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Samstag, 24.01.2026
Sascha am 24.01.2026 um 07:22 (UTC)
 Mein Plan ist in diesem Jahr die Zuchttauben in der ersten Februar-Woche anzupaaren. Dazu habe ich mir auf der Arbeit einige Tage frei genommen um die Paarung der Tauben in aller Ruhe durchführen zu können. Es ist jetzt etwa eine Woche her da meldeten die Wetterberichte unisono in den Langzeitberichten für Ende Januar und Anfang Februar für unsere Region Dauerfrost und Nachttemperaturen bis Minus 10 Grad Celsius. Diese Wettervorhersagen sind inzwischen in komplette Gegenteil umgeschlagen und die Vorhersagen sind so, dass wir ab dem kommenden Wochende durchgängig nachts und am Tag von 5 bis 10 Grad Plus bekommen sollen. Ich hoffe, dass die Prognosen so bleiben, denn das wäre für die Paarung der Tauben deutlich angenehmer. V.a. auch für mich.
Ich verfolge auch in den Wintermonaten die Wettervorhersagen sehr genau und kann nur feststellen, dass sie sehr ungenau geworden sind. Maximal ein oder zwei Tage können die Meteorologen das Wetter wirklich einigermaßen präzise vorhersagen. Da gehen dann meine Gedanken wieder in unsere Brieftauben-Reisesaison in der die Flugleiter regelmäßig schon montags, dienstags oder mittwochs Überlegungen anstellen, ob Flüge vorgezogen oder nach hinten geschoben werden müssen. Wenn man einmal Analysen betreiben würde im Nachgang zu einer Saison, dann würde man feststellen, dass sicherlich zwei Drittel der Flugverlegungen unnötig waren und am Ende keine besseren und leider oftmals sogar schwierigere Flugverläufe mit sich gebracht haben als wenn man es beim ursprünglichen Flugtag belassen hätte. Mein Eindruck ist aber, dass man sich um diese Dinge in der Flugsicherungskomission und im gesamten Flugleiterwesen leider wenige Gedanken macht. Die vielen Verschiebungen kosten uns auf ein Jahr gesehen eher Züchter und Tauben, als wenn wir unsere Flugtermine größtenteils so wahrnehmen würden, wie sie ursprünglich angesetzt waren.
Zur Zuchtvorbereitung werde ich die Zuchttauben ab etwa Montag belichten und zwar von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. 14 Stunden Licht reicht allemal um die Tauben, die teilweise jetzt schon recht paarig sind, in gute Verfassung zu bringen. Und die Belichtung erfolgt auch nicht länger als 7 Tage. Vor einigen Jahren wollte ich die Zuchttauben einmal für mehr als 10 Tage belichten mit dem Ergebnis, dass die Zuchttäubinnen in ihrer Voliere begannen unter einander zu paaren und viel zu früh die ersten Eier fielen.
An der Versorgung ändere ich hier nichts. Sie geht so weiter wie bisher und wie es immer gemacht wird. Nur in das Winterfutter gebe ich zusätzlich etwas Hanf und die Ölsämereien der Firma Spinne und ich lasse etwas vom geschälten Hafer weg. Auch die Menge wird nicht erhöht. Die Tauben sind in einer prima Verfassung. Nicht zu schwer und nicht zu leicht. Letztlich sind sie genau so wie sie zur Anpaarung sein sollten.
 

Donnerstag, 22.01.2026
Sascha am 22.01.2026 um 06:46 (UTC)
 In gut zwei Wochen beginnt in Dortmund die früher als "Brieftauben-Olympiade" bezeichnete Veranstaltung "International Racing Pigeon Fair". Aus namensrechtlichen Gründen darf diese dreitägige Zusammenkunft von Brieftaubenzüchtern aus aller Welt nicht mehr als "Olympiade" bezeichnet werden. Ich finde es etwas schade, aber es geht halt, wie fast immer im Leben, selbst bei solch einer Namensgebung immer um viel Geld.
Viele Informationen zu dieser Verabstaltung findet man auf der eigens dafür eingerichteten Homepage

