| | Unsere Jungtauben wurden gestern um 9.15 Uhr zum Preisflug in Karlstadt aufgelassen, Für unseren Schlag ist das eine Entfernung von 205 Kilometer und damit war es für unsere Jungtiere ein "Sprung" von fast genau 100 Kilometern nach einer zweiwöchigen Pause. Das ist für Jungtiere, die wie unsere nie privat trainiert werden und die nun erst das sechste Mal im Kabi waren, sicherlich keine so einfache Aufgabe. Insgesamt sind wir aber für uns mit dem Flugverlauf sehr zufrieden. Wir machen zwar - wie erwartet - nicht sonderlich viele Preise mit einem Ergebnis von 58/11, aber das ist für und ja auch nicht wichtig.
Etwa die Hälfte unserer Tauben kam recht zügig zuhause an innerhalb von einer halben Stunde. Dann wurde es doch "dünner" und es gab immer wieder Pausen, aber unsere Jungtiere kamen einzeln über den gesamten Nachmittag hinweg und bis zum Abend. Als ich um 20.35 Uhr von der Arbeit nach hause kam war es schon sehr dämmrig, um nicht zu sagen dunkel, und trotzdem saß noch ein Jungtier auf dem Ausflugbrett und sprang ein. Es fehlen nun noch vier Jungtiere. Vielleicht kommt heute noch die ein oder andere zuhause an.
Ich denke der Flug war für unsere junge Truppe ein insgesamt wichtiger Lernflug und gerade das alleine ankommen am Nachmittag hat den Tauben sicherlich für ihre Zukunft deutlich mehr gebracht, als wenn sie im Schwarm in die Preise geflogen wären. So wie wir die Jungtauben führen ist es, so ist unsere Erfahrung, allemal besser für die Tauben, wenn sie mal nachmittags alleine kommen und suchen mussten und sich alleine nach hause orientieren. Ich kann jeden Sportfreund verstehen, der sich Mühe macht mit den Jungtieren, der sie vielleicht verdunkelt und privat fährt usw. und damit dann tolle Ergebnisse erzielt. Lernen tun die Jungtauben aus unserer Sicht dabei allerdings längst nicht so viel, wie sie es bei unserer Führung tun. Aber darüber kann man sicherlich auch trefflich streiten und diskutieren. Wir selbst sind auf jeden Fall mit dem Flugverlauf gestern zufrieden.
Eine kleine Anekdote am Rande: wir hatten gestern sicher nicht die Chance eine Medaille zu gewinnen. Dafür waren unsere Tiere nicht schnell genug. Aber trotzdem ist eingetreten, was ich gestern in meinem Beitrag ein wenig angemerkt hatte: unsere beiden ersten Tauben waren gleich vorbenannt. Und als dritte Taube kam dann die vorbenannte Jungtaube, die ein Sportfreund beim Einsatzgeschäft nicht über die Antenne gezogen hatte. So kann es manchmal gehen. Immerhin ein Zeichen dafür, dass ich die Tauben sehr gut vorbenannt hatte, denn auch unsere vierte Preistaube (und damit insgesamt unsere fünfte eingetroffene Taube) war vorbenannt. Das finde ich einfach für mich persönlich ganz schön.
Wir werden jetzt mal sehen wie sich das Wetter in der kommenden Woche entwickelt und auch wie die Mauser der Jungtiere voranschreitet und dann zum nächsten Wochenende entscheiden ob und wieviele Jungtauben wir zum nächsten Flug mitgeben. Eigentlich würde ich schon ganz gerne noch einmal möglichst viele Jungtiere auf den nächsten Flug, der über 265 Kilometer gehen soll, setzen.
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