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Montag, 19.06.2023
Sascha am 19.06.2023 um 05:41 (UTC)
 Unsere Flugleitung hat gestern mit dem frühen Auflass um 6.30 Uhr eine sehr richtige Entscheiddung getroffen. Wir hatten einen relativ glatten 400 Kilometer-Flug ab Wörth an der Donau mit einer Konkurszeit unter 30 Minuten. Der ganz leichte Rückenwind half den Tauben dabei trotz der Wärme und Schwüle mit fast 1500 m/min in der Spitze bis um kurz nach 11 Uhr am Morgen nach hause zu fliegen und so kamen die Tiere aus sehr großen Höhen, sodass man sie anfangs kaum sehen konnte, zuhause an. Für uns selbst war es zwar prozentual der bisher schwächste Flug der Saison, aber mit einem Ergebnis von 18 Preisen bei 37 gesetzten Tauben können wir selbstverständlich dennoch sehr gut leben.
Wir hatten morgens schon damit gerechnet, dass so ein Wetter wirklich nicht ideal für Witwervögel ist und eher die Weibchenspieler gute Flüge haben würden. So kam es insgesamt gesehen auch bei den meisten Züchtern. Hier bei uns fehlten dann bis lange nach Konkursende doch gleich mehrere unserer bisherigen Favoriten. Drei Vögel mit bisher 7/7 Preisen kamen 13.05, 13.47 und 14.11 Uhr zuhause an. Das war schon ungewöhnlich und man macht sich da schon so seine Sorgen und kriegt schlechte Laune. Auch der jährige Vogel, der noch vor zwei Wochen den 1. Konkurs flog und der auch in der vergangenen recht früh kam fehlte noch und traf erst um 16.43 Uhr zuhause ein. Insgesamt war das alles etwas seltsam, aber wenn diese Tauben dann wieder da sind, dann ist man doch sehr erleichtert.
Nun fehlen aktuell noch zwei jährige Vögel, die aber beide noch nicht ein Mal in der Preisliste standen. Trotzdem wäre es schön, wenn sie noch wiederkämen.
Bei uns werden solche Tauben eigentlich bis zum Ende durch geschickt und bekommen ihre Chance. Es gibt - nicht nur hier bei uns in der RV - aber auch immer wieder Schläge, die ihre Tauben frühzeitig zuhause lassen, wenn sie noch nicht gut geflogen haben um höhere Prozentzahlen zu fliegen (ich hab ehrlich gesagt noch nie verstanden woher dieser "Wahn" nach Prozenten kommt - am Ende einer Saison interessiert es recht wenig wenn jemand nun 40, 50 oder 55 Prozent Reiseleistung hatte. Es macht auch gar keinen Unterschied). Andere Züchter lassen dann Tauben zuhause, damit sie eine so passende Zahl einsetzen, dass ihre Tiere bloß nicht mit Tauben anderer Züchter in eine Kabi-Box gesetzt werden müssen. Das sind in meinen Augen alles wirkliche Spinnereien. Wenn ich so sensible oder gesundheitlich anfällige Tauben hätte, dass sie nicht einmal eine Fahrt im Kabi mit Tauben eines anderen Züchters in einer Kabibox verkraften können, dann würde ich mir doch ernsthaft Gedanken machen, was ich da eigentlich (trotz vielleicht sehr guter Reiseleistungen) für Tauben im Schlag habe. Solche Tiere würde ich nicht haben wollen....
