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Freitag, 30.05.2025
Sascha am 30.05.2025 um 05:40 (UTC)
 Wie erwartet wurde unser sechster Preisflug auf den Samstag vorverlegt. Heute nachmittag findet das Einsetzen für den Preisflug ab Straubing, das sind für unseren Schlag 423 KM Entfernung, statt. Gestern wurde unser neuer Kabinenexpress noch einmal in einer Feierstunde eingeweiht und ich möchte heute den Pressebericht hier veröffentlichen, der am heutigen Tag hier in der heimischen Lokalzeitung erschienen ist.

Komfortabler und günstiger - RV Möhnetal investiert 85000 Euro in neuen „Taubenexpress“

Warstein – Zweimal war er seit seiner Zulassung Anfang Mai schon unterwegs, bei der dritten Tour am Samstag nach Straubing auch mit Gottes Segen: Zahlreiche Mitglieder der Reisevereinigung (RV) Möhnetal-Warstein trafen sich am Donnerstagvormittag zur offiziellen Vorstellung und Segnung durch Pastor Markus Gudermann des neuen „Taubenexpress“. Dank der 85 000 Euro-Investition sind bis zu 2000 „Rennpferde des kleinen Mannes“ nun komfortabler und vor allem günstiger unterwegs.

Für die Reisevereinigung ist es so etwas wie ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, feiert der Verein doch 2026 sein 100-jähriges Bestehen. 1926 wurde in Belecke der Grundstein gelegt, denn dort war damals der Verkehrsknotenpunkt der Bahn mit Anbindungen nach Lippstadt, Soest, Brilon und Warstein. „Damals wurden die Tauben alle mit der Reichsbahn transportiert“, blickte Vorsitzender Manfred Gödde anlässlich der Einweihung am Donnerstag zurück. In großen Reisekörben kamen die Tauben in den Waggon, fuhren teilweise bis zu 1000 Kilometer weit bis ins damalige Königsberg. August Unger gehörte damals zu den Taubenfreunden der ersten Stunde, die die Tiere auf ihrer zwei bis drei Tage dauernden Reise begleiteten – auf einem Strohsack zwischen den Körben als Sitz- und Schlafgelegenheit. Er kümmerte sich im Waggon um die Tauben, versorgte sie bis zur Ankunft am Auflassort.

Über viele Jahre war der Taubentransport mit der Bahn der Standard. Im Jahr 1962 änderte sich das bei der Reisevereinigung mit dem Kauf des ersten Lastwagens – ein gebrauchtes Fahrzeug von den Warsteiner Eisenwerken. Fortan wurden die Tauben statt auf der Schiene auf der Straße zu den Startpunkten der Wettbewerbsflüge gebracht.

Vorstand und Mitglieder der Reisevereinigung – in ihr sind derzeit rund 90 Züchter nicht nur aus der Stadt Warstein, sondern aus dem ganzen Kreis Soest und aus dem benachbarten HSK aktiv – standen jüngst vor einer richtungsweisenden Entscheidung, wie Manfred Gödde verdeutlichte: „Das alte Auto war inzwischen 25 Jahre alt – was sollen wir machen?“ Man entschied sich für eine nicht unerhebliche Investition, denn die Züchter wollten ihr geliebtes Hobby, ihre Liebe zum Taubensport natürlich nicht aufgeben. Für 85 000 Euro wurde ein komplett neuer Transporter gekauft – 35 000 Euro bekam man noch für den alten Lastwagen, 50 000 Euro hatte der Verein in den letzten 15 Jahren vorausschauend angespart, wie Manfred Gödde verriet. „Das ist alles über das Ehrenamt finanziert“, blickte er auf Ausstellungen und andere Events zurück, mit denen man neben den Beiträgen für ein finanzielles Polster sorgte. Und nicht nur der neue Transporter ist „schuldenfrei und ohne Fördermittel“ angeschafft worden, wie der Vorsitzende betont, auch die vor 25 Jahren errichtete Halle in der Romecke befindet sich im Eigentum des Vereins.

