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Freitag, 20.03.2026
Sascha am 20.03.2026 um 15:07 (UTC)
 Wir haben hier in unserem Bestand in den letzten 50 Jahren so gut wie nie rote Tauben gehabt oder fahle Tauben. Ich erinnere mich an einen Schimmel, den wir mal in den 1980er Jahren hatten mit der Nr 493. Das war eine ganz ordentliche Taube, die gut ihre Preise flog.
Aber Tauben in diesen Farben kann man über fünf Jahrzehnte hier an maximal zwei Händen abzählen. Mein Vater mochte Tauben in diesen Farben nicht und mir geht es ebenso: Ein verstorbener Vereinskollege hatte seinerzeit fahle Tauben direkt aus der Delbar-Linie von Günter Prange. Er hat immer mal wieder gefragt ob wir nicht welche davon haben möchten, aber das kam für uns wegen der fahlen Farbe nicht in Frage. Irgendwann hatte ich über einen Gutschein als Jugendlicher mal eine rote Taube bekommen. Ein Vogel, der dann als Jähriger gereist wurde. Beim Einsatzgeschäft nahm ein Sportfreund ihn in die Hand und verkündete: "Der hat ein Zuchtauge!" Das war das letzte Mal dass ich dieses Zuchtauge gesehen hatte. Beim Flug am nächsten Tag blieb er aus und kam nie wieder.
Wenn ich in aber in unseren Zuchtschlag gehe und nun die Jungtauben in der Schale liegen und es liegen dort Tauben mit einigen Scheckfedern, die ansonsten ein dunkles, fast schwarzes Gefieder haben, dann geht mir das Herz auf. Immer wieder hatten wir in all den Jahren solche Schecktauben mit dunklem Gefieder und ich finde diese Tiere auch herrlich anzusehen. Manchmal hatten wir richtig gute Tauben mit solch einer Färbung. Aus unserem alten Fabry-Stammpaar in den 80er Jahren fielen regelmäßig solche Schecken und auch wunderschöne Blauschecken, die dann auch super flogen. Einen ganz bunten Vogel hatten wir mit unserem 87-114 direkt aus dem Stammpaar. Er flog ganz ausgezeichnet und zweistellig und, wenn ich es recht erinnere 1989 einen 1. Konkurs im Bezirk von St. Pölten (630 KM) gegen viele tausend Tauben. Aus einem Bruder dieses 114 zogen wir zwei Brüder. Nr. 3 und Nr. 27. Beides waren hervorragende Flieger. Der Nr. 3 vererbte später auch ausgezeichnet. Der 27 flog u.a. den 4. Konkurs national gegen fast 20.000 Tauben 1992 von Posen. Auch in späteren Jahren waren immer wieder tolle Tauben dabei.
Unser 150, der 8. AS-Vogel 2021 in Westfalen wurde, kommt väterlicherseits auch noch aus dieser Linie über viele Generationen und ist auch wieder so ein ganz dunkler Vogel mit einer Scheckfeder.
Weil mir die Tauben in dieser Farbe so gut gefallen habe ich auch immer mal wieder versucht Tiere aus Leistungslinien einzuführen, deren Eltern auch solch eine Farbe hatten. So z.b. aus dem bekannten 346 unseres Freundes Dirk de Beer. Manchmal funktioniert es dann, dass man wieder super Tauben züchtet, die solch eine Farbe haben. Unser 526, der 2020 14. AS-Vogel BRD und bester jähriger Vogel in Westfalen wurde, war so ein Beispiel. Ganz dunkel gehämmert mit mehreren Scheckfedern. Für mich ein Traum!
Aktuell liegen in unserem Zuchtschlag wieder ein paar Junge, die diese Farbe haben. Ich weiß nicht ob es gute Tauben werden. Aber ich erfreue mich jetzt schon jeden Tag an ihnen und habe dann immer Hoffnung, dass doch wieder eine richtig gute Taube darunter ist.