Wie auch immer;: unsere Witwervögel haben das insgesamt doch sehr gut gemacht gestern und zu unserer Freude haben wir gestern dann sogar noch die "Sportuhr" der Zeitschrift "Brieftaube" errungen. Unsere beiden Vögel 21-26 und 21-57 flogen den 30. und 43. Konkurs und konnten damit diesen Ehrenpreis für uns einfliegen. Dass die beiden Vögel so spät in der Preisliste noch die "Sportuhr" erringen konnten, zeigt auch, dass dieser Flug aufgrund der Bedingungen schon anders war als viele andere Flüge zuvor. Bei vielen Sportfreunden kamen die Favoriten und vorbenannten Tauben doch erst später in der Preisliste oder eben gar nicht in die Preise. Unter den ersten 50 Tauben in unserer RV-Preisliste waren gerade einmal 13 vorbenannte Tauben (für die RV-Verbandsmeisterschaft bzw. die deutsche Meisterschaft) und drei davon kamen aus unserem Schlag. Das ist doch eher ungewöhnlich und sicher ein Indiz dafür wie so ein Flug insgesamt verlaufen ist.
Dennoch ist der Flug gestern, so wie auch die meisten anderen Flüge wohl, deutlich besser und mit weniger Verlusten verlaufen als am Samstag. Frühe Starts und das Eintreffen der Tauben vor der ganz großen Wärme und Schwüle haben das möglich gemacht. Es wird höchste Zeit, dass die Flugsicherungskomission die Auflassempfehlungen hinsichtlich Inversionen etc. einmal überdenkt und überarbeitet, denn wäre man gestern den Empfehlungen der "Wettermanufaktur gefolgt, dann hätte man allerfrühestens gegen 8 Uhr, eher noch später, die Tauben auflassen können.
In der nun anstehenden Woche wird erst noch schwüler und gewittriger und da müssen wir einmal sehen wie sich das Wetter insgesamt bis zum Wochenende entwickelt. Für die Verfassung der Tauben ist so ein Wetter sicher nicht ideal, aber wir werden versuchen die Tauben zum nächsten Wochenende auch wieder in gute Verfassung zu bekommen und müssen erst einmal abwarten was dann für ein Flug machbar ist.

 

Sonntag, 18.06.2023
Sascha am 18.06.2023 um 05:20 (UTC)
 Unsere Tauben wurden vorhin um 6.30 Uhr in Wörth an der Donau aufgelassen. Das wird heute sicher kein leichter Flug, aber auch recht spannend was den Flugverlauf betrifft. Denn es wird ja fortlaufen aktuell von frühen Auflässen abgeraten. Man hört und liest nur noch über "Inversionen". Das bedeutet, dass die Temperatur in Bodennähe deutlich niedriger ist als hoch in der Luft (z.b. auf 500 Meter Höhe) und dass soll dazu führen, dass Tauben sich schlecht oder falsch orientieren und vielleicht schlecht abziehen vom Auflassort. Allerdings: wenn das Wetter ansonsten gut ist, dann denke ich, dass Alttauben so erfahren und nach 10 Kabi-Aufenthalten in dieser Saison auch so sicher sind, dass sie schon abziehen. Und selbst wenn das Abziehen vom Auflassort eine halbe Stunde dauern würde: dann wäre das bei den angesagten Temperaturen immernoch besser als erst um acht Uhr zu starten.
Es ist alles nicht ganz einfach, aber manchmal hat man den Eindruck, dass die Flugleiter auch zusätzlich von unserer Flugsicherungskomission völlig irre gemacht und verunsichert werden.
Gestern hatte ich über den 500-Kilometer-Flug des Regionalverbandes 402 hier kurz geschrieben: nun, die Konkurszeiten werden wohl im Rahmen des Normalen geblieben sein. Dann kamen die höheren Temperaturen und bei einigen Züchtern sind die Tauben so schlecht nachgekommen, dass einige RVen nun erst heute die Uhren auslesen. Ich denke dass die Tauben noch ordentlich kommen werden, aber ob das jetzt alles wirklich notwendig war, das möchte ich doch mal stark bezweifeln.
Ich hoffe, dass die Flüge heute ordentlich und einigermaßen glatt verlaufen. Das wäre schon wichtig für den Verlauf der restlichen Saison.