Transport von bis zu 2000 Tauben

Bis zu 2000 Tauben kann das Gespann aus Zugfahrzeug und Anhänger transportieren. Dabei reisen die Tiere in dem Aluminium-Aufbau und dem Edelstahl-Interieur auf dem modernsten Stand der Technik. Eine Lüftung ist natürlich ebenso integriert wie Tränken – alles optimiert, damit die „Rennpferde des kleinen Mannes“ optimal versorgt sind in ihren Boxen, in denen zwischen 15 und 20 Tiere Platz finden. Auf der Tour legt der Fahrer – für ihn gibt es in der Kabine sogar eine Schlafkoje – dann Pausen ein, macht die Rollläden hoch, lüftet und versorgt die Tiere. Schummeln geht dabei nicht, „das ist alles per GPS überwacht und dokumentiert“, so Gödde. Im Vergleich zum vorherigen Lastwagen ist der neue Transporter deutlich kleiner, was gleich mehrere Vorteile bringt: Er schluckt nicht nur weniger Treibstoff, für ihn ist auch keine Lkw-Maut mehr zu zahlen – das waren zuletzt rund 4500 Euro im Jahr. Da das Zugfahrzeug weniger als 3,5 Tonnen wiegt, ist es zudem mit einem normalen Autoführerschein zu fahren. Knapp 20 000 Kilometer wird das Gespann, für das man noch Werbesponsoren sucht, pro Jahr zwischen April und September unterwegs sein, um die Tauben zu den Starts bei den Wettbewerben zu bringen. Die nächste Tour wird bereits an diesem Wochenende sein: Aufgrund der aktuellen Wetteraussichten, soll der Start ab Straubing – das sind rund 430 Kilometer Luftlinie, für die die Tauben rund fünf Stunden benötigen – bereits am Samstag erfolgen, das Einsetzen ist für Freitagabend geplant. „Heute haben wir zum Glück einen guten Einblick ins Wetter“, so Manfred Gödde, der sich aber immer noch gut an die Zeit erinnert, als es in Warstein nur zwei Telefone gab und eine Tafel in der Domschänke hing mit den Infos zu den Wettbewerbsflügen. Das Wetter bestimmte man damals durch einen Blick aus dem Fenster.

Auch wenn sich die Technik über die Jahre verändert hat, so ist doch eines geblieben, wie Manfred Gödde als begeisterter Brieftaubensportler unterstreicht: „Die Liebe zum Tier und die Hochachtung vor der Leistung, die es mit diesem kleinen Köpfchen und ihrem Körper vollbringt.“



Text und Bild: Christian Clewing, Westfälischer Anzeiger

Quellenangabe: Soester Anzeiger Warstein vom 30.05.2025, Seite 10


 

