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Sonntag, 27.08.2023
Sascha am 27.08.2023 um 04:09 (UTC)
 Unsere Jungtauben wurden gestern um 9.15 Uhr zum Preisflug in Karlstadt aufgelassen, Für unseren Schlag ist das eine Entfernung von 205 Kilometer und damit war es für unsere Jungtiere ein "Sprung" von fast genau 100 Kilometern nach einer zweiwöchigen Pause. Das ist für Jungtiere, die wie unsere nie privat trainiert werden und die nun erst das sechste Mal im Kabi waren, sicherlich keine so einfache Aufgabe. Insgesamt sind wir aber für uns mit dem Flugverlauf sehr zufrieden. Wir machen zwar - wie erwartet - nicht sonderlich viele Preise mit einem Ergebnis von 58/11, aber das ist für und ja auch nicht wichtig.
Etwa die Hälfte unserer Tauben kam recht zügig zuhause an innerhalb von einer halben Stunde. Dann wurde es doch "dünner" und es gab immer wieder Pausen, aber unsere Jungtiere kamen einzeln über den gesamten Nachmittag hinweg und bis zum Abend. Als ich um 20.35 Uhr von der Arbeit nach hause kam war es schon sehr dämmrig, um nicht zu sagen dunkel, und trotzdem saß noch ein Jungtier auf dem Ausflugbrett und sprang ein. Es fehlen nun noch vier Jungtiere. Vielleicht kommt heute noch die ein oder andere zuhause an.
Ich denke der Flug war für unsere junge Truppe ein insgesamt wichtiger Lernflug und gerade das alleine ankommen am Nachmittag hat den Tauben sicherlich für ihre Zukunft deutlich mehr gebracht, als wenn sie im Schwarm in die Preise geflogen wären. So wie wir die Jungtauben führen ist es, so ist unsere Erfahrung, allemal besser für die Tauben, wenn sie mal nachmittags alleine kommen und suchen mussten und sich alleine nach hause orientieren. Ich kann jeden Sportfreund verstehen, der sich Mühe macht mit den Jungtieren, der sie vielleicht verdunkelt und privat fährt usw. und damit dann tolle Ergebnisse erzielt. Lernen tun die Jungtauben aus unserer Sicht dabei allerdings längst nicht so viel, wie sie es bei unserer Führung tun. Aber darüber kann man sicherlich auch trefflich streiten und diskutieren. Wir selbst sind auf jeden Fall mit dem Flugverlauf gestern zufrieden.
Eine kleine Anekdote am Rande: wir hatten gestern sicher nicht die Chance eine Medaille zu gewinnen. Dafür waren unsere Tiere nicht schnell genug. Aber trotzdem ist eingetreten, was ich gestern in meinem Beitrag ein wenig angemerkt hatte: unsere beiden ersten Tauben waren gleich vorbenannt. Und als dritte Taube kam dann die vorbenannte Jungtaube, die ein Sportfreund beim Einsatzgeschäft nicht über die Antenne gezogen hatte. So kann es manchmal gehen. Immerhin ein Zeichen dafür, dass ich die Tauben sehr gut vorbenannt hatte, denn auch unsere vierte Preistaube (und damit insgesamt unsere fünfte eingetroffene Taube) war vorbenannt. Das finde ich einfach für mich persönlich ganz schön.
Wir werden jetzt mal sehen wie sich das Wetter in der kommenden Woche entwickelt und auch wie die Mauser der Jungtiere voranschreitet und dann zum nächsten Wochenende entscheiden ob und wieviele Jungtauben wir zum nächsten Flug mitgeben. Eigentlich würde ich schon ganz gerne noch einmal möglichst viele Jungtiere auf den nächsten Flug, der über 265 Kilometer gehen soll, setzen.
 