 

Samstag, 17.06.2023
Sascha am 17.06.2023 um 06:14 (UTC)
 Während die allermeisten Flugleiter sich an die Empfehlung der Flugsicherungskomission gehalten haben, an diesem Wochenende nicht viel mehr als 400 KM zu reisen, hat der Regionalverband 402 heute 500 KM angefahren. Gestern gab es im Auflassgebiet noch gegen Abend Schauer und einzelne Gewitter, sodass ein ganz früher Start der Tauben heute nicht möglich war. Die Tauben wurden nun eben um 7.25 Uhr in Vilshofen gestartet. Wenn sie im Schnitt 75 KM/H fliegen, dann ist mit einer Ankunft der Tauben bei 500 KM gegen 14 Uhr zu rechnen. Die Vorhersagen sind so, dass es durchgängig Nordwest-, d.h. Kopfwind geben wird und dieser ab etwa 10 oder 11 Uhr in der Flugstrecke auch schon einmal so auffrischen kann, dass Böen bis 30 km/h zu erwarten sind. Sollten die Vorhersagen so in etwa eintreffen, dann wären 75 KM/H im Schnitt, also mehr als 1250 m/min schon eine ordentliche Leistung. Die große Masse der Tauben würde eher langsamer sein und damit in den Nachmittag hinein fliegen, wenn Temperaturen um 28 oder 29 Grad vorhergesagt werden. Das ist jetzt keine gewaltige Hitze, aber so manche Taube fliegt dort trotzdem nicht durch und setzt sich erst einmal. Ich wünsche den Tauben und den beteiligten Züchtern einen guten Flug - aber einfach wird das nicht. Die Schwierigkeit liegt einfach darin, dass die Tauben unterwegs so wenig Wasser finden und obendrein bei den bisherigen Rückenwindflügen nie lange unterwegs waren und es doch ein ganzes Stück leichter hatten.
Für unsere Tauben sieht es morgen vorraussichtlich so aus, dass es noch etwas wärmer und schwüler wird am Nachmittag. Die Winde könnten aber umdrehen und leicht aus südlichen Richtungen wehen, Wenn man die Tauben früh heraus bekommt, dann sollte ein 400er absolut machbar sein. Ich denke aber schon dass es wichtig ist, dass die Tiere mittags zuhause sein können. Während heute nun in der Strecke fast komplett blauer Himmel ist, werden morgen wohl Wolken in die Strecke ziehen, was aber auch zur Folge hat, dass die Luft schwüler und drückender wird. Es wird also auch morgen darum gehen, dass die Tauben im Kabi gut versorgt werden und unterwegs gegebenenfalls Wasser finden.
Gestern haben haben wir unseren Witwern keinen Freiflug mehr gegeben. Es waren zwei Jungtiere noch nicht im Schlag, die Luft war auch sehr warm und da hier auch noch Schützenfest ist, hatten wir einfach keine große Lust den Tauben noch Freiflug zu geben. Sie haben dann trotzdem gut gefressen. Das ist das Wichtigste. Ich denke die Verfassung der Tauben ist insgesamt gut. Wie der Flug dann morgen verläuft muss man abwarten.
 

Freitag, 16.06.2023
Sascha am 16.06.2023 um 06:45 (UTC)
 Es wird inzwischen zum Ende der Woche hin doch schwieriger die Witwervögel am Fressen zu halten. Sie trainieren natürlich nicht mehr so lange und ausgiebig wie zu Beginn der Saison und dazu sind v.a. am Nachmittag die Temperaturen auch höher. Das merkt man dann schon. Der Appetit ist nicht mehr ganz so groß. Allerdings macht es für uns auch keinen großen Sinn für einen 400-Kilometer-Flug am Sonntag, für den mal wieder leichter Rückenwind vorhergesagt ist, noch zusätzlich zum normalen Reisefutter irgendetwas zuzufüttern. Extra Hanf oder Sonnenblumenkerne füttern wir nicht. Es gibt nur einige, wenige Erdnüsse nach jeder Mahlzeit aus der Hand für jede Taube. Damit sind die Tauben schön zahm und zutraulich. Bisher sind wir mit den Leistungen unserer Vögel auch sehr zufrieden und insofern werden wir auch bestimmt nichts ändern. Sie bekommen jeden Tag ihr Reisefutter satt bis etwas im Trog liegen bleibt. Das wird dann etwa 30 Minuten nach der Fütterung entfernt und damit hat es sich.