Donnerstag, 29.05.2025
Sascha am 29.05.2025 um 05:28 (UTC)
 Heute werden wir ab 11 Uhr an unserer Einsatzstelle unseren neuen Kabinenexpress einweihen in einer kleinen Feierstunde. Unser neuer Kabi hat nun zwar schon drei Flüge "auf dem Buckel", aber der heutige Feiertag hier in NRW hat sich angeboten das neue Fahrzeug noch einmal offiziell einzuweihen. Unsere Einsatzhalle wird dann für die Öffentlichkeit geöffnet, es gibt zu Essen und zu Trinken und wir werden interessierten Besuchern die Technik des Fahrzeugs vorstellen und jeder Interessierte ist herzlich Willkommen vorbei zu schauen.
Gestern wurden wir informiert dass unser nächster Preisflug wahrscheinlich erneut wetterbedingt auf den Samstag vorgezogen wird. Heute erfahren wir endgültig ob es so kommt, aber ich gehe aktuell davon aus. Es wird für die Flugleiter grundsätzlich keine einfache Sache an diesem Wochenende und ich hörte gestern schon, dass auch andere Vereinigungen schon auf den Samstag vorgezogen haben. Ich bin aktuell aber nicht überzeugt, dass am Samstag für uns ein Flug über 420 KM machbar ist, denn einige Wetterdienste melden für unsere Region am Samstag schon sehr frühzeitig Gewitter im Heimatbereich.
Da sind wir wieder bei dem Problem, dass die Flugleiter versuchen (müssen) vor das schlechte Wetter zu kommen. Bei Gewitterluft allerdings ist die Luft oft schon weit vor den eigentlichen Gewittern häufig "nicht sauber" und es gibt Störungen in der Atmosphäre und wenn Brieftauben eines überhaupt nicht gut "vertragen können", dann ist das Gewitterluft, Schwüle und ein hoher Taupunkt schon zum Zeitpunkt des Auflasses und dann in der Strecke. Letztlich wird man wohl erst sehr kurzfristig sehen wie das Wetter sich entwickelt und zur Not muss man dann dem Fahrer während der Fahrt zum Auflassort mitteilen, dass er etwas kürzer fahren muss als eigentlich geplant.
Die Schwierigkeit ist inzwischen, dass selbst bei normalen Flugverläufen und ordentlichem Wetter in vielen Organisationen die Verluste oft zu hoch sind - vornehmlich durch Greifvögel. Mein Eindruck ist auch, dass das Wetter insgesamt unberechenbarer geworden ist und es kommt dann zu schwierigen Flugverläufen, die man im Nachhinein nur bedingt erklären kann, z.b. durch unvorhersehbaren, punktuellen Starkregen etc. Auch am letzten Flugwochenende gab es leider da wieder schlechte Flugverläufe.
Gestern abend berichtete mir ein Züchter hier aus der Nähe dass ein Habicht bei seinen Jungtauben bzw. denen seines Nachbarn Probleme gemacht hat. Es ist wirklich unglaublich nervig und stressig, dass die Greifvögel nun auch um diese Jahreszeit andauernd so aktiv sind. Unsere Witwervögel lasse ich seit Längerem praktisch nur unter Aufsicht fliegen. Ich stehe dann im Garten unnd beobachte durchgängig die Tauben und versuche im Fall eines Greifvogelangriffs das Schlimmste zu verhinden. Leider merkt man es den Witwervögeln insgesamt einfach an. Sie sind nicht entspannt. Sie ziehen auch nicht so weg vom Schlag wie sie es eigentlich tun um diese Zeit und wenn sie auf dem Dach sind ist ihr Verhalten auch nervöser und statt zu balzen und zu brummen machen sie lange Hälse und beobachten den Himmel. Man kann nicht viel tun in dieser Hinsicht und nur versuchen den Witwern etwas Sicherheit zu bieten. Insgesamt frisst das allerdings auch unglaublich viel Zeit.


 

Mittwoch, 28.05.2025
Sascha am 28.05.2025 um 09:15 (UTC)
 Heute kontaktierte mich schon sehr früh ein Sportfreund und fragte ob ich den Reisetauben bei jedem Wetter Freiflug gebe. Im Grunde genommen ist es so, dass wir da seit je her nicht sehr vorsichtig mit den Tauben sind. Ausnahme sind extremes Wetter wie Gewitter, Starkregen/Hagel/Schnee, sehr starker Wind oder auch Nebel. Aber sonst gehen die Tauben immer raus zum Freiflug. Gerade heute morgen beim Freiflug regnete es beispielsweise durchgängig mal mehr und mal weniger und es kamen immer mal Windböen. Aber es war ein Wetter, dass den Tauben für gewöhnlich gar nichts ausmacht. Die Vögel waren eine gute halbe Stunde in der Luft und danach landeten sie und flogen immer mal wieder los.
Als die Tauben noch zwei Mal täglich Freiflug hatten waren die Ausflüge immer für etwa eine Stunde geschlossen und dann wurden sie geöffnet und die Vögel konnten einspringen, wobei die Fänger geschlossen waren, sodass sie nicht wieder herausgehen konnten.
Da die Witwer jetzt nur noch ein Mal täglich Freiflug haben können mache ich es etwas anders. Die Witwer gehen raus und die ausflüge werden geschlossen. Nach etwa einer Stunde öffne ich die Ausflüge, aber bei geöffneten Fängern. Dann können sie, je nachdem wie ich Zeit habe, für 30 Minuten oder sogar noch eine Stunde machen was sie wollen. Sie können im Schlag bleiben oder rausgehen und reingehen wie sie möchten und einige Vögel bleiben auch fast durchgängig draußen. Danach schließe ich dann die Fänger und rufe die Vögel herein. Gerade die Zeit in der die Vögel tun und lassen können was sie wollen ist sehr interessant für mich, weil sie sich so unterschiedlich verhalten. Einige Witwer sind weiterhin fast nur in der Luft, andere sind fast nur im Schlag, wieder andere gehen immer wieder rein und raus, wobei auch da wiederum einige immer wieder fliegen und andere gar nicht. Bisher gefällt mir das so aber sehr gut. Ich weiß allerdings noch nicht wie sich das ganze Verhalten der Witwer entwickelt wenn das Wetter mal deutlich wärmer wird.
 