39. International Pigeon Fair Dortmund 2026

Ich habe mich zuletzt dort auch ein wenig informiert. Planerisch scheint das alles sehr gut durchdacht zu sein. Man kann Tickets vorab kaufen, man kann sich das Programm ansehen und die Versteigerungstauben und es gibt einen Hallenplan mit den Ausstellern. Unser deutscher Verband bewirbt derzeit über die sozialen Medien die Abendveranstaltungen und die Eröffnungsfeier. Ich denke, dass gerade bei den doch recht hohen Preisen für die Abendveranstaltungen so mancher Züchter auf eine Teilnahme dort verzichten wird. Ich weiß nicht ob es wirklich notwendig ist, dass Eintrittskarten für das Gala-Dinner am Samstag 150 Euro kosten müssen. Ja, Getränke, Essen und Eintritt ins deutsche Fußballmuseum sind inklusive. Aber das ist trotzdem ein wirklich stolzer Preis.
Ohnehin kann ich persönlich gar nicht einschätzen wie die Besucherzahlen auf diesen drei Tagen sein werden. Wieviele Sportfreunde aus Deutschland machen sich auf den Weg nach Dortmund? Wieviele Züchter kommen aus dem Ausland? Das ist alles schwer zu sagen. Ich selbst werde mich sicherlich samstags auf den Weg nach Dortmund machen und vielleicht auch am Freitag oder Sonntag. Je nachdem wie ich Zeit und Lust habe. Für alle Züchter, die freitags schon an der Eröffnungsveranstaltung teilnehmen ist der Eintritt zur Messe am Freitag übrigens frei.
Was mich beim Blick auf das Ausstellerverzeichnis ein wenig wundert ist die Tatsache, dass dort einige große und bekannte Firmen im deutschen oder internationalen Taubensport nicht vertreten sind. So scheint die Firma Tollisan nicht vor Ort zu sein, oder die polnischen Futtermittelfirmen Elpol, Kampol oder MDM. Warum das im Einzelnen so ist kann ich nicht sagen, aber wie gesagt: es wundert mich etwas.
Am Samstag Nachmittag findet ab 15 Uhr ein Tierärzteforum mit den Tierärzten Elisabeh Peus, Pascal Lanneau, Dennis Rubbenstroth statt. Dennis hat mich bereits informiert, dass er vornehmlich zum Thema Jungtaubenkrankheit sprechen wird, aber auch diverse andere Themen behandelt werden sollen. Ich werde auf jeden Fall dort hingehen und mir anhören was die Fachleute zu berichten haben. Leider steht bisher kein Züchterforum oder etwas in der Art auf dem Programm. Es wäre doch eine herausragende Gelegenheit einmal ein ausführliches Forum mit erfolgreichen Sportfreunden (vielleicht Olympiateilnehmern) aus verschiedenen Ländern zu führen zu bestimmten Themen.
Aber bis zur "International Pigeon Fair" ist auch noch etwas Zeit und in der Woche zuvor werde ich unsere Zuchttauben wohl anpaaren. Dafür habe ich mir ein paar Tage frei genommen. Wenn das Wetter mitspielt und alles gut funktioniert werde ich eventuell auch die Reisetauben zu der Zeit verpaaren. Letzteres ist aber noch nicht sicher.
 

