchte die fehlende Jungtaube dann doch plötzlich völlig unversehrt wieder auf. Ich habe keine Ahnung wo sie den ganzen Tag gewesen ist. Aber es ist gut, dass sie wieder im Schlag ist.
Unter unseren Witwerweibchen in ihrer überdachten Voliere sind einige Täubinnen, die kahle Stellen vorne am Hals haben. Es gibt Tierärzte, die behaupten, dass dort aufgrund einer Pilzinfektion Federn abbrechen. Ich glaube nicht daran, dass Täubinnen in einer Voliere plötzlich Pilze am Kropf haben. Sehr wohl kann es aber sein, dass dort Federbalgmilben sitzen und daher die Federn abbrechen. So hat es mir der leider viel zu früh verstorbene Dr. Kamphausen aus der Verbandsklinik vor sicher 20 Jahren mal erklärt. Tierarzt Burkhard Sudhoff hat vor langer Zeit einmal dazu geraten die Tauben irgendwann um diese Zeit mit einem Tropfen eines bestimmten Anitprasitikums zu behandeln. Dann zwei Wochen später noch einmal und nochmal etwa vier Wochen später, wenn die Mauser weitgehend abgeschlossen ist, ein drittes Mal. Vor einigen Jahren hatten wir dieses Problem mal bei einigen Reisevögeln und ich bin genau so vorgegangen und das hat hervorragend funktioniert. Bei den Täubinnen werde ich es jetzt ähnlich machen, auch wenn es etwas Arbeit ist.
Den Flugverlauf beim Upland-Derby hätten sich vorgestern sowohl der Veranstalter, als auch die Teilnehmer und Zuschauer sicherlich besser vorgestellt. Ich habe zwar Vermutungen warum die Tauben so zäh wiederkamen, aber letztlich bin ich bei den One-Loft-Races zu weit weg um da irgendwelche Thesen in den Raum zu stellen was nicht so gut gelaufen sein könnte. Ich denke der Veranstalter hat über mehr als zwei Jahrzehnte gezeigt, dass man dort sehr umsichtig mit den Tauben umgeht und wenn dann mal ein Endflug nicht so gut läuft, dann sollte man sich dazu selbstverständlich Gedanken machen, aber nicht hingehen und den Verantwortlichen Vorwürfe machen. Was ich allerdings sagen kann: am Wetter hat es definitiv nicht gelegen, denn das war auf der gesamten Strecke prima und andere Flüge am gleichen Tag auf verschiedenen Richtungen und in unterschiedlichen Regionalverbänden sind insgesamt doch völlig normal und glatt verlaufen.
 

Sonntag, 13.09.2026
Sascha am 13.09.2026 um 04:29 (UTC)
 Wie geplant habe ich mich gestern auf den Weg zum Endflug des Internationalen Upland-Derbys nach Eimelrod im Sauerland gemacht. Das Wetter war sehr gut und es war, wie immer, alles hervorragend vorbereitet. Das Zelt war aufgebaut und es war für reichlich Speisen und Getränke gesorgt worden und viele Sportfreunde hatten sich auf den Weg zum Rennen gemacht und waren teilweise schon am Vortag angereist.



Bevor die Tauben erwartet wurden konnte ich alte Bekannte wieder treffen zu einem Gepräch und auch einige sehr nette Sportfreunde neu kennenlernen. Ich erfahre dann auch immer dass so eine Menge Sportfreunde hier auf dieser Seite lesen und ich bekomme entsprechend Rückmeldung. Zwar habe ich hier selbstverständlich eine Möglichkeit täglich die Zugriffszahlen auf meinen Blog anzusehen, aber es ist dann doch immer etwas anderes und für mich sehr schön, wenn ich Leser meiner Zeilen persönlich kennenlerne.



Die ganz überwiegende Zahl der Rückmeldungen, die ich bekomme, ist durchaus positiv. Mir wird dann gesagt, dass ich vieles treffend beschreibe oder dass ein Leser es sehr ähnlich sieht usw. Nun weiß ich nicht, ob ich mit meinen Zeilen tatsächlich in der Mehrheit einen Nerv treffe, oder ob die Leser, die dass was ich hier niederschreibe für falsch oder für Blödsinn halten, einfach nicht mit mir darüber sprechen. Was ich aber weiß: es wird gelesen (zunehmend mehr) und es löst Reaktionen und Diskussionen aus und das ist doch das Ziel was man als Blog-Schreiber erreichen möchte. Auch wenn das Hobby Brieftauben insgesamt leider immer weiter rückgängig ist, so sind doch sehr viele Züchter noch sehr interessiert an unserem Brieftaubensport. Und mir scheint, dass sie inbesondere an Themen interessiert sind, die sich in unseren Fachzeitschriften und auch in den diversen Internet-Foren und Gruppen einfach kaum wiederfinden.



Ich frage mich dann aber, warum eigentlich diese vielen interessanten Themen kaum angesprochen werden. Beispielsweise in unserer Verbandszeitschrift "Die Brieftaube". Insgesamt habe ich hier inzwischen über eine Woche oder über einen Monat deutlich mehr Leser als unsere Verbandszeitschrift vermutlich Abonennten. Das muss doch einen Grund haben. Selbst wenn vieles von dem was hier von mir geschrieben wird falsch wäre, so scheinen es doch die Themen zu sein, die Brieftaubenzüchter, zumindest teilweise, sehr stark beschäftigen. Warum findet sich das nicht in unseren Zeitschriften und stattdessen immer das gleiche Einerlei aus immer gleichen Schlagberichten oder anderen Artikeln, die wenig beim Leser auslösen?
Jedenfalls geben mir solche Treffen mit anderen Sportfreunden und die Rückmeldungen, die ich erhalte, doch Motivation hier weiter zu schreiben und zu versuchen auf diese Art und Weise auch das Brieftaubenwesen "am Leben zu halten".
Zum Upland-Derby selbst , zum Flugverlauf und allem was ich dort sonst noch aufgeschnappt habe, werde ich in Kürze noch einmal ausführlicher berichten. Auch da gibt es sichrlich noch einiges zu diskutieren.
 

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