Dienstag, 27.05.2025
Sascha am 27.05.2025 um 08:41 (UTC)
 Als Reaktion auf meinen Beitrag zum nicht erfolgten gemeinsamen Auflass unserer FG mit dem Regionalverband 455 hat mich vorgestern der Regionalverbandsvorsitzende des Regionalverband 455, Ingolf Schinze, kontaktiert und mich darauf aufmerksam gemacht, dass für einen gemeinsamen Start der Tauben an einem Auflassort lt. Reiseordnung keine Zustimmung von irgendeiner Seite erfolgen muss. Theoretisch hätten also unsere Flugleiter die Tauben auch einfach um 7.15 Uhr gemeinsam mit den Tauben des Regionalverbandes 455 starten können.
Auf der anderen Seite wäre das natürlich kein feiner Zug gewesen, denn ich denke dass sich die Flugleiter immer absprechen sollten wer wann startet und dass darüber auch Einigkeit erzielt werden sollte. Die Tiere einfach ohne Zustimmung oder Information einer anderen Gruppe aufzulassen wäre letztlich kein feiner Zug.
Wenn gemeinsame Auflässe durchgeführt werden sollen, dann sollte das immer im Vorfeld abgesprochen und abgestimmt sein. Idealerweise schon wenn die Reisepläne abschließend beschlossen und erstellt werden.
Konkret heißt das für mich, dass etwaige gemeinsame Auflässe schon in den Regionalverbands- bzw. RV-Versammlungen im Frühjahr beraten und beschlossen werden sollten. Die Vertreter der RVen und Regionalverbände sollten das dann auch entsprechend tun.
Alles Andere führt nur zu Unmut und streit solange die Regelungen im deutschen Brieftaubensport so sind wie sie sind. Wie ich schon einmal geschrieben habe: meiner Meinung nach sollte es Regelungen dahingehend geben, dass alle Organisationen, die an einem Auflassort stehen und die gleiche Flugrichtung haben, zwingend gemeinsam aufzulassen haben - meinetwegen bei Alttauben ab einer Entfernung von 250 KM. Aber auf solche Beschlüsse werden wir wohl lange warten können. Dafür gibt es allzu viele Sportfreunde, die solche Entwicklungen unbedingt verhindern wollen.
Unsere Witwervögel wirken beim Freiflug am Haus weiterhin sehr nervös. Sie fliegen gut, aber sie benehmen sich anders als ich das gewohnt bin. Sie sind nach dem Landen auf dem Dach deutlich unruhiger und auch das Flugverhalten ist nervöser, wenn hier z.b. ein Milan, ein Bussard oder Turmfalken fliegen. Manchmal ziehen auch Möwen oder Kormorane zum nahegelegenen Möhnesee und die Tauben reagieren darauf, obwohl sie das normalerweise nicht tun. Aber das bleibt leider nicht aus bei den immer mal wieder stattfindenden Greifvogelangriffen. Der hier inzwischen fast ständig wehende, recht böige Wind, tut dann sein Übriges. Das hat sich auch sehr verändert in den letzten drei, vier Jahren. Wir haben hier im Frühling und Sommer viel mehr Tage als früher, an denen der Wind sehr böig weht.
 