Viele Sportfreunde erklären nach schwächeren Leistungen ihrer Tauben regelmäßig: "Ich glaube, ich habe zu schwer gefüttert." - Das ist aus meiner Sicht eine komplett falsche Sicht. Eine Taube, die ordentlich trainiert und die gesund ist und lebhaft, die kann man nicht zu schwer füttern mit normalem, ausgewogenem Reisefutter.
Wenn man allerdings einige Mischungen, die heutzutage angeboten werden, betrachtet und dann obendrauf noch einmal Mais, Hanf, Nüsse, Sonnenblumenkerne usw. füttert, dann kann es bei dem ein oder anderen Schlag natürlich sein, dass die ein oder andere Taube schlicht zu träge wird, wenn sie nicht ausreichend trainiert.
Aber nach meiner persönlichen Meinung hängen schwächere Leistungen eher nicht damit zusammen, dass Tauben zu schwer oder gar zu fett sind, sondern damit, dass sie nicht die nötige Form haben, vielleicht nicht gesund sind und am Ende auch einfach etwas mit der Qualität oder der Führung der Tauben als solches nicht passt. Und darüber hinaus denke ich auch, dass viele Tiere in vielen Schlägen einfach komplett überversorgt sind mit diversen Beiprodukten und das eher schlecht und hemmend ist für die Verfassung der Tauben.
Ich schaue mir wirklich viele Preislisten an im Internet. Ich beachte dann Flugverläufe und Wetterbedingungen und alles was dazu gehört. Und es gibt ja auch einige Schläge von denen ich weiß wie sie in etwa ihre Tauben versorgen mit Beiprodukten usw. Und gerade in einem Reisejahr wie dem aktuellen, mit viel östlichen Winden, kann ich aus den Beobachtungen für mich vermuten, dass speziell auf den Richtungen mit Rückenwind die allermeisten Beiprodukte weitgehend überflüssig sind und zu keiner nennenswerten Verbesserung der Flugleistung beitragen. Im Gegenteil: wenn bestimmte Beiprodukte eine Wirkung hinsichtlich der Form haben und aufpushen, dann führen sie allenfalls zu mehr Verlusten.
Hingegen können einige Produkte, gezielt eingesetzt, bei Reiserichtungen, auf denen die Tauben wegen des Windes hart arbeiten müssen, durchaus etwas dazu beitragen, dass man erfolgreicher reist und vielleicht weniger Tauben verliert.
 

Mittwoch, 14.06.2023
Sascha am 14.06.2023 um 18:46 (UTC)
 Nachdem die Flugsicherungskomission heute die Empfehlung herausgegeben hat, die mittlere Entfernung der Flüge für das nächste Wochenende auf 400 – 430 km zu begrenzen, erhielten wir kurze Zeit später eine Mitteilung, dass unser Regionalverband wohl am Sonntag auf gut 400 KM nach Wörth an der Donau fahren möchte. Das ist eine Verkürzung der Flugstrecke gegenüber Passau von etwa 80 KM, also von einer Flugstunde. Ich denke das ist ok. Andererseits ist die Mitteilung der Flugsicherungskomission natürlich wieder wachsweich. Statt einfach Flüge ab einer bestimmten Distanz nicht zuzulassen und dieses auch klar zu formulieren, wird einfach nur eine Empfehlung ausgesprochen. Selbstverständlich werden sich die allermeisten Flugleiter daran halten. Aber warum um alles in der Welt macht man nicht sofort klare Kante und sagt: "Flüge über eine Entfernung von X Kilometern sind nicht gestattet." Dann wäre alles klar. So hat man immer den Eindruck, dass sich bloß niemand die Finger schmutzig machen möchte.