Samstag, 26.08.2023
Sascha am 26.08.2023 um 06:23 (UTC)
 Unsere Tauben stehen noch an ihrem Auflassort in Karlstadt. Nach den Gewittern gestern und in der vergangenen Nacht hat es sich deutlich abgekühlt und die Luft scheint sauber. Mit blauem Himmel und Wind von hinten wird das heute aber doch nicht so einfach für die Jungtiere. Ich bin gespannt wie der Flug für uns läuft nachdem wir in der vergangenen Woche keine Jungtauben im Kabi hatten. Ich rechne schon mit Verlusten und hoffe, dass sie nicht zu groß sein werden.
Eine unserer Jungtauben wurde gestern vom Einsatzdienst in den Kabi gesetzt ohne vorher über die Antenne gehalten worden zu sein. Das ist nicht schlimm - sie muss ja nur nach hause fliegen. Es war zwar eine Taube, die wir für die Bronzemedaille vorbenannt hatten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir diese erringen, geht ohnehin gegen Null und ist nun noch etwas geringer.
Der Mauserstand ist bei einigen Tieren nun doch schon recht weit fortgeschritten. Es wird Zeit dass die Reise zu Ende geht. Mehrere Sportfreunde haben gestern beim Einsatzgeschäft schon gesagt, dass dieses nun der letzte Flug sein wird, an dem sie teilnehmen. Das hat natürlich unterschiedliche Gründe, aber es ist schon so, dass hier die Züchter nach den großen Verlusten auf dem letzten Alttaubenflug sehr vorsichtig sind. Vielen älteren Züchtern geht es nur darum nächstes Jahr noch an der Altreise teilnehmen zu können. Andere Ansprüche hat man da gar nicht. Das finde ich auch verständlich. Hinzu kommen bei verschiedenen Sportfreunden nun schon recht große Probleme beim Training der Tauben am Haus durch Greifvogelangriffe. Diese werden nun auch immer mehr.
Die Jungtauben, die wir noch im Witwerschlag aufziehen, machen sich ganz prächtig. Da gibt es gar keine Ausfälle oder Schwierigkeiten. Die meisten sind inzwischen geringt. Manchmal kann ich jene Brieftaubenfreunde sehr gut verstehen, die sich nur noch ein paar Tauben am Haus halten und die Jungtiere aus diesen Tauben dann zu One-Loft-Races geben. Man kann sich zuhause an den Tauben erfreuen und hat diesen ganzen Stress mit der Reise nicht. Wir wurden gestern mehrfach gefragt warum wir in der vergangenen Woche die Jungtauben nicht gereist haben. Die Antwort, dass wir einfach "keine Lust" hatten, konnten einige Sportfreunde verstehen und andere schauten doch etwas ungläubig. Aber es ist so wie es ist. Ich selbst muss gleich zur Arbeit und wenn die Jungtauben nicht bald aufgelassen werden, werde ich auch heute keine Jungen bei der Heimkehr sehen können. Das kommt dann alles noch hinzu bei diesen Flugverlegungen. Unser ganzes Reisesystem ist leider hoffnungslos veraltet. Ich denke nur, dass sich da auch nichts mehr ändern wird solange bis gar nichts mehr geht.
Gestern nachmittag rief mich ein befreundeter Züchter aus Hessen an und sagte mir, dass eine seiner Jungtauben hier bei uns in der Nähe am Donnerstagabend gemeldet worden sei. Ob ich mich darum kümmern könne. Ich habe den Melder der Taube dann kontaktiert und erhielt zur Antwort, dass er die Jungtaube bereits fliegen lassen habe. Sie sei nun nicht mehr da. Wieso meldet man eine Taube und lässt sie am nächsten Morgen fliegen obwohl man die Zusage hat, dass sich der Züchter darum kümmert?! Manchmal versteht man es alles nicht mehr....
 