Montag, 26.05.2025
Sascha am 26.05.2025 um 09:05 (UTC)
 Gestern habe ich hier hinter dem Haus auf dem Rasen einen Zuflieger fangen können. Die Taube war gar nicht sehr abgeflogen und suchte Futter und ich konnte sie einfach so greifen. Leider war die Telefonnummer auf dem Aufkleber des Tipes-Rings nicht mehr lesbar. Also habe ich den Vereinsvorsitzenden über die Vereinsnummer im Register auf der Homepage unseres Verbandes gesucht. Es wurde mir auch der Name des Vorsitzenden angezeigt. Aber weder eine Telefonnummer, noch eine Adresse, noch eine Email-Adresse.
Ich habe dann ein wenig im Internet gestöbert und die RV gefunden, in der der Vereinsvorsitzende reist. Dieser Züchter reist alleine in seinem Verein. Die Taube, die uns zugeflogen ist, hat er allerdings nie gereist. Sie muss wohl abgegeben worden sein bzw. der Ring muss abgegeben worden sein. Wie auch immer: ich musste also weiter nach den Kontaktdaten des Vorsitzenden suchen. Bisher konnte ich ihn nicht erreichen. Ich frage mich aber warum in dem Suchmodul auf der Homepage unseres Verbandes die Daten der Vereinsvorsitzenden nicht vollständig sind.
In jedem Winter bestellen die RVen ihre Ringe. In den Formularen sind alle Vereine und ihre Vorsitzenden aufgeführt. Mit Adresse etc. Es wäre keine große Aufgabe ein Mal im Jahr damit das Zugeflogenenregister auf der Verbandshomepage zu aktualisieren. Aber scheinbar kümmert sich unser Verband um solche Dinge nicht wirklich ernsthaft.
Für unsere Tauben wird das Programm in den kommenden Wochen nun recht anspruchsvoll. Es folgen fünf Flüge hintereinander - wenn das Wetter mitspielt - über 400 KM. Die Taubenzahlen sind aktuell nach fünf Flügen schon allzu sehr gesunken und ich fürchte ein wenig, dass die Zahlen nach den nun folgenden Flügen weiter rapide in den Keller gehen werden. Sportfreunde, die ihre Tauben nicht einhundert Prozent fit haben werden mit ihren Tieren das Programm nicht ohne größere Verluste durchstehen. Davon bin ich überzeugt. Mich stört es weiterhin sehr, dass wir keine kürzeren Flüge zwischendurch haben auf denen man Tauben, die einmal aussetzen mussten wegen Verletzungen oder weil sie mal verspätet heimgekehrt sind, wieder anspielen kann. Sie nun nach ein, zwei, drei Wochen Pause auf 420 oder 470 KM einfach wieder zu setzen macht keinen Sinn. Also kommen sie aktuell gar nicht mehr in den Kabi was auch zu dem zu großen Rückgang der Satzzahlen beiträgt.
Was die Versorgung der Reisevögel betrifft muss ich mir allerdings jetzt keine großen Gedanken mehr machen. Sie kriegen vollen Trog zum Aussuchen mit allem was es gibt den ganzen Tag. In dieser Hinsicht finde ich das Standfutter gar nicht schlecht. Die Tauben wissen besser was sie gerne fressen und v.a. was sie benötigen und können es sich aussuchen.