 

Donnerstag, 19.03.2026
Sascha am 19.03.2026 um 17:54 (UTC)
 Nach dem heutigen Freiflug der Tauben muss ich eigentlich feststellen, dass es aktuell noch gar keinen Sinn macht die Tauben herauszulassen. Ich hatte die Schläge gegen 15.45 Uhr geöffnet und nur wenige Minuten später, es waren vielleicht 15 oder 18 Tauben draußen, flog der Habicht aus Süden kommend einen Angriff. Die Tauben gingen auseinander und der Greifvogel flog hinter einer einzelnen Taube her. Ich konnte nicht erkennen ob er sie schlagen konnte, da alles durch die Häuser in der Nachbarschaft verdeckt war.
Etwa eine Stunde später konnte ich dann feststellen, dass der Habicht wohl keine Taube erwischt hatte. Er flog erneut einen Angriff. Dieses mal fixierte er eine recht bunte Taube und auch dieses Mal konnte ich nichts weiter erkennen, Ich dachte, dass es sich um unseren zweijährigen Vogel mit der Nummer 544 handelte hinter dem der Greif her war. Die Taube tauchte dann auch nicht wieder auf, aber als ich dann die Tauben herein holte und fütterte war der Vogel gottseidank im Schlag. Aktuell sieht es so aus als sei immerhin keine Taube verletzt oder geschlagen worden, wenn ich alles richtig überblicke.
Mein Nachbar berichtete mir, dass bei dem gestrigen Greifvogelangriff eine Taube gegriffen wurde und sich befreien konnte und dann in Panik vor eine Scheibe geflogen ist. Sie lebt noch, aber ist natürlich verletzt und in keinem guten Zustand.
Fakt ist einfach, dass es sich bzgl der Greifvogelsituation hier genau so darstellt, wie ich es schon im Vorfeld befürchtet hatte. Wer die Natur ein bißchen über den Winter und in den ersten Monaten des Jahres beobachtet, der kann das eigentich auch einschätzen. Es ist sicherlich auch von Region zu Region unterschiedlich.
Einem anderen Sportfreund unserer RV sind nach einer Greifvogelattacke beim ersten Freiflug seiner Tauben am vergangenen Sonntag gleich drei Tiere abhanden gekommen, darunter ältere und erfahrene Tauben. Wahrscheinlich sind die Tiere in Panik verunglückt. Hier für uns kann ich nur feststellen, dass der geplante frühe Reisebeginn eine komplette Fehlentscheidung ist und das wird sich auf Sicht gesehen sehr schnell in niedrigen Taubenzahlen zu den Flügen niederschlagen.
Ich muss jetzt mal eine Nacht drüber schlafen und nachdenken wie ich hier mit den Freiflügen weiter mache, denn es bringt auch überhaupt nichts die Tiere total verrückt zu machen. Termin- und arbeitsbedingt kann ich die Tiere morgen und übermorgen ohnehin nur sehr schwierig herauslassen und somit ist es vielleicht besser sie dann einfach ganz im Schlag zu lassen. Mich als Züchter kostet das alles schon genug Nerven, aber für die Tauben ist es ja noch viel schlimmer.
 