Mittwoch, 21.01.2026
Sascha am 21.01.2026 um 07:18 (UTC)
 Neben diversen Brieftaubenzeitschriften gibt es inzwischen viele Möglichkeiten sich per Internet über unser Hobby Brieftaubensport zu infomieren. Ich nutze das auch recht viel. Gerne lese ich auch in alten Büchern oder schaue einmal ältere Filme auf DVD an, aber online finde ich auch fast täglich interessante und lehrsame Filme und Beiträge. In anderen Ländern wie Polen, den Niederlanden oder auch Enland und den USA gibt es viele Sportfreunde, die unser Hobby in verschiedenen Formen im Netz präsentieren.
Meistens schaue ich diese Filme und Podcasts am Laptop und dann habe ich hier immer einen kleinen Kalender neben mir liegen, den ich auch als Notizbuch nutze und schreibe mir dann gelegentlichd das ein oder andere auf, was mir interessant erscheint.
Der niederländische Jungtaubenspezialist Willem de Bruijn veröffentlichte zuletzt einen Beitrag, in dem er beschrieb, dass er seine Jungtauben immer mit etwa 24 Tagen absetzt. Dann hat er in seinem Schlag einen bestimmten Bereich mit einer Holzlatte abgeteilt und in dem abgeteilten Bereich hat er Hanfstreu liegen über einer Heizplatte. So setzen sich die Jungtiere genau in diesen Bereich bis sie später in die Regale gehen. Er stellt auch mehrere Schalen mit Futter auf und achtet sehr darauf, dass die Jungtiere schnell trinken. Willem de Bruijn sagt, dass er damit die Phase, in der die Jungtauben nach dem Absetzen etwas "abbauen" nach der reichlichen Fütterung durch ihre Eltern so überbrückt, dass sie eben nicht "abbauen". In unserem Schlag kann ich keine Heizung anbringen, aber ich überlege schon ob es Sinn machen kann so eine Ecke abzuteilen, in der ich die Jungen für die erste Zeit auf einer weiteren Unterlage wie Stroh oder Hanfstreu oder Buchenspäne (oder alles zusammen) sitzen lasse. Das ist vielleicht nicht verkehrt, auch wenn unser Schlag oben im Dachfirst wirklich sehr trocken ist. Die Idee verschiedene Schalen mit Futter hinzustellen, damit die Jungtiere auf jeden Fall schnell fressen finde ich auch sehr gut.
In einem anderen Beitrag im Internet berichtete ein Sportfreund über die Verwendung verschiedener Kräuter als Badewasserzusatz. Er erklärte, dass die ätherischen Öle aus den Kräutern, wenn man sie regelmäßig anwendet, sich an die Federn und auf die Haut "heften". Wenn man dann die "richtigen" Kräuter verwendet hat man eine Art antibakterielle oder antivirale Wirkung "von außen". Ich selbst verwende ungerne Badesalz oder andere Zuätze, sondern habe oft, als es noch auf dem Markt war, das Produkt "Avibac Stabilizer", verwendet. Inzwischen habe ich auch einen Tipp zu einer Alternative für dieses Mittel bekommen, aber ich habe es noch nicht bestellt und getestet. Die Idee mit dem "Kräuterbad" finde ich allerdings auch sehr spannend und werde versuchen es in nächster Zeit einmal zu testen. Ich schaue dann wie die Tauben es annehmen und ob ich irgendetwas feststelle. Solche Versuche finde ich spannend und so finde ich immer mal wieder neue Ideen für Tests im eigenen Schlag.
Für die kommende Zeit habe ich übrigens von zwei Sportfreunden zwei, bzw. drei neue Beiprodukte zugesandt bekommen, um diese zu testen. Da bin ich auch schon sehr gespannt. Solche Versuche mache ich immer gerne, wenn es hier in unser Versorgungssystem passt und dann schaue ich ob sich irgendetwas bei den Tauben verändert. In diesem Jahr werde ich versuchen bei den Jungtauben etwas auszuprobieren und auch bei den Alttauben vor der Reise. Ich werde dann zu gegebener Zeit darüber schreiben, aber das dauert noch ein wenig. Es ist für mich einfach spannend zu sehen ob die Tauben und wie die Tauben auf neue oder andere Produkte reagieren, zumal ich, was die Wirkung und den Nutzen verschiedenster Mittel, ja immer sehr skeptisch bin.
 

Montag, 19.01.2026
Sascha am 19.01.2026 um 17:07 (UTC)
 Wir haben hier seit einigen Tagen blauen, wolkenlosen Himmel und den ganzen Tag über Sonne. Es ist tolles Wetter und das merkt man den Tauben auch an. Besonders die Vögel sind wie aufgedreht. Es ist eigentlich ideales Wetter um die Tauben anzupaaren, aber das schaffe ich zeitlich nicht und es wäre mir auch noch etwas zu früh.
So liegen die Tauben viel in der Sonne und wenn ich ihnen die Badewanne hinstelle, dann sind sie ganz verrückt auf ihr Bad und sie springen teilweise übereinander in die Wanne.
Heute hörte ich im Witwerschlag einen Vogel laut brummen und locken und als ich nachsah lagen zwei jährige Tiere zusammen in einer Zelle und schmusten. Eines der beiden hatte ich in der Hoffnung, dass es doch ein Vogel ist, mit in den Witwerschlag gesetzt, aber letztlich ist es eine Täubin geworden. So wie die drei Geschwister auch, die ich im vergangen Jahr aus diesem Paar gezogen hatte. Alle sehen prima aus und haben die Jungtierreise gut gemeistert, aber nun sind es alles Weibchen und da wir nur Vögel reisen kann ich leider kein einziges Nachzuchttier dieses Paares auf der Altreise testen. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Die Zeit reicht leider nicht dafür auf der Altreise beide Geschlechter zu reisen und selbst nur Männchen zu reisen ist oft zeit- und arbeitsaufwändig genug.