In der Mitteilung der FSK steht aber auch etwas sehr richtiges, wie ich finde: "Mittlerweile sind auch die Möglichkeiten zur Wasseraufnahme in der Natur für die Tauben stark eingeschränkt." Ja, das geht nun schon seit einigen Jahren so und ich denke ein Teil der Taubenverluste ist einfach darauf zurückzuführen, dass die Tiere unterwegs immer weniger Wasser finden. Viele kleine Bäche, Tümpel und Teiche sind schlicht nicht mehr existent. Darüber hinaus lernen es die Tauben auch immer weniger unterwegs zu trinken und Wasser aufzunehmen. Da kann die Versorgung im Kabi noch so gut sein. Wenn die Taube unterwegs bei längeren Flugstrecken kein Wasser aufnehmen kann, dann wird es problematisch.
Unseren Vögeln merkt man schon an, dass der Flug am vergangenen Wochenende nur eine sehr kurze Flugzeit hatte. Sie werden nun immer wilder beim Training am Haus und dann muss man sie ja auch irgendwie am Fressen halten. Gut, dass es augenblicklich nachts noch relativ kühl ist. So haben sie immerhin morgens nach dem Freiflug noch ein wenig mehr Appetit. Ich hoffe, dass wir das bis Freitag abend so halten können. Samstag setzen wir die Tauben dann ein.
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Dienstag, 13.06.2023
Sascha am 13.06.2023 um 04:28 (UTC)
 Unter einer Preisliste einer Reisevereinigung aus dem Regionalverband 409 vom letzten Wochenende, konnte man folgendes lesen:
"Liebe Sportfreunde,
wie im Protokoll der Frühjahrsversammlung vermerkt, wurden durch den Regionalvorstand die rechtlichen Vorgaben zum Transport der Tauben zum 500 km Flug geprüft. Da die rechtlichen Vorgaben eine möglichst kurze Transportdauer fordern, ist ein Einsetzen am Donnerstag mit einer daraus resultierenden sehr langen Standzeit am Bestimmungsort nicht zulässig. Daher erfolgt das Einsetzen am Freitagvormittag. Die genauen Einsatzzeiten werden noch bekanntgegeben. Vielen Dank für Euer Verständnis.
Euer Regionalvorstand"
Wenn man denkt, dass man im Brieftaubensport schon jeden Blödsinn einmal gehört oder gelesen hat, dann wird man doch immer wieder überrascht. Diese Zeilen des Regionalverbandsvorstandes gehören für mich jedenfalls dazu.
Als ich gelesen hatte was dort geschrieben stand, habe ich sofort versucht einige Erkundigungen einzuziehen, denn von solchen Dingen könnte ja auch unsere RV oder unser Regionalverband einmal betroffen sein. Also habe ich versucht herauszufinden, ob irgendjemand innerhalb unseres Verbandes bis hoch in die Verbandsspitze in Essen von einer solchen "tiergerechten Vorschrift" gehört hat. Ich habe niemanden gefunden. Keiner konnte mir sagen wie man um alles in der Welt auf die Idee kommen kann, dass ein Einsetzen für einen 500er am Vormittag oder Mittag vor dem Flugtag tiergerechter sei, als zwei Tage vorher am Abend.
In Belgien oder den Niederlanden setzten die Sportfreunde ihre Tauben ab spätestens 400 KM Entfernung oftmals zwei Tage vorher ein und ich habe niemals gehört, dass das nachteilig ist für die Tauben oder sogar im Ganzen nicht tiergerecht. Man kann sicherlich darüber diskutieren was besser ist. Studien dazu gibt es leider nicht. Aber einfach zu behaupten ein Einsetzen zwei Tage vor einem 500er sei aufgrund von rechtlichen Vorgaben nicht tiergerecht, ist in meinen Augen großer Kokolores.