Mittwoch, 18.03.2026
Sascha am 18.03.2026 um 17:31 (UTC)
 Auch heute habe ich erst einmal nur einen Witwerschlag, auf dem 14 Paare brüten, zum Freiflug geöffnet um die jährigen Tauben langsam umzugewöhnen, Die beiden Tauben, die gestern am frühen Abend noch draußen waren, sind dann auf dem Jungtierschlag eingesprungen. Von dort habe ich sie in die Witwerschläge gesetzt. Sie haben dann kein Futter erhalten.
Heute habe ich die Tauben dann gegen 17.20 Uhr hereinrufen wollen. Es saßen einige auf dem Dach als ich aus dem Garten hoch auf den Dachboden ging. Als ich oben ankam waren sie wieder losgeflogen und beim Blick aus dem Dachfenster sah ich das Sperberweibchen im Südwesten stehen. Ich bin dann wieder rausgegangen und prompt folgte dann ein Angriff auf die Tauben unseres Nachbarn, wo deutlich mehr Tauben draußen waren. Aber wenn ich alles richtig beobachtet habe, dann war der Angriff des Greifs gottseidank erfolglos.
Unsere Tauben kamen dann auf meinen Ruf alle bis auf eine herein. Diese Täubin war gestern schon draußen geblieben und im Jungtierschlag eingesprungen und dann wird heute der Ablauf genauso so sein wie gestern.
Es ist eigentlich das schlechteste Wetter für die ersten Freiflüge, welches man so haben kann. Strahlend blauer Himmel, gewaltige Fernsicht und angenehme Temperaturen, aber heute morgen waren am Auto die Scheiben gefroren sodass ich kratzen musste als ich von Nachtdienst kam. Nachts sehr kalt, am Tag relativ warm und Wind aus östlichen Richtungen bei großer Fernsicht und keinen Wolken. Das ist leider Greifvogelwetter. Schade, dass es bei den Angriffen der Greifer immer so schnell geht, denn sonst würde ich das Elend gerne mal filmen.
So wie die Zuchttauben zu bestimmten Phasen der Jungtieraufzucht bei unserem Standfutter bestimmte Körner gerne fressen oder eben weniger fressen, so beobachte ich es auch immer bei den Mineralien. Bei uns haben sie zwei Sorten Picksteine zur Verfügung, die Gritmischung und dazu noch zwei Sorten Mineralpulver in extra Töpchen und auch da beobachte ich immer wieder, dass sie manchmal dieses und manchmal etwas anderes bevorzugen. In einer bestimmten Zeit fressen sie sehr viele Mineralien und dann lässt es irgendwann wieder nach und normalisiert sich. Wenn man das aber immer wieder beobachtet, dann muss man aus meiner Sicht einfach zu dem Schluss kommen, dass die Taube instinktiv sehr gut weiß ud fühlt was sie benötigt zu bestimmten Phasen. Ob nun hinsichtlich der Mineralien oder hinsichtlich des Futters oder vielleicht auch hinsichtlich von Grünzeug, welches man den Tieren zur Verfügung stellen kann. Ganz ähnlich sehe ich es auch beim Reisefutter der Tauben. Wenn es variantenreich ist und auch Hülsenfrüchte enthält etz, dann weiß die Taube schon genau was sie frisst und was nicht. Und so bekommen unsere Reisetauben immer auch ein Futter in dem Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Wicken enthalten sind und wenn sie diese bei Flügen am Sonntag dienstags abends oder mittwochs liegen lassen, dann weiß ich eigentlich, dass ich richtig gefüttert habe und die Regeneration und der Aufbau abgeschlossen ist. Meine Meinung ist, dass man den Instinkt der Taube mit keinem Beiprodukt der Welt ersetzen kann - egal ob in der Zucht oder in der Reisezeit.
 

Dienstag, 17.03.2026
Sascha am 17.03.2026 um 17:30 (UTC)
 Da sich jetzt meine Dienstzeiten aufgrund bestimmter Umstände kurzfristig wieder etwas verändert haben und anders sind als geplant habe ich heute, ein bißchen aus der Not heraus, den Tauben aus einem Witwerschlag für etwa 90 Minuten Freiflug gegeben. Es waren auch ein ganzer Teil der Tauben draußen. Es geht jetzt erst einmal darum die jährigen Tauben umzugewöhnen in die Ein- bzw. Ausflüge der Witwerschläge. Das ist immer etwas kompliziert hier, weil die Ausflüge auf dem Dach so unterschiedlich liegen und die Tauben auch noch von ganz oben nach ganz unten müssen. Aktuell, es ist jetzt 18.15 Uhr, sitzt noch ein Weibchen auf dem Dach und eines ist derzeit gar nicht zu sehen. Sie landete auch immer in einem Kastanienbaum vor unseren Haus. Das ist alles etwas chaotisch, aber ich kann es nicht ändern. Die Tauben, die noch draußen sind, könnten nun auch im Jungtierschlag einspringen. Ich möchte nicht unbedingt, dass sie draußen übernachten. Im Jungtierschlag steht weder Futter noch Wasser. Wenn sie dort einspringen sollten, dann fange ich sie und setze sie zurück in den Reiseschlag. Heute gibt es dann kein Futter mehr. Ansonsten müssen sie draußen übernachten. Ich kann es dann nicht ändern. Interessant ist beim Umgewöhnen der Tauben immer, dass es einige Tiere sofort beim ersten Mal hereinrufen können und andere manchmal tagelang brauchen.
Ursprünglich wollte ich die Tauben erst frühestens am Donnerstag oder am kommenden Wochenende heraus lassen, aber durch die Verschiebung meiner Arbeitszeiten musste ich das nun ein wenig umändern.
Ein Sportfreund unserer RV schrieb mir übrigens gestern folgendes: "Zwei Vögel und ein Weibchen hat mir der Greifer in der letzten Woche schon gepflückt."
So ist das leider und ich denke auch hier werden noch Tauben geschlagen. Aber man will ja nicht warten bis Habicht- und Sperberweibchen wenigstens erst einmal auf dem Nest sitzen und so sind wir als Züchter eben genötigt die Tauben trotz des noch zu hohen Drucks durch die Greifer die Tauben herauszulassen.