 

Sonntag, 18.01.2026
Sascha am 18.01.2026 um 10:37 (UTC)
 Beim Stöbern im Internet stieß ich auf den Zuchtkatalog eines sehr erfolgreichen Züchters. Er hat schon seine Zuchtpaarungen für 2026 veröffentlicht. Abstammungen und Bilder der Tauben und dazu die Preise für eine Jungtaube. Ich frage mich gelegentlich wirklich wo wir eigentlich hingekommen sind. Da werden dann Preise pro Jungtaube von 500 bis 1000 Euro aufgerufen. So soll beispielsweise ein Jungtier aus einem erwiesenen Zuchtvogel mit einer nun zweijährigen Täubin, von der man noch gar nichts weiß, schmale 1000 Euro kosten.
Es kann jeder für Jungtauben verlangen was er will und jeder soll bezahlen was er will und wenn der Sportfreund die Tauben für diese (meiner Ansicht nach viel zu hohen) Preise los wird, dann gratuliere ich ihm. Aber ich persönlich empfinde solche Zahlen einfach nur noch als völlig daneben. Man muss sich immer vor Augen halten was die Folgen davon sind, wenn Sportfreunde so viel Geld in Jungtauben investieren. Die Erwartungen sind groß, sie glauben und hoffen, dass sie damit hervorragende Tauben gekauft haben. Aber auch dieser Sportfreund züchtet, wie jeder andere auch, zu 90 Prozent Tauben, die einfach nichts taugen. Und dann hat jemand 500 oder 750 oder 1000 Euro für eine junge Taube ausgegeben, aus der er dann zwei, drei, vier Jahre nur weitgehend unbrauchbaren Nachwuchs züchtet. So etwas schafft Unruhe und Unzufriedenheit.
Ich habe es hier schon gelegentlich geschrieben: es ist sehr schwer gute Tauben zu finden und einen Sportfreund, bei dem man Tauben holt und der auch zu einem selbst passt. Dessen Führung der Tauben zu dem passt, was man selbst mit den Tauben macht und zeitlich und finanziell machen kann.
Unsere Führung der Tauben stelle ich hier immer mal wieder dar. Wir machen hier von je her wenig Aufwand um die Tauben. Wenn wir nun Tauben von einem erfolgreichen Schlag holen, der die Tauben 24 Stunden rund um die Uhr betreut, zig Beiprodukte gibt, der sie vor und in der Reise häufig privat trainiert usw. - dann kann ich doch gar nicht erwarten dass die Tauben dieses Schlages mich in der Zucht weiterbringen. Es kann selbstverständlich ein Treffer dabei sein. Aber mir wäre das Risiko viel zu groß für 10 Tauben 5.000 bis 10.000 Euro auszugeben und dann zu sehen, dass mich diese Tiere gar nicht oder kaum weiter bringen.
An dieser Stelle ist auch immer Ehrlichkeit wichtig: wenn ein Züchter einen großen Aufwand in der Betreuung seiner Tauben betreibt und damit erfolgreich ist, dann ist das sein Weg die Tiere zu versorgen und alles ist in Ordnung. Aber er sollte dann schon klar machen, dass die Erfolge eben auch mit diesem großen Aufwand zusammen hängen und die Taubenqualität an sich vielleicht gut, aber nicht so überragend ist, wie es die Erfolge suggerieren.
Brieftaubensport ist immer ein Gesamtpaket. Versorgung, Training, Gesundheitsmanagement, Taubenqualität und letztlich auch die zeitlichen Möglichkeiten sind Faktoren, die bei den Erfolgen eine Rolle spielen. Diese Faktoren sind in jedem Schlag anders.
Es macht für viele Sportfreunde einfach gar keinen Sinn viel Geld in Tauben zu investieren, die von Schlägen kommen wo sich 24 Stunden am Tag alles um die Tauben dreht. Ganz einfach weil sie in der Regel mit diesen Tauben nicht weiter kommen. Wer große Summen in eine Jungtaube investieren will, der soll das gerne tun. Aber dann sollte man sich nachher nicht beklagen, wenn das Geld futsch ist und die Ergebnisse trotzdem nicht besser als vorher. Aber ganz abgesehen davon: wieviele Jungtauben sind wirklich 500 oder 1000 Euro wert, wenn man sie kauft? Ich denke der Prozentsatz an allen gekauften und verkauften Tauben eines Jahres hier in Deutschland ist verschwindend gering.
 