Freitag, 25.08.2023
Sascha am 25.08.2023 um 09:00 (UTC)
 Gestern kurz nach 17 Uhr erhielten wir die Nachricht, dass unser Preisflug ab Karlstadt von Sonntag auf Samstag vorgezogen wird. Eine Begründung haben wir nicht bekommen. Der Rest unseres Regionalverbandes reist am Sonntag. Insofern gehe ich davon aus, dass das Vorziehen nichts mit dem Wetter zu tun hat. Jedenfalls war das nun für mehrere (vornehmlich berufstätige) Sportfreunde wieder einmal ein Problem und es musste vieles umgeschmissen werden in den privaten Planungen. Ich denke so etwas gibt es in keinem anderen Hobby so häufig. Das letzte Mal dass wir kurzfristig einen Preisflug vorgezogen haben war beim Flug ab Passau....mehr muss ich da ja nicht mehr zu schreiben.
Im Witwerschlag sitzt aktuell noch ein Vogel, der sowohl als Jähriger, als auch in diesem Jahr als Zweijähriger keine überzeugenden Leistungen gebracht hat. Er kommt aus einem Paar, dass schon mehrere sehr gute Flieger gebracht hat und aus diesem Paar vererben auch Söhne und Töchter sehr gut. Der Vogel, dessen Leistungen so schwach waren, ist in er Hand tiptop. Eine sehr gute Taube - so wie sie uns gefällt. Eigentlich müsste er anhand der Leistungen selektiert werden. Aber ich überlege nun, ob ich ihn aufgrund seiner Abstammung, der Leistung seiner Geschwister und v.a. auch der Zuchtleistung einiger Geschwister doch in die Zucht setze. Vielleicht ist es doch einen Versuch wert, denn genetisch könnte er alles haben was seine Geschwister auch haben. Warum er kaum Preise geflogen hat weiß ich nicht, aber da gibt es ja zig Möglichkeiten.

Anmerkung: nachdem ich nun versucht habe Informationen einzuholen, wurde die Flugverlegung doch mit den besseren Wettervorhersagen für den Samstag begründet.
 

Mittwoch, 23.08.2023
Sascha am 23.08.2023 um 17:23 (UTC)
 Hinsichtlich zugeflogener Tauben war es in diesem Jahr auf der Alt- und Jungreise doch recht ruhig hier bei uns. Hin und wieder mal eine Taube, aber keine größeren Mengen. In den letzten ein bis zwei Wochen ist es nun um einiges mehr geworden. Fast täglich springen Jungtiere ein oder sitzen in der Nachbarschaft und werden dann von uns eingesammelt. Wir machen es inzwischen so, dass wir die Zuflieger versorgen und nur dann melden, wenn sie doch eher in der Nähe zuhause sind. Denn zu mehr als 90 Prozent bekommt man bei Anrufen die Rückmeldung: "Füttern Sie sie bitte ein paar Tage und lassen Sie sie fliegen." Also versorgen wir sie gut und lassen sie dann irgendwann wieder fliegen, wenn wir meinen, dass sie soweit sind.
Was aus meiner Sicht auffällt: die Qualität der Zuflieger hinsichtlich ihrer körperlichen Konstitution scheint von Jahr zu Jahr schlechter zu werden. Manchmal frage ich mich aus was für Tauben man Jungtiere züchten muss, wenn die Nachzucht in der Hand so deutliche Mängel hat. Wir sind sicherlich keine Züchter, bei denen die Tauben nach bestimmten körperlichen Merkmalen ausgelesen werden. Aber Tauben aus denen wir züchten müssen schon in der Hand gut gefallen. Und dann ist eigentlich auch die Nachzucht immer ordentlich. Bei den Zufliegern hingegen sind Tiere dabei, da muss man einfach sagen: das wird nie etwas. Mein Eindruck ist dass die Zahl dieser Tiere,die so große körperliche Mängel haben, jedes Jahr zunimmt. Ich will nicht lange darüber spekulieren woran das liegen kann, aber ich fürchte es hat v.a. damit zu tun, dass sich in den meisten Zuchtbeständen zu einem sehr hohen Prozentsatz Tauben befinden, die niemals gereist wurden und die nur eine Abstammung von hier bis zum Mond haben.
Für das kommende Wochenende sehen die Wettervorhersagen aktuell gar nicht so schlecht aus. Man muss man abwarten wie es sich entwickelt, aber ich denke es sollten doch vernünftige Bedingungen für die Flüge herrschen.
 