Wegen des bakteriellen Befundes der Kotprobe unserer Tauben hatte ich nochmal Kontakt mit Tierarzt Peter Boskamp aufgenommen und nach dem weiteren Vorgehen gefragt. Er hat mir jetzt nochmals folgendes geantwortet und so werde ich es auch tun.
"Die Klebsiella geben meistens wenig Probleme. Medikamenten würde ich nicht einsetzen. Usnea Plus und Previsal bremsen diese Bakterien. Man könnte auch Sambucca Plus dazu geben und dieses auch länger geben."
Genau so werde ich es machen, denn die Tauben sehen auch gut aus. Ich schaue nun erst einmal wie es mit den Freiflügen weitergeben kann.
 

Montag, 16.06.2026
Sascha am 16.03.2026 um 07:02 (UTC)
 Gerade in diesem Moment, in dem ich hier beginne etwas zu schreiben, geht hier ein kleines Frühjahrsgewitter am frühen Morgen nieder. Windböen und Schnee, bzw. Schneeregen kann ich durch das Fenster beobachten. Es ist eigentlich typisches Aprilwetter Mitte März. Selbst wenn ich die Tauben heute zum Freflug herauslassen wollte würde das wenig Sinn machen. Am Samstag nach unserer Versammlung berichtete mir ein älterer Sportfreund, der einen Bestand von 15 bis 20 Reisevögeln hat, dass er seine Tauben zwei Mal herausgelassen habe. Es ginge ja kaum anders, weil wir ja bereits in vier Wochen Vorflüge angesetzt hätten. Das Ergebnis war, dass der Habicht ihm bereits zwei seiner Vögel gefressen hat. Nun müssen die Tiere erst einmal wieder im Schlag verbleiben. Ein anderer Sportfreund aus unserer RV postete gestern in den sozialen Medien ein Foto einer geschlagenen Taube, die vermutlich der Sperber bei ihm erwischt hatte mit einem Hinweis auf die Greifvogel-Überpopulation. Ich will ihm hinsichtlich der Population gar nicht widersprechen, aber ich will sehr wohl darauf hinweisen, dass man einfach damit rechnen muss, dass ständig Tauben geschlagen werden hier in der Region, wenn man sie aufgrund des zu frühen Reisebeginns jetzt schon regelmäßig herauslassen muss. Als es noch deutlich weniger Greifvögel gab begannen wir mit der Reise später als heute und mir geht das einfach nicht in den Kopf. Ich verstehe nicht was die Verantwortlichen überall treibt so früh die Reise zu beginnen und dann aber auch früher zu beenden. Mir fehlt dabei doch sehr stark der Bezug zum Tier und zur Natur.
In unserem Zuchtschlag sind nun fast alle Jungtiere bis auf zwei Nachzügler geringt. Es ist in jedem Jahr eine Freunde die jungen Tauben rund und gesund in ihren Nestern liegen zu sehen. In einem Artikel in der "Brieftaube" las ich jetzt, dass der Autor seine Zuchttauben drei Mal täglich füttert und dabei darauf achtet, dass die Futtertröge, bevor sie wieder befüllt werden, weitgehend leer gefressen sind, damit die Tauben nicht nur ihre Lieblingskörner fressen. Ich hatte hier geschrieben dass ich bei den Zuchttauben über die Futterautomaten Standfutter füttere, weil es die Versorgung für mich erleichtert. Ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen, dass die Tauben viel besser selbst wissen was sie brauchen und nicht nur die Lieblingskörner fressen, sondern zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Phasen der Jungtieraufzucht mal von einer Sorte mehr fressen und mal von einem anderen Korn und es sogar Phasen während der etwa 25 Tage bis zum Absetzen gibt, in denen sie nicht so viel Hanf fressen und in anderen Phasen dann sehr bevorzugt Hanf (den sie eigentlich ja immer gerne fressen). Wenn aber selbst Hanf gezielt aufgenommen und mal mehr oder weniger gefressen wird je nach Bedarf, dann denke ich muss man sich keine Sorgen machen, dass Tauben nur bestimmte Körner auswählen. Ich bin jedenfalls mit der Standfütterung im Zuchtschlag rundum zufrieden. Es werden hier und da auch mal einige Körner herumgeworfen, aber selbst das ist am Ende weniger als man denkt.