Samstag, 17.01.2025
Sascha am 17.01.2026 um 07:24 (UTC)
 In der Mitgliederversammlung unseres Verbandes stellte ein Vertreter eines Regionalverbandes die Frage, ob es nicht an der Zeit sei die Bedingungen für die Erstellung einer Preisliste anzupassen und die Mindestzahl von 150 Tauben für eine Liste abzusenken. Es wurde kurz diskutiert und dann wurde abgestimmt und das Ansinnen des Sportfreundes mehrheitlich abgelehnt.
Vielleicht ist es von mir zu kurz gedacht, aber ich halte diese Regelungen bzgl irgendwelcher Mindest-Taubenzahlen grundsätzlich für falsch und möchte dazu mal ein Beispiel bringen:
in einer kleinen Rv sind noch 6 Züchter organisiert. Fünf sportfreunde nehmen mit 10 bis 15 Tauben an den Flügen teil und ein Züchter bringt 120 Tauben an den Start (solche Taubenzahlen sind heute ja keine Seltenheit). Diese RV dürfte dann eine Preisliste erstellen, weil sie über 150 Tauben kommt. In einer anderen RV sind 9 Züchter organisiert, von denen aber jeder ebenfalls nur 10 bis 15 Tauben an den Start bringt. Diese RV kommt dann auf maximal 135 gesetzte Tauben und dürfte keine Preisliste erstellen. Sie hat aber letztlich mehr Züchter. Warum will man diesen Sportfreunden eine Preisliste untersagen, wenn es die RV noch gibt?
Aus meiner Sicht sollten die Preislisten sich eher an der Anzahl der reisenden Schläge als an der Zahl der eingesetzten Tauben orientieren.
So könnte man sagen: für eine RV-Preisliste müssen mindestens 10 Schläge zusammen reisen, für eine Regionalverbandsgruppen-Preisliste mindestens 30, für eine Regionalverbands-Preisliste mindestens 60 und für eine Verbandsflug- oder Nationalflug-Preisliste minedstens 100 reisende Schläge.
Das ist jetzt nur ein Beispiel und überhaupt nicht ganz zu Ende gedacht. Aber ich denke, dass dieser Ansatz ein Weg dahin wäre, dass RVen fusionieren und sich zusammenschließen müssen und dass Regionalverbandsgruppen oder Regionalverbände nicht zu klein werden und dass auch die sogenannten Verbands- oder Nationalflüge noch eine gewisse Wertigkeit behalten.
Weiterhin sollte für Sportfreunde, die sich in kleineren Gruppen als 10 teilnehmenden Schläge zusammenfinden (sei es als RV oder wie immer sich es am Ende nennen mag) trotzdem möglich sein Preislisten zu erstellen wie sie möchten. Aus diesen Preislisten können dann aber keine offiziellen Meisterschaften des Verbandes (z.b. eine RV-Meisterschaft des Verbandes) oder Medaillen oder sonst eine offizielle Auszeichnung unseres Verbandes ausgeflogen werden.
Aber wenn diese weniger Sportfreunde es organisieren möchten, bezahlen wollen usw. dann sollen sie doch gerne eine eigene Preisliste haben. So könnten beispielsweise noch größere Vereine ihre eigene Vereinspreisliste erstellen und eine Vereinsmeisterschaft ausfliegen. Oder verschiedene Züchter einer größeren RV könnten sich zusammenschließen und eine irgend geartete Meisterschaft ausfliegen. Wichtig ist, dass sie Spaß am Brieftaubensport haben.
Unser RV-Vorsitzender regte in der letzten Versammlung an, dass wir hier in der RV mal eine Meisterschaft der über 80-jährigen Sportfreunde ausfliegen. Das finde ich eine tolle Idee. Und warum sollte man das nicht in einer eigenen Preisliste, die nur für diese Sportfreunde erstellt wird, tun? Das wäre, so denke ich, eine tolle Sache, die den Züchtern sicherlich viel Spaß machen würde und selbst für die unter 80-jährigen Sportfreunde spannend zu verfolgen wäre.
 

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