Dienstag, 22.08.2023
Sascha am 22.08.2023 um 17:26 (UTC)
 Ein Trainingsflug unserer Rv findet morgen mangeld Teilnehmern nicht statt. Das kann ich aber auch gut verstehen, denn die Tauben waren am sonntag auf 175 Km und gehen nächste Woche, wenn das Wetter mitspielt, auf 200 KM und da müssen sie Mitte der Woche nicht noch einmal fliegen. Das wird auch viel übertrieben im deutschen Brieftaubensport - der Nutzen ist gering für die Sportfreunde, die an den PReisflügen regelmäßig teillnehmen. Wir selbst hätten unsere Tauben damit nach der Pause wieder anspielen können. Aber es ist auch kein Beinbruch, wenn der Flug nun nicht stattfindet.
Wie ich schon häufiger schrieb: unsere Jungtauben sollen nur nach hause kommen. Wir haben keinen Anspruch da Prise zu fliegen. Es ist für uns überhaupt nicht wichtig.
Das Wetter wird wohl ab Donnerstag oder Freitag deutlich umschlagen und es wird kühler und regnerischer und insgesamt herbstlicher. Aber ich denke wenn nicht gerade irgendwo Dauerregen ist oder Starkregen heruntergeht, dann macht das den Tauben gar nichts. Ich erinnere mich an frühere Zeiten, in denen wir noch mit der Uhr die Tauben eindrehten, als sie jedes zweite Wochenende im Regen nach hause kamen und sie kamen gut. Tauben können das.
Im Witwerschlag sind nun fast alle Jungtiere aus ihren Eiern geschlüpft und nun sind wir gespannt wie sie aufwachsen und ob einige schöne Tiere dabei sind. Die Tauben, die wir von diesen Jungtieren für uns behalten, lassen wir aber erst einmal ein Jahr lang ganz in Ruhe aufwachsen. Sie werden im kommenden Frühjahr noch nicht verpaart. Wenn es mit dem Greifvogel in der nächsten Zeit nicht zu doll wird, dann werde ich sie vielleicht auch versuchen hier auf der einen Hälfte des Jungtierschlages nach der Jungreise einzugewöhnen und ihnen mal freiflug zu geben, sodass sie wissen wo sie hingehören. Ich denke das ist immer gut, wenn es die Situation zulässt. Aber so weit sind wir noch nicht. In die ganzen Reste des Futters, welches aus der Reisezeit übrig war, habe ich nun noch Zuchtfutter gemischt und auch etwas Hanf und damit werden diese Jungtiere nun aufgezogen. Ich denke damit sollten sie prima aufwachsen.
Dann steht auch noch bald die Selektion an und da werde ich v.a. versuchen zunächst einmal den zuchtbestand nochmals etwas zu reduzieren. Ich hatte ja schon darüber nachgedacht im kommenden Jahr einmal aus den Reisetauben Junge zu züchten bzw Eier der Zuchttiere dorthin umzulegen und dann benötigen wir nicht so sehr viele Zuchtpaare, denn es sind dann normalerweise ja sehr schnell ausreichend Jungtauben vorhanden.
 

Montag, 21.08.2023
Sascha am 21.08.2023 um 17:26 (UTC)
 Das zurückliegende Wochenende ohne Brieftaubenflug für uns hat gut getan. Es ist schon etwas anderes ob man ein Fest besucht und immer daran denkt, dass man später noch Tauben einkorben muss oder dass noch Tauben vom Flug unterwegs sind. Dann feiert es sich halt nicht so entspannt.
Heute hatten unsere Jungtiere am Nachmittag wieder Freiflug und morgen werde ich sie, wenn er denn stattfindet, zu einem Trainingsflug ab Gilserberg am Mittwoch einkorben. Da ich Nachtschicht habe kann ich das vorher in Ruhe erledigen.
Was Tauben unterwegs manchmal so zustoßen kann erfuhren zwei Schläge unserer RV gestern leidvoll. Jeweils eine ihrer Jungtauben wurde tot vor einem Draht liegend von einem Wanderer auf etwa der Hälfte der Strecke gefunden. Warum die beiden Tauben so tief geflogen sind - es war ja kein Kopfwind und gutes Wetter - ist etwas rätselhaft. Möglicherweise war an einzelnen Stellen doch noch Nebel in der Strecke.




 

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