Hier einmal ein Foto von dem Futter welches unsere Vögel nun täglich als Standfutter bekommen:


 

Sonntag, 25.05.2025
Sascha am 25.05.2025 um 05:01 (UTC)
 Der fünfte Preisflug ab Hemau ist insgesamt glatt verlaufen mit einer Konkurszeit von nur etwa 20 Minuten. Die meisten Tauben kamen zügig nach hause. Allerdings taten sich die Nachzügler doch ein wenig schwer überall und so fehlen doch wieder hier und da noch einige Tiere. Auch bei uns fehlt noch ein jähriger Vogel.
Es macht mir immer Spaß die Preislisten ein wenig zu analysieren und gestern muss ich sagen, dass da einige Ergebnisse zu lesen sind, die mich sehr überraschen.
Wir selbst fangen nicht früh an in den Preisen, aber es kamen dann sofort sechs Vögel gleichzeitig und liefen innerhalb weniger Sekunden über die Antenne. Das kommt auch nicht so oft vor, aber ich beobachte solche Ankünfte von mehreren Tauben eines Schlages doch immer häufiger. Eine Schlaggemeinschaft, die mehr als 10 KM hinter uns ihren Schlag hat konstatiert mit der gleichen Geschwindigkeit mit der unsere sechs Vögel in der Uhr waren gleich 13 Tauben praktisch gleichzeitig. Das ist schon wirklich extrem. Wenn die Tauben also unterwegs nicht durch Greifvogelangriffe oder Wetter auseinander getrieben werden, dann bleiben sie bei entsprechender Fitness und Form oft bis zum Heimatschlag zusammen. Ganz besonders dann, wenn sie nicht in sehr großen Verbünden aufgelassen werden. Und da bin ich bei dem Punkt, den ich gestern schon angesprochen hatte: es wäre für die Qualität der Tauben und für die Ausgeglichenheit in den Preislisten viel besser, wenn die Tauben in deutlich größeren Verbänden aufgelassen würden da wo es möglich ist. Große Auflässe und kleine regionale Preislisten wären eigentlich viel besser als das, was wir hier in Deutschland machen. In Belgien fand gestern der erste Nationalflug des Jahres ab Bourges statt. Unter den ersten 20 Tauben der Nationalpreisliste ist eine Taube mit einer Entfernung von 425 KM und eine andere Taube mit einer Entfernung von 530 KM. Also mehr als 100 KM Unterschied. Es ist gar kein Problem Tauben in solchen Konkurrenzen zu starten. Nur in Deutschland will man weiterhin am Liebsten nur Straßenkonkurrenzen.
Unsere Tauben taten sich gestern angesichts des böigen Südwestwindes auch etwas schwer mit dem Landen. Man sollte bei dem Wind annehmen, dass die ersten Tauben dann eigentlich eher nordöstlich in der Konkurrenz fallen. Aber in unserer Fluggemeinschaft bringt ein Sportfreund fünf Tauben unter die ersten sechs in der Preisliste, der weit auf der Wind-zugewandten Seite liegt. Er muss seine Tiere in super Form gehabt haben. Aber es zeigt mir auch einmal mehr, dass oft gar nicht so sehr der Wind, selbst wenn er böig ist, die ganz entscheidende Rolle spielt, sondern die Form der Tauben und die Topographie. Denn es gibt bestimmte Routen auf denen Tauben immer wieder fliegen. Es würde zu weit führen das für unsere Region jetzt hier im Einzelnen zu erläutern, aber man kann es anhand der Preislisten immer wieder analysieren.
Für uns selbst muss ich sagen, dass ich besonders mit unseren jährigen Tauben in diesem Reisejahr zufrieden bin. Sie machen ihre Sache gut und auch gestern wieder waren bei diesen besagten ersten sechs Tauben gleich fünf jährige Vögel platziert. Es ist nun schon einige Jahre so, dass unsere Jährigen eigentlich immer sehr gut fliegen, aber bei den älteren Vögeln doch oft zu viele dabei sind, die ihre Leistung nicht so bringen wie erhofft. Woran es liegt weiß ich nicht so genau. Das Standfutter wie ich es in diesem Jahr gebe scheint aber besonders auch den jährigen Tauben gut zu tun. Sie haben ja oft einen etwas höheren Futterbedarf als alte Tauben.
Die kommende Woche soll es nun sehr wechselhaftes, windiges, eher herbstliches Wetter geben. Ich muss mal sehen wie sich das auf die Form der Tauben auswirkt. Aktuell ist sie zumindest deutlich besser als zu Saisonbeginn. Ich hoffe dass ich das nun konservieren kann.
 

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