 

Sonntag, 15.03.2026
Sascha am 15.03.2026 um 06:55 (UTC)
 Unsere gestrige RV-Versammlung ging schnell über die Bühne. In erster Linie wurden einige Planungen zum anstehenden Reisejahr vorgenommen und über das 100-jährige Jubiläum unserer Reisevereinigung in diesem Jahr, zu dem es einen großen Festakt geben soll, vorbesprochen. Da unsere RV im vergangenen Jahr in einen neuen Kabinenexpress investiert hat fiel auch der Geschäftsbericht ein wenig anders aus als in den Vorjahren. aber man kann jetzt schon klar sagen, dass sich die Anschaffung des neuen Kabis hinsichtlich der Kosten während der Saison (Maut, Fahrer, Diesel etc.) deutlich rentiert hat.
Als sehr frustrierend empfinde ich inzwischen die Abläufe zu den Entschließungen hinsichtlich des Reiseplans. Der Plan wird im Winter im Regionalverband beschlossen und dann nur noch zur Abstimmung vorgelegt. Man kann zustimmen oder dagegen. Es hat gar keinen Einfluss. Eine Grundlage für diese Beschlüsse des Regionalverbandes hinsichtlich des Reiseplans gibt es insofern nicht, dass er in keiner einzigen Reisevereinigung vorbesprochen wird. Überall wird nur der fertige Plan vorgelegt und man darf zustimmen. Ich habe gestern nicht zugestimmt (und einige andere Sportfreunde auch nicht), weil ich es für unsinnig halte die Reise bereits mit dem 1. Preisflug am 26. April zu beginnen. Ich denke, wenn wir darüber in unserer RV im Vorfeld abgestimmt hätten (und so wäre es wahrscheinlich auch in so mancher anderer Reisevereinigung), dann würde mehrheitlich entschieden später zu beginnen und vielleicht auch nach hinten raus einfach länger der Alttauben zu reisen. Aber diese Dinge werden inzwischen auf anderer Ebene geregelt und da gibt es auch überhaupt keine Änderungen. Jahr für Jahr läuft gleich ab bei überall sinkenden Züchter- und Taubenzahlen.
Der deutsche Brieftaubensport hat weiterhin ein massives strukturelles Problem und siecht damit seinem Ende entgegen wie die deutlich sinkenden Mitgliederzahlen allenthalben dokumentieren. Die Strukturen werden aber beibehalten, da einige Sportfreunde, die auch in diversen Gremien von der Verbandsspitze bis hinunter in die RVen vom aktuellen Status Quo persönlich profitieren und dieses auch weiter tun wollen.
Vorgestern habe ich mir ein Video aus der Reihe "Frag Röhnfried" mit dem jungen polnischen Sportfreund Darek Bonczek bei Youtube angesehen. Das Interview hat mich sehr begeistert. Ein erfolgreicher, sehr bodenständiger Züchter, der den Brietaubensport mit Ehrgeiz, aber eben auch als Hobby betreibt. Das ganze Interview hat mich stark daran erinnert wie mein Vater immer den Brieftaubensport betrachtet und betrieben hat. Sicherlich mit Ehrgeiz, aber eben auch so, dass er sich nicht für sämtliche Dinge und den Erfolg komplett "krumm legen" musste. Die Taube musste es bringen unnd die Taube stand immer im Mittelpunkt. Sie wurde geschickt, wenn der Kabi fuhr und musste die Flüge dann bewältigen und dann wurde selektiert. Papa war nie ängstlich mit den Tauben. Hier und da ein Schauer Regen oder mal etwas schlechtere Sicht oder größere Entfernungen. Papa traute den Tauben das alles problemlos zu. Tauben, die nicht einige Schwierigkeiten überwinden konnten, waren für ihn keine Brieftauben. Ganz ähnlich äußert sich der Sportfreund aus Polen u.a, in diesem Interview und stellt fest: "Ihr Deutschen seid viel zu ängstlich mit den Tauben". Wahrscheinlich hat er recht.
 

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