Es gibt überall Sportfreunde, die sich fast schon traditionell schwer damit tun, bei einem Einsatz der Tauben zwei tage vor einem Flug gute Ergebnisse zu erzielen. Teilweise sehr gut reisende Schläge haben immer wieder schwache Resultate und teilweise Verluste, wenn ein Einsatz der Tiere zwei Tage vorher erfolgt. Man kann nur spekulieren woran das liegt. Vielleicht an der Qualität der Tauben, aber wahrscheinlicher doch daran, dass Tauben auf eine bestimmte Weise für Flüge vorbereitet werden und das wiederum oft nicht gut funkioniert, wenn sie schon zwei Tage vorher in den Kabi gesetzt werden.
Ich will nicht behaupten, dass im Regionalverabnd 409 bestimmte Sportfreunde ein Interesse daran haben unbedingt nur einen Tag vorher einzusetzen, da sie sonst ein schwaches Ergebnis befürchten müssen....aber bevor man solch ein Schreiben unter eine öffentliche Preisliste setzen lässt, wäre es doch besser gewesen dieses einmal offiziell verbandsseitig abklären zu lassen. Alles in Allem ist das für mich ein sehr zweifelhafter Vorgang.
Auch am vergangenen Wochenende gab es wieder Flüge mit teilweise extrem zu langen Konkurszeiten und vermutlich auch allzu vielen fehlenden Tauben. Ich kann nicht verstehen mit wie wenig Sachverstand Verantwortliche da teilweise Entscheidungen treffen. Es war doch nun das erste Wochenende in diesem Jahr mit Temperaturen an die 30 Grad Celsius. Auch unsere Brieftauben müssen sich doch erst einmal akklimatisieren und daran gewöhnen. Wie man dann auf die Idee kommen kann 500-Kilometer-Flüge durchzuführen oder 400-Kilometer-Flüge bei deutlichem Gegenwind, wenn die Tauben vorher niemals besonders lange auf den Flügeln waren, ist mir ein völliges Rätsel. Wer hat etwas davon? Der Züchter, der nachher vor halbleeren Schlägen steht? DIe Taube, die verloren geht? Warum gelingt es einigen Verantwortlichen einfach nicht die notwendige Geduld aufzubringen? Wie erklären diese handelnden Personen Konkurszeiten von an die vier oder gar sechs Stunden? Muss das denn alles sein? Wir haben durch den dauerhaften und beständigen Wind aus östlichen Richtungen und durch die nun wieder anhaltende Trockenheit und zunehmende Wärme eine besondere Wettersituation und der sollten wir auch im Hinblick auf unsere Tauben Rechnung tragen. Unnötige Risiken sollten unbedingt vermieden werden. Aber scheinbar gelingt das nicht überall, weil verschiedentlich handelnde Personen zu fahrlässig sind. Dieser Eindruck entsteht für mich jedenfalls wenn ich mir so manchen Flugverlauf ansehe.
Für uns ist der 500-Kilometer-Flug für den kommenden Sonntag geplant. Die Tendenz scheint dahin zu gehen, dass sich das Wetter nicht ändert und wir weiterhin nordöstliche Winde haben und die Temperaturen relativ hoch sein werden. Ob so ein Flug dann einen glatten Verlauf nehmen kann sollte man genau abwägen und im Zweifelsfall immer für die Taube entscheiden. Unsere Preistauben waren auf den bisherigen sieben Flügen nun maximal etwa fünf Stunden auf dem Flügel. Länger war es windbedingt bisher nicht. Sollte sich der Wind nun dahingehend entwickeln, dass die Tauben plötzlich sieben Stunden bei Wärme fliegen müssen, dann wird es für viele Tiere problematisch. Insofern muss man die Entwicklung des Wetters gut beobachten und nicht einfach einen Flug durchziehen, weil er so auf dem Plan steht.
Wir werden versuchen unsere Tauben in dieser Woche möglichst gut vorzubereiten auch einen 500er gut zu überstehen. Ob das gelingt wird man sehen. Aber man sollte allemal vorsichtig sein und auch an die Sportfreunde denken, deren Tauben bisher schon Schwierigkeiten hattem die Flüge erfolgreich zu bewältigen